2.07 Kraftstoffanlage

Der Kraftstoffbehälter hat einen Inhalt von etwa 12 Liter, die Kraftstoffreserve beträgt 2 Liter. Seine Befestigung am Rahmen erfolgt hinten am Sattelquerträger mit zwei Sechskantschrauben und Muttern, die mit Splinten gesichert sind. Zwischen Befestigungswinkel und Rahmenteil sind Gummischeiben zur Polsterung gelegt. Die vordere Befestigung erfolgt bei der neuen Ausführung ebenfalls an einem Winkel durch Aufschrauben einer Splintmutter auf eine Stiftschraube die im Verstärkungsblech am Lenkkopf eingeschweißt ist. Bei der alten Ausführung ist die vordere Schelle ebenfalls mittels Schraube und, Splintmutter gehalten. Der Verschlußdeckel des Kraftstoffbehälters ist ein Bajonett-Schnellverschluß mit Entlüftung. Die in den Verschlußdeckel eingelegte Dichtung besteht aus Preßkork. In die Einfüllöffnung ist ein Haarsieb ein-; gelegt. Links unten in Nähe der hinteren Befestigung des Kraftstoffbehälters befindet sich der Kraftstoffhahn, auf dessen Gehäuse die Schaltstellungen ,,Auf", ,,Zu" und „Reserve" markiert sind. Nach Abschrauben der unteren Glocke wird ein Sieb sichtbar, durch das der Kraftstoff, bevor er zum Ver­gaser gelangt, gefiltert wird. Die Ureinigkeiten sowie etwa im Kraftstoff befindliche Wassertröpfchen werden hier zurückgehalten und sammeln sich am Boden der Glocke. Ursprünglich wurden Kraftstoffhähne mit 3/8" - Rohr­gewinde eingebaut; dieser Ausführung entsprechend war der Flansch mit Innengewinde versehen. Bei Maschinen ab Baujahr 1954 wurde der Kraftstoff­hahn vereinheitlicht. Der Kraftstoffbehälter trägt bei dieser Ausführung Außen­gewinde M 14X1,5, auf dem der Kraftstoffhahn mittels Überwurfmutter in jeder Stellung festgezogen werden kann. Über das am Kraftstoffhahn befind­liche Anschlußstück wird ein Schlauch aus kraftstoffbeständigem Gummi gezogen, der den Kraftstoff zum Vergaser leitet.



Bild 69

Kraftstoffhahn reinigen

4.026 Kraftstoffhahn

Etwaige Ureinigkeiten und Wassertropfen, die im Kraftstoff enthalten sind, setzen sich in dem am Kraftstoffhahn angeordneten Filter ab. Hierdurch ist eine Reinigung von Zeit zu Zeit (alle 2000 km) notwendig. Zu diesem Zeitpunkt wird die Glocke [Bild 69 (1)] (Wasserabscheider) vom Kraftstoffhahn (2) abgeschraubt. Das Sieb (3) läßt sich ebenfalls nach Lösen der Rändelmutter (4) abnehmen.

Nach Reinigen von Sieb und Wasserabscheider werden die Teile in umgekehrter Reihenfolge wieder angebaut.