4. Pflegeanweisungen

4.01 Allgemeines

Nur durch eine ordnungsgemäße Pflege ist es möglich, die Lebensdauer der Maschine zu erhöhen und damit wertvolles Volksvermögen zu erhalten. Vorschriftsmäßige Wartung bedeutet aber auch die Sicherung der Betriebs­bereitschaft und für den Fahrer Zuverlässigkeit seiner Maschine. Die für die Durchführung der Pflegearbeiten notwendigen Werkzeuge sind als Aus­rüstung jeder Maschine beigegeben.

Zur Erhaltung des guten Aussehens der .Maschine sind folgende Hinweise zu beachten:

1. Zum Entfernen von grobem Schmutz Maschine mit Wasser abspritzen und anschließend mit einem Schwamm abwaschen. Beim Abspritzen soll kein Wasser in den Vergaser und in das Signalhorn gelangen. Diese Teile sind deshalb vorher abzudecken. Der Wasserstrahl darf nicht un­mittelbar auf Motor, Getriebe und Hinterradantrieb gerichtet werden, damit dort kein Wasser eindringt.

2. Motor, Getriebe und Hinterradantrieb reinigt man am besten mit Wasch­benzin und Pinsel.

3. Trockenen Staub nur mit Staubwedel, nicht mit einem Tuch entfernen, sonst entstehen feine Kratzer im Lack.

4. Nach dem Abwaschen Lack mit Fensterleder trocknen, Chromteile mit weichem Lappen trocknen und polieren.

5. Beim Tanken keinen Kraftstoff auf die Lackflächen laufen lassen, da dieser hiervon blind wird.



4.011 Tägliche Wartung

Siehe „Vorbereitung zur Fahrt" unter 3.011.

4.012 Pflegearbeiten nach 500 km

Zur Wahrung der Garantieansprüche ist es unbedingt erforderlich, daß der Besitzer eines Kraftrads die vom Werk vorgeschriebenen Kundendienstdurch­sichten bei seiner ständigen Vertragswerkstatt ausführen läßt.

Durchzuführende Arbeiten:

1. Motorenöl bei warmem Motor ablassen und durch neues ersetzen, (Ölwanne abnehmen und auswaschen.)

2. Ölstand im Getriebe und Hinterradantrieb prüfen bzw. bis zum Gewinde nachfüllen.

3. Kupplungsdrucklager mit Fettpresse (fünf Stöße) abschmieren.

4. Vorderradnabe und Hinterradnabe schmieren (Schmiernippel).

5. Sämtliche Schrauben und Muttern nachziehen.

6. Ventilspiel bei kaltem Motor prüfen.

7. Batteriesäurestand ergänzen, Spannung und Zustand der Anschlüsse prüfen.

8. Bremsen auf Totgang der Betätigung und Wirksamkeit prüfen, wenn nötig, nachstellen. Stellschraube für Handzug immer mit Schlitz nach innen stellen.

9. Lenkung prüfen (muß leicht gehen, aber ohne Spiel in der Lagerung). 10. Reifen auf vorgeschriebenen Luftdruck prüfen.



4.013 Pflegearbeiten nach 1000 km

Außer den unter 4.012 (nach 500 km) aufgeführten sind noch folgende Arbeiten durchzuführen:

1. Vergaser, Kraftstoffleitung und -hahn reinigen, Leerlaufeinstellung des Vergasers nachregulieren.

2. Luftfilter auswaschen und mit Öl benetzen.

3. Unterbrecherkontakte reinigen und auf Abstand prüfen (0,5 mm an höchster Nockenstelle). Schmierfilz ölen.

4. Lichtmaschinen-Antriebsriemen auf Spannung prüfen, eventuell nach­spannen.



4.014 Pflegearbeiten nach 2000 km

Außer den unter 4.012 und 4.013 (nach 500 und 1000 km) aufgeführten sind noch folgende Arbeiten durchzuführen:

1. Bürsten und Kollektor der Lichtmaschine prüfen und reinigen.

2. Zündkerze reinigen, Elektrodenabstand prüfen und, wenn notwendig, auf 0,6 ... 0,7 mm korrigieren.

3. Öl in Vorder- und Hinterradfederung erneuern.

4. Vorder- und Hinterradfederung auf Durchschlagen bzw. Dämpferwirkung prüfen.

5. Öl aus Getriebe und Hinterradantrieb ablassen und Füllung erneuern.



4.015 Pflegearbeiten nach 5000 km

Auszuführende Arbeiten:

1. Wie unter 4.012, 4.013 und 4.014 (nach 500, 1000 und 2000 km) vorge­schrieben.

2. Fußschaltung auf Funktion prüfen, wenn nötig, Anschläge neu einstellen.

3. Tachospirale ölen.