Zündeinstellung mit Stroboskop °

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Zündeinstellung mit Stroboskop °

Beitrag von EMW-Junkie » 3. Juni 2005, 18:57

Ich weiß nicht, ob Ihr es schon wußtet, aber;

:frank: Die coolsten Checker stellen ihre Zündung mit dem Stroboskop ein! :frank:

Dazu haben viele Schwungscheiben genau 12mm vor OT einen Körnerschlag. Das sollte dann laut BA 40° vor OT sein.

Ist es ebend aber, überhaupt nicht! :nono:

Damit man besser sieht, was ich meine, habe ich mal ebend meine Kupplung ausgebaut und entsprechend beschriftet :arrow: http://www.pixum.de/members/emwjunkie/? ... f249e64e40 .

Hat jemand dafür die wissenschaftliche Erklärung? :think:
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der lange
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Beitrag von der lange » 4. Juni 2005, 06:23

moin.
halt dich am bessten an die 12mm vor OT. und die markierst du bei abgenommenen kopf und meßschieber oder mittels dieses "fühlerdingens", daß gobi da mal gebaut hatte.

ich hab auch mal mit stroboskop und gradscheibe dagesessen und gegrübelt.
frage war: wo werden die 40° gemessen?
kurbelwelle oder an der nockenwelle?

nächstes problem war: °-kurbelwelle und mm-kolbenweg verlaufen nicht linear zueinander. dazu war ich dann extra noch bei meinem alten physiklehrer, da ich die umrechnung nicht hinbekommen hatte.
die pleullänge ist auch noch eine entscheidende messgröße.

es gibt eine formel, um das dann auszurechnen. die is mit "doppelklammer" und "wurzel-aus" und "sin" und "cos" und uhhhaargg!
wenn du möchtest, scanne ich die seite aus einem alten lehrbuch für KFZ-elektrik (1982) für dich ein.

ich hatte an der stelle die planung abgebrochen.

so denn: der lange

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Beitrag von EMW-Junkie » 4. Juni 2005, 20:46

der lange hat geschrieben: es gibt eine formel, um das dann auszurechnen. die is mit "doppelklammer" und "wurzel-aus" und "sin" und "cos" und uhhhaargg!
Mathe war nie so mein Fach, jedenfalls die Doppelklammern und so :kotz:

Das Drehwinkel und Hub nicht linear verlaufen wir jedem klar sein, der schon mal eine Kurbelwelle in der Hand hatte.

Die Winkelangaben sollten sich eigentlich auf die Kurbelwelle beziehen, denke ich. Da die Nockenwelle ja 2:1 übersetzt ist, müßten dann 80° Kurbelwellendrehung eigentlich 40° Nockenwellendrehung sein oder?

Aber selbst 80° hauen ja nicht hin, das sind 115°.

Das Beste ist: seit ich die Zündung neu eingestellt habe (ich hatte zuviel Frühzündung) läuft der Motor viel leiser! :hüpf2:
Ich hatte mir schon fest vorgennommen den zu zerlegen.
Das lasse ich jetzt schön sein :think:
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Beitrag von Gobi » 4. Juni 2005, 21:10

Wunder über Wunder..... ob die wieder (wie schon bei den Steuerzeiten) OT und UT verwechselt haben????? :shock:

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THOMAS T.
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Beitrag von THOMAS T. » 8. Juni 2005, 09:05

.... meiner (unmaßgeblichen) Meinung nach müßte 12mm/40 grad genau das 2. Verschraubungsloch vor Deiner OT Markierung sein - bei Deiner 40 Grad Makierung ist in etwa 12 Grad und die ZP Markierung 48 Grad.....

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Beitrag von Wolfram » 8. Juni 2005, 23:54

Wiso versteh ich eure antworten alle nicht?
Ich mach das auch mit Strobo und bin eigentlich recht zufrieden,
weil ich beim Lada damit sehr gute Erfahrungen habe.
Zum Glück habe ich eine Keilriemenabdeckung, die an der Riemenscheibe ausgeschnitten wurde Trecker).
Es geht aber auch durch die Öffnung für die Kupplungsautomatenschrauben absolut präzise.
Dort habe ich die Markierungen angebracht, die man braucht.
OT an Riemenscheibe und Gehäuse und Zündzeitpunkt an Riemenscheibe. Damit ists ein Kinderspiel.
Allerdings muß einmal der Kopp runter um die Millimeter genau zu
bekommen.
Fahre R 35-3 Schraube am 340-2

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Beitrag von emwmichl » 17. Februar 2006, 19:31

Servus Emw Fahrer ich stelle meine Zündung auch mit dem Stopo ein und es klappt super ich hatte mein Zyl.Kopf runter habe die 12mm vor OT eingestellt und in das Motorgeh.ein loch gebohrt und anschl.die 12mm auf die schwungscheibe übertragen .ich habe jetzt 2Makierungen auf meiner schwungscheibe einmal OT und ZP und verschließe alles mit einem Gummist. EMW Michel

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Beitrag von standgas » 18. Februar 2006, 00:22

Hallo Zündungsein- und versteller,
ich verstehe die Diskussion um die hochwissenschaftliche Zündeinstellung bei der R35 überhaupt nicht.
Wie bei allen Fahrzeugen mit manueller Zündverstellung, stellt man den Zündpunkt im Fahrbetrieb, mit dem Hebel am Lenker ein. Welcher Zündpunkt für die jeweilige Geschwindigkeit und Leistungsanforderung richtig ist, ist also sowieso reine Gefühls-, Empfindungssache.
Natürlich ist die Grundeinstellung am Unterbrecher wichtig, aber aus meiner Sicht ist keine übertriebene Genauigkeit erforderlich. Das Thema Krieg, "feldmäßige Bedingungen" ….. ist ja mehrfach im Forum diskutiert worden.
Für alle die kein Geld für eine 3D Meßmaschine ausgeben wollen, mal meine Einstellmethode.
1. Die Bowdenzugeinstellung für Verstellhebel muss den gesamten Verdrehbereich der Unterbrecherdose sicherstellen.
2. Verstellhebel voll auf Spät. Wenn der Bowdenzug noch nicht dran ist, Dose einfach auf Spät drehen.
3. Kolben auf OT.
Natürlich vor dem Arbeitstakt. Schraubenzieher-Kerzenloch-und-Nocken-Beobachtungsgenauigkeit reicht aus. Außer im Schließbereich des Unterbrechers ist der Nocken eh gleich „hoch“.
4. Unterbrecher mittels Exenterschraube auf 0,4mm einstellen.
Wenn zu DDR –Zeiten keine Fühllehre zur Hand war, habe ich das auch schon mal geschätzt.
5. Funken testen. Spät und Früh.
6. Motor mit ¾ Spätzündung starten. (Habe noch nie Probleme gehabt.)
7. Standgas (Vergaser) etwas höher einstellen. Motor sollte gut rundlaufen.
8. Verstellhebel voll auf Spät.
9. Wenn der Motor ausgeht (ist bei 0,4mm Einstellung zwar unwahrscheinlich) ist der Zündpunkt zu spät und eine Reduzierung des Unterbrecherabstandes auf 0,35mm (und kleiner) wäre erforderlich usw. usw.
10. Wahrscheinlicher ist, dass der Motor noch etwas mehr Spätzündung verträgt.
Also Unterbrecherabstand auf 0,45mm (und größer) usw.
Standgas (Vergaser) mit reduzieren.
Mein Ziel, ein „LANZ-Buldog“ muss neidisch werden.
Der Motor darf aber nie ausgehen.
11. Wenn beim Fahren, im extremen „Früh“-Bereich, sich doch noch spürbare positive Veränderungen zeigen, kann man den Unterbrecherabstand ja wieder um 0,5mm reduzieren. Meine Erfahrungen zeigen aber, dass meine „Spätzundungeinstellung“ ausreicht. Mehr geht halt nicht.
alles war gut

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Beitrag von emw-ute » 18. Februar 2006, 11:09

standgas hat geschrieben:Hallo Zündungsein- und versteller,
ich verstehe die Diskussion um die hochwissenschaftliche Zündeinstellung bei der R35 überhaupt nicht.......

...kann man den Unterbrecherabstand ja wieder um 0,5mm reduzieren. .
Hallo Standgas,
Klasse Anleitung :top: . Möchte Dir beipflichten.
Habe in einem anderen Beitrag zum ähnlichen Thema hier im Forum schon geschrieben, daß mir vieles zu "aufgebohrt" erscheint, aber bislang glaubte, es einfach nicht verstanden zu haben.

Kleine Anmerkung zum obigen Zitatausschnitt: Meinst Du hier nicht Reduzierung um 0,05 mm?
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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standgas
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Beitrag von standgas » 18. Februar 2006, 12:33

Sorry,
natürlich 0,05mm. Danke Ute.

Gruß Standgas
alles war gut

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Beitrag von EMW-Junkie » 13. September 2007, 22:07

Meine Einstellpistole ist einfach Mist, weil es da so eine Art Zwischenstecker für das Zündkabel gibt.
Damit wird dann in der Pistole ganz einfach und billig die Röhre gezündet.

Damit springen aber nicht alle Moppeds an :shock:
Verwenden würde man das Gerät aber natürlich gerade bei Problemen.

Deshalb würde ich sowas, wie das hier :arrow: http://cgi.ebay.de/Stroboskop-Lampe-Zue ... dZViewItem
Immer eher empfehlen, weil da der Zündimpuls kontaktlos abgenommen wird. Alles andere ist eher Mist :oops: :cry: ... Auch mein Teil :cry: :cry: .
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Beitrag von Paul R 35 » 14. September 2007, 19:45

standgas hat geschrieben:Hallo Zündungsein- und versteller,
ich verstehe die Diskussion um die hochwissenschaftliche Zündeinstellung bei der R35 überhaupt nicht.
Wie bei allen Fahrzeugen mit manueller Zündverstellung, stellt man den Zündpunkt im Fahrbetrieb, mit dem Hebel am Lenker ein. Welcher Zündpunkt für die jeweilige Geschwindigkeit und Leistungsanforderung richtig ist, ist also sowieso reine Gefühls-, Empfindungssache...

...Die Bowdenzugeinstellung für Verstellhebel muss den gesamten Verdrehbereich der Unterbrecherdose sicherstellen.
So mache ich es schon seit ich die R-35 habe, obwohl ich eine Stroboskoplampe habe (und auch in der UdSSR hatte). Die benutze ich aber nur an Auts, oder an Motoren mit Fliehkraft- und Unterdruckreglern. Da ist sie sehr hilfreich.

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Re:

Beitrag von BeNZin68 » 16. Februar 2011, 22:07

Woher haben eigentlich alle diese Stroboskope#????
Zuletzt geändert von BeNZin68 am 16. Februar 2011, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
Noch ein neues Moped? - Na klar! Ich bin dabei!
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Re:

Beitrag von BeNZin68 » 16. Februar 2011, 22:11

:top: :top: :top: Die 0,4mm Unterbrecherabstand bekommt man gut hin, wenn man den Daumennagel benutzt. Habe ich zu DDR-Zeiten schon so gemacht. :top: :top: :top:
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Re: Re:

Beitrag von Paul R 35 » 16. Februar 2011, 22:39

BeNZin68 hat geschrieben:Woher haben eigentlich alle diese Stroboskope#????
Ich hatte meinen etwa Anfang der Neunzigern bei Westfalia bestellt. Ob die so was noch haben weiß ich nicht, aber für die R-35 braucht man es bestimmt nicht.

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