Was muss man dabei haben? °

Käufliche und Selbstgebautes + Bordwerkzeug
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Gobi
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Was muss man dabei haben? °

Beitrag von Gobi » 5. Mai 2007, 20:30

Angesichts der "Pleiten Pech und Pannen Serie", die wir heute erlebt haben, bei gleichzeitig mangelhaften Inhalt der Werkzeugrolle würde ich gerne mal das ultimative Bordwerkzeug zusammenstellen.
Was braucht man zusätzlich zu dem da noch:

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um immer irgendwie weiter zu kommen, auch mal in Hinblick auf größere Reisen, die ich eigentlich immer unternehmen wollte...
Ich meine jetzt nicht irgendwelchen Schnickschnack, sondern Sachen, die einem wirklich den Arsch retten können!

Ich fang mal an, was mir einfällt:

-Draht, am besten versch. Stärken, damit lässt sich viel "hinrödeln" :mrgreen:

-Kabel, zum überbrücken, reparieren

-Lüsterklemmen (siehe oben) das innere kann man auch an Bowdenzügen festklemmen - kleiner Schraubenzieher dafür

-Seitenschneider

-Ersatzbowdenzüge, Schraubnippel

-Fahradbirne mit Krokolemmen dran als Prüflampe


jetzt ihr!
Zuletzt geändert von Gobi am 13. September 2008, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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rostlaube
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Beitrag von rostlaube » 5. Mai 2007, 21:01

Ersatzkerze
Messingbürste
Zettel, wo draufsteht, was man umklmemmen muss, wenn die Batterie alle ist
überhaupt: Zettel mit allen wichtigen Telefonnummern (Mami, Papi....)
Funktelefon
50€ für Übernachtung mit Frühstück+ 5 Bier
:mrgreen:
dranbleiben

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Beitrag von cs_joker7 » 6. Mai 2007, 17:13

Am wichtigsten war und ist für mich ebenfalls ausreichend Draht, denn damit lassen sich die tollsten Improvisationen hinbekommen, aber Kabelbinder sind ebenfalls ok.
Außer dem üblichen Werkzeug habe ich dann noch eine Ersatzglühbirne, paar Schrauben und die Mini- Ölpulle vom Kalaschnikoff- Putz- Set dabei.
Das ganze Zeug paßt bei mir sogar ins Werkzeugfach- muß es dann eben nur rausnehmen, wenn ich darin zwischendurch schnell mal ein Häppchen warm stelle. :top:

Gruß Joker
Zuletzt geändert von cs_joker7 am 7. Mai 2007, 06:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Andrebiker » 7. Mai 2007, 06:21

Bin grade mit der BMW von meiner 150-km-WE-Tour zum Oldtimertreffen in Cunewalde zurück. Da muß ich glatt mal überlegen, was ich so als Werkzeug im Gehäuse mitgeführt hatte:
- Maulschlüssel in den Größen 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14, 17 und 19 mm, so kombiniert, daß die 9, 10, 14 und 17 zum Gegenhalten doppelt vorhanden sind.
- einen 12/14er Steckschlüssel für die vordere Tankbefestigung,
- den 36/41er Blechschlüssel für die Lenkungslager,
- Kerzenschlüssel und Ersatzkerze,
- Bindedraht und 1 m Kabel,
- 1 Satz Unterbrecherkontakte
- 2 Schraubenzieher,
- eine kleine Zange.
Unsere Motorräder laufen nun schon 60 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Beitrag von Daniel Dorn » 7. Mai 2007, 16:54

Schließe mich dem Andre an, bei mir ist aber der elektrische Zweig noch ausgeprägter: "Steckverbinder, Stoßverbinder, Isolierband, Kabelbinder, Sicherung, Becherbirne"
Und das passt alles in werkzeugfach!!!!!!!!!!!!!

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Beitrag von cs_joker7 » 7. Mai 2007, 18:29

Ist doch schade um den Stauraum- seit ich für das Fach auch noch einen orig. Schlüssel auftreiben konnte, krame ich zu gern darin herum. :mrgreen:
Wenn ich es mal komplett ausräume staune ich immer wieder wieviel doch dort rein paßt...

*Gobi*

Klar, mach ne Dichtung rein und dann bunker da drinnen Dein Werkzeug.

Gruß Joker
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Beitrag von emw-ute » 11. Mai 2007, 16:51

Gobi hat geschrieben: Habe meins seit längerem heute mal wieder aufgemacht- was muss ich sehen, alles verrostet! :shock: Wie kommt denn sowas?
...die Furt von Finowfurt???. Normalerweise kommt ins Fach nicht allzuviel Wasser. Wenn das Werkzeug dann noch gut mitsamt der alten Segeltuchtasche eingeölt ist, passiert eigentlich nix.

Zum Werkzeug: Vieles wurde schon genannt, trotzdem meine Favoriten:

- 1 Taschenmesser

- Lüsterklemmen mit passendem Schraubenzieher + 1 m Kabel (mindestens 0,75 Querschnitt)

- Limakohlen (gebrauchte gehen)

- Unterbrecherkontakt + Kondensator, oder wenn Platz: eine aufgerödelte Zünddose (geht besser, als am Straßenrand den Kontakt wechseln zu wollen)

- als Ersatzzug: 1 Innengaszug, 1 Innenkupplungszug, jeweils mit 1 festen passenden Nippel und 1 offenen Ende für passenden Schraubnippel (evtl. auch Lüsterklemme)

- 1 Stück Benzinschlauch

- 2 selbstgebastelte "Überspiel"- (Starthilfe)kabel. Hier habe ich eine Einfachstlösung aus 2 x 1 m Kabel mit Querschnitt 0,75 + beidseitig angelöteten Krokoklemmen aus dem Elektronikhandel. Vorteil: extrem klein und zum Starten des Bocks bei leerer Batterie (z.B. Licht angelassen) dreimal besser als Anschieben; braucht natürlich eine 2. Batterie zur Starthilfe.

- 1 Ersatzkeilriemen

- ein paar wirklich passende Standardschrauben und Muttern (z.B. M 6 und M 8)

wenn man viel Platz hat (z.B. Satteltasche):
- 1 Ersatzzündspule (ein verschrammtes Gebrauchtteil wird nicht so schnell geklaut :mrgreen: )
- 1 kleine verstellbare Rohrzange

und vor allem: 1 gut lesbare Kopie des Schaltplans mit Klemmenbelegung(z.B. zusammen bei den Fahrzeugpapieren).

Wer hätte am WE in Wünsdorf schon den gesamten Schaltplan fehlerfrei im Kopf gehabt?

k.
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Beitrag von Andrebiker » 12. Mai 2007, 06:26

emw-ute hat geschrieben:Wer hätte am WE in Wünsdorf schon den gesamten Schaltplan fehlerfrei im Kopf gehabt?
Ich, behaupte ich mal ;-) . Zumindest locker den, was man unter Schaltplan landläufig versteht, also die Belegung der verlegten Kabel an der Maschine. Und die Verkabelung des Reglers traue ich mir auch aus dem Gedächtnis zu.

Zum Werkzeugthema: Hier sind viele gute Vorschläge gekommen; ein paar Schräubchen, Bowdenzüge und ein Keilriemen für die lange Tour sind nicht zu verachten; wem ist nicht schon mal der Limariemen unterwegs zerfallen.
Zündspule halte ich für übertrieben, ist mir noch nie kaputt gegangen, obwohl ich noch die 50 Jahre alten fahre. Mehr als in´s Werkzeugfach paßt sollte man vielleicht auch nicht dabei haben, schließlich kann sich niemand gegen alle Eventualitäten absichern :roll: . Früher haben sie auch nicht Lichtmaschine, Zylinderkopf und Ersatzrad mitgeschleppt und sind doch mehr gefahren wie wir heute ;-) .
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Beitrag von emw-ute » 12. Mai 2007, 07:57

Andrebiker hat geschrieben:
emw-ute hat geschrieben:Wer hätte am WE in Wünsdorf schon den gesamten Schaltplan fehlerfrei im Kopf gehabt?
Ich, behaupte ich mal ;-) .
. Mehr als in´s Werkzeugfach paßt sollte man vielleicht auch nicht dabei haben, schließlich kann sich niemand gegen alle Eventualitäten absichern :roll: . Früher haben sie auch nicht Lichtmaschine, Zylinderkopf und Ersatzrad mitgeschleppt und sind doch mehr gefahren wie wir heute ;-) .
[/size]

Vielleicht sollte man dann Dich immer mitnehmen?(grins :mrgreen: ).

Ich denke, was man mitnimmt, sollte man insbesondere angesichts seiner schrauberischen Fähigkeiten bedenken.

Die hier bisher genannten Artikel stellen sicherlich einen gedanklichen Anhalt dar, wie ihn auch Fahrer nutzen, die mit ihrem Motorrad Expeditionen planen. In der heute nur noch bordcomputergestützten Werkstättenlandschaft mutiert vor dem Hintergrund eines Oldtimers dann vielleicht sogar Deutschland zu einem "Entwicklungsland".

Allerdings passt ins bordeigene Werkzeugfach auch nicht mehr allzuviel rein, wenn das komplette Bordwerkzeug bereits drin ist :? Ersatzglühbirnen z.B. wären dort wohl nicht sehr gut aufgehoben.
So wird man also überlegen müssen, ob man einen Schraubenzieher mehr + 1 Stück Kabel im Bordfach verstaut, oder ob man sich als größere Lösung irgendwo an der Maschine eine Art kleiner Satteltasche anbringt, in der dann die gewünschten Utensilien problemlos verstaut werden können. In dem Fall fände auch die besagte Unterbrecherdose Platz.

Klar ist man früher mehr gefahren. Wenn ich den Erzählungen meines Vaters, der mitsamt Weibi auf dem Sozius in den frühen 50ern die Gegend auf einer DKW 200 von 1937 unsicher machte, glaube, gab's da sogar mehr Pannen, als heute. Bei der genannten DKW insbesondere in Sachen "Zündung/Regler" sowie festgehendem Kolben.
Allerdings fand man damals aber auch in fast jedem Kaff (zumindest im Westen) eine Werkstatt (besser: Bastelbude, Tankstelle), die einem weiterhalf, weil dort Leute saßen, die neben Fachkompetenz auch mal einen Unterbrecher oder einen passend zu machenden Kolbenring in der Schublade hatten.

Damals hatte man allerdings auch noch nicht die ADAC-Family-Card :lol:

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Beitrag von cs_joker7 » 12. Mai 2007, 08:14

Stimmt schon daß früher viel mehr gefahren wurde, aber dafür reiten wir ja heute auf meist ziemlich verschlissenem und völlig altersschwachem Material durch die Lande. :mrgreen:
Die Ersatz- Glühbirnen habe ich übrigens auch im Werkzeugfach verstaut- natürlich bruchsicher verpackt. Außerdem hat sich bei mir bisher auch so ein Multifunktionswerkzeug (jedoch mit kl. Nußkasten) allerbestens bewährt- es ist bei mir auch im Bordwerzeug von jeder Maschine vorhanden und war schon mehrfach Gold wert!

Gruß Joker

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Zuletzt geändert von cs_joker7 am 12. Mai 2007, 08:34, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitrag von emw-ute » 12. Mai 2007, 16:09

cs_joker7 hat geschrieben:.... aber dafür reiten wir ja heute auf meist ziemlich verschlissenem und völlig altersschwachem Material durch die Lande. :mrgreen:
Die Ersatz- Glühbirnen habe ich übrigens auch im Werkzeugfach verstaut- natürlich bruchsicher verpackt.


:shock: : erschreckend, das mit dem Material :mrgreen:

Übrigens: meinst Du wirklich, die Ersatzbirnen (bzw. deren Glühfäden, wenngleich dort unten nicht stromdurchflossen) wären, schütteltechnisch betrachtet, dort wirklich gut aufgehoben? :sad: Immerhin hat es mir an meinem frisierten Mopped früher auch Birnen zerschüttelt, ohne dass ich mit Licht fuhr...

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Beitrag von cs_joker7 » 12. Mai 2007, 16:47

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Rein schütteltechnisch sehe ich das gar nicht mal so eng- die Birnen in den Lampen schüttelt es sicher nicht viel weniger durch und außerdem sind meine Ersatzbirnen in Schaumgummi und einem separatem gepolsterten Täschchen ganz gut eingebettet. :top:
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Beitrag von Killerniete » 13. Mai 2007, 18:03

Die Ersatzlampen sind sicher auch im Scheinwerfer unterzubringen, schön in Schaumgummi und dann auch schon vor Ort- außer Rücklicht.
Hab ich mal bei ner GST- Maschine gesehen. :shock: :shock:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Beitrag von Gobi » 13. Mai 2007, 19:24

Stimmt, das ist ein alter Fahrrad Trick. Ich hätte aber Angst vor Kurzschlüssen u.ä.
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Beitrag von Lobo » 14. Mai 2007, 09:50

Den Trick kannte MZ schon bei meiner 1974 er TS150.Da hatten die 1cm Schaum zusammengetackert,so das entsprechend der Lampengröße Taschen entstanden. Kurzschluß hatte ich nie,jedenfalls nicht in der Lampe.
Der mit dem GEWO

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