Restaurierungsbericht R4

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Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 22. Juni 2016, 07:04

Ich bin gerade dabei mir eine R4 aufzubauen.
Da ich kein passendes Restaurierungsopjekt gefunden habe .
Habe ich mich entschlossen mir eine R4 aus Teilen zusammen zu sammeln.

Nun meine Frage, besteht hier Interesse das ich über die Restaurierung von Zeit zu Zeit in Wort und Bild berichte ?


Gruß Lutz

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von littleego » 22. Juni 2016, 07:31

Hallo Lutz,

na klar auf jeden Fall. Die R4 ist doch ein tolles Motorrad und die Restaurierungserfahrungen und Tipps sind doch Gold wert.
Freue mich schon auf die ersten Bilder und Berichte. :top:

Grüße
Kai

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von oldiMike » 22. Juni 2016, 08:15

gern doch :top:
auf der suche nach Original Kolben für Die EMW Ø > 72mm auch gebraucht.

Motorräder werden"Angetreten"und nicht gedrückt!

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Tabun » 22. Juni 2016, 08:46

.... :top: ...Lutz mach mal....bin auch schon gespannt drauf.....mal sehen wie's wird :pat: :prost:
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von raimondo » 22. Juni 2016, 09:21

Hallo Lutz,

das wird sicher eine spannende Geschichte, vor allem, woher all die benötigten Teile stammen; ich kann mir solch ein Projekt gerade nicht vorstellen...

Viele Grüße
Raimund

gerade auch auf der Suche nach einer BMW R2

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Speedy24 » 22. Juni 2016, 18:40

Sehr gern!!! :pat:
Meine '49 Awtowelo BMW R35 - Suche: Innenzughebel, Auspuff Schwalbenschwanz BMW, Sitzbezug, Lagerschild und und und..

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Gobi » 22. Juni 2016, 18:41

:top: klar!
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 22. Juni 2016, 22:28

Also dann leg ich mal los.

Alles fing damit an das im Internet ein R4 Rahmen angeboten wurde.
Der zwar etwas umgebaut war, aber dafür günstig angeboten wurde.
Und da ich ein alter Schnäppschen-Jäger bin habe ich zugeschlagen.
Habe mich ins Auto gesetzt, das Teil abegholt und so nahm das Unheil seinen lauf. :nono:

Bild
Bild
da hat mal jemand versucht den Rahmen auf Kettenantrieb um zubauen :nein:
und bei dieser Gelegenheit hat er die vorder Motorhalterung auch entfernt.

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Bert » 23. Juni 2016, 06:13

Woran erkennt man das es ein R4 und nicht ein R35 Rahmen ist ? :was?:
Mit EMW R35+Stoye 1953, BMW R35 1937, Rt 125 1962, AWO Sport 1961, S51 1988

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Tabun » 23. Juni 2016, 06:57

Bert hat geschrieben:Woran erkennt man das es ein R4 und nicht ein R35 Rahmen ist ? :was?:
Bert...an der Nummer im Rahmen....und ggf. am Steuerkopf :top:
emw68 hat geschrieben:Alles fing damit an das im Internet ein R4 Rahmen angeboten wurde.
Lutz...den hab ich auch irgendwo schon mal gesehen... ;-)
...aber wie ich dich kenne bringst du des Projekt 100pro zur perfekten Vollendung :pat: :prost:
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 23. Juni 2016, 08:59

Bert hat geschrieben:Woran erkennt man das es ein R4 und nicht ein R35 Rahmen ist ? :was?:
Also zu erst mal an der Rahmennummer diese ist bei mir vierstellig und fängt mit P an und hört mit D auf. ( P 3000 D )

Dann am Steuerkopf

Bild

Der Anschlag für den Lenkungsdämpfer ist am Steuerkopf ( die sind bei mir etwas abgesägt, muß ich wieder anschweißen).

Die Nieten und die Löcher für den Gabelanschlag sind bei meiner R35 auch nicht da.
Bei den frühen R35 sind sie aber wohl noch vorhanden.
Ich denke da waren die Übergänge fließend.

Und dann natürlich noch die Halterung/Position der Zündspule , der Ständerfeder usw

Gruß Lutz

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 23. Juni 2016, 12:22

Der Rahmen ist 4 Serie

laut BMW Archiv wurde eine R4 Serie 4 mit Rahmennummer, am 25.07.1935 produziert und am 31.07.1935 an die Kraftfahrversuchsstelle in Magdeburg geliefert.

" Kraftfahrversuchsstelle in Magdeburg " keine Ahnung was für ein Verein das ist.

Ich werde also versuchen wieder eine Serie 4 daraus zubauen, soweit mir das möglich ist.

Motor, Tank und Gabel habe ich .
Kardan und Getriebe ist Serie 5.

Gruß Lutz

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von Tabun » 23. Juni 2016, 12:44

schau mal Lutz....http://www.unterirdisch-forum.de/forum/ ... 7666...das is schon mal gut vorbereitet :prost: :top: ...könnte ein Hinweis sein...gehörte wohl alles zum Heereswaffenamt - Heeresversuchsanstalt - Kraftfahrtversuchsstelle....usw...

:arrow: Versuchsplätze des Heereswaffenamtes, Amtsgruppe Wa.Prüf.

Kummersdorf - mit 2 Schießbahnen, je 12 bis 14 km lang, und einer Fahrbahn (Horstwalde) von 2 bis 3 km Länge mit entsprechenden Hindernissen für Kraft- und Kampfwagen.

Sperenberg-Klausdorf für Pionier- und Eisenbahn-Pioniergerät

Grulich - im Glatzer Bergland (Adlergebirge Schlesien? weiß jemand wo das genau liegt?) und Küste bei Esbjerk (Dänemark) für Erprobung und Beschuß von Festungswerken.

Hillersleben (nördlich Magdeburg) mit einer Schießbahn von 28 km Länge, einer Fahrbahn mit Hindernissen für pferdebespannte Fahrzeuge und einer Schallmeßversuchsstelle.

Rügenwalde (Hinterpommern - heute poln. Darlowo) - bzw. Peenemünde mit einer Schießbahn von etwa 150 km entlang der Küste.
St.Johann in Tirol - für Winter und Gebirgserprobung von Kraft- und Kampfwagen.

Mittersill (Salzburger Land - Tauernregion) - Seilzug- und Seilbahnerprobung.

Berka bei Eisenach - Erprobung von Kettenfahrzeugen auf schwerem Boden.

Subtropische Erprobungen fanden im Sommer 1941 und 1942 etwa 100 km südlich Tripolis (Libyen), 1943 in Griechenland statt.
Arktische Erprobungen erfolgten im Winter 1941, 1942 und 1943 in Norwegen bei Roeris (habe ich auf der Karte nicht gefunden).

:laola:
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 30. Juni 2016, 13:31

Als erstes habe ich mich mal daran gemacht die Bleche raus zu machen.
Die hatte irgend ein findiger Bastler eingeschweißt um den Kardan gegen einen Ketten Antrieb zutauschen.
Ich vermute mal das er einen anderen Motor ein bauen wollte, deswegen fehlt auch die Traverse für die Motorbefestigung.
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Den Metallring, denn ich beim Kardan wieder ein gelötet habe und die Motortraverse habe ich beim Onkel abgestaubt :danke:
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Re: Restaurierungsbericht R4

Beitrag von emw68 » 1. Juli 2016, 15:58

Habe mal den Kardan eingebaut und den Rahmen mal soweit gerichtet.
Das die Achse sauber einzuführen geht.
Wenn der Motor und das Getriebe fertig sind werde ich das auch noch mal zusammen bauen und prüfen
ob es dann auch noch passt und fluchtet.
Bild
habe bei einem Freund auf der Fräsmaschine den Rahmen gerichtet, das geht ganz ausgezeichnet.
Da kann man den Rahmen gut befestigen und hat eine gerade Auflage.

Bild
eingedrückter Lenkeranschlag wird rausgezogen .
( in den Löchern sind Gummis und die Gabel schlägt da an.)

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