Gebrochene Speichen °

________________________
Benutzeravatar
EMW-Junkie
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 2183
Registriert: 26. Mai 2003, 20:16
Wohnort: neue Handy Nr. per pm !

Gebrochene Speichen °

Beitrag von EMW-Junkie » 15. September 2004, 17:51

Gestern habe ich fast den ganzen Nachmittag damit verbracht, 3 gebrochene Speichen auszutauschen. Gobi und Lappi hatten mich schon auf unserer Fahrt nach Finsterwalde darauf aufmerksam gemacht, daß mein Hinterrad extrem eiert. Allerdings hatte ich mir nicht so viel dabei gedacht, da es sowieso nicht ganz exakt zentriert war. :bang:

Aber so was ist doch wirklich Mist, ein Rad mit neuen Speichen, nach 2500Km fährt man mal mit ein bißchen Gepäck (wenn mans nicht gerade verliert) und dann brechen gleich 2 Speichen, die dritte war angebrochen, die ist dann schon beim leichten Nachziehen weggebrochen.

Außerdem habe ich keinen vernünftigen 5,5 er Speichenschlüssel. Gibt es da was im Handel??????
Maulschlüssel kann man ja vergessen. Dieser Messingmist ist ja so weich, daß man das ganz schnell kaputt kriegt. :kotz: aber wirklich :kotz:
Man, wer stellt denn bloß so eine Kacke her, war das früher auch schon so, oder liegt das ganz einfach an der unsymmetrischen Nabe und man muß damit leben??????
Sind vielleicht Edelstahlspeichen besser?

Irgendwann nehme ich mir mal einen kleinen Zettel und schreibe alles auf, was in dem halben Jahr an meiner EMW noch nicht kaputt war. :frank: :frank: :frank:
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 15. September 2004, 19:12

Speichen mit dem Maulschlüssel nachziehen ist absolut nix.
Den besten Schlüssel, den ich kenne habe ich unter Werkzeuge gezeigt - anscheinend kann man ihn auch nicht mehr kaufen.
Ich habe ihn im Schmiedekurs nachgeschmiedet, kann ich Dir das nächste mal leihen.....

Speichennippel sind glaube ich immer aus Messing- daran ist die EMW ausnahmsweise nicht schuld :mrgreen:
Das die Speichen allerdings so leicht reißen, ist ein offensichtliche Fehlkonstruktion..... ich glaube die Winkel stimmen nicht- oder?

Benutzeravatar
Andrebiker
Dr. mot.
Dr. mot.
Beiträge: 1082
Registriert: 23. April 2003, 11:53
Wohnort: Kgr. Sachsen

Beitrag von Andrebiker » 15. September 2004, 19:36

Wenn die Speichen reißen, gibt´s 2 Möglichkeiten.
Erstens kann es sein, daß die Nabe falsch herum mit der (asymmetrischen :!: ) Felge zusammengespeicht ist, deswegen die Bunzungen der Felge nicht mit den Richtungen der Speichen fluchten und die Speichen somit krummgezogen werden. Dagegen hilft nur, die Felge zu drehen.
Zweitens ist es möglich, daß die Speichenköpfe nicht bündig an der Nabe anliegen, also die Kröpfung zu lang ist und die Speiche in der Nabenbohrung arbeiten kann. Dagegen helfen 4er Unterlegscheiben unter dem Speichenkopf als Spielausgleich.
Auf jeden Fall sollte beim Einspeichen des Rades so mitgedacht werden, daß die kurzen auf Zug belasteten Speichen von innen nach außen eingespeicht werden, damit sie sich ohne Biegen auswechseln lassen :idea: . Hier mal eine Skizze, wie ich das meine:

Bild
Zuletzt geändert von Andrebiker am 20. Oktober 2004, 19:27, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 15. September 2004, 20:34

Mir kam es allerdings schon so vor, das die Punzungen , obwohl die Felge richtig rum war, nicht so ganz hingehauen haben.
Zuletzt geändert von Gobi am 20. Oktober 2004, 16:51, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
THOMAS T.
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 81
Registriert: 8. April 2003, 13:43
Wohnort: NMS Schleswig-Holstein

Beitrag von THOMAS T. » 16. September 2004, 12:04

Mit einem mittleren Rollenschlüssel kann man die Speichen auch ziehmlich gut anziehen, da die Backen höher sind als beim normalen 5.5 Maulschlüssel
oder mit einer besonderen kleinen "Rohrzange" von Kniepex mit geradem, glatten Griffflächen - die man auch sehr genau einstellen kann...

Benutzeravatar
Ipenfix
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 72
Registriert: 9. Oktober 2003, 12:29
Wohnort: Emsland Klein Berssen

Beitrag von Ipenfix » 16. September 2004, 14:09

wo wir schon bei den speichen sind!
bei meinen hinterreifen haben sich 1600 km nach neueinspeichung
mehrere speichen gelößt so das der reifen eiert wie sau. :kotz:
kann das eventuell damit zusammenhängen das der starrahmen
nicht genug federt :mecker:
jedenfalls werde ich die speichennippel jetzt mit schraubensicherrung sichern. :think:
munter bleiben
IPENFIX

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 16. September 2004, 17:59

Ipenfix hat geschrieben:
jedenfalls werde ich die speichennippel jetzt mit schraubensicherrung sichern. :think:
Früher haben manche Leute Leinöl aufs Gewinde gegeben, das verharzt auch nach ein paar Tagen.

Mich wundert es allerdings, daß die sich lösen :nono: erstaunlich

Es gibt allerdings wohl den Effekt, das sie sich "setzen", zumindest beim Fahrrad beugt man dem vor, in dem man das Rad im liegen unterbaut und sich dann auf die Speichen stellt (!)- dann natürlich nachzentrieren

Benutzeravatar
EMW-Junkie
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 2183
Registriert: 26. Mai 2003, 20:16
Wohnort: neue Handy Nr. per pm !

Beitrag von EMW-Junkie » 16. September 2004, 18:16

Gobi hat geschrieben: Es gibt allerdings wohl den Effekt, das sie sich "setzen
Ja, genau das glaube ich nämlich auch. Sicherlich müßte man ein neu eingespeicht und zentriertes Rad nach 500 Km (oder so) noch mal nachziehen. Bei lackierten Rädern kann man das natürlich vergessen :mecker:
Das sieht aber optisch für mich sehr viel besser- weil antiker - aus als Chromspeichen. Die hat schließlich jedes Baumarktbike :kotz:
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 16. September 2004, 19:35

Die von mir beschriebenen Methode ist wie gesagt bei Fahrrädern gang und gäbe- warum soll es bei Motorrädern anders sein
Zuletzt geändert von Gobi am 17. September 2004, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.

micteu
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 123
Registriert: 15. Mai 2003, 10:41
Wohnort: Lohr

Speichenschlüssel

Beitrag von micteu » 17. September 2004, 18:21

Hallo,

weil wir gerade beim Thema sind. Die Speichennippel haben die Aufnahmenweite 5,5 mm. Der zur Zeit gängige Speichenschlüssel hat als Mindestmaß 5,65 mm, dann 5,75 mm, 6 mm usw. Ist 5,65 mm das übliche Schlüsselmaß für 5,5 mm Speichennippel oder gibt es auch Speichennippel in diesem Maße?

:arrow: Eilt, morgen muß ich bestellen.

Gruß

Michael

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 17. September 2004, 19:39

Hm, auf meinem steht devinitiv 5.5 drauf....
anderthalb Zehntel Spiel kommen mir zuviel vor....

micteu
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 123
Registriert: 15. Mai 2003, 10:41
Wohnort: Lohr

Speichenschlüssel

Beitrag von micteu » 17. September 2004, 20:15

Hallo,

mir auch. Ich habe mal den 5,5er Maulschlüssel nachgemessen, der hat auch eine Weite von 5,65...

Gruß

Michael

Benutzeravatar
Matze
hält sich ran....
hält sich ran....
Beiträge: 16
Registriert: 31. Juli 2003, 15:32
Wohnort: Horst/Elbe
Kontaktdaten:

Beitrag von Matze » 26. November 2004, 12:23

Hallo,

da wir hier gerade beim Thema sind.... :roll:
Ich habe gestern meine beiden Felgen ausspeichen lassen und dann mal mit dem Typ gesprochen, weil ich auf den Draht war mir Speichen aus Edelstahl zu kaufen....
Na jedenfalls meinte er zu mir das ich mir lieber welche aus Stahl kaufen sollte und die dann vernickeln lassen sollte! Das währe besser, da die aus Edelstahl brechen könnten wenn man mal mit Beiwagen fahren möchte. :wirr:

Jetzt würde ich mich freuen wenn ihr mir mal etwas unter die Arme greift, weil ich weiß jetzt echt nicht was ich kaufen soll und ob ich sie dann Lackieren sollte. Ich hatte mir das so vorgestellt das ich die aus Edelstahl kaufe und sie dann lackiere und er sie dann neu einspeicht... bzw. auch eventuell ohne Lackierung einspeicht, das sollte optisch auch was haben.
Leider entspricht das aber nicht dem Orginal und das soll es ja schließlich später sein. :snif:

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4020
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 26. November 2004, 14:16

Edelstahlspeichen brechen wohl wirklich schneller.
Das mit dem vernickeln kann ich garnicht nachvollziehen.

Man kann normale Speichen nehmen, Oberfläche anrauen und lackieren. Bei den Nippeln habe ich das allerdings nicht gemacht, da wird die Farbe eh' nicht halten.

Oder aber Du lackierst erst nach dem Einspeichen.

Siehe auch hier: viewtopic.php?t=32

micteu
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 123
Registriert: 15. Mai 2003, 10:41
Wohnort: Lohr

Speichen

Beitrag von micteu » 26. November 2004, 21:26

Hallo,

Edelstahl hat nicht die Elastizität von normalem Stahl, er ist spröder und wie Gobi schon geschrieben hat brechen die Speichen somit schneller. Gerade beim Gespannbetrieb wirst du wohl Probleme bekommen. Das wurde hier schon öfter angesprochen und auch ich kann gebrochene verchromte Speichen selbst bei moderatem Fahren bei meinem Gespann bestätigen.

Wenn du unbedingt schwarze Speichen willst, kannst du als Alternative zum Lackieren die Räder schwarz kunststoffbeschichten lassen. Es platzt nichts ab und ist sogar preiswerter als Lackieren. Das habe ich bei meinem Morgan gemacht, die Räder eingespeicht und zentriert beschichten lassen. Sieht Klasse aus und steht dem Lackieren in nichts nach. Nachspannen ist bisher nicht nötig gewesen.

Aber so oder so. Gebrochene Speichen sind bei verchromten Speichen einfacher zu ersetzen. Das ist nicht so problematisch und du wirst im Gespannbetrieb damit leben müssen.

Gruß

Michael

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast