verølte bremse

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verølte bremse

Beitrag von Nordlicht » 19. April 2007, 22:04

halloi, bei uns klettert das thermometer langsam ueber 0 grad und die "sommer" saisong steht vor der tuer. aber ......
meine hinterrad bremse ist total verølt. hab mich damit abgefunden das ich neue belæge kaufen muss , aber es wære ja totaler blødsinn die einzubauen ohne das ich weiss wo das ganze øl herkommt (tropft von den belægen nach dem ausbau..). im herbst hatte ich einen neuen simmerring eingebaut ohne das dies das problem beseitigte. ich hab ueberlegt ob die lueftung im kardan dicht sein kønnte, und mir desshalb die bremse zusabbert . hab auch versucht dickeres øl zu fahren , allerding ohne resultat. als kleines trostpflaster kann ich nur sagen das die bremse vorne ganz ordentlich funzt.... . kan man in das kleine loch mit druckluft blasen oder mit nem draht aufstochern ?
meine suesse und ich wollen im sommer mit der emma auf die lofoten auf ein festival (sjyrock.com) und bis dahin brauch ich ne bremse hinten......hab im forum schon nach einer antwort gesucht, aber leider nix gefunden .. hab ich vieleicht eine "einzigartige" bremse.?Hiiiiiiieeeeeelfe
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Beitrag von Andrebiker » 20. April 2007, 06:32

Du mußt unbedingt zusehen, daß Deine Entlüftung funktioniert! Am besten, Du stocherst das kleine Loch mit einem Draht oder feinen Bohrer auf; bestimmt ist es zugekeimt.
Eine funktionierende Entlüftung erkennst Du daran, daß eine kleine Ölspur bei warmem Kardan von der Bohrung nach unten zu sehen ist, ist bei mir jedenfalls so ;-) .
Gruß, André
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Beitrag von cs_joker7 » 20. April 2007, 06:43

...ansonsten könnten der Dichtring oder die große Papierdichtung hinüber sein. (wird wohl bestimmt auch der Fall sein)
Wenn Du aber mal vor kurzem das Hinterrad draußen hattest: kann es sein, daß Du bei der Montage zuviel Fett (Achse/ Verzahnung) verwendet hast? Dieses verflüssigt sich durch die Wärmeeinwirkung während der Fahrt und läuft dann in die Bremstrommel. (ist mir schon passiert)
Neue Bremsbeläge brauchst Du deswegen keine holen; nach der gründlichen Reinigung und einer leichten Aufrauhung funktionieren sie wieder wie zuvor.

Gruß Joker
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dichtung?

Beitrag von Nordlicht » 20. April 2007, 15:35

hei, danke fuer die antwort welche papierdichung ? wo sitz die und wie tausch ich die aus ? die belæge hab ich versucht zu reinigen (wie im forum beschrieben mit auskochen und so ....) hatt aber nix gebracht. hab mir heute ein par neue bestellt. Als ich heute die teile bestellte sachte mir der mann (feller) was von dem bolzen an dem die bremse gelagert ist und fuer das teil abzudichten muss der kardan raus.er meinte kein problem und 3 stunden arbeit . bis heute funtzt der kardan eigentlich gut und ich hab keine lust das ding auseinander zu bauen. ich frach mich jetzt , wie viel arbeit ist das eigentlich und vor allem krig ich das teil auch wieder zusammen .... erfahrungen....?

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Beitrag von emw-ute » 20. April 2007, 15:52

Hallo Nordlicht,
wenn Du die Bremsbacken abnimmst, siehst Du eine Reihe von 6kantschrauben: Unter dem Deckel, den diese halten, befindet sich die Papierdichtung. Zugleich hält dieser Deckel auch den Bolzen, der erwähnt wurde. In dem Deckel sitzt sichtbar der große Simmerring um die Verzahnung, dann das große Zahnrad (Tellerrad) mit Lager.
Wenn Du diesen Deckel abnimmst, hast Du noch nicht allzuviel am Kardan "zerlegt", da das Tellerrad im Deckel hängenbleiben dürfte. Wichtig ist allerdings, wenn Du eine neue Papierdichtung verbaust, dass diese die gleiche Dicke wie die alte hat (0,3 mm), da Du mit einer dickeren, oder ausschließlich mit Dichtmasse, ansonsten den Achsantrieb anders ausdistanzieren würdest.

Vorm Zerlegen. Schau Dir in der Teileliste mal die Abbildungen der Einzelteile an.
k.
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Beitrag von cs_joker7 » 20. April 2007, 15:57

Hab da auch gleich noch mal ne Frage:

Muß dieser Bolzen, auf dem die Bremsbacken (rechts) lagern, eingeklebt werden, damit kein Öl in die Bremstrommel sickert?

Gruß Joker
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Beitrag von emw-ute » 20. April 2007, 16:17

Der Bolzen ist meines Wissens eingepresst. Hochtechnische Kleber dürfte man damals noch nicht gekannt, geschweige denn bei der emw verwendet haben.

Ich habe oft schon auf Teilemärkten Antriebe gesehen, die zahnradtechnisch intakt waren, an denen dieser Bolzen jedoch sogar fehlte (!).
Fakt ist, dass dieser Bolzen sehr fest im Gehäuse sitzen muss, da er als Halter für die Bremsbacken dient. Wenn sich also an diesem Bolzen größere Mengen Öl von drinnen nach draußen mogeln, ist Obacht angesagt: Riss im Gehäuse? Wackelt das Ding? Davon abhängig sollte man sehr genau prüfen, ob dann Kleben noch eine Alternative wäre.
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super

Beitrag von Nordlicht » 20. April 2007, 19:11

vielen dank . werd ich mal ausprobieren...... :P

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Beitrag von Andrebiker » 21. April 2007, 06:23

Nochmal zusammengefaßt: Kaputte Papierdichtung -> Kardan ölt auch im Stand. Defekte Entlüftung -> Kardan ölt während bzw. kurz nach der Fahrt aus dem Simmerring (Wenn davon ausgegangen wird, daß der Simmerring ansonsten dicht weil neu ist). Also genau gucken, woher das Öl kommt ;-) .
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Beitrag von cs_joker7 » 21. April 2007, 15:29

Wie soll man das denn sehen/ feststellen, daß der Simmerring während der Fahrt ölt???
Am rechten Bremsbackenbolzen kann das Öl außerdem auch noch raus laufen. Wie verhält es sich denn eigentlich beim Bremsnocken- besteht da auch die Gefahr einer eventuellen Inkontinenz???

Gruß Joker
Zuletzt geändert von cs_joker7 am 21. April 2007, 20:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Tosch » 21. April 2007, 20:16

Ich hab' da auch noch 'ne dumme Frage: wo ist dieses Entlüftungsloch eigentlich? Ich habe an meinem Kardangehäuse keins gefunden...

Gruß
Tosch

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Beitrag von emw-ute » 21. April 2007, 21:45

Das Entlüftungsloch haben die alten EMW-Kardans nicht!!
Erst ab etwa Nr. (2)55000irgendwas (genaue Nummer habe ich vergessen) befindet sich dieses Entlüftungsloch senkrecht oberhalb der Achsdurchführung, und zwar sichtbar an der Außenseite des Gehäuses.

Zur Frage von joker: Inkontinenz am Bremsnocken (bzw. dessen Achsdurchführung) halte ich für eher unwahrscheinlich. Dieser ist (leider ungeschmiert!) in einer geschlossenen Bohrung gelagert. Wenn's dort durchsiffen würde, wäre am Gehäuse ernsthaft was kaputt.
Aus Erfahrung: selbst eine bereits etwas oval ausgelaufene Bohrung ist noch 100%ig dicht.

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Beitrag von Tosch » 23. April 2007, 09:01

emw-ute hat geschrieben:Das Entlüftungsloch haben die alten EMW-Kardans nicht!!
Erst ab etwa Nr. (2)55000irgendwas (genaue Nummer habe ich vergessen) befindet sich dieses Entlüftungsloch senkrecht oberhalb der Achsdurchführung, und zwar sichtbar an der Außenseite des Gehäuses.
ah so. Ich habe Rahmennummer 238xxx, also 'ne ziemlich frühe /3.
Aber wie ist die Entlüftung bei diesen Kardanen (Kardans? Kardani?) gedacht?

Gruß
Tosch

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Beitrag von emw-ute » 23. April 2007, 09:22

D i e Frage hatte ich hier im Forum auch mal gestellt, das Thema ist dann aber ohne brauchbare Antwort versiegt. :(

k.
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Beitrag von Tosch » 23. April 2007, 21:31

Meinst Du, es macht Sinn, die Entlüftung nachzurüsten (äh, ein Loch ins Gehäuse zu bohren) ???

Gruß
Tosch

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