Dickere Speichen

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Ronni63
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Re: Dickere Speichen

Beitrag von Ronni63 » 21. Juli 2010, 09:53

Moin Jens,

hatte das gleiche Problem letztes Jahr. m.E. macht es keinen Sinn, nur die gebrochenen Speichen zu ersetzen, da als nächstes dann die benachbarten kommen.

Hab das Hinterrad dann beim Oldi-Doctor Krause
http://krause.koenig-thomas.de/ mit Dickendspeichen neu machen lassen,
seitdem is Ruhe.
Kannst die Speichen natürlich auch bei ihm bestellen und selber machen, Anleitung zum einspeichen gibts hier im Forum ....

Gruß
Ronni
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single action
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Re: Dickere Speichen

Beitrag von single action » 21. Juli 2010, 10:44

Dickere Speichen allein,sind kein Segen. Wenn man die Speichen einfach dicker macht,dann geht ihnen auch ein Teil der Elastizität verloren.
Deshalb sind Dickendspeichen die bessere Wahl.Sie sind an der Bruchgefährdeten Kröpfung verstärkt und auf dem Rest des Schaftes trotzdem elastisch.
Jedoch nützen alle tollen neuen Speichen nix,wenn die Bohrungen der Nabe oder Felge nicht zueinander passen.
Wenn man mit Speichen einen starken Höhen- und Seitenschlag der Felge versucht zu richten,so geben die Speichen unter Last auch gerne als erste auf.
Wenn du die Erfahrung hast,diese Fehler zu erkennen und zu beseitigen,dann kannst du die Arbeit selber erledigen.Ansonsten gehört das in erfahrene,sachkundige Hände.

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Re: Dickere Speichen

Beitrag von icwiener » 21. Juli 2010, 11:01

single action hat absolut recht, ich habe bei diversen russengespannen die gleichen erfahrungen machen dürfen. alte ausgelutschte m72 vom kumpel hatte 5mm, teilweise 6mm speichen aus alten nägeln mit roher gewalt reingeprügelt drin, diese rissen bei so einem schweren gespann schnell. jetzt sind in neuen naben und neuen kronprinz nachbau felgen aus stettin (sehr geile qualität) neue speichen im originalmaß 4mm mit aufgerolltem m4,5 gewinde von speichen-werner drin. sauber zentriert und mit schön gleichmäßiger spannung nicht zu fest angeknallt. ergebniss: seit 3 jahren und auch in wirklich hartem geländebetrieb sowie mit viel fahren auf 2 rädern ist nicht eine einzige speiche mehr gerissen. da die emw die gleichen speichenmaße hat, sollte es für diese erst recht reichen, als gespann ist diese ja ca. 100kg leichter als die m72 und hat auch "etwas" weniger dampf.

meiner erfahrung nach entstehen speichenrisse bei korrekten löchern in nabe und felge IMMER durch zu fest angezogene speichen. ich hatte letzte woche ein m72 rad was letztes jahr beim "spezialisten" war, der räder schon seit 138 jahren einspeicht. die meisten nippel habe ich mit der knipex zange rausdrehen müssen, weil der speichen schlüssel den vierkant rundgedreht hat, so fest waren die angeknallt.
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Re: Dickere Speichen

Beitrag von single action » 21. Juli 2010, 11:47

Waren die Speichennippel wirklich so angeknallt oder hatte der Herr Loctite o.ä. benutzt?
Früher wars ja üblich mit Leinöl zu verwenden.
Konntest du am Klang der Speichen hören,daß sie sehr stramm waren?

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Re: Dickere Speichen

Beitrag von icwiener » 21. Juli 2010, 12:15

klar waren die zu stramm, klang sehr hell, gewinde top ohne loctite waren ja neu, nur viel zu fest angeballert. der typ hat wohl den großen drehmomentschlüssel angesetzt. beim speichen anziehen nehme ich normalerweise nur nen passenden schraubenzieher, den speichenschlüssel nur im notfall. im reparaturhandbuch zur yamaha yz400 steht übrigens ein wert von 4nm für die nippel, habs aber nie nachgemessen.
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Re: Dickere Speichen

Beitrag von single action » 21. Juli 2010, 13:12

icwiener hat geschrieben: ...
ein wert von 4nm für die nippel, ...
Das entspräche auch ungefähr dem Bereich,in dem M4 Schraubverbindungen liegen,wenn man nicht gerade das billigste Material nimmt.

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Re: Dickere Speichen

Beitrag von icwiener » 22. Juli 2010, 08:27

speichen reissen zu 98% immer am gebogenen ende, also deshalb machen dick-end speichen auch sinn, wenn der dickere durchmesser untergebracht werden kann. ansonsten sind die marken speichen heutzutage so gut, dass dick-end nicht unbedingt notwendig sein muss.
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Re: Dickere Speichen

Beitrag von Shellac » 26. August 2010, 20:11

hallo Leute,
hatte dieses Thema ganz übersehen. Kurze Geschichte: Meine Opa hatte auch immer Probleme mit gebrochenen Speichen im Gespannbetrieb. Er hat es dann zur EMW Werkstatt in Miltitz-Roitzschen (bei Meissen) gebracht und der Mechaniker hat hinter jeden
Speichenkopf eine etwas größere U-Scheibe (also zw. Kopf und Nabe) gelegt. Das minimale Spiel wurde damit eliminiert und Opa hatte keine Probleme mehr im Seitenwagenbetrieb. Ist auch heute auf alle Fälle 'ne Überlegung wert.
Gruss Shellac

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