Gleitlager der Hinterradfederung °

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Gleitlager der Hinterradfederung °

Beitrag von Gobi » 13. Februar 2003, 19:41

Ich muß die Gleitlager an der Hinterradferung austauschen.
Orginal wurde da wohl Pertinax (?) verwendet, das scheint mir nicht sehr vertrausenerweckend.
Was habt Ihr da genommen, wie siehts mit Bronze aus? Die Belastung dürfte ja recht enorm sein, wenn man sich mal eine Vollbremsung und (zwangsläufig?) gleichzeitiges Federn vorstellt........

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Beitrag von Takin Treiber » 14. Februar 2003, 10:45

Für Bronze sollte das Gegenstück gehärtet sein, sonst läuft es zu schnell ein und das Gletrohr ist dann Schrott. Nimm Teflon oder PA-Kunststoff, z.B. Delrin. Zwar ist es da recht schwierig, Maßgenau zu drehen, aber eigentlich ist da aber auch eine Reibahle gefordert, um die Passung herzustellen.
Prüfe aber vorher, ob das Gleitrohr geschliffen werden muß. Riefen ? Eingelaufen ? Das Gleirohr hat ja unten einen Absatz, wenn der weg ist, sollte nicht mehrnoch weiter geschliffen werden.

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Beitrag von Daniel Dorn » 14. Februar 2003, 10:58

Tach.
Pertinax ist super, gibts überall, ist billig, leicht zu bearbeiten und einfach zu verbauen. Und das hält nochmal 50 Jahre.
Was mich mehr interessiert ist, wie sich ausgeschlagene Buchsen auf das Fahrverhalten auswirken?! Hat da einer schon Erfahrung?!?

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Beitrag von Takin Treiber » 14. Februar 2003, 11:22

Genau,das wollte ich auch gerade noch dazu sagen. Es spricht absolut nichts gegen Pertinax ! Tolles, bewährtes Material. Das mit dem einfach bearbeiten und dem einfach zukriegen habe ich aber anders in Erinnerung !
Das Fahrverhalten hängt schon davon ab, daß die Räder ordentlich geführt werden. Jedes wackeln macht die ganze Fuhre instabiler, so wie auch miese Radlager oder ein Schlag im Rad. Geradeauslauf und Kurvenverhalten werden unberechenbar.Gilt natürlich gerade für Solokisten, merkt man aber auch im Gespann !
Ist aber auch nur eine Frage der Übung und Fahrweise. Was der eine schon für völlig unfahrbar hält (und die TÜV-plakete verweigert!) ist dem anderen noch gut für Urlaub und Glatteis.

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Beitrag von Gobi » 14. Februar 2003, 14:20

Takin Treiber hat geschrieben:Für Bronze sollte das Gegenstück gehärtet sein, sonst läuft es zu schnell ein und das Gletrohr ist dann Schrott.
Ist das eine Erfahrung eine Vermutung? Ich muß so blöd nachfragen, weil ich hier einmal Teile habe, bei denen Bronze eingesetzt wurde.
Und meint "Pertinax" ind dem Fall das Zeug mit oder ohne Gewebe drinnen?
Kann man die Buchsen irgentwo preigü. erwerben?
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Beitrag von Takin Treiber » 15. Februar 2003, 11:00

1. oft bestätigtes Gerücht und Lehrbuchmeinung
2. das Pertinax, das ich kenne und meine hat Gewebe
3. einen günstigen Lieferanten würde ich auch gerne kennen !

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Beitrag von Gobi » 15. Februar 2003, 11:45

Guten Morgen Takin Treiber!
Ich habe gestern mal mit meinem Meister gesprochen und er hat gesagt, an der Stelle wäre Pertinax drin weil in der Zeit generelll mit Buntmetall gespart wurde, der Preis war damals vergleichsweise etwa drei mal so hoch wie heute.
Speziell die DDR hatte ja ein Kupfer- Problem.
Trotdem könne das Pertinax schon o.k. sein, Ihm (wie mir auch) würde Bronze besser gefallen. Ideal wäre es natürlich, die Welle wäre Hartvercromt, aber wer soll das bezahlen?
Er findet es eher kritisch, das Staub nicht daran gehindert wird sich ins Gleitlager zu schieben, und dann: schmirgel, schmirgel, schmirgel......
Also wenigstens die Schutzrohre unbedingt drauflassen!
(bei der Gelegenheit: wusstet Ihr, daß ein Simmering nur drehende Wellen dichtet?- das wurde im Öldämpfer auch glatt ignoriert....)
Das Bild aus der Bedienungsanleitung gibt leider nicht viel her:

Bild
P.S. das Zeug mit dem Gewebe ist eigentlich überhaupt kein Pertinax, auf den korrekten Namen komme ich gerade nicht....
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Beitrag von emwr35 » 19. Februar 2003, 08:33

Hallo,
Also mit verschlissenen Buchsen ist schon nicht schön. Hab mal welche gehabt, wobei sich alles beim Lastwechsel (Gas geben) hinten bewegt hat. Dann sollte man schon was tun. Habe dann einen alten HewiTürgriff genommen. Wunderbares Zeug nur schlecht zu drehen.
So jetzt zu den Simmerringen im Dämpfer. Es gibt radiale und axiale Simmerringe. Habe dann eine Firma gefunden bei der ich direkt bestellen konnte. Musste aber einen Mindestbetrag zusammen bekommen. Waren glaub ich dann 5 Dichtungen.

Was is'n radial oder axial? :o) :idea:

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Beitrag von Gobi » 19. Februar 2003, 18:03

emwr35 hat geschrieben:Es gibt radiale und axiale Simmerringe.
Kannste mal sehen, das wußte nicht mal der Werkzeugmacher, mit dem ich mich unterhalten habe! Danke für den Tip!
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Beitrag von Thurisaz » 2. April 2003, 17:14

@emwr35:
Radial:drehend
Axial:hin und her gehend (hydraulikstempel bei Baggern und Staplern oder bei Motorradgabeln.
Wolltest du doch wissen,oder?

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Beitrag von Gobi » 6. April 2003, 21:47

Nachtrag:
Ich habe jetzt mal Buchsen gedreht aus Bronze, und zwar gleich für zwei Kardans. (oder Kardane ??????)
Ich habe sie auf 37.5 gedreht, was mir eigentlich schon reichlich erschien, die Bohrung habe ich mit 37 gemessen, so gut man halt mit einer Schieblehre messen kann....
Es hat sich aber gezeigt, daß das noch nicht genug Übermaß für diese doch sehr dünnwandigen Buchsen war. Denn ich wollte es besonders schön machen und habe sie mit einer Reibahle ausgerieben, dabei haben sich 2 der 4 Buchsen mitgedreht, seufz.:mecker:
Na ja, der Zweikomponentenkleber wird's schon richten.....
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Beitrag von Thurisaz » 7. April 2003, 18:40

Nimm "Akepox 5000" von Akemi,das ist ein supi-Zeug :twisted:

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Beitrag von Daniel Dorn » 7. April 2003, 18:48

UNd wenn das nicht hilft schreibste mir eine Mail, weil bei mir läuft das Projekt dieses Wochenende an. Das Ganze wird aber aus Pertinax sein.Ich lasse es Drehen von jemanden der sich damit aus kennt. Also kann ich dann zwei mehr anfertigen lassen?!

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Beitrag von Gobi » 7. April 2003, 19:04

Ne, Ne, ich bin ja schon fertig, wollte nur meine Erfahrungen mitteilen, falls mal jemand das gleiche versucht.
Kannst ja mal berichten, wieviel Übermaß Ihr bei "Pertinax" (Mist wie heisst das Zeug nun richtig?) genommen habt.
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Beitrag von Thurisaz » 7. April 2003, 19:18

Ach ja,"Pertinax" ist schon richtig,habe aber auch mal die Bezeichnung "Phenoplast" gehört,bzw. gelesen,das Zeug war aber ohne Gewebe.
Bin aber kein Kunststoffachmann :oops:

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