Ausgeschlagenes Bolzenloch Hinterradstoßdämpfer °

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Ausgeschlagenes Bolzenloch Hinterradstoßdämpfer °

Beitrag von emw-ute » 17. August 2005, 16:56

Hallo Leute.
Bin neu im Forum und schreibe hier meinen ersten Beitrag. Fahre eine 55er EMW, die mein Göttergatte (mit meiner Hilfe) fahrtüchtig hält.
Meine Frage (und bitte nicht maulen, wenn dieses Thema vor x Jahren schon behandelt wurde): Der Bolzen für die Stoßdämpferhalterung ist quer ins Alu geschlagen. Leider ist dieser Bereich fast immer oval geschlagen. Außer mühevollem Schweißen bzw. Neubohren: gibt es eine haltbare Reparatur, die nicht so schnell wieder oval schlägt?

emw-Grüße von
Ute ( und Klaus) :think:

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Beitrag von Gobi » 17. August 2005, 20:09

ist mir ehrlich gesagt neu! Lässt sich das fotografieren?

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emw-ute
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Beitrag von emw-ute » 19. August 2005, 08:45

Würde ich, wenn ich eine Digitalkamera hätte. Habe dies allerdings ungezählte Male gesehen, bei meinen Teilen und bei Teilen auf Teilemärkten, selbst auf Fotos von Teilen bei ebay. M.E. hat der Bolzen keinen Presssitz mehr, wenn er einige Male herausgeschlagen und wieder herein geschlagen wird (falls also der Vorbesitzer sich penibel an die Wartungsanweisung gehalten und regelmäßig das Stoßdämpferöl gewechselt hat). Wundert mich, dass dies nicht bekannt ist, da der Effekt sehr ärgerlich ist, vor allem auf der Kardanseite. :(
Grüße
Ute

Nachtrag: meines Wissens wurde im Forum an einer Stelle schon mal geschrieben, dass man darauf achten solle, dass der Bolzen nicht wandert und zwischen die Feder gerät. Dies zeigt mir, dass die Dinger nicht immer fest sitzen (unabhängig davon, ob der Bolzen wirklich zwischen die Feder geraten kann). Lose Bolzen werden durch die Federbewegung jedoch zunehmend das Loch oval schlagen. :cry:

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der lange
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Beitrag von der lange » 19. August 2005, 16:34

tach.
du meinst sicher den"junkie". der hat mal ein zerkloptes kardanghäuse präsentiert.
seit dem scheint er ja auf starrahmen zu stehen. :D

ich selbst seh in den ausgeschlagenen führungslöchern keine großen probleme.
bei einer presspassung würde ich dort nie die bohrung vom stoßdämpfer treffen.

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Beitrag von Gobi » 19. August 2005, 18:38

Presspassung ist da sicher nicht- warum auch? Der Bolzen wird ja von der Schraube in der Mitte genügend gehalten.
Wenn diese Löcher ausgeschlagen sind, muß schon was gründlioch schief gegangen sein- d.h. der Dämpfer war mächtig schwergängig.

Wenn es wirklich so schlimm ist, würde ich versuchen, die Löcher "einfach" auszubuchsen- mit Pressitz, ist nur evtl. schwer, die Löcher nachher fluchtend wieder hinzubekommen, sollte man also eher aufreiben nach dem Einbuchsen.

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Beitrag von EMW-Junkie » 19. August 2005, 21:16

Gobi hat geschrieben:Wenn diese Löcher ausgeschlagen sind, muß schon was gründlioch schief gegangen sein- d.h. der Dämpfer war mächtig schwergängig.
.
Absolut, ich habe überhaupt noch nichts ausgeschlagenes gesehen.
Da kann mir auch keiner erzählen, dass man das beim Fahren nicht merkt :nono:

Langer, den Versauten Kardan habe ich so bekommen.
Starrrahmen würde ich auch nach wie vor keinem wirklich raten.
Das war auch bei mir eher eine Art Unfall.

Trotzdem mache ich damit wahrscheinlich morgen die erste Probefahrt :laola: Für Ende März gekauft ist das ziemlich OK.
Ich hatte aber auch voll die krasse Unterstützung... :banane:

Ach so, jetzt noch mal was konstruktives:

Es gibt 2 Ausführungen von diesen Dornen für den Dämpfer;
Einer ist leicht konisch gedreht, da ist es natürlich wichtig, ihn in der richtigen Richtung auszubauen.

Der andere ist in dem Bereich, wo die 6mm-Schraube einhakt leicht abgedreht.

Ich würde im E-Fall eher das Auge im Dämpfer weiter aufbohren
und einen größeren Dorn nehmen.

Ob der Dorn wirklich in die Feder einhaken kann, siehst Du wenn er mal locker ist.
Wünschen würde ich Dir das eigentlich nicht.

Kuckst DU hier :arrow: http://www.pixum.de/members/emwjunkie/? ... f249e64e40

Noch Fragen oder was :roll:
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

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Beitrag von Takin Treiber » 20. August 2005, 19:36

tja.
ich finde die frage von emw-ute berechtigt.

eigentlich sollte man doch schon eine preßpassung im aluminium erwarten, damit der dämpfer wirklich arbeiten kann. und die drücke, die da auf huppelpiste entstehen sind nicht zu unterschätzen, denke ich.
(natürlich stellt sich die frage, ob der dämpfer grundsätzlich nötig ist und in einem zustand, daß er tatsächlich funktioniert... ne gut gemachte, abgestimmte federung ist aber selbst an einer emw was feines! gebe aber auch zu, daß ich diesen zustand an meinem eigenen takin nie erreicht habe, bin bislang immer völlig ohne dämpfer hinten gefahren :oops:)

wenn da jedenfalls luft ist, wird sie auch größer werden. daß hier noch niemand ausgelutschte augen gesehen hat, kann ich kaum glauben, ich kenne sie wohl. zumal ja der tragbolzen auch wirklich schlecht zu demontieren ist und sich generationen mit dorn und rausprügeln abgemüht haben.
lösung sehe ich nur in aufreiben und übermaßbolzen, oder schweißen und loch samt buchse erneuern.

nebenbei: kann mir nicht vorstellen, daß modernes stoßdämpferöl öfter gewechselt werden muß, als die gleitbuchsen...

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Beitrag von Andrebiker » 22. August 2005, 12:03

Ich habe dort auch schon ausgeschlagene ovale Löcher gesehen, genauso wie abgeplatzte Stücke. Die ganze Sache mit der Art der Dämpfung dort hinten ist sowieso nicht der Weisheit letzter Schluß. Und solange ich keine ordentlichen Teile auf beiden Seiten hatte, bin ich halt ohne Dämfung an der Hinterhand gefahren. Ich wage zu behaupten, daß die Dämpfung bei der Geradweg-Hirafe kaum spürbar ist. Jedenfalls war das doch ein ziemlicher Eisenacher Alleingang; bei den geradweggefederten Boxern oder auch der Touren-AWO gibt´s ja auch keine Dämpfung.

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Beitrag von Takin Treiber » 23. August 2005, 13:14

Andrebiker hat geschrieben:Ich wage zu behaupten, daß die Dämpfung bei der Geradweg-Hirafe kaum spürbar ist. Jedenfalls war das doch ein ziemlicher Eisenacher Alleingang; bei den geradweggefederten Boxern oder auch der Touren-AWO gibt´s ja auch keine Dämpfung.
ich fand den unterschied schon recht erstaunlich, wenn ich mal ne fremde emw fahren durfte, bei der die dämpfung in ordnung war. nicht gerade wie tag und nacht, aber doch deutlich besser. bilde mir sogar ein, daß die hintere bremse dann auch besser wirkt. auffällig ist ja auch, daß gradweg-rennmaschinen öfters mit dämpfern hinten nachgerüstet waren...

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Beitrag von emw-ute » 27. August 2005, 21:49

Bild
Wenn zwischen Bolzen und Bohrung das geringste Spiel ist, w i r d die Passung ausschlagen, da hat takin den Nagel auf den Kopf getroffen. Natürlich merkt man dies auch beim Fahren. Der Bolzen hat ab Werk immer Presssitz, und natürlich ist auch die Stoßdämpferbohrung zu treffen (vorausgesetzt, die Bohrung ist mittig). Die Reparaturanleitung der EMW beschreibt schließlich, dass der Bolzen herauszutreiben ist; wäre er locker, könnte man ihn schieben. Der Bolzen ist übrigens an meiner EMW nicht konisch, aber mittig eingefräst zur Aufnahme der M6-Schraube des Dämpfers. Über das Für und Wider der Federung kann ich nichts sagen.
EMW-Grüße
von emw-ute :idea:

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Beitrag von emw-ute » 4. September 2005, 21:41

Danke Gobi, für das Einstellen des Fotos in meine obige mail.
Es muss übrigens kein Stoßdämpferdefekt vorliegen, wie an anderer Stelle vermutet, damit die Sache so ausschlägt. Ich bin überzeugt, dass etliche Bohrungen so aussehen, jedenfalls habe ich auf Teilemärkten schon ungezählte solcher Exemplare gesehen. Zu merken ist dies weniger am absoluten Federverhalten, sondern vielmehr am Klackgeräusch, das sich daraus ergibt. Wenn die Sache erst mal so aussieht, hilft auch kein Aufbohren mehr auf M10, da auch der Bereich zum oberen Rand hin mit der Zeit zu dünn wird. Schweißen ist sicher die haltbarste Alternative, allerdings verbrennt dies die eingesetzte Buchse. Ich habe mir seinerzeit damit geholfen, neben die verhunzte Bohrung eine neue M8-Bohrung zu setzen. :P
Zum Thema Stoßdämpferöl (Beitrag von takin treiber): Neues Öl muss sicherlich kaum noch gewechselt werden, bei sehr altem Öl kann dies unbedingt von Vorteil sein. Klaus hat letztens einen als Ersatzteil gekauften Dämpfer zerlegt, der wohl noch das Originalöl enthielt, aber zugleich auch jede Menge Korrosion, obwohl noch dicht. Kann vielleicht mal ein Foto senden.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Beitrag von lappiator » 5. September 2005, 09:06

emw-ute hat geschrieben: Klaus hat letztens einen als Ersatzteil gekauften Dämpfer zerlegt, der wohl noch das Originalöl enthielt
hab ich auch mal gehabt, das öl was da noch drin war hatte schon eine zähe konsistenz angenommen und war schwer zu entfernen. danach wars aber wie neu :cool:

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