Bruch Achshalter hinten links

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Bruch Achshalter hinten links

Beitrag von krs » 30. Juli 2006, 21:44

Hier mal ein Zitat aus einer anderen Homepage... Vielleicht ist derjenige ja auch Mitglied im Forum.
http://home.arcor.de/jackki/emw/emw_ti.html

... Eine beliebte Sportart junger Anfänger ist es den hinteren Achshalter, links beim Sichern mit der Klemmschraube "wegzuknacken". Hierzu sollte man wissen: Bei den Maschinen wurde ab Werk das Spiel im Achshalter vermessen und Distanzscheiben zwischengelegt. Also legt lieber ebenfalls eine U-Scheibe dazwischen und sichert die Klemmschraube mittels LoctiteTM! Ansonsten wird der Spaß teuer...

Weiß jemand, wie die das Spiel gemessen haben?

Gruß KRS

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Beitrag von Gobi » 31. Juli 2006, 00:04

hm, hab ich noch nie was von gehört! Kann aber sein.
Du musst ja sicher stellen, das trotzdem noch Klemmung da ist.
Also am besten die Achse falschrum mal nur auf der Seite reistecken und anziehen, bis sie eben fest wird (Hebelche dran machen?) Den Abstand messen und ein "bisschen" weniger als Distanzscheibe. Wäre meine Idee...


Und wie sagt die alte Schlosserregel:
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Beitrag von Killerniete » 31. Juli 2006, 00:11

Also bei dieser Schlaumeierseite streuben sich einem ja alle Haare
was da so geschrieben wird ist ja ungeheuerlich. :cry: :(
Und von Beilegscheiben in der Klemmung hör ich auch zum 1.mal
ist ja auch gegen die Funktion selbiger.
Das Problem "abgeknackter" Achshalter liegt daran das das auge und/oder die Achse ausgeleiert sind, um s dann festzukriegen wird angeknallt. :?

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Beitrag von emw-ute » 31. Juli 2006, 18:38

Das Ganze haben wir auch schon gelesen, und zwar in einer Verkaufsanzeige bei ebay für einen (intakten) gebrauchten Achshalter.

Klingt zwar logisch, erfordert aber doch sehr viel Nachdenken:

1. Ab Werk war die Unterlagscheibe dort nicht.
2. Materialermüdung des Achshalters spielt eine wesentliche Rolle, mehr als Verschleiß. Gleiches Problem ist auch bei Zinkgussvergasern sichtbar, nämlich bei denen, die mittels eines Klemmrings auf einen Ansaugstutzen geschraubt werden. Erschwerend kommt dort (modellbezogen) noch hinzu, dass eine Dichtung zwischen Stutzen und Vergaser liegt, die weiteres Anziehen zulässt.
3. Wenn man denn eine Unterlagscheibe dazwischenlegt, so muss diese sehr genau in der Dicke angepasst werden, denn einerseits soll sie ja ein weiteres Anziehen verhindern, darf also kein Spiel haben womit sie ja wirkungslos wäre, andererseits muss sie in diesem Zustand die Achse sicher klemmen. Allein dies zeigt schon, dass dort kein "Normteil" verbaut werden kann, und auch ab Werk keins verbaut war.
4. Letztlich kann man immer noch die Gefahr eines Bruchs dadurch zumindest mindern, dass man Gefühl walten lässt: diese Schraube muss ja nun nicht mit 150 NM angeknallt werden.

u.
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Beitrag von Carsten Lahmann » 28. August 2006, 16:07

Neue achshalter kosten glaub ich 85 euronen!

kann jetzt abernicht sagen ob die abbruch gefahr (durch andere alu legierungen),geringer ist! :prost2:

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Beitrag von Killerniete » 30. August 2006, 17:38

Hab meinen Achshalter geschweißt, mit MAG-Gerät ,Aludraht und Argon. Vorher ordentlich anwärmen :lol: und Ausrichten.
Die Nachfertigungen sollen ebenfalls brechen obwohl verstärkt.
Auch müssen neue Buchsen gedreht werden +20€.
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Beitrag von cs_joker7 » 28. November 2006, 13:22

Na toll- mein Achshalter hinten/ links ist auch im Arsch!!! :bang:
Hab den Voll- Riß gerade bemerkt, als ich mal das Hinterrad rausnehmen wollte.
Was mach ich denn nun- schweißen lassen (*Killerniete*?) oder neuen/ gebrauchten besorgen?
So 'ne Kacke aber auch- das war nicht eingeplant.... :snif:
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Beitrag von Gobi » 28. November 2006, 17:29

Schweißen lassen, aber von jemand der's WIRKLICH drauf hat!
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Beitrag von Killerniete » 28. November 2006, 17:54

Genau in Dresden gibt´s sicher Metallbaufirmen die Alu-Schweißen können. Wie gesagt Buchsen ausbauen, ausfugen, ordentlich vorwärmen und fixieren dann schweißen und langsam auskühlen lassen.- Das heiße Teil in Steinwolle packen und ruhen lassen.
Alles halb so schlimm- gehört fast mit dazu. :mrgreen: :mrgreen:
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Beitrag von cs_joker7 » 28. November 2006, 18:03

Ja, werd ich so machen... :snif:

*Killerniete*

Was isn eigentlich mit "ausfugen" gemeint? Sorry, bin nicht so der Schweißprofi...
Hat Dein Geschweißtes bis heute gehalten?
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Beitrag von Killerniete » 28. November 2006, 18:35

Da die Schweißnaht sehr tief sein muß damit sie hält- bis runter und nen Stück weiter,- wird der Bruch keilförmig aufgeschliffen und anschließend mit Schweißgut aufgefüllt .
Das Ausschleifen nennt man ausfugen, in größeren Firmen machen dies Schweißvorrichter, der Schweisser legt nur noch die Naht rein.
Meine Schweißnaht hält jetzt seit 25 tkm bei Gespannbelastung.
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Beitrag von cs_joker7 » 28. November 2006, 18:43

Nicht schlecht!
Na dann werde ich mich demnächst mal in die Spur machen; freue mich schon wie irre auf den Ausbau und das Zerlegen der Hinterradfederung.... :kotz:
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Beitrag von emw-ute » 28. November 2006, 19:01

Joker, letztlich bietet sich für Dich auch noch die Alternative, zunächst einen intakten Achshalter zu erwerben / ersteigern, einzubauen und den anderen ohne Zeitdruck dann, wenn Du eine wirklich gute Schweißfirma gefunden hast, machen zu lassen, so wie killerniete es beschrieben hat.

Ich sage dies nur, weil man sich an einem emw-Projekt durchaus verzetteln kann, je nachdem, was sich noch alles an Abgründen auftut. Haben wir mit unseren 3 Moppeds meist ähnlich gemacht.

k.
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Beitrag von cs_joker7 » 28. November 2006, 19:24

*Ute* (so heißt meine Gemahlin übrigens auch)
Naja, so viele Möglichkeiten für den Erwerb des Achshalter sehe ich da noch nicht. Hab im Net noch nix gefunden, mein EMW- Ersatzteil- Lieferant hat auch nix auf Lager und nicht mal bei Ebay ist einer zu bekommen. Also suche ich lieber nach nem Schweißer, das wird dann garantiert auch billger.
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Beitrag von emw-ute » 28. November 2006, 20:03

na prima, bring die Gemahlsgattin doch auch mit zum Forumstreffen (kann ja im Auto anreisen). :P
Zum Achshalter: taucht bei ebay öfter mal auf, hab meinen Ersatzhalter auch von dort. Natürlich immer mit den üblichen ebay-Risiken behaftet.

Vor allem, wenn Du einen kaufst / ersteigerst: guck nicht nur auf die potentielle Bruchstelle, sondern vor allem auch auf das Auge oben, durch das der Bolzen vom Stoßdämpfer getrieben wird (8 mm Durchmesser): das Ding ist meist oval!!! Und dann musst Du dort schweißen lassen :nein: oder versetzt ein neues Loch bohren.
Zur Veranschaulichung, hier allerdings das Ganze beim Achsantrieb gezeigt:
viewtopic.php?t=1601
(siehe das Foto zum Beitrag vom 27.08.2005)

ute
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