Bruch an der Achsaufhängung (schweißen)°

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Bruch an der Achsaufhängung (schweißen)°

Beitrag von lappiator » 11. Dezember 2003, 09:56

Ich habe den typischen bruch in der linken achsaufhängung. wie siehts aus?

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Beitrag von Daniel Dorn » 11. Dezember 2003, 19:09

Denn Bruch kann man Schweißen lassen. Also bloss nicht weg schmeißen!!

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Beitrag von lappiator » 11. Dezember 2003, 19:45

bevor ich was wegschmeisse, findest du das bei ebay :cool: . das soll gehen? muss ich wohl mal bei meinen lieblingsschweißer (gobi)vorstellig werden. :lol:

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Beitrag von Daniel Dorn » 11. Dezember 2003, 20:56

Na da bin ich aber gespannt ob der ALU Schweißen kann????
Ansonsten musst du es zu mir Schicken. Meine Achsaufnahme war auch gebrochen und hat man das gesehen??? NÖÖÖ, ist niemanden auf gefallen, weil man nach den Schweißen die Naht mittels Dremel schön bearbeiten kann. So siehts dann wieder wie orginal aus. Wenn man danach es noch strahlen lässt. Stellt sich die rauhe Oberfläche wieder ein, von einer Naht ist nichts mehr zu sehen.

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Beitrag von Tabun » 12. Dezember 2003, 21:59

Hallo erst mal.....

kann da auch weiterhelfen.......
Gobi..... diese Sache sollte nicht elektrisch geschweißt werden - wenn möglich nur autogen!
Ich hab da auch ´nen Spezi gleich um´s Eck, absoluter Freak wenn´s ums schweißen geht. Er ist schon ca. 60 Jahre und schweißt nahezu alles zusammen wo gibt!!!!
Ich hab auch schon einige Achsaufnahmen repariert - geht absolut super!!!!

Grüße JB

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Beitrag von Gobi » 13. Dezember 2003, 01:48

Er schweisst Alu autogen? Hut ab.
Ich würde es WIG schweißen- wie gesagt, kann sein, das die Leistung meines Gerätes nicht reicht, ich werde mich mal schlau machen.
Weiß zufällig jemand ob der Draht für Alu Guß ein aderer ist als "Normal" Alu?
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Alu Schweißen

Beitrag von emwr35 » 15. Dezember 2003, 20:58

Also Gobi,

Wenn Du Schutzgas-Schweißen willst, dann brauchst Du erstmal eine andere Sele für das Schlauchpacket (Nylon) glaub ich. Auf jeden Fall nicht diese Feder (sieht aus wie die Hülle vom Bowdenzug, nur nicht ummantelt). Denn bei dem Metall gleitet der Draht nicht, sondern klemmt oft. Und dann brennt sich die Düse am Handstück ein. Also Schutzgas ist sehr schwierig. Wie macht man das eigentlich bei Autogen-Schweißen? :?:

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Beitrag von Gobi » 15. Dezember 2003, 22:04

Ich will ja nicht angeben, aber wir haben ein WIG Schweißgerät in der Werkstatt, da gibt man den Draht wie bei Autogen mit der Hand zu.

Aber mir war das jetzt auch erstmal zu riskant Lappis Teil zu schweißen, erst mal üben bei Gelegenheit....
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Daniel Dorn » 15. Dezember 2003, 23:41

Also bei mir wurde auch alles WIG geschweißt. Allerdings braucht man einen ziehmlich großen Trafo. Der Schweißstrom muss wohl sehr hoch sein. Der Rest ist klar, Wolframspitze aber es ist schwer den richtigen Zusatzwerkstoff zufinden. Meine Kollegen haben dann immer den alten DDR Draht genommen, der geht super. Mit dem neuen Zeug hat man da irgendwie Dreck Einschlüsse???!!!! Weiß auch nicht, sieht irgendwie Verbrand aus.
Aber Gobi bevor du fragst, ich weiß jetzt nicht mehr die zusammen setzung des Drahtes. Ich könnte das erst im Febuar in Erfahrung bringen.
Achso, von wichtig bis äußers wichtig ist, dass die zuschweißenden Stellen 100%ig Sauber sind. Am besten Strahlen lassen. Zumindest schreien meine Leute immer danach.

bis denne

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Beitrag von Tabun » 23. Dezember 2003, 21:52

Hab heute Lappi´s Achsaufnahme vom Spezialisten geholt – absolut super geworden.
Der alte Meister hat auf diese Art schweißen ein Patent entwickelt bzw. sein Vater hat dies
entwickelt – und ich kann diese Art nur wärmstens empfehlen.
Lappi wird bestimmt selbst noch mal ein Statement abgeben.

Ich hatte da schon richtig böse Erfahrungen mit anderen Sachen gesammelt.

Ich hatte mal ein EMW-Getriebegehäuse wo die anderen Aggregate alle zum Rahmen passten
(Nummerngleich). Dieses Getriebe war am Gehäuseoberteil defekt und so gab ich dieses Teil zu
meinem Haus- und Hofschlosser und er sagte „kein Problem – kann ich alles schweißen – mach
ich alles mit entsprechenden Spezialelektroden – kannste nächste Woche abholen.“
Na ja – dachte ich – super – mal seh´n wie´s wird. Die Überraschung kam dann die andere Woche.
Erstens kostete mich diese Sache ein Vermögen – weil dieser Typ ziemlich viele Elektroden ver-
braucht hat – und zweitens hat er in das Gehäuse ein riesiges Loch eingebrannt und demzufolge
alles wieder „aufgepappt“. Es sah aus wie gewollt und nicht gekonnt. Und dann noch die vielen
Schlackeeinschlüsse. :nein:

Daraufhin bin ich wieder zu meinem alten Meister gegangen – und der hat mir bald die Ohren vom
Stamm gehauen – wie könne man so etwas mir Elektrode schweißen – da wird sich wohl alles
verzogen haben. Da war ich aber bedient. Ich dachte – dies war es jetzt mit der Nummerngleichheit.
Dann hat er sich so richtig in´s Zeug gelegt. Hat die alte Scheiße wieder ausgebrannt, dann das Ge-
häuse über dem Schmiedefeuer gleichmäßig erwärmt und dann mit der Flamme und seinem speziellen
Verfahren die Gehäusewand wieder aufgebaut. Zum Schluss alles wieder auf dem Feuer gleichmäßig
abkühlen lassen damit kein Verzug am Gehäuse entsteht.
Als ich wieder zur Abholung kam glänzten meine Augen. Die Sache sah aus wie neu, echt super gearbeitet.
Jetzt kam mein Einsatz. Ich hab dann alles bearbeitet und zum Glasstrahler gebracht – und heute ver-
richtet es den Dienst in meiner EMW absolut zuverlässig.

Fazit: wen ich wieder mal solche speziellen Sachen zum verschweißen habe – ist dieser Typ meine erste
Adresse. Absoluter Fachmann!! :top: :top:

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Beitrag von Gobi » 6. Februar 2004, 12:40

Ich habe heute versucht mich etwas schlau zu machen zum Thema Aluminiumguß schweißen. Das Problem ist natürlich die originale Legierung heraus zu bekommen, um optimale Haltbarkeit zu garantieren.
Wäre fein, wenn da jemand Infos hat, bzw. herauskitzel kann, welchen Schweißdraht die Leute so verwenden.
Letzte Lösung wäre eine Spektralanalyse bei der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt in Berlin - Kostenpunkt ca. 110?.......... dann würde sich aber noch die Frage stellen, ob alle Aluminium Teile aus der gleichen Legierung gegossen wurden.
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Daniel Dorn » 6. Februar 2004, 12:50

Also Motor, Getriebe und Kardan sind aus dem gleichen Gelumpe. Welchen Schweißdraht man da verwendet, könnte ich dir erst Ende Febuar sagen. Da bin ich dann wieder in meinem Metallbaubetrieb.

Die Jungs haben für mich schon ziemlich alles geschweißt. Sogar für Herrn Feller einen AWO Kopf. HIHI.

Die Legierung bekommst du heraus indem du einen Ventildeckel nimmst du dann mal drinnen schaust, da steht im Normalfall die komplette Zusammensetzung. AL SI....... und so weiter...

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Beitrag von Gobi » 6. Februar 2004, 14:35

Daniel Dorn hat geschrieben: Die Legierung bekommst du heraus indem du einen Ventildeckel nimmst du dann mal drinnen schaust, da steht im Normalfall die komplette Zusammensetzung. AL SI....... und so weiter...
:shock: Genial!!! :top:
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Tabun » 6. Februar 2004, 22:13

Mahlzeit.........

Gobi, ich könnte mal versuchen bei meinem Spezi ein Stück angefertigten Schweißdraht zu "ergaunern" - zur Analyse.
Mal seh´n ob er mir ein Stück abgibt..............kann aber nix versprechen. :mrgreen: :mrgreen:

Und.....Lappi.........
wie ist den der Stand der Dinge mit Deiner Achsaufnahme???? :hüpf2:
Ist diese schon in Betrieb???? :banane:

JB

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Beitrag von lappiator » 6. Februar 2004, 22:20

muss noch ein paar feinheiten ausarbeiten(feilen und so). ansonsten komm ich momentan noch nicht so richtig weiter. ich müsste erstmal den lack fertig kriegen. geht im moment nich in meiner garage. luftfeuchtigkeit zu hoch. sonst haste das super vermittelt mit der sch(w)eißerei :top: .

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