Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

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Killerniete
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Killerniete » 13. März 2018, 19:24

Hallo
Also das Multifix möcht ich auch nicht mehr missen ,hab zwar nur die China Version aus der Bucht aber das funktioniert wunderbar.
Und sicher Zwei linke Pfot.. sollte man auch nicht haben, der Rest kommt mit der Zeit - sicher auch mal Schrott.
Zu meiner hab ich mir jetz noch nen Frequentumrichter gegönnt mal sehen ob sichs lohnt.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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onkel
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von onkel » 14. März 2018, 12:25

Ich habe meine kleine Drehbank nahezu täglich im Gebrauch, ohne Multifix wäre das zu umständlich.
Aktuell gibt es bei Mabeco den Grundhalter mit 4 Wechselhaltern für 250 Euro, kein Original Multifix , aber die Qualität reicht für den Hobbybereich absolut aus

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Gruss Onkel,
aus dem wilden, sonnigen Süden

http://www.bmw-r35.de

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papi01
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von papi01 » 14. März 2018, 12:41

Ganz prima, Onkel! Eben Profi! :king:
Gruß vom Hans

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papi01
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von papi01 » 14. März 2018, 13:04

Hallo Killerniete. Nutzt Du den Frequenzumrichter als Drive Inverter zur Drehzahlsteuerung der Hauptspindel ? Wenn Du Erfahrungen gesammelt hast, wären sie sicher für viele hier im Forum interessant. Vor allem was passiert, wenn die Drehzahl (durch digitale Eingabe) geändert wird, während der Meißel im Eingriff ist.
Gruß vom Hans

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Speedy24
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 25. März 2018, 02:20

Alle anderen Drehbänke, auf die ich Zugriff habe sind mit Multifix ausgestattet, den möchte ich eigentlich auch nicht missen. Für meine Wabeco ist ein Set in Größe A auf der Wunschliste, aber vorerst haben BMW Teile und Reparaturen Vorrang, denn der ganze "Bunker" war eh eine große ungeplante Ausgabe..

So, wie schon vorhin versprochen, reiche ich meine Einkäufe vom letzten Jahr nach ;-)

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Mit diesem Teilehaufen bin der Vervollständigung einen großen Schritt näher gekommen. Komplettes Bremsgestänge, Trittbretter, Kniekissen links (Gummi leider Nachbau), Kolben, Luftfilter, Ölwanne, Tacho samt Welle und Sattel können von der To-Do-Liste Gestrichen werden. Außerdem habe ich meine EMW Lampenhalter gegen welche für BMW eintauschen können sowie jede Menge Speichen und Nippel zum Ersatz günstig aufgetrieben.

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Der für 1949 korrekte Tacho ohne Logo war ein sehr glücklicher Fang, den ich bei einem Trabant-Enthusiasten gemacht habe. Der Tacho ist vollständig, weist keinerlei Anzeichen für Zinkpest auf und funktioniert wunderbar. Ich werde ihn vor Inbetriebnahme der Maschine trotzdem zu einem Tachodienst schicken - Zähler auf null setzen und eine Wartung samt Reinigung. Allerdings bin ich mir unschlüssig, was ich mit dem Zink-Gehäuse machen soll - entweder so wie es ist beibehalten und hoffen, dass die Zinkpest jetzt nicht nach über 68 Jahren doch ausbricht, oder besser vorsorglich mit Klarlack bzw. Epoxidharz versiegeln?

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Ich habe eingesehen, dass der vorhin gekaufte Gasgriff wohl ein umgebauter Russe war und habe diesmal den richtigen aufgetrieben. Die Innereien sind gut angerostet, der wird also etwas Liebe vertragen können. Passende Muttern und Madenschrauben werden selber gedreht.

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Auch dies waren alles gute Glücksgriffe. Ein nagelneuer originaler Kolben in 71,96mm, ein gebrauchter 72,46mm und 73,46mm, allesamt von Megu. 71,96 und 72,46 habe ich bei Wahl Spezialkolben aus Fellbach überholen lassen, näheres dazu werde ich in einem anderen Thread berichten. Geplant ist, den verschlissenen Zylinder aufs erste Übermaß aufbohren zu lassen und den 72,46 zu fahren, die anderen beiden behalte ich als Ersatz.
Bei den Luftfiltern handelt es sich um einen originalen aus DDR-Produktion für Awtowelo BMW mit Gütesiegel "2" und einen von Mahle aus Vorkriegsproduktion. Den letzteren habe ich eher durch Zufall bekommen, wird entweder behalten oder durch andere schwer aufzutreibende Teile eingetauscht..
Die Sozius-Trittbretter sind auch original aus DDR-Produktion und wie gewünscht in einem 1A Zustand

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Beim Sattel habe ich tief in die Tasche greifen müssen, aber was sollts - Originale tauchen nun mal wirklich selten im Netz auf. Blattfeder und komplette Sattelbrücke habe ich von meinem vorherigen Sattel übernommen, die Russen-Satteldecke kann nun endlich weichen :D
Kennt hier Jemand eine gute Quelle für die Federn der Sitzfläche sowie für eine Leder-Satteldecke samt Futter?

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Der originale Dichtungssatz von "VEB Filz- und Dichtungswerk Adlershof" die Kirsche auf der Sahnetorte, so etwas taucht bestimmt kaum noch auf. Diese Dichtungen werde ich Digitalisieren, sodass ich mir mit dieser Vorlage eigne Dichtungen Laserstrahlschneiden lassen kann. Wenn es soweit ist, werden ich die Vektor-Dateien im Download-Bereich zur Verfügung stellen ;-)


Viele Grüße!
Alex
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von LOTTI » 25. März 2018, 13:12

Moin bei den originalen Korkdichtungen musst du erst schauen ob die noch passen zum Lasern, ich hatte auch mal einen Satz original DDR Produktion und die waren im laufe der Zeit so sehr ausgetrocknet, das die Locher nicht mehr passten also der Kork zieht sich beim trocknen zusammen ich habe aber auch noch nicht probiert die Austrocknung rückgängig zu machen oder ob das überhaupt geht, ist aber auch nur als Hinweis zu verstehen
Hauptsache die Fahrbereitschaft ist hergestellt

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 25. März 2018, 13:14

LOTTI hat geschrieben:
25. März 2018, 13:12
Moin bei den originalen Korkdichtungen musst du erst schauen ob die noch passen zum Lasern, ich hatte auch mal einen Satz original DDR Produktion und die waren im laufe der Zeit so sehr ausgetrocknet, das die Locher nicht mehr passten also der Kork zieht sich beim trocknen zusammen ich habe aber auch noch nicht probiert die Austrocknung rückgängig zu machen oder ob das überhaupt geht, ist aber auch nur als Hinweis zu verstehen
Guter Hinweis, daran hätte ich bestimmt nicht gedacht :danke:
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Lawsailor » 8. April 2018, 17:07

Hallo Speedy,

meine SAG BMW wurde Anfang 1950 nach Schweden exportiert. Leider ist das originale Typenschild nicht mehr da.
Du hattest ein Schild aus Messing gefunden (Bild 45 Deines Tagebuchs) - BMW ohne "München". Kannst Du mir sagen, wo es das gibt.

Grüße aus Berlin

LawSailor

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 8. April 2018, 17:53

Hallo LavSailor,

den habe ich damals bei ebay gekauft, der Anbieter listen den Artikel dort jedoch nicht mehr. Zum Glück habe ich mir seinen Onlineshop gemerkt:
http://www.stolmot.com/product/TABLICZK ... 35/?id=852

Ist soweit ich weiß der einzige, der das Typenschild aus Messing ohne "München" anbietet. Das schwarze ist etwas geätzt und lackiert (die Ätzung hätte etwas tiefer sein können), anschließend gebürstet und von Vorne mit Klarlack versehen. Ich habe den Klarlack zum Zwecke der natürlichen Patina mit 1000er Schleifpapier auf ebener Unterlage angeschliffen und leider einiges vom Schwarzen erwischt


Viele Grüße!
Alex
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von David » 8. April 2018, 17:58


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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 8. April 2018, 18:49

Bingo, selber Händler, selbes Teil ;)
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Lawsailor » 18. April 2018, 20:59

Danke für die Tips,
Typenschild ist heute gekommen - sieht super aus. Hätte ich ohne Euch nicht gefunden - wieder ein Stück weiter gekommen.

Grüße aus Berlin

LawSailor

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 17. September 2018, 12:57

Soo, es gab mal wieder jede Menge weitere Teile, kommt aber nach und nach.. Dieser Post war ursprünglich ein eigener Thread, ich habe die Fragestellung jedoch selber gelöst, daher hier zu Archivierungszwecken.

Nach näherer Betrachtung der Kurbelwelle aus meinem Motor habe ich festgestellt, dass diese schlimmer beieinander war als anfangs gedacht. Diese war mal demontiert, Pleuel falsch herum montiert worden, 0,35mm Rundlauf am hinteren Zapfen bei Lauf zischen Spitzen da die Wangen nicht ausgerichtet sind, vorderer Zapfen eingelaufen ect..
Dies nahm ich zum Anlass, um eine dieser "Kurbelwellen aus Erbmasse, generalüberholt" aus dem allseits bekannten Auktionshaus auszuprobieren. Wenn ich richtig gezählt hab, ist es die sechste KW für R35 die versteigert wurde, Bewertungen durchwegs positiv und Käuferschutz dank PP.

Diese Woche ist mein Paket angekommen und ich habe eine kleine Wareneingangskontrolle gemacht. Gemessen wurde zwischen Spitzen auf meiner kleinen Drehbank. Messstativ ist von H&G, Spiel gemessen mit einem Mitutoyo Feintaster der 0,01mm auflöst, Hubzapfen-Durchmesser mit einem Mitutoyo Mikrometer der ebenfalls 0,01mm auflöst. Messaufbau sollte auf den Bildern hoffentlich gut genug erkennbar sein. Hier die Messergebnisse:

- D vorderer Zapfen: 33,98mm
- D hinterer Zapfen: 35,01mm
- Rundlauf beider Zapfen zwischen Spitzen: <0,01mm (meine Zentrierspitzen gehören neu geschliffen..)
- Abstand Anlaufflächen Wange zu Wange: 58,8mm
- Radialspiel Pleullager: 0,02mm
- Axialspiel / Seitenspiel Pleuellager: 0,33mm
- Pleuel lässt sich im OT an der Spitze um 1,35mm hin- und herbewegen

Die hintere Anlaufscheibe lässt sich drehen und soweit das Spiel es zulässt axial verschieben. Auf beiden Seiten der Anlaufscheibe bekomme ich ein 0,2mm starkes Fühlerblech gut rein, bei 0,3mm klemmt es in einigen Stellungen leicht.
Nach Hertweck passt sowohl Radialspiel (0,01mm - 0,04mm zulässig) als auch das Axialspiel (0,05mm - 0,5mm zulässig) des Pleuellagers :hüpf:


Was mir sonst noch auffällt:
- Der vordere Zapfen ist anders als das Vorbild: Bohrung für den Wellenzapfen ist tiefer gebohrt, statt zwei getrennter Ölkanäle ist es eine durchgehende Querbohrung, der Ölkanal fürs Pleuellager endet in der tiefer gebohrten Bohrung für den Wellenzapfen.

-Durch die Aussparung für Spritzöl im Pleuel schimmert es lagerbronzefarben durch - der Käfig ist wohl nicht mehr aus Alu.
-Von der Rückseite aus wurde der im original gebohrte Hubzapfen mit einer Alu-Buchse verschlossen, wohl zum Wuchten?!
- Allgemein: Je nach Baujahr sind die Kurbelwellen wohl unterschiedlich gewuchtet - teilweise nur mittig, teilweise mittig und die linke Seite der Wangen in Fahrtrichtung wie bei dieser. Warum?


Was meint ihr, taugt diese Kurbelwelle? Kann ich sonst noch etwas Prüfen? Insbesondere wäre es für mich interessant, ob die geänderten Ölkanäle im vorderen Zapfen so zulässig sind

Grüße und vielen Dank!
Alex

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