Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

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emw68
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von emw68 » 4. September 2010, 12:08

was ist denn da für ein Getriebe verbaut?
auch der Fußschalthebel sieht komisch aus.

Gruss Lutz

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Speedy24
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von Speedy24 » 4. September 2010, 21:59

Mein Tank wurde nachträglich verchromt, der Streifen in der Mitte wurde dann schwarz gefärbt. Sah bestimmt edel aus

Verbaut ist ein Getriebe mit Handschaltung (wie für BJ üblich). Links nur Fußraste, rechts Fußraste und Bremse (?)


Mittlerweile wieder in Deutschland :D Werde mich nächste Woche bei der örtlichen Zollstelle informieren...

Sollte der Kaufvertrag einen realistischen Preis haben (500-1000€???) oder geht auch der symbolische Teuro? (würd denen vom Zoll bestimmt komisch vorkommen) Ist dieser auch ein Muss, oder könnt mir mein Opa die Machiene/Papiere auch Überschreiben (= Schenkung)?

Diese *zensiert* Bürokratie der EU...

Gruss, Alex
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von EMW-Junkie » 4. September 2010, 22:07

Da ist doch jede Menge mit Photoshop oder so gemacht worden...

Bild

Das vordere Kennzeichen geht ja gar nicht :nono: das kann ich ja besser :rollo: :pat: und alles andere wird ja durch diesen Schwindel auch zweifelhaft... :nono: :nein:
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

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Paul R 35
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von Paul R 35 » 4. September 2010, 23:06

EMW-Junkie hat geschrieben:Das vordere Kennzeichen geht ja gar nicht...
Wenn da Kennzeichen auch nachträglich drauf gemalt sein soll, so gab es aber die mitfedernde Kotflügel mit Kennzeichenhaltern doch. Ich habe einen auf dem Dachboden liegen, allerdings nicht mit solchen Streben wie auf dem Foto.

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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von Speedy24 » 5. September 2010, 19:57

noch was.. was sollte ich mit Motor, Getriebe, Kardan machen bzw. austauschen? Sind ja immerhin Jahrzehnte nicht gelaufen.

Was ich weiß ist, dass vor dem in der Garage stehen lassen (ne richtige Stillegung wars nicht) der Kolben getauscht wurde (wohl verschleiß) und dass die Welle mit den Zahnrädern der Gänge wegen Karies auch getauscht wurde. Opa hatte wohl sehr viel Spaß mit der R35 :D

Die Fragen von oben wurden auch nicht beantwortet.. seid ja ganz wirr von meinem Tank :rollo:

Gruß, Alex
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von deralte77 » 10. September 2010, 11:56

Aktuell bei Ebay mit verchromten Tankfeldern-

EBAY

hat was,
allerdings passen doch die EMW Embleme mit dem Baujahr nicht überein

Gruß Ronny
muß filigraner werden, muß filigraner werden, muß fili...

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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von Speedy24 » 12. Juli 2012, 18:21

Servus!

gibt wieder was neues von mir, geht langsamm in die heiße Phase über :hüpf:

Die neuen Papiere (Republik Moldau..) sind nun fertig, ich bin als Besitzer eingetragen, (mit den Sovjet-Papieren kann man heutzutage ja nix anfangen) nun kann die R35 reimportiert werden. Der Transport sollte kein Problem darstellen, nur der Zoll..
Hat hier jemand Erfahrungen mit Importen gehabt? Wüsste jetzt nicht, wie man z.B. den Wert angeben sollte, hab die ja geerbt und nicht gekauft. Gäbs sowas wie "Schrottwert"?

Gruß, Alex
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration...

Beitrag von duesenberg » 12. Juli 2012, 21:22

Hallo Alex,

Geh' mal auf:
www.bugnet.de
Archiv
"Import" eingeben
Der Beitrag "Käfer Import " vom 07.12.2011 beantwortet den größten Teil Deiner Fragen.

Viele Grüße
Klaus
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Speedy24 » 16. Mai 2014, 22:16

Hi an alle!

Ich bin mal wieder in der Heimat und kram den alten Fred mal hervor ;) Dank aufmerksammen rumstöbern im Forum weiß ich heute mehr als ich vor 3 Jahren wusste, wohl zum besseren oder schlechterem..

Zu aller erst hab ich die Nummern abgeglichen. Rahmennummer 208XXX (1949), die Papiere, Typenschild und Motornummer sind 223XXX, Getriebe 204XX, Kardan 263XX (alles 1951) *edit* Zylinderkopf 3039XX (1938 Kriegsbeute?) :kotz:
Das Ding scheint nicht nur auseinandergeklaut, sondern auch aus Ersatzteileresten zusammengebaut worden zu sein. Wahrscheinlich mit dem Seitenwagen-Rahmen, für den es keine Papiere mehr gibt. Wahrscheinlich ist auch, dass viele passende Russen-Boxer Teile (Lampe, Zünddose? Satteldecke, hinteres Schutzblech und alles andere was passt) dran, hab noch Kofferweise K750 (Motor, Getriebe, Kardan, BVF-Vergaser... - interessenten?) und andere Teile rumliegen

Nun gibts Bilder:
[11]
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[12]
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Vorn und hinten "Dachrinnen" Vordarradfelgen, angegammelt aber noch brauchbar. Die von hiten bekommt entweder einen neuen Mitnehmer oder wird getauscht/verkauft. Vorn war 3,75X19 montiert, hinten hab ich einen 3,25X19 aufgezogen (gar nicht so einfach..) um beim ablassen die Felge nicht noch mehr zu vermacken als sie eh schon ist

[13]
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Bessere Bilder von der Seite. Erst beim Sitzen fiel auf, dass das linke Knienissen auch fehlt.. Das Gummi beim rechten wird mitgetauscht
[14]
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[15]
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Bremsankerplatte falsch montiert (ich tipp mal, da sind auch keine Beläge drinn..) Kann man den Flugrost in der Gabel behalndeln oder braucht man da neue Teile zwecks guter Oberfläche?

[16]
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[17]
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Da wurde der Rahmen für Seitenwagenbetrieb versteift oder auf Sovjet-Art repariert. Kein Loch für Hupe, stimmt so mit Rahmennummer überein. Risse hab ich keine gesehen. Stimmen die Tank-Laschen so?

[18]
Bild
Zum glück auch da keine Risse

[19]
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Ist der Tankdeckel so OK?

[20]
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Satteldecke nicht original oder ist der ganze Sitz nicht original?

[21]
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Da fehlt wohl mehr als nur das Hinterrad :cry: (sagt an)

[22]
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[23]
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Beide Schutzbleche sind recht zerbeult, das hintere ziemlich geflickt :/ Ist es überhaupt von der R35? Kann man die Schutzbleche kostengünstig wieder schön dengeln lassen?


So langsam zweifel ich an ->diesem<- Projekt. Das Ding steht schlechter dar als gedacht, alles andere als nummerngleich, technischer Zunstand von Motor, Getriebe, Kardan ist nicht bekannt / zweifelhaft (könnten die Schrott-Teile der vielen anderen Motorräder gewesen sein, die es bei uns mal gab..) und viele teuere Teile die Fehlen. Ich schau die nächsten Tage was sich mit der Rahmennummer / den vorhandenen Papieren machen lässt und werd entscheiden ob das Teil in MD verkauft (angeblich bieten Leute deutlich höhere Preise als in DE da einfuhrverbot von Fahrzeugen die älter sind als 10 Jahre) und aus dem Erlös eine SAG BMW im nummerngleichen, besseren und vollständigeren Zustand geholt wird oder ob dieses Projekt der Familiengeschichte wegen weitergeht. Falls ja, hoff ich auf etwas günstigere gebrauchte Teile aus dem Forum (armer Student und so..), denn laut eBäh Traumpreisen wär ich schon bei 1300 :nono:



Bin noch bis zum 22.05 in MD Wär super wenn ihr mich unterstützen könntet hinter die Geschichte dieser Maschine zu kommen, denn diejenigen die es wüssten weilen nicht mehr unter uns

Grüße, Alex
Zuletzt geändert von Speedy24 am 25. Oktober 2014, 21:03, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Speedy24 » 17. Mai 2014, 22:57

Doppelpost - noch mehr Bilder :hüpf:

[24]
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Zylinderkopf hat die Nummer 3039XX über der Ölsteigleitung, wahrscheinlich von einer Vorkriegs-Beutemaschine BJ 1938?

[25]
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[26]
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[27]
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Kratzer sind zu sehen, im ungereinigten Zustand nicht zu fühlen. Würde einfaches Hohren reichen?
Kolben hat ein Maß von 71,96, "IFA02" eine 1 im Dreieck und 17 im Oval stehen. Wohl originaler, deutscher Kolben?

[28]
Bild
Auch hier schauts gar nicht so schlecht aus

[29]
Bild
Keine Keine Risse. Bis auf Seitanwagen-Löcher und Versteifung (und der falschen Nummer..) ist der Rahmen wohl recht gut :banane:

[30]
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Ist es normal dass der Zulauf für die rechte Ölsteigleitung verschlossen ist? Wo bekommt die Einlass-Nockenwelle sonst ihr Öl her?

[31]
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[32]
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Hier schauts auch gut aus

[33]
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[34]
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Kegel/Tellerrad schaut aus wie neu :mrgreen:


Bin zwar immer noch enttäuscht, dass nix nummerngleich ist - aber was sollts, das Teil ist an die 65 Jahre alt und wurde auf schon damals miesen Straßen gefahren, war ja fast zu erwarten. Nach dem groben Blick über die Technik bin ich aber um einiges erleichtert, dass nix kapital totes drinn ist :D

Sagt an falls ihr was interessantes seht, in Sachen R35 bin ich noch ein Greenhorn :mrgreen:
Hab auch eine vollständige russische EMW R35/3 Ersatzteileliste von 1960 gefunden. Werd diese mal scannen und hier online stellen (falls nicht schon vorhanden)

Gibts irgendwo eine Liste, was Inhalt originalen Bordwerkzeugs war? Hab hier Tonnen von gutem Sovjet-Werkzeug, kommt authentischer als heute neu gekauftes (ich geb difinitiv kein Vermögen für angeblich originales Bordwerkzeug aus)
Gruß, Alex
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von onkel » 18. Mai 2014, 06:12

so schlecht sieht das doch gar nicht aus.
nur Mut
Gruss Onkel,
aus dem wilden, sonnigen Süden

http://www.bmw-r35.de

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Paul R 35
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Paul R 35 » 18. Mai 2014, 10:29

Speedy24 hat geschrieben:[15]
Bremsankerplatte falsch montiert... ..
.Kann man den Flugrost in der Gabel behalndeln oder braucht man da neue Teile zwecks guter Oberfläche?
Die falsch montierte Bremsankerplatte ist kein Problem, das umdrehen ist eine Sache von 5 Minuten :D
Außer dem Flugrost muss man da auf den Verschleiß der Gabelrohre achten. Sie müssen höchstwahrscheinlich sowieso überschliffen werden, damit wird auch das Flugrostproblem verschwinden.
Speedy24 hat geschrieben:[16][17]
Da wurde der Rahmen für Seitenwagenbetrieb versteift oder auf Sovjet-Art repariert. Kein Loch für Hupe, stimmt so mit Rahmennummer überein. Risse hab ich keine gesehen. Stimmen die Tank-Laschen so?
Die Verstärkung wird man sicher entfernen können. Sollte es darunter Risse geben, kann man sie sicher schweißen.
Die Laschen am Tank sehen etwas dick aus, aber da müsste ich sie vorher doch mit denen an meiner Maschine vergleichen.
Speedy24 hat geschrieben:[18]
Zum glück auch da keine Risse
Das ist schon mal ein gutes Zeichen.
Speedy24 hat geschrieben:[19]
Ist der Tankdeckel so OK?
Hat ein paar Risse am Rand?
Die Dichtung passt übrigens von den LKW Tankdeckeln :idea:
Speedy24 hat geschrieben:[20]
Satteldecke nicht original oder ist der ganze Sitz nicht original?
Am Sattel ist nur die Federung (vorne und hinten) original.
Speedy24 hat geschrieben:[21]
Da fehlt wohl mehr als nur das Hinterrad
Nur die Bremsbacken samt Federn. Die Mitnehmerverzahnung scheint in einem guten Zustand zu sein.
Speedy24 hat geschrieben:[22][23]
Beide Schutzbleche sind recht zerbeult, das hintere ziemlich geflickt :/ Ist es überhaupt von der R35? Kann man die Schutzbleche kostengünstig wieder schön dengeln lassen?
Beide Schutzbleche sind original. Das hintere ist im Vergleich mit dem was sonst so auftaucht, noch in einem relativ guten Zustand :D
Speedy24 hat geschrieben:So langsam zweifel ich an ->diesem<- Projekt. Das Ding steht schlechter dar als gedacht, alles andere als nummerngleich, technischer Zunstand von Motor, Getriebe, Kardan ist nicht bekannt / zweifelhaft (könnten die Schrott-Teile der vielen anderen Motorräder gewesen sein, die es bei uns mal gab..) und viele teuere Teile die Fehlen. Ich schau die nächsten Tage was sich mit der Rahmennummer / den vorhandenen Papieren machen lässt und werd entscheiden ob das Teil in MD verkauft (angeblich bieten Leute deutlich höhere Preise als in DE da einfuhrverbot von Fahrzeugen die älter sind als 10 Jahre) und aus dem Erlös eine SAG BMW im nummerngleichen, besseren und vollständigeren Zustand geholt wird oder ob dieses Projekt der Familiengeschichte wegen weitergeht. Falls ja, hoff ich auf etwas günstigere gebrauchte Teile aus dem Forum (armer Student und so..), denn laut eBäh Traumpreisen wär ich schon bei 1300 :nono:
Ob das Projekt sich lohnt kann ich nicht beurteilen, aber die Basis für eine Restauration ist nicht mal so schlecht. Was die Preise angeht, so werden sie kaum wieder mal nach unten gehen, egal ob in MD oder hier in Deutschland.

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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Gobi » 18. Mai 2014, 10:47

Ich meine auch, nicht so schwarz sehen! Kommt natürlich sehr auf Deine eigenen Möglichkeiten an einerseits und andererseits, wo genau Du hin willst. Zwischen "funktioniert" und "110% original" liegen immerhin Welten.
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Paul R 35
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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Paul R 35 » 18. Mai 2014, 11:03

Speedy24 hat geschrieben:[24]
Zylinderkopf hat die Nummer 3039XX über der Ölsteigleitung, wahrscheinlich von einer Vorkriegs-Beutemaschine BJ 1938?
Könnte, muss es aber nicht unbedingt sein. Die Nummer ist die Nummer des Gussteils. Und die frühen Awtowelo Maschinen hatten zum Teil noch die 203 Nummer in den Gussteilen.
Speedy24 hat geschrieben:[25][26][27]Kratzer sind zu sehen, im ungereinigten Zustand nicht zu fühlen. Würde einfaches Hohren reichen?
Kolben hat ein Maß von 71,96, "IFA02" eine 1 im Dreieck und 17 im Oval stehen. Wohl originaler, deutscher Kolben?
Sicher ein Ersatzteilkolben. R-35 Ersatzteile wurden von der DDR in die UdSSR geliefert, dort konnte man sie bis in die Siebziger Jahre per Versand in Moskau bestellen.
Speedy24 hat geschrieben:[29]
Keine Keine Risse. Bis auf Seitanwagen-Löcher und Versteifung (und der falschen Nummer..) ist der Rahmen wohl recht gut
Die Versteifung innen am Lenkkopf ist original.
Speedy24 hat geschrieben:[30]
Ist es normal dass der Zulauf für die rechte Ölsteigleitung verschlossen ist? Wo bekommt die Einlass-Nockenwelle sonst ihr Öl her?
Es gibt keine rechte Ölsteigleitung, diese Bohrung muss verschlossen sein. Die Kipphebelwellen (nicht Einlass-Nockenwelle) werden durch eine Steigleitung versorgt.
Speedy24 hat geschrieben:Bin zwar immer noch enttäuscht, dass nix nummerngleich ist - aber was sollts, das Teil ist an die 65 Jahre alt und wurde auf schon damals miesen Straßen gefahren, war ja fast zu erwarten. Nach dem groben Blick über die Technik bin ich aber um einiges erleichtert, dass nix kapital totes drinn ist
Wie ich oben schon geschrieben habe, ist die Basis für eine Restauration nicht schlecht. Das an der Maschine der übliche Kleinkram fehlt ist zwar ärgerlich, aber sonst sieht das Ganze besser aus, als so manches "toprestauriertes" Stück an dem noch alle basteleien der Vergangenheit dran geblieben sind.
Wenn diese Maschine auch nicht nummerngleich ist, so ist sie wenigstens nicht verbastelt. Die paar falschen Teile wie Scheinwerfer, Sattel und Lenker sind da zu vernachlässigen im Vergleich mit dem was an der R-35 sonst üblicherweise verbastelt worden ist.
Speedy24 hat geschrieben:Sagt an falls ihr was interessantes seht, in Sachen R35 bin ich noch ein Greenhorn :mrgreen:
Hab auch eine vollständige russische EMW R35/3 Ersatzteileliste von 1960 gefunden. Werd diese mal scannen und hier online stellen (falls nicht schon vorhanden)
Ist es eine Ersatzteilliste mit Bildern, oder ist es die Preisliste für den Ersatzteilversand aus Moskau?
Speedy24 hat geschrieben:Gibts irgendwo eine Liste, was Inhalt originalen Bordwerkzeugs war? Hab hier Tonnen von gutem Sovjet-Werkzeug, kommt authentischer als heute neu gekauftes (ich geb difinitiv kein Vermögen für angeblich originales Bordwerkzeug aus)
Das Bordwerkzeug war in den Jahren der Produktion der R-35 nicht immer ganz gleich. Hier im Forum gibt es dazu ein Thema mit Bildern von originalem Werkzeug. Dazu muss ich noch bemerken, dass für die Maschinen in der UdSSR von dem Ersatzteilversand aus Moskau auch Werkzeug aus sowjetischer Produktion verschickt wurde.

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Re: Die Anfänge einer langen Restauration

Beitrag von Speedy24 » 18. Mai 2014, 21:42

Onkel, Gobi, Paul, vielen Dank für die ermunternden Worte!

Ein paar kleine Risse hat der Tankdeckel am Rand, sollten aber nicht die Funktion einschränken, oder? Könnte man bestimmt schweißen oder Hartlöten

Paul, es ist die Preisliste von 1962 für BMW und EMW

Grüße und nochmals Danke!
Alex
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