Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

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Speedy24
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 12. Dezember 2015, 19:04

Hi Matthias,

den Auspuff verkaufe ich erst sobald ich einen passenden originalen (patinierten) gefunden habe, denn die falsche Lasche stört ja nicht den Motor im Stand in Betrieb zu nehmen

Grüße, Alex
Meine '49 SAG BMW R35 - Suche: Auspuff Schwalbenschwanz BMW, gute Nockenwelle, Lenker mit allen Armaturen, Lampe mit Zünschloss und und und..

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duesenberg
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von duesenberg » 13. Dezember 2015, 08:45

Vorn brauchst Du keine Abstandshülse. Dort sorgt die Steckachse für die richtigen Verhältnisse
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Speedy24
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 30. Dezember 2015, 01:00

Frohe Weihnachten! (wenn etwas verspätet)

@ duesenberg: recht hast du! Hab vorhin in die Ersatzteilliste geschaut

Ich habs ein nicht ausgehalten an den Feiertagen die Füße die ganze Zeit hoch zu legen, also wurde ein wenig an der BMW gearbeitet. Letzte Woche habe ich Motor + Getriebe ausgebaut (Rad ab, Kardan ab, Tank ab, Zylinderkopf ab, Muttern Fußrasten und Motorbrücke ab, schwer heben und fast daran scheitern - ich sollte mehr Kartoffeln futtern..) Böse Überraschungen gabs keine, nur sehr sehr viel Schmutz vermischt mit festgetrocknetem Öl.

Nachdem das Chassis rollbar gemacht, der Rest aufgeräumt und den Hubtischwagen repariert wurde, wurde Motor + Getriebe auf einen Tisch gehoben und zerlegt. Der Dreck wird mehr, im Spalt zwischen Motor und Getriebe lag der Nippel zur Drucklagerschmierung rum - der war wohl länger ab.

Bevor beides weiter geöffnet werden konnte, musste erst der Schmutz runter! Bremsenreiniger war (obwohl en Masse verfügbar) mir für die erste Spülung zu schade, habs daher alles in eine große Kunststoffkiste gepackt und mit 2l Diesel + einem Malerpinsel versucht und für wirklich brauchbar befunden. Leichter Schmutz geht wunderbar ab, eingetrocknetes braucht ein wenig zum Einwirkzeit und 2-3 Versuche. Bremsenreiniger aus der Druckkanne zum Spülen und anschließend mit nem Diesel-Getränktem Lappen abgewischt, damit die entfetteten Stahlteile nicht weiterrosten. Zwar hats so nur für die Grobreinigung gereicht, so kann man aber deutlich angenehmer arbeiten!

Zylinderkopf habe ich nur eingedieselt und gebrochenem linken Bolzen zur Vergaserbefestigung auf dem Tisch liegen lassen - dem widme ich mir später.

Beim Getriebe kam die Handschaltung ab und das Getriebe wurde 2-3 mal mit Diesel durchgespült - was da für eine Siffe rauskam..

Am heute (beim Schreiben wurde es zu gestern..) habe ich dann den Zylinder und Kolben ausgebaut.
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Glücklicherweise hab ich keine bösen Überraschungen wie kapitalen Schäden oder Russen-Pfusch-Reparaturen vorgefunden. Auch hier: das Innere ist stark verschmutzt - gut, dass ich den nicht im ungeöffneten Zustand angeworfen hab!

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Der Zylinder hat leichte Laufspuren und im Bereich etwas oberhalb vom UT ringsum korrodiert. Mit dem Messschieber an der Oberkante gemessener Durchmesser war 72mm - ich werde meine Kollegen nach einer Messuhr fragen.

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Der Kolben hat auch leichte laufspuren und auf beiden Seiten 60° im Uhrzeigersinn von der Kolbenbolzenbohrung einen "Grat", genau an der Stelle wo an der Innenseite eine Gusskante ist. (Die Bilder sind nicht gleich! Habs zufällig gut getroffen, den Kolben um 180° zu verdrehen)
Der Bolzen ist dreifach abgestuft, am kleinsten Durchmesser leider rostig -> wohl oder übel Schrott?
Kolben hat aufgeprägtes Maß von 71,96mm - welches es nach der Ersatzteilliste gar nicht gibt ?! Durchmessermaße gemessen mit Bügelmesschraube:
Ebene durch Kolbenbolzen - am Feuersteg: 71,48mm - über Kolbenbolzenbohrung: 71,25mm - unter Kolbenbolzenbohrung: 71,39mm
Ebene lotrecht zum Kolbenbolzen - am Feuersteg: 71,43mm - auf Höhe Kolbenbolzenbohrung: 71,88mm - Maximalmaß etwas unterhalb Kolbenbolzenbohrung: 71,93mm
Der ist wohl auch gut abgenutzt, was? Ich werde mal mit dem Herrn Runge von Picoatec reden - wenn beim Zylinder nicht allzu viel Weggehohnt werden muss könnte es ja sein, dass man den Kolben mit seiner MoS2-Beschichtung noch retten kann.

Zum Schluss habe ich noch mehrmals das Radialspiel vom Pleuel mit einer Messuhr gemessen, der Mittelwert ergab 0,2mm :? Ist dies auch zu viel des Guten? Axialspiel ist kaum vorhanden.

Da kommt wohl DEUTLICH mehr Arbeit auf mich zu als anfangs vermutet :sad: Motor und Getriebe komplett zu zerlegen und neue Lager reinzuschrumpfen traue ich mir schon zu, evtl. könnte ich auch die Gleitlager auch drehen. Leider stehen mir keine Reibahlen für die Fertigmaße zur Verfügung. Bei der Kurbelwelle würde es aber endgültig aufhören, denn passende Presse ist weit und breit keine da. Da muss ich mal mit einem Kumpel reden, Er / sein Vater hat ne Schlosserei, hoffentlich können die mir ja weiterhelfen - denn alles zum Spezialisten zu schicken dient nicht dem Zweck, dass ich was lerne und Geld als Student hat man für sows leider auch nicht wirklich (auch wenn ich den Spezialisten gerne die Butter auf dem Brot gönnen würde)

Noch eine letzte Frage für heute: Wie handhabt ihr das mit Schrauben / Muttern / Gewinden? Vor 1964 gabs ja eine andere Norm als die heutige ISO. Die größeren Schlüsselweiten fallen ja nur optisch auf, aber die damaligen Durchmesser sind ja minimal enger als die heutigen. Kann man mit heutigen Gewindeschneidern und Schneideisen alles wieder sauber machen und dann die originalen Normteile verwenden? (Evtl. Bei Gewindeschneidern nur die 2. Vorschneider - kein Fertigschneider?)

Grüße, Alex!
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 28. Juli 2016, 22:58

Oh je, da bin ich glatt von der Schreib-Faulheit angesteckt worden, aber keine Sorge, ich hol alles nach ;)

Der Motor wurde weiter zerlegt, hier ist das ganze ausmaß:

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Das Öl hat sich nach der Zeit fast zu Dinosauriern zurückverwandelt.. Vorheriges spülen mit 2l DIesel hat leider nicht so viel geholfen

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Sovietische Improvisationslösung, häng ich mir als Andenken an die Wand

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Auch eine Sovietische Improvisationslösung :bang: DIe Mutter hab ich mit einem Multischleifer soweit bearbeitet, dass die Nuss wieder draufgepasst hat. Zum Glück war das ganze nicht sonderlich fest, Mutter war ratz fatz runter. Zum ausbauen der Schwungscheibe hab ich mir einen Abzieher nach dem Vorbild aus dem Forum geschweißt, hat sehr gut funktioniert!

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Ich würde mal sagen, diese Nockenwelle ist hin.. Rost an den Nocken, Lagerstellen eingelaufen

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DIe Kurbelwelle war auch recht flott draupen. Es hat gereicht das Gehäuse um das Lagerschild herum in ca 10min mit einem Gasbrenner auf ~120-140°C zu erwährmen, 2 gezielte Schläge mit dem Gummihammer und schon war sie draußen ;)
Sieht gar nich so übel aus, muss wegen des Pleulagerspiels von 0,2mm (!) trotzdem zum Kurbwelwellenbauer. Es ist noch nicht entschieden wer die Welle richten soll - Entweder Chrisian Gölz Motoren & Technik, Wellenmax, oder doch Viertelmotoren aus Nürnberg, weil sie ortsansäßig sind und gute Arbeit bei Alrilia Zylinderköpfen gemacht haben..

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Schaut eigentlich noch gut aus, werds aber trotzdem neu machen lassen. Einmal alles auf einmal und Ruhe ist (hoffentlich)


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Ich habe endlich passende Lenkerhalter! :D (rechts 22mm, links 25mm passend für nachkriegs-BMW)

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Und einen rissfreien Satz originaler Bremsbacken hab ich auch erwischt, sogar unverschämt günstig :wirr:

Die BMW ist nun bei mir Daheim in Einzelteilen eingelagert, es wird weitergehen, sobald ich wieder mehr Zeit (und Geld) hab ;)

Grüße, Alex
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von schraubkruemmer » 29. Juli 2016, 06:25

Da biste ja schon ein ganzes Stückchen weiter Alex. Solche Sachen, wie mit der Kupplungsscheibe kenn ich.
Manchmal findet man sogar Dichtungen aus Milchpappen. Hatte ich bei meiner BMW R 35 - da stand wirklich "Malako" drauf.
Is aber halt so, die hatten ja "och nüscht".

Grüße Tobias
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Paul R 35 » 29. Juli 2016, 19:22

schraubkruemmer hat geschrieben:Manchmal findet man sogar Dichtungen aus Milchpappen. Hatte ich bei meiner BMW R 35 - da stand wirklich "Malako" drauf.
Wenn da "Malako" drauf stand hat es sicher nichts mit Milch zu tun :nono: , weil Milch schreibt man Молоко :mrgreen:

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von matzeW » 30. Juli 2016, 13:29

Wellenmax kann ich empfehlen. Habe dort meine BK welle machen lassen, gute, schnelle Arbeit zum durchaus fairen Preis!! :top:
:prost:

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von hajo48 » 31. Juli 2016, 08:51

ja paul ,da hast du recht.man spricht eben das o wie ein a ! weis ich noch aus meinem russisch unterricht !
hajo

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Paul R 35 » 31. Juli 2016, 12:38

hajo48 hat geschrieben:ja paul ,da hast du recht.man spricht eben das o wie ein a !
Es kommt auf die Gegend an. :) Es gibt auch Gegenden in denen das "o" sehr deutlich ausgesprochen wird.

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 11. März 2018, 21:30

So, nach über einem Jahr Funkstille gehts hier weiter - bitte verzeiht mir meine Schreibfaulheit!

Ab ca Frühjahr 2016 musste die BMW die befreundete Werkstatt räumen und stand seit dem in Teilen bei mir im Kellerabteil. Dies war zum Arbeiten völlig unpraktisch, sodass ich "nur" die Teilesammlung weiter vervollständigen konnte - dazu später mehr.
Da es die absolute Notlösung wäre, im eh schon überfüllten Kellerabteil an der BMW zu schrauben, habe ich nach weiteren Auswegen gesucht. Die Garagenmieten sind in Nürnberg nicht ohne, zumal in den allermeisten Mietverträgen was Warten von Fahrzeugen explizit ausgeschlossen ist :bang: Als dann im Sommer 2017 einer unserer Nachbarn auszog und ein ehemaliger Heizungsraum frei wurde, musste ich diese einmalige Gelegenheit nutzen und habe einen Hobbykeller daraus gemacht :king:

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Der "Bunker" ist ein 5,5 qm großer Raum mit 2m großer Deckenhöhe, also alles recht eng. (Dicke Mauern und Brandschutztür, zudem steht die Straße gegenüber tatsächlich ein Luftschutzbunker..) Dem neuen Anstrich folgten dann die tragend gedübelten Regale, in denen eigentlich die ganzen Teile verstaut werden sollten. Eigentlich..

Dem ist nicht so geworden, denn im Herbst 2017 hat sich die Gelegenheit Ergeben, vom Verein eine Tisch- Drehmaschine mit Bohr- und Fräseinrichtung günstig übernehmen zu können. Einziger Knackpunkt: beides war nach gut 10 Jahren Nutzung ohne jegliche Pflege oder Wartung in einem relativ traurigen Zustand.. Hilft nix, beides musste mehr oder minder komplett restauriert werden. So saß ich den ganzen Winter über allabendlich im "Bunker" und habe beide Maschinen bis auf die Einzelteile zerlegt, gereinigt, die Schalter und Kabelbäume ersetzt. Mangels Schmierung musste ich nahezu alle Lagerbuchsen und Spindelmuttern aus RG7 neu anfertigen. Es war zwar alles recht mühsam, hat sich aber vollkommen gelohnt, denn die Maschinen sind zum Herzstück vom "Bunker" geworden.

[79]
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Darf ich vorstellen: Wabeco D2400 Drehmaschine 10200 mit Bohr- und Fräseinrichung 10280
- jeweils 1,4kW Antriebsleistung
- Spitzenweite: 500mm
- Spitzenhöhe: 110mm
- Rundlaufgenauigkeit der Spindelnase: 0,005mm (beide Lager sind zum Glück noch gut beisammen)
- Spindelbohrung: MK3 / 20mm
- Gewindeschneideinrichtung
Zudem habe ich jede Menge an Messwerkzeug angeschafft: Holex Messuhren, Hörger & Gässler Messstativ, Mitotoyo Bügelmessschrauben der Serie 193 bis 75mm und einen 88-Teiligen Endmaßkasten von Carl Mahr Esslingen vom Genauigkeitsgrad 1.

Damit habe ich also endlich die Möglichkeit, den ganzen Kleinkram an der R35 selber herzustellen bzw. zu überarbeiten, ohne ständig zur befreundeten Werkstatt fahren zu müssen :hüpf:


In den nächsten Tagen kommen noch jede menge Bilder zu den vielen gekauften Teilen. Hab jetzt viel beisammen, aber leider bei weiten noch nicht alles..

Viele Grüße!
Alex
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von papi01 » 12. März 2018, 14:50

Hallo Alex. Glückwunsch! Da macht das basteln Spaß. Und nach und nach kommt dann noch dies und jenes dazu. So eine ähnliche Drehbank habe ich auch, mit Leit-und Zugspindel und zusätzlich habe ich noch ein 4-Backenfutter dazu. Was Du umgehend noch brauchen wirst ist ein Messuhrständer mit Prismenmagnet und eine vernünftige Maschinenleuchte. Unklar ist mir Deine Gewindeschneideinrichtung. Kannst davon mal ein Foto einstellen? Interessant ist Deine Fräseinrichtung, denn das ist ja eigentlich nur eine Ständerbohrmaschine mit stabiler Spindel, in die Du warscheinlich auch Sannpatronen einsetzen kannst. Ideen muß man haben! Wenn Du fräst, setzt Du dann einen zusätzlichen Maschinentisch auf die Prismen des Drehbankbettes ?
Gruß vom Hans

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von Speedy24 » 12. März 2018, 20:02

Hallo Hans,

hier das Gewünschte Bild vom Vorschub / Gewindeschneideinrichtung:
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Bild
Die Vorschubwelle (M16x1,5) wird über diverse Zahnriemen und Wechselräder angetrieben, durch diverse Kombinationen lassen sich alle üblichen Gewindesteigungen und Vorschubgeschwindigkeiten realisieren

Bei der Bohr- und Fräseinrichtung handelt es sich um eine komplette Fräsmaschine F1100 ohne den Koordinatentisch, welche auf dem Unterbau der Drehmaschine D2400 montiert ist. Diese lässt sich sowohl in der Höhe verstellen als auch seitlich schwenken. Die Spindel hat eine MK2 Aufnahme und lässt sich etwas über 40mm ausfahren. Der Frästisch wird anstelle des Längssupports direkt mit dem Quersupport verschraubt, sodass man theoretisch den Vorschub der laufenden Drehmaschine nutzen könnte. An sich eine schöne und platzsparende Geschichte, mal sehen ob das ganze für präzise Arbeiten stabil genug ist - notfalls könnte ich immer noch einen passenden Kreuztisch besorgen.
Dank MK2 Aufnahme können sowohl das montierte ER25 Spannzangenfutter als auch das am Reitstock montierte Röhm Bohrfutter verwendet werden. Mit einem MK2 auf MK3 Adapter könnte ich die ER25 Spannzangen auch anstelle des Backenfutters verwenden.

[81]
Bild

Mit der Beleuchtung hast du völlig recht, hol ich nach ;) Außerdem sieht man noch mein hydraulisches H&G Messstativ samt Messuhr, sowas meintest du doch, oder?


Viele Grüße!
Alex
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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von papi01 » 13. März 2018, 07:53

Hallo Alex. Ganz prima, besser als ich gedacht habe. "Gewindeschneideinrichtung" hörte sich eben so an, als ob es ein eigenständiges Zusatzgerät wäre. Für unsere Zwecke vollkommen ausreichend. Im Laufe der Zeit wird es sinnvoll sein, wenn Du Dir noch eine Mitnehmerscheibe mit passenden Spanneisen und Spannherzen und eine Mittelschraube besorgst.Viel Spaß und Freude mit Deiner neuen Errungenschaft wünsche ich Dir.
Es grüßt der Hans

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von onkel » 13. März 2018, 12:22

das Wichtigste an einer Drehbank ist ein Multifix und Gefühl !
Gruss Onkel,
aus dem wilden, sonnigen Süden

http://www.bmw-r35.de

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Re: Opa's 1949 BMW R35 wird wieder flott gemacht

Beitrag von papi01 » 13. März 2018, 13:52

onkel hat geschrieben:
13. März 2018, 12:22
das Wichtigste an einer Drehbank ist ein Multifix und Gefühl !
Hallo Onkel. Das Wichtigste an einer Drehbank ist, daß man vom Drehen ein wenig Ahnung hat und auch weiß, wie man einen Meißel richtig schleift. Gefühl braucht man beim Drehen von Radien, Ab-und Einstechen und allgemein bei Konturen. Multifix ist eine prima Sache, aber das kleinste Set kostet 380€. Lohnt sich das für gelegentliches Drehen? Auf alle Fälle braucht man mehrere Meißel unterschiedlicher Formen und jede Menge Beilagen, sodaß man die Meißel, die man am meisten braucht, mitsamt den verwendeten Beilagen ablegen kann. Für mich reicht jedenfalls der Vierstahlhalter aus .Da sage ich Dir aber nichts Neues.
Es grüßt der Hans

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