Zylinderkopf- mal anders

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dedde
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Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von dedde » 16. Mai 2011, 19:58

Hallo Kollegen,
es gab allerlei zu tun, insbesondere die Erneuerung der Ventile mit allem Drum und Dran und das Problem mit der festgewachsenen Kipphebelwelle
samt mitdrehender Buchse ... . Ich habe den Kopf also überholen lassen, weil unsere Werkbank nicht vollausgerüstet ist. Nach längerer Beratschlagung
mit unserem Profi u.a. über den Öltransport usw., wurde die Kipphebelmimik umgebaut: bei englischen Maschinen ist das wohl durchaus üblich,
Daher ist es eigentlich nichts für das "Neuerer K." Aber seht selbst:

Bild

Jedenfalls läuft sie nun schon etwa 500km sehr anständig mit neuen Ventilen und es ölt auch recht ordentlich, wie man sieht.
Grüße Ute
... dreimal abgeschnitten und noch zu kurz.

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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von icwiener » 18. Mai 2011, 09:08

?
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von onkel » 18. Mai 2011, 18:38

Ich nehme mal an, dass die Axialgleitlager auf der Welle sitzen , oder ?
Ein Längsausgleich hast Du nicht mehr, da die Federscheiben entfallen sind.
Wieviel Axialspiel ist da vorhanden ?

Die Oelroerchen sehen groesser aus als normal.
Gruss Onkel,
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von emw-ute » 18. Mai 2011, 21:31

Wie habt Ihr, vor Einbau der Neuteile, die Ölverkrustungen in den Zuleitungen im Kopf restlos wegbekommen?

k.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von Haui » 18. Mai 2011, 21:42

Hab' meinen Motor nebst Kopf in den langen Winterabenden überholt. Für solche Pfriemeleien habe ich Miniflaschenbürsten, Pfeifenreiniger, Wattestäbchen, Druckluft und als Lösemittel Megareiniger verwendet. Das Ganze in mehreren Durchgängen absolviert bis die Restflüssigkeit nicht mehr eingefärbt war. Hoffe, daß das so ausreichend war da die ersten Motortestläufe nebst Ölkreislauf ganz ermutigend waren.

Gruß Haui
Gott (?) gebe mir den Mut Dinge zu ändern, welche ich ändern kann, die Gelassenheit Dinge hinzunehmen welche ich nicht ändern kann und die Weisheit das Eine vom Anderen zu unterscheiden!

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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von onkel » 18. Mai 2011, 21:44

Klaus,
Wenn ich Koepfe ueberhole mache ich grundsätzlich die Stopfen raus und bohre die Kanäle frei.
Da kommt meistens reine Ölkohle raus !
Gruss Onkel,
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von dedde » 19. Mai 2011, 11:40

onkel hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass die Axialgleitlager auf der Welle sitzen , oder ? Ein Längsausgleich hast Du nicht mehr, da die Federscheiben entfallen sind.
Wieviel Axialspiel ist da vorhanden ? Die Oelroerchen sehen groesser aus als normal.
Hallo an alle,
=> onkel:
- der Längenausgleich ist Teil der neuen Buchse, das Spiel beträgt etwa 1/10-15 mm, dabei wurde die Schmierung für die Kipphebelwelle optimiert, diese war schließlich im Vorzustand in der Buchse "festgewachsen".
Weil das wohl schon ein wiederkehrendes Problem war, wurde vom Vorbesitzer am Auslass versucht das Verdrehen der Buchse im Kopf mit der kleinen Schaube zu verhindern. Das hat nicht funktioniert.
- die Ölröhrchen sind original - wenn auch aus unserem Ersatzmotor. Sie erscheinen hier größer, da gebe ich dir recht.
emw-ute hat geschrieben:Wie habt Ihr, vor Einbau der Neuteile, die Ölverkrustungen in den Zuleitungen im Kopf restlos wegbekommen?k.
Also, restlos haben wir die Verkrustung sicher nicht herausbekommen. Es ging mit viel WD40, Pfeifenreiniger und Druckluft. WD40 hat beim Reinigen des Kolbens einigermaßen gute Dienste geleistet. Beim wiederholten Einwirkenlassen wurde ein großer Teil der Ölkohle "angelöst", der dann nur noch abgewischt werden musste. Eine mech. Nachbearbeitung war noch nötig für die örtlich richtig dicken Verkrustungen. Daher haben wir die Zuleitungen auch damit geflutet. Ausreichend, wie ich finde, denn der Öltransport funktioniert.
Die restlose Beseitigung wird sicher nur durch onkels Methode gewährleistet.
Grüße Ute
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von emw-ute » 19. Mai 2011, 22:36

onkel hat geschrieben:Klaus,
Wenn ich Koepfe ueberhole mache ich grundsätzlich die Stopfen raus und bohre die Kanäle frei.
Da kommt meistens reine Ölkohle raus !
Das glaube ich gerne, und deswegen möchte ich dies im Rahmen einer Zyl.koüberholung auch unbedingt machen.

2 Lernfragen hierzu:
a) StopfeN: meinst Du damit die Schraube am "Ende der Grundplatte", so nenne ich jetzt mal die Ebene mit der Dichtungsoberfläche?

b) wie bohre ich, von dieser Grundplatte aus gesehen, in Richtung der Laufbuchse der beiden Kipphebel, um den gesamten Ölkanal von Verkrustungen frei zu bekommen??

k.
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von onkel » 20. Mai 2011, 14:48

es gibt unterschiedliche Köpfe.
Die BMW haben Stosstangenseitig den Ölanschluss und einen Blindstopfen der herausgedreht wird.
Vergaserseitig den Stopfen vom Horizontalkanal.

Die EMW haben nur den Ölanschluss und den Stopfen vom Horizontalkanal.
Um an den hinteren Schrägkanal zu kommen muss die Kipphebelbuchse gezogen werden, dann wird von oben schräg richtung Stosstangen freigebohrt.
Leicht zu erkennen am Loch in der Kipphebellagerung
Gruss Onkel,
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Re: Zylinderkopf- mal anders

Beitrag von emw-ute » 20. Mai 2011, 21:36

ok., danke.

k.
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