R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Modifikationen, Tuning, Styling oder einfach rumspinnen....
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RobertD
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von RobertD » 12. Juli 2019, 17:38

Alles sehr interessant. Und 7PS sind 7PS. Das bekommt man nicht mal eben aus dem Serienmotor raus. :top:
Gruß Robert

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von icwiener » 6. August 2019, 18:47

Sehr geil! Allerdings irgendwie recht wenig Drehzahl, die Leistungskurve bricht ja quasi auf dem aufsteigenden Ast ab, da sind noch Reserven!

Aber jetzt haben wir endlich mal ne Hausnummer...
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von nafets » 9. August 2019, 09:36

ja, icwiener,
da hast Du recht, der Motor hätte auch noch weitergedreht, ich hab nur gedacht das reicht und das Gas weggenommen, darum geht die Kurve da so steil nach unten. Auf dem Prüfstand hat man recht wenig Gefühl für den Motor, hört sich ganz anders an als auf der Strasse. Naja, vielleicht wäre da oben noch ein halbes PS mehr. :lol:

Gruß
Stefan

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von icwiener » 9. August 2019, 10:11

Kommt ja erstmal darauf an, welche Drehzahl der Motor überhaupt abkann. Die originalen Ventilfedern sind ja extrem weich und müssen, wenn du die Nockenwelle umgeschliffen hast, schon gegen härtere getauscht werden. nächste Schwachstelle ist das Pleuel samt unterem Lager, bei deinem Japan Teil brauchst du dir da keine Sorgen machen. Dann wäre die Steuerkette noch als kleine Schwachstelle, muss ne ordentliche drin sein und nicht zu locker. Der Rest vom EMW Motor ist ab Werk schon erstaunlich steif konstruiert, Kipphebellagerung z.B. ist vom feinsten, Stößelstangen auch, leicht und steif, besser als bei Awo. Dein Motor sollte "gefühlt" locker 6000 rpm abkönnen.

Aber ich kenne das, auf dem Prüfstand hört es sich immer grausam an, da geht man erstmal nen Schritt zurück.

Und mal an die "aus nem Ackergaul macht man kein Rennpferd" Fraktion hier: dieser dämliche Spruch ist so alt wie das Forum selbst. Wenn ihr da keinen Bock drauf habt, warum lest ihr dann diese Tuning Berichte und, noch wichtiger, warum gebt ihr euren Senf dazu?? Das hier ist Sparta! ähem, das EMW Forum / Neurerer Komitee und nicht Facebook!
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von trybear » 9. August 2019, 11:11

warum lest ihr dann diese Tuning Berichte und, noch wichtiger, warum gebt ihr euren Senf dazu??
Warum nicht? ;-)

Es ist dann teilweise auch kurzweilig zu lesen, wie deutsches Kulturgut durch erheblichen Aufwand nachhaltig zerstört wird :roll:

Und der Stefan hat doch sein Projekt trotzdem fortgeführt

Gruß
nüchtern betrachtet war besoffen besser..... ;-)

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von nafets » 9. August 2019, 21:51

Liebe Forumsmitglieder,

ich denke, daß hier im Forum jeder, neben technischen Beiträgen, seine Meinung äußern kann und so lang das nicht beleidigend wird oder unter die Gürtellinie geht, paßt das schon.
Leben und leben lassen, sagt man bei uns in Bayern.
Hab da kein Problem mit Kritik. Die meisten Beiträge beschäftigen sich sowieso mit Technik, das ist gut so für ein technisches Forum.
Und die paar anderen sind dann eben philosophisch und da gibt es dann nicht schwarz oder weiß, gut oder schlecht sondern eben beides.
Erst mal kann jeder mit seinem Motorrad machen was er will, so lang kein anderer Schaden nimmt.
Verchromen bis zur Unkenntlichkeit, in der Scheune rosten lassen, bis die Enkelkinder sich an dem alten Eisenhaufen freuen, die noch vorhandenen paar Originallackinseln im weiten Meer des umgebenden Rostes erhalten, das Teil auf absolute Originalität trimmen oder mit billigem Nachbauschrott zum Laufen bringen und dann schnell verkaufen. Oder einfach fahren bis es nicht mehr geht. Jeder wie er will und kann.
Genug philosophiert.
Zu den Fakten, was ich alles zerstört habe:
Eine rostige Nockenwelle umgeschliffen für mehr Ventilhub und gehärtet. Vorher war sie unbrauchbar, jetzt läuft sie schon lange.
Ein Zylinderkopf, bei dem die Bolzen versetzt wurden, da könnte man die neuen Löcher wieder zuschweißen, ok kann man als zerstört gelten lassen - aber nicht nachhaltig :D
Eine Kurbelwelle mit defektem Hubzapfen, defektem Pleuel und defektem Pleuellager bei dem diese Teile durch Neuteile eines japanischen Motors ersetzt wurden.
Ein Nachbau-Auspufftopf, dessen schepperndes Innenleben durch ein Edelstahlgitterrohr und Glaswolle verbessert wurde.
Eine R25-Bremsankerplatte, zugegebenermaßen abgedreht, die jetzt in der R35 weiterlebt, also zerstört, aber auch noch nicht nachhaltig
Ein R4-Zylinder, der neu gebohrt und geschliffen wurde, der alte verschlissene Kolben blieb unangetastet, stattdessen ein Kolben aus einem Auto-Motor
Ein paar Gußüberstände im Motorblock entfernt, damit der R4-Zylinder reinpaßt, aber zerstört ist er damit wohl noch nicht
Ein paar Nuten in die Motorengehäuse gefräst, um von Korkdichtung auf Gummischnur umzustellen, lass ich nicht als Zerstörung gelten.
Vergasermodifikation durch ein Distanzstück zwischen Venturiteil und Düsenstock, läßt sich wieder rausnehmen.
Kettenspanner für die Steuerkette, um derem zerstörerischen Schwingen innerhalb des Teutschen Kulturgutes Einhalt zu gebieten.
Schwungscheibe abgedreht, also echt was zerstört, ...aber sie funktioniert
und so weiter. bli bla blub

Das Ergebnis meiner Zerstörungsfreude, Zerstörungswut wäre das falsche Wort, sind 50% mehr Leistung einhergehend mit niedrigerer Drehzahl zur Schonung des Kulturgutes.

Ich glaub, es wurde schon mehr kaputt gemacht, aus Unachtsamkeit oder Nichtwissen, und dann wohl auch nachhaltiger. Aber gut Nachhaltigkeit ist so ein blöder neudeutscher Begriff, und alles was heute nachhaltig ist, ist irgendwie schon wieder gut (gemeint).

Falls aber jemand einen Tip hat, wie ich durch richtige Zerstörung an meinem Kulturgut nochmal richtig Leistung holen kann, dann verratet es mir nicht, weil wer weiß, ich glaub ich würd es machen.

Ist halt jeder Mensch anders. Mir gefällt zB so etwas, andere mögens blöd finden oder nicht verstehen oder es ist Ihnen egal:
https://www.youtube.com/watch?v=yHNZaHcP3eg

schaut auf das Kulturgut mit der Nummer 11, dreht den Ton auf und freut Euch, ... auch an der Begeisterung des Kommentators... egal ob man Englisch versteht oder nicht.

Gruß
Stefan
Zuletzt geändert von nafets am 10. August 2019, 13:33, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von icwiener » 9. August 2019, 22:35

nafets hat geschrieben:
9. August 2019, 21:51

https://www.youtube.com/watch?v=yHNZaHcP3eg
Irre, wie Corser die R57 knallt!!

Ansonsten soll doch aber ein jeder nach seiner Fasson selig werden.
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von nafets » 10. August 2019, 17:05

Hallo icwiener,

noch meine Gedanken zu Deiner Anmerkung mit den härteren Ventilfedern. Ich hatte die Nockenwelle so geändert, daß zwar mehr Ventilhub entsteht, die Ventilbeschleunigung und auch die Geschwindigkeit des Ventils dabei aber unverändert bleibt, indem einfach die steigende und die fallende Rampe verlängert ist. Deshalb hab ich auf härtere Federn verzichtet, die bestehenden werden durch den größeren Hub zudem bei voller Ventilöffnung noch um gut einen mm mehr zusammengedrückt. Damit sollte es beim Schließen nicht zum Abheben kommen.

Bild


Dann zu den 6000U/min.
Ich find es einfach faszinierend, was 6000 Umdrehungen pro Minute bedeuten, das sind hundert Umdrehungen in einer Sekunde, heißt, das Einlaßventil muß pro Sekunde 50 mal öffnen, der Motor 50 mal in der Sekunde Benzin und Luft ansaugen, das Ventil wieder schließen, das ganze Zünden und verbrennen und durch das Auslaßventil auch wieder 50 mal in jeder Sekunde entlassen. :shock:

6000U/min - Ich habs nicht versucht.

hier meine Drehzahl/Geschwindigkeitstabelle mit der langen Hinterachsübersetzung

Bild

Im dritten Gang dreh ich schon mal bis auf 110km/h, wären dann so gut 5000U/min, aber mehr auch nicht.

Es fühlt sich auch nicht so an, als ob der Motor leicht weiterdrehen würde. Ich denke da drosselt den Motor einfach der kleine Vergaser und der Ansaugquerschnitt. Insbesondere mit dem größeren Hubraum.

Und größerer Vergaser in gleicher Bauform ist nicht in Sicht :rollo:

Gruß
Stefan

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von RobertD » 10. August 2019, 19:24

Alles gut und schön... Aber trägt der Motor die Drehzahl auch dauerhaft? Ich habe heute erst in einem anderen Thema die Theorie gelesen, dass die Ventile zum Anreißen neigen, wenn man dauerhaft bzw generell über 80 fährt. Mit der längeren Übersetzung wäre es ja nicht so dramatisch mit der Drehzahl, da sie bei gleicher Geschwindigkeit im Gegensatz zur Serie etwas niedriger ist.

Übrigens habe ich das Thema nur gelesen, weil mir selbst heute 2km hinterm Ortsausgangsachild ein Ventil abgerissen ist. Das war die Diagnose zu Hause, nachdem ich die zerstampfte originale Isolator Kerze raus gedreht habe. Habe mich gerade gefreut, dass sie so gut läuft und auch ungewohnt gut anzieht, dass man meinen könnte es liegt nur an der alten Kerze, und auf einmal rasselt es nur noch und der Motor ist aus. :cry:
Gruß Robert

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von oldiMike » 10. August 2019, 19:43

trybear hat geschrieben:
9. August 2019, 11:11
warum lest ihr dann diese Tuning Berichte und, noch wichtiger, warum gebt ihr euren Senf dazu??
Warum nicht? ;-)

Es ist dann teilweise auch kurzweilig zu lesen, wie deutsches Kulturgut durch erheblichen Aufwand nachhaltig zerstört wird :roll:

Und der Stefan hat doch sein Projekt trotzdem fortgeführt

Gruß
Du hast zwar irgendwie recht, aber es gibt auch andere die Motoren zerstören, ohne was zu tunen. Oder gute Tina zerstören um die Maschine zu überrestaurieren. Es ist schwer da eine Grenze zu ziehen. Ich persönlich finde patina klasse, aber auch die Arbeit vom Stefan klasse.umgesetzt.
auf der suche nach Original Kolben für Die EMW Ø > 72mm auch gebraucht.

Motorräder werden"Angetreten"und nicht gedrückt!

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von trybear » 10. August 2019, 20:12

Viele von uns (ich auch) bemühen sich altes "Kulturgut", was jahrzehntelang zweckentfremdet oder nur als Arbeitsgerät eingesetzt wurde , wieder, oft mit erheblichem Aufwand, in einen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

Patina ist da völlig ok.

Diese überrestaurierten Superteile, die man nicht fahren möchte, weil, es könnte ein Kratzer dran kommen, finde ich auch nicht erstrebenswert. Das sind dann Steh- aber keine Fahrzeuge mehr und dienen oft nur als Geldanlage von Leuten die sonst schon alles haben und nicht wissen wohin mit der Kohle.

Daher sehe ich das Umbauen von Originalfahrzeugen mit modellfremden Bauteilen eher kritisch. Auch aus dem Grund weil es, hier R4, schon schwer genug ist, Zylinder und Zylinderköpfe in gutem Zustand überhaupt zu bekommen.

Nun kann ja jeder mit seinen Sachen machen was er will, keine Frage, aber wenn ich möchte dass es keine kritischen Äußerungen zu meinem Projekt gibt, dann stelle ich es nicht in Forum ein!

Ich habe auch ein Tuningprojekt am laufen, eine R100RS /77, mächtig umgebaut. https://forum.2-ventiler.de/vbboard/sho ... nd-l%E4uft
Aber hier sind alle Teile in der Bucht oder auch sonst noch in ausreichender Anzahl günstig zu bekommen. Da nehme ich keinem Restaurateur Teile weg, die er nicht innerhalb 1 Woche zum gleichen Preis irgendwo in der Republik bekommen würde.

Das sieht bei den R4-Teilen inzwischen ganz anders aus. Woher ist das weiß? Weil ich auch versuche eine R4S4 wieder zu komplettieren und zu restaurieren... ;-)

Gruß
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von icwiener » 11. August 2019, 08:17

Wieviele R4, absolut traumhaftes Motorrad übrigens, stehen denn rum weil ausgerechnet und als einziges Teil der Zylinder fehlt?
Ich hab auch mal auf einem Teilemarkt einen R4 Zylinder gekauft mit genau der gleichen Absicht wie hier beschrieben, der ist bei 80,5mm und das war damals das größte Übermaß glaube ich, da gabs eh keine Originalkolben mehr für. Ausbuchsen ist eigentlich auch totaler Mist, 2x dünne Wandstärke und ein zusätzlicher Wärmeübergang machen das Teil nicht besser. Also was tun? Tuning natürlich! Man nimmt fürs Tunen oder überhaupt fürs Experimentieren üblicherweise beschädigte Teile, genau das hat der TE doch auch gemacht.

nafets: kannst du die Ventilbeschleunigung berechnen? Interessant für die Federn ist ja eigentlich nur der obere Umkehrpunkt. Als ich mal in grauer Vorzeit vom Kumpel seiner EMW die Nocke hab umschleifen lassen hatte ich aber den gleichen Gedanke, der höhere Hub macht die Federn ja automatisch etwas straffer im Nocken-OT. "Unseren" Tuning Motor damals haben wir aber auch nicht über 5000 gedreht.

Das Risiko abreissender Ventile steigt natürlich mit höherer Drehzahl. Aber es gibt doch sicher neue ordentliche Ventile für überschaubares Geld. Oder alternativ Rohline von Schrick zum fertig bearbeiten.
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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von willi425S » 11. August 2019, 09:13

Wie war eigentlich das Thema :prost2:
Ich glaube ihr schweift da gerade etwas daran vorbei. :shock:
Ich liebe meine Frau.

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von nafets » 11. August 2019, 14:02

" Ventilbeschleunigung berechnen? "

habs noch nicht versucht,
müßte man wohl die Werte der Ventilerhebungskurve, dich ich auf excel-Datei habe, im interessierenden Bereich nehmen,
dann über Einfügen Diagramm die Kurve darstellen lassen.
Sodann zur Kurve als Trendlinie ein Polynom höherer Ordnung erstellen lassen, das kann excel bis zur 6.Ordnung.
Als Nächstes mittels 1. und 2. Ableitung die Funktionen der Geschwindigkeit und der Beschleunigung erzeugen.
Dann bei der Beschleunigung den Ort des Maximums feststellen und dort durch Einsetzen dann das Beschleunigungsmaximum ausrechnen.
Da die Kurven immer Ventilerhebung über KW-Winkel darstellen, ist der Kurbelwellenwinkel mit der Wunschdrehzahl noch in Zeit zu wandeln.
und falls ich keinen Denkfehler gemacht habe, erhält man die Beschleunigung der Stößelstange und mit der Kipphebelübersetzung auch die des Ventils.

Ich tu mir das nicht an, aber falls jemand einen guten Draht zur Kultusministerkonferenz hat, dann können das gerne die Abiturienten des nächsten Jahrganges, und wenn es nach mir ginge, gleich in einem Zentralabitur, rechnen. :D

...und wer nicht so lange warten will, der kann meine excel-Datei haben

Gruß
Stefan

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Re: R4 Zylinder und Kolben auf der R35

Beitrag von nafets » 12. August 2019, 00:28

Hallo Robert,

bezüglich: " dass die Ventile zum Anreißen neigen, wenn man dauerhaft bzw generell über 80 fährt "
So ein Schaden ist wirklich ärgerlich. Ich hab mal gehört, daß die Ventile oft aus zwei miteinander verschweißten Teilen bestehen, weil beim Ventilteller andere Materialeigenschaften gewünscht sind als beim Ventilschaft, habe aber keine Belege für diese Aussage, wenn es aber stimmt, dann ist diese Stelle sicher ein Schwachpunkt.
Des weiteren wurde mir gesagt, daß bei verschlissenen Ventlführungen, also zu viel Spiel, das Ventil beim Schließen taumelt und nicht mehr mit dem Ventilteller rundum gleichzeitig auf dem Ventilsitz auftrifft sondern etwas schräg. Dies führt zu einer Biegebelastung und somit irgendwann zum Bruch.
Ich würde also, bei der leider fälligen Reparatur ein Auge auf die Ventilführungen werfen.

Gruß
Stefan

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