Falke Beiwagen

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schraubkruemmer
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Re: Speichen Falke Beiwagen

Beitrag von schraubkruemmer » 12. Februar 2018, 14:14

audifahrer hat geschrieben:
9. Februar 2018, 13:20
Hab jetzt endlich mal wieder Zeit gefunden an meinem Projekt weiterzumachen.
Die Speichen hab ich bei DIETEL in Edelstahl nach Muster anfertigen lassen, bin sehr zufrieden damit und der Preis (knapp 1.50 pro Speiche mit Nippel) denke ich ist auch in Ordnung.

Bild

Eingespeicht hab ich sie selber, zum Zentrieren werde ich sie, wie die von meiner BMW, wieder weggeben.
Danke nochmal für eure Hilfe!
Jo, der Dietel macht schon feine Sachen. Hatte mit dessen Speichen nie Ärger.

Grüße Tobias
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Haui
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Re: Speichen Falke Beiwagen

Beitrag von Haui » 12. Februar 2018, 18:32

Prima, so trägt man Stück für Stück Informationen zusammen! Welches dreieckige Blechle meinst Du denn? An der vorderen Kotflügelbefestigung ist ein großes Dreiecksblech und an der hinteren Kotflügelbefestigung ein kleines Dreieckblech rahmenseitig zur Versteifung verbaut. Ich hatte vorhin beide mit der Drahtbürste von oben und unten gereinigt, aber eine Beschriftung konnte ich leider nicht entdecken. Die von mir zitierte Beschriftung fand ich auf dem rhombischen Blech welches vorn 6- fach mit dem Koti vernietet ist. Zumindest würde das Baujahr ab '56 zur Beschriftung passen. Die 6- stellige Beschriftung wurde '54/55 mit einer Neuordnung der DIN (TGL) eingeführt. Vielleicht gibt es noch weitere Info's, ich würde mich riesig freuen.

Ciao Haui

PS: Den Prospekt hatte ich mir schon an anderer Stelle heruntergeladen. Mein SW ist leider eine rot- schwarze Mischung...
Gott (?) gebe mir den Mut Dinge zu ändern, welche ich ändern kann, die Gelassenheit Dinge hinzunehmen welche ich nicht ändern kann und die Weisheit das Eine vom Anderen zu unterscheiden!

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Re: Speichen Falke Beiwagen

Beitrag von audifahrer » 13. Februar 2018, 18:30

Bei mir steht auf dem hinteren dreieckigen Blech(Also von den 2 vorderen Verstärktungsblechen das hintere) die gleiche Nummer wie auf dem Typenschild unter "Fabriknummer": M9/85.

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Re: Speichen Falke Beiwagen

Beitrag von Haui » 13. Februar 2018, 20:48

Danke... Ich geh' bei Tageslicht noch mal auf die Suche!
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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von Haui » 28. März 2018, 19:45

Hurra! Bin heute fündig geworden... An der von Dir beschriebenen Stelle... Unter viel Dreck, Rost und Farbe ist eine Nummer eingeschlagen. Sie lautet A1-76. Stellt sich die Frage, was sich eventuell daraus ableiten ließe...?!

Ansonsten rücke ich dem Rahmen nicht so sehr mit den klassischen Methoden wie Sandstrahlen oder Abbeizen zu Leibe. Da die Schwinge noch sehr gut spielfrei funktioniert und die ganze Mechanik in den Rahmen eingepresst ist wollte ich dies nicht gefährden. Die schmutzempfindlichen Stellen habe ich isoliert und mir eine drehzahlgeregelte Flex hergenommen und dort einen Anbausatz -Rohrbandschleifer- montiert. Damit läßt sich der Rahmen recht gut bearbeiten, die Rohre werden nicht vieleckig, und statt dessen eher geglättet. Also durchaus empfehlenswert.

Ciao Haui
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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von jasula » 18. April 2018, 17:55

Ich habe heute folgende Informationen zu den Falke Beiwagen bekommen, welche für die Besitzer sicher interessant sein dürften:

Nach Auskunft eines Lackierers, welcher Ende der 50er im Betrieb arbeitete, wurden die Seitenwagenboote im Einbrennverfahren lackiert. Die Rahmen wurden im Lack-Tauchbad mit Farbe versehen.
Als Farben gab es dunkelgrün, weinrot und schwarz (dunkelgrün steht z.B. nicht im Prospekt).
Das VEB (K) Metallbearbeitung Falkensee existierte von 1955 bis 1959. Danach wurde in den Räumlichkeiten des Betriebes die Gießerei APAG eingerichtet.

Pro Jahr sollen nur 80 Beiwagen produziert worden sein, wodurch ich meine bisherigen Schätzungen von ca. 1300 Stück deutlich nach unten korrigieren muss.

Ich habe in meinen Recherchen zu den Beiwagen noch kein Typenschild mit Baujahr 1955 gesehen. Von daher gehe ich weiter davon aus, dass die Beiwagen von 1956 - 1959 gebaut wurden.
Bei 80 Stück pro Jahr ergibt das eine Gesamtstückzahl von nur 320 Stück (mit 1955 nur 400 Stück).

Ich habe noch die Erreichbarkeit eines ehemaligen Schlossers welcher die gesamte Zeit im VEB (K) Metallbearbeitung Falkensee gearbeitet hat.
Dieser ist gesundheitlich leider sehr angeschlagen und liegt im Krankenhaus.
Vielleicht bekomme ich von ihm demnächst noch weitere Informationen, welche ich ergänzend einstellen werde.

Grüße.
Jan

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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von Haui » 19. April 2018, 20:01

Hallo Jan, ja das sind interessante News. Diese decken sich mit meinem Wissen. Ich habe im Netz einen Flyer des Falkensee- Museums gefunden. Auch hier spricht man über gleiche Baujahre und Mengen wie von Dir genannt.

http://www.museum-galerie-falkensee.de/ ... 2017_2.pdf

Vielleicht haben die im Museum die gleiche Informationsquelle wie Du oder unabhängig von Dir andere Informationsquellen angezapft. Den Lackaufbau kann ich bestätigen. Kein Rostschutz drunter, i.d.R. viele korrodierte Stellen, einfach billig gemacht. Auch frühere Baujahre wie zum Teil genannt bis 1952 halte ich für nicht schlüssig. Erst ab Anfang der 50er blieben die R35 in größeren Stückzahlen im Land (vorher Reparationen nach Osteuropa). Und auch Awo und BK kamen erst '52. Stellt man den Plan auf einen Seitenwagen zu bauen, so müssen als Basis erst die Möp's da sein. Das Ganze dann umzusetzen dauerte in der Zeit des extremen Mangels sicher 3 Jahre. Also ab '56 durchaus logisch. Das mit der Giesserei hatte ich als 2. parallel, aber zeitversetzt, entstandene Firma recherchiert. Das könnte auch erklären warum erste Falke eine Stoye- Nabe mit schnöder 6- kant Radmutter hatten und später Alugußteile für Nabe und Zentralmutter verbaut wurden.
Tja, stellt sich die Frage wie viele Falke noch betriebsfähig existieren? So viele können's nicht sein...

Ciao Haui
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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von audifahrer » 20. April 2018, 18:17

Mal eine Frage zum Thema Rost.
Das Boot von meinem Falke hat innen stark Rost angesetzt, bislang zum Glück noch nicht so schlimm das die Stabilität gefährdet ist. Wie stoppe ich das weiterrosten am besten? Oder muss ich nichts Unternehmen, Moped steht in trockener Werkstatt , kühl ohne große Temperatureschwankungen.

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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von jasula » 20. April 2018, 18:58

In mehreren Durchgängen mit Leinölfirnis einreiben und eintrocknen lassen ... das lässt sich später mit Seifenwasser auch wieder abwaschen.

Regelmäßig mit Diesel abreiben geht auch.

Oder als dauerhafte Lösung mit "Rostumwandler" Brunox Epoxi einsprühen ... die Rostflächen verfärben sich dann schwarz und die Oberfläche wird glänzend.

Grüße.
Jan

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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von leonard » 1. Mai 2018, 19:52

Hallo,
wenn zur Anschauung oder zur Info Bilder benötigt werden,ich hab auf dem Dachboden noch einen originalen Falke im Erstlack mit sitz und Scheibe usw. stehen.
Grüße

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Re: Falke Beiwagen

Beitrag von Haui » 3. Mai 2018, 20:15

In der aktuellen Oldtimer- Praxis 05/ 2018, Seite 105 gibt es alternative Tips in Sachen Rostschutz. Diese beziehen sich hauptsächlich darauf, den Lack, oder was davon noch übrig ist, später optional wiederbeleben zu können...

@Leonard, danke für Dein Angebot. Darauf werde ich bestimmt noch dankend zurückkommen. Eher langfristig angelegt ist bei mir die Suche nach einem System bei der Nummerierung im Zusammenhang mit Baujahr und entsprechenden sich unterscheidenden Details bei den Seitenwagen gesehen über die gesamte Bauzeit. Ich weiß, daß es nur noch spärliche Informationen dazu gibt, aber vielleicht hat man irgendwann einen groben Abriss über besagte Eckdaten...

Informationen zur Bestuhlung könnten etwas später von Interesse sein, da diese bei mir komplett neu erstellt werden muß. Aber dazu später mehr... Jetzt will ich überhaupt erst mal der R35 ein Rölpserchen entlocken, da ich sie im Herbst leider mit Vergaserproblemen einmotten mußte...

Ciao Haui
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