Achse Nebenwelle

Ab jetzt hier alle momentanen technischen Probleme und Fragen posten!
Antworten
Benutzeravatar
pflotter
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 317
Registriert: 13. Januar 2014, 12:37
Wohnort: berlin pankow

Achse Nebenwelle

Beitrag von pflotter » 5. Oktober 2017, 18:17

Da die Bohrungen im Getriebegehäuse ausgespindelt wurden sitz die Achse zwar ohne Spiel aber fällt fast durch ihr Eigengewicht wenn ich das Gehäuse schief halte nach vorne zur Kupplungsseite raus.Nach hinten zum Kickstarter wird sie ja vom Deckel gestoppt.Ist die kleine Nase die am Ausrücklager angegossen ist ( steht bei mir ein a drauf) dazu gedacht die Achs Welle am Rauswandern Richtung Kupplung zu verhindern? Wegen Ölsabbern werde ich sie wohl mit Loctide Fugenkleber einsetzen müssen oder gibt esw da andere Vorgehen?
Bild
Pflotter

Zylinder
Schrauber
Schrauber
Beiträge: 105
Registriert: 19. April 2017, 22:24
Wohnort: Vogtland

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von Zylinder » 5. Oktober 2017, 18:37

Wenn die Welle sich nicht dreht würde ich eine Rundringnut im Gehäuse oder in der Welle einstechen. Hatte so ein Problem an einem anderen Motorrad, an der fest stehenden Schaltwelle lief das Öl in die Kupplungsglocke .
Zum Fixierung der Welle im Gehäuse kann ich nix sagen. Kenne das R35 Getriebe bisher nur von außen.
MfG

Benutzeravatar
Schwarzarbeiter
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 653
Registriert: 14. Januar 2014, 19:03
Wohnort: Landkreis Uckermark

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von Schwarzarbeiter » 5. Oktober 2017, 21:05

pflotter hat geschrieben:
5. Oktober 2017, 18:17
Da die Bohrungen im Getriebegehäuse ausgespindelt wurden sitz die Achse zwar ohne Spiel aber fällt fast durch ihr Eigengewicht wenn ich das Gehäuse schief halte nach vorne zur Kupplungsseite raus.Nach hinten zum Kickstarter wird sie ja vom Deckel gestoppt.Ist die kleine Nase die am Ausrücklager angegossen ist ( steht bei mir ein a drauf) dazu gedacht die Achs Welle am Rauswandern Richtung Kupplung zu verhindern? Wegen Ölsabbern werde ich sie wohl mit Loctide Fugenkleber einsetzen müssen oder gibt esw da andere Vorgehen?
Bild
Pflotter
Hallo Pflotter,
normalerweise sitz die Achse für die Nebenwelle schon gut stramm im Gehäuse. Somit ist es dort öldicht, sie wandert auch nicht und braucht in ihrem nicht vorhandenem Bewegungsdrang auch nicht von besagter Nase gehindert zu werden. Wenn die Passung allerdings schon so augeleiert wie in Deinem Fall ist, mag sie durchaus auch den Kontakt der herauswandernden Achse mit der Schwungscheibe verhindern. Meines Erachtens ist dieser Anguss aber primär eher dazu da, den Flansch durch Unterhebeln an dieser Stelle von der Dichtfläche zu lösen. Das kann man durch das Schauloch im Getriebegehäuse gut bewerkstelligen.
Ich würde die Achse in deinem Fall einfach mit einem Loctite-Produkt einkleben, welches Fixierung und Ölabdichtung übernimmt, und gut ist es.

Gruß Schwarzarbeiter
aktuell in Erholungsurlaub von diesem Eierlikör-Forum ...

Benutzeravatar
Tabun
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 443
Registriert: 12. Juni 2003, 18:11
Wohnort: nedserD krizebsgnureigeR

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von Tabun » 6. Oktober 2017, 07:26

...dieses Problem gibt es häufig wenn die Getriebe schon paar mal "erneuert" wurden.....ich hab das auch schon paar mal durch, hab in einem Fall die alte Achse zum aufchromen gebracht und anschließend wieder geschliffen - dann war alles wieder perfekt :top: ...aber da eine Neuanfertigung der Welle auch preislich passte hab ich mal paar Wellen machen lassen....paar hundertstel Übermaß...perfekt....Lagerbüchsen leicht angepasst oder neu auf Maß...fertig :prost:
die alten Wellen sind auch oft eingelaufen wenn mal was gefressen hat und sie dann auch teilweise "mitgelaufen" sind...also ma sieht...es gibt viele Wege die zum Erfolg führen...
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

Benutzeravatar
pflotter
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 317
Registriert: 13. Januar 2014, 12:37
Wohnort: berlin pankow

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von pflotter » 7. Oktober 2017, 07:57

Welle ist neu,aber klar wenn ausschleifen dann fehlts halt.Du hast nicht zufällig noch so eine von den Paar Hunderstel mehr Achsen? :D Würde mich ärgern wenn am Schluß es da raussabbert Richtung Kupplung. :(

Benutzeravatar
Tabun
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 443
Registriert: 12. Juni 2003, 18:11
Wohnort: nedserD krizebsgnureigeR

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von Tabun » 8. Oktober 2017, 12:21

Hi pflotter, hab leider nur noch eine über von den 5 die ich mal hab machen lassen, die lass ich noch bei mir - aber das anfertigen kann eigentlich jede Werkzeugbude die haben dann auch den richtigen Stahl für die Achse....einfach mal fragen bei dir ums Eck :top:
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

Benutzeravatar
Stefan1957
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 737
Registriert: 12. Oktober 2005, 09:07
Wohnort: Oberstenfeld

Re: Achse Nebenwelle

Beitrag von Stefan1957 » 8. Oktober 2017, 12:37

Der richtige Stahl muss vergütbar, besser noch härtbar sein. Ansonsten läuft sie im Gleitlagerbereich schnell ein.
Außerdem bekommst Du beim "Eintreiben" mit dem Hammer noch andere Probleme indem die Enden aufgestaucht werden.
Der Festsitz im Gehäuse soll vehindern, dass sich die Achse im Gehäuse als Gleitlager von der Nebenwelle mitdreht. Dann ist alles kaputt.
Ein- und Auspressen der Achse geht nur mit viel Wärme (100-120°C), sonst geht Dir jede Passung kaputt.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste