Restauration EMW R35-3

Ab jetzt hier alle momentanen technischen Probleme und Fragen posten!
elchinito
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Restauration EMW R35-3

Beitrag von elchinito » 26. Oktober 2017, 15:02

Vielen Dank erstmal für die Willkommensgrüße nach meiner Vorstellung.

Fast alle offenen Fragen wurden nach Durchlesen der Beiträge aus dem Archiv oder auch im aktuellen Problembereich bereits beanwortet. Die restlichen tauchen, wenn ich mich hier weiter durchlese, auch noch auf.
Der erwachsene Umgangston hier gefällt mir sehr gut, umso mehr wenn ich ein anderes Forum heranziehe, wo ich früher viel aktiver war.

Zum Wesentlichen: ich bekenne gleich zu Beginn Farbe, weil die Restauration der EMW wird nicht ganz original werden.
- Farbkonzept ändert sich insofern als dass die Lack-und Linierarbeiten mit Klarlack überzogen werden.
- Reifenprofil wird ein Firestone Deluxe 4.0x19 für vorne und hinten. Passt historisch gesehen überhaupt nicht und hier prallen zwei Welten aufeinander. Aber der Besitzer und ich auch ein wenig, finden das Profil sehr schön und das akzeptiere ich vollends.
- Patina wird nicht erhalten bleiben. Ich habe keine Probleme damit, wenn kritisiert wird, dass man einem Motorrad ansehen sollte, dass es gelebt hat und sich daher sein Alter auch verdient hat. Ich denke nicht, dass es hinterher Bling-Bling sein wird, weil alle Teile an diesem Motorrad auch wenn sie glänzen, erfüllen ihren Zweck nach ,,form follows function´´. Bling-Bling würde ich persönlich bei Custom Umbauten suchen.

Falls der eine oder andere Zeit findet und seinen Senf dazugeben möchte, so bin ich sehr dankbar, weil erfahrungsgemäß zahle ich immer Lehrgeld, egal wieviel ich schon rumgeschraubt hat.

So brachte ,,Müll-Micha´´ seine sleeping beauty wie er sie nennt zu mir. Leider konnte er die EMW nicht so lang fahren und rumgeschraubt hat er auch nicht, das taten die Vorbesitzer.
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Danach ging es abwärts, weil meine Werkstatt im Keller liegt. Meine Nachbarn kennen das Prozedere ganz gut.
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Motor dreht leicht, Öl im Getriebekasten sieht selbst nach 17 Jahren Stillstand wie gestern eingefüllt aus. Sogar Benzin hat sich noch nicht ganz verflüchtigt. Äußerlich keine großen Roststellen. Man könnte meinen, Öl wechseln, Vergaser reinigen und noch ein paar kleine Arbeiten mehr, und schon läuft sie wieder.
Ich bin froh, dass ich es nicht gemacht habe.
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Habe erst mal die offensichtlichen Sachen gemacht. Reifen runter, einige Speichen waren lose, zwei unterschiedliche Felgentypen.

Hinterrad mit nicht zum Baujahr (52) passendes Felgenprofil. Habe erstmal den Versatz gemessen, falls das Maß später nicht zu finden sein sollte. Lagersitze hinten leider nicht mehr in Ordnung. Die Lager fielen nach leichtem Klopfen von selbst raus. Werde daher beim Einbau mit Loctite 638 die Lager einkleben.
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Vorderrad mit dem richtigen Dachrinnenprofil. Da die ältere Bauform schöner und stabiler ist, werden beide Räder später mit der älteren Kronprinz Sicherheitsfelge eingespeicht.
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Zahn der Zeit. Lagersitz vom Lenkkopf sieht nicht besser aus. Da kommen stabilere Kegelrollenlager rein.
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Dieser Regler funktioniert nicht mehr. Auf diesem Foto sieht man nicht, dass die Kontakte stark verrostet sind. Als Ersatz kommt wahrscheinlich ein 6V elektronischer Regler der Firma Laubtec rein, der klein ist und äußerlich nicht sichtbar hinter dem Deckel montiert werden kann. Mit diesem Regler habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht an der Ironhead, nachdem ich zuvor welche aus Taiwan und aus den Staaten ausprobiert habe.
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Einer der ersten Hinweise, die beim Stöbern hängenglieben sind: Schwachpunkt Steuerkette und Lebensdauer. Habe im Forum einen Beitrag gesehen mit einer Endloskette, die ich favorisiere. Allerdings weiß ich noch nicht, ob dieser Satz zum 35/2 Motor passt.
viewtopic.php?f=4&t=4763
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Und die Modifikation mit einem automatischen Kettenspanner halte ich auch für sinnwoll.
viewtopic.php?f=4&t=498&hilit=kettenspanner

Bruchstücke der Steuerkette
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Eigentlich habe ich gehofft, dass die Metallbruchstücke irgendwie doch den Weg nach unten in den Ölsumpf gefunden haben, was erklären würde, woher die tiefen Kerben in der Laufbuchse kommen. Aber da war nichts. Aber auch das ist für mich schwer vorstellbar, weil dann müssten die Bruchstücke bei Stillstand des Motors rückwärts durch die Ölpumpe, dann durch das feine Sieb schwimmen um in der Ölwanne zu landen. Dann wenn der Motor gestartet wird, hochgeschleudert duch das Sieb im Kurbelghäuse rein die Laufbuchsen um dort den Schaden anzurichten.
Oder wandern die Metallstücke, nachdem sie so lange von der Steuerkette klein gemahlen wurden doch durch die enge Ölsteigleitung nach oben u.s.w. ?
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So sehen die Laufbuchsen aus. Die Kerben sind spürbar mit den Fingern.
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KW-Lager hat gefühlt nur axiales Spiel, allerdings so um 1mm, was den Sollwert von 0.4-0.6mm übersteigen würde. Ölbohrungen oberer Pleuelbuchse stimmen überein. Allerdings auch da zuviel seitliches Spiel. Ein Kumpel leiht mir demnächst Werkzeuge aus, sodass ich das genauer nachmessen kann.
http://www.emw-r35.de/anl/kurbeltrieb.html
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Der Kolben sieht m.M. nach noch gut aus. Allerdings waren auf beiden Seiten hinter den Sicherungsclips die Kanten sehr wahrscheinlich durch seitliche Bewegungen des Kolbenbolzens verformt und eingeengt, sodass der Bolzen nur mit Werkzeug sich rausdrücken ließ.
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Sehr verwundert war ich, als der Zylinderkopf runter war und zwischen Zylinder und Kopf nur Silicon als Dichtung vorfand. Keine Komposit oder Kupferdichtung. Falls damit eine höhere Verdichtung erreicht werden sollte, so würde ich einen anderen Weg gehen. Gewinde für Krümmer zum Glück noch sehr gut.
Ventilfederteller hängt leider fest mit Ventilschaft und lässt sich mit Werkzeug nicht einzeln bewegen. Deshalb wird das komplette Ventilpaket ausgetauscht. Mit Hitze ranzugehen traue ich mich noch nicht, aus Angst den Kopf zu verziehen. Hat jemand einen gute Tipps, wie ich die Ventile ausbauen kann? Wie gesagt, Ventilfederteller sitzt fest. Wenn ich diese runterdrücke mit den Fingern, dann bewegt sich auch das Ventil mit.
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Momentan ist die R35 komplett zerlegt und die eigentliche Arbeit kann beginnen.
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Onkel aus dem Forum bietet Kolben mit höherer Verdichtung für die BMW R35 an. Falls diese passen und ohne Probleme laufen, so wäre das erste Maßnahme, da Laufbuchsen und Kolben sowieso ausgewechselt bzw. gemacht werden müssen.
https://www.bmw-r35.de/specials/
Eine andere Möglichkeit wäre Abschleifen des Zylinders, was hier im Forum auch vorgeschlagen wird ( finde den Link dazu gerade nicht), oder gar die Erweiterung des Hubraums, falls möglich.
Namen und Anbieter kann ich noch nicht so eindeutig zuordnen, noch sind mir die einzelnen Personen ein wenig kryptisch... aber ich lese bei euch weiter.

Das wars auch schon mit den ersten Berichten.

Viele Grüße
El

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Müll-Micha
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Müll-Micha » 26. Oktober 2017, 15:40

Bin sehr froh, daß die 14 Jahre Dornröschenschlaf, wiewohl solange ursprünglich gar nicht vorgesehen, dazu geführt haben daß ich "El Chinito" kennenlernen konnte und die ganze Sache jetzt Hand und Fuß bekommt.

Hab die wenigen Saisons, die ich mit ihr gefahren bin, nie vergessen. :-)
Zuletzt geändert von Müll-Micha am 26. Oktober 2017, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von oldiMike » 26. Oktober 2017, 17:07

Sehr schöne Bilder, da macht das lesen gleich mehr Spaß.
Ich finde es sehr schön das du anscheinend Überlegt an die Sache ran gehst. Das gefällt mir.
Ich hoffe Ich/Wir lesen noch oft von euch, und sehen uns auch mal zu Verschiedenen Treffen, bald ist Eisennach.
auf der suche nach Original Kolben für Die EMW Ø > 72mm auch gebraucht.

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von elchinito » 26. Oktober 2017, 17:26

Peinlich, ich muss mich selber korrigieren, nachdem ich meine eigene Feststellung durchgelesen habe, und meinen eigenen Worten nicht traute und soeben kurz im Keller war um zu überprüfen, dass da keine Kopfdichtung drangewesen wäre.
Die war dran, und wenn ich die obigen Fotos vom Zylinder anschaue, dann sieht man gut den Metallring der Komposit.

Hi oldiMike,
ganz sicher werden Micha und ich die Arbeit weiterdokumentieren, weil ohne dieses Forum würde ich es nicht schaffen- ganz im ernst. Ich konnte bis jetzt schon viel Wissen und Erfahrung von euch sammeln.

Beste Grüße
El

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Tosch » 26. Oktober 2017, 19:51

Hallo,

schöne Fotos! coole Schrauberhöhle hast Du da :top:

Was kostet denn so ein Regler von Laubersheimer?

Grüße
Tosch
EMW R35/3 Bj.52 --- AWO T Bj.56 --- ETZ 251 Bj.89

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von elchinito » 27. Oktober 2017, 14:13

Hallo Tosch,
den Regler habe ich vor drei Jahren für etwa 80€ mit Versand bekommen. Für die Bestellung, am besten mit telefonischer Rücksprache, soll man Verwendung angeben, für welche Lichtmaschine u.v.a. ab wann der Regler die Ladespannung begrenzen soll. Meine Vorgaben mit AGM Batterie und evtl. für LiFePo4 waren 14,3V.

Habe einen defekten Bosch Nachbauregler entkernt und den E-Regler darin untergebracht.

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Dieser Regler ist mechanisch gesehen sehr gut gemacht, weil bis auf die Anschlüsse alle Bauteile in einem Alugehäuse vergossen sind und somit Feuchtigkeit keine Chance hat, einzudringen. Kaputt rütteln wie bei den anderen Reglern, die ich hatte, obwohl ich die mit Gummilager montiert habe, kann der Motor die auch nicht.



An der Batterie gemessen überschreitet die Ladespannung nie die begrenzten 14,3V und sobald die Leerlaufdrehzahl überschritten wird, werden die Verbraucher mit Strom von der Lima versorgt.


Viele Grüße
El

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Schwarzarbeiter » 27. Oktober 2017, 16:11

Ich habe einen elektronischen Regler der Fa. Osterhaus an der Stelle des mechanischen Reglers, also direkt unter der Blechkappe der LiMa. Auch der ist komplett vergossen und hat einen Poti zum Anpassen der Ladespannung nach Bedarf (Nickel-Cadmium-Akku, Blei-Vlies, etc.).
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Gruss Schwarzarbeiter
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von oldiMike » 27. Oktober 2017, 17:12

elchinito hat geschrieben:
27. Oktober 2017, 14:13
Hallo Tosch,
den Regler habe ich vor drei Jahren für etwa 80€ mit Versand bekommen. Für die Bestellung, am besten mit telefonischer Rücksprache, soll man Verwendung angeben, für welche Lichtmaschine u.v.a. ab wann der Regler die Ladespannung begrenzen soll. Meine Vorgaben mit AGM Batterie und evtl. für LiFePo4 waren 14,3V.

Habe einen defekten Bosch Nachbauregler entkernt und den E-Regler darin untergebracht.

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Dieser Regler ist mechanisch gesehen sehr gut gemacht, weil bis auf die Anschlüsse alle Bauteile in einem Alugehäuse vergossen sind und somit Feuchtigkeit keine Chance hat, einzudringen. Kaputt rütteln wie bei den anderen Reglern, die ich hatte, obwohl ich die mit Gummilager montiert habe, kann der Motor die auch nicht.



An der Batterie gemessen überschreitet die Ladespannung nie die begrenzten 14,3V und sobald die Leerlaufdrehzahl überschritten wird, werden die Verbraucher mit Strom von der Lima versorgt.


Viele Grüße
El

Emw lima mit 14,3 V. :shock:
jetzt bin ich aber neugierig.
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Müll-Micha » 27. Oktober 2017, 17:16

Mike, das war einer für die Harley oder die Norton... :cool:

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Paul R 35 » 27. Oktober 2017, 19:08

elchinito hat geschrieben:
26. Oktober 2017, 15:02
Vielen Dank erstmal für die Willkommensgrüße nach meiner Vorstellung...
Ich habe die Überschrift deines Thema korrigiert.
Eine EMW R-35/2 gab es nie.
Die R-35 Modellreihe:

BMW R-35, 1937 - 1940, München.
Awtowelo BMW R-35, 1945 - bis April 1952, Eisenach.
EMW R-35-3, Ab April 1952 - 1955, Eisenach.

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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Tosch » 28. Oktober 2017, 20:31

elchinito hat geschrieben:
27. Oktober 2017, 14:13
Dieser Regler ist mechanisch gesehen sehr gut gemacht, weil bis auf die Anschlüsse alle Bauteile in einem Alugehäuse vergossen sind und somit Feuchtigkeit keine Chance hat, einzudringen. Kaputt rütteln wie bei den anderen Reglern, die ich hatte, obwohl ich die mit Gummilager montiert habe, kann der Motor die auch nicht.
Danke. Ich fahre einen Regler von "Zofia", Verkäufername bei ebay mcreg_1, der ist etwas günstiger. Passt auch direkt in die Lima, sehr robust, seit Jahren kein Problem damit, weder in der EMW noch der AWO.

Das ist so einer wie in dem Beitrag hier auf den Bildern von Standgas: viewtopic.php?t=7415

Aber Laubersheimer hat schon einen sehr guten Ruf, hab noch nichts schlechtes gehört....


Grüße
Tosch
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von elchinito » 26. Januar 2018, 16:51

Einen schönen Abend in die Runde,

ich habe soweit ich konnte im Forum mich durchgelesen und daher folgende Arbeiten notiert, die ich machen lassen möchte:
  • Zylinderblock austauschen gegen einen revidierten Zylinder
  • passender Kolben mit höherer Verdichtung. Kolbenmaß soll wieder auf das kleinste zurückgehen
  • Überprüfung von KW und Lager
  • Überprüfung von Kipphebellager
  • Endlos-Steuerkette
  • Ventilsitze auf Bleifrei umbauen
  • komplett neues Ventilpaket (Ventile von AUDI 100 Avant)
Falls das eine oder andere doch keine gute Idee sein sollte, so würde ich mich sehr freuen über die Einwände.

Dann ein paar kleine Sachen bestellt, damit diese schon mal gemacht werden können. An der EMW waren zwei unterschiedliche Felgentypen montiert. EInmal Dachrinnenprofil und eine im Profil wie die Kronprinzfelge.
viewtopic.php?t=2102


Habe jetzt eine Felge geliefert bekommen, die seltsamerweise im Felgenwulst eingeschlossene Metallpartikel hat. Wenn die Felge rotiert, kann man diese sehr deutlich hören. Sowas kenne ich von anderen Felgen, die konstruktiv gleich gebaut sind nicht.
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Dann auch zwei neue Hüllrohre für Stösselstangen aus Edelstahl ersteigert. Sind gut verarbeitet. Allerdings kommen die mir sehr klein vor. Der Ebay Verkäufer beschrieb sie als passend für die EMW R35. Weil ich den EMW Motor momentan nicht in der Werkstatt habe, kann ich die Maße leider nicht überprüfen. Könnte jemand bestätigen, dass die Maße richtig sind?
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Viele Grüße
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Schwarzarbeiter » 26. Januar 2018, 18:13

Hallo El,
vielleicht zuerst zur Frage der Hüllrohre für die Stößelstangen. Ich habe mal bei meiner EMW geschaut und mal was zum Messen danebengestellt:

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Willst du die alten Schutzrohre komplett aus dem Kopf rausziehen und dann dort die Edelstahlrohre platzieren? Oder sollen es lediglich Überzugsrohre über die alten Schutzohre sein? Beide Varianten sind möglich, die Maße deiner gelieferten Rohre sprechen eher für die radikale Methode ...
Für die zweite Varinante müsste der Innendurchmesser bei 20,00 mm liegen, da der Außendurchmesser der verbauten Schutzrohre schon bei etwa 19,80 mm liegt.

Zu einer Aufzählung der geplanten Arbeiten ganz schnell und kurz nur soviel: die originalen Ventilsitze sind für bleifreien Kraftstoff. Insofern ist eine Umrüstung nicht erforderlich.

Der Vorteil des Verbauens einer Endlossteuerkette erschließt sich mir nicht. Das Kettenschloß ist nicht als Schwachstelle bekannt. Du würdest grundlos etwas verkomplizieren, ohne irgendeinen Vorteil zu haben.

Höhere Verdichtung soll später was genau bezwecken?


Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von Tosch » 27. Januar 2018, 21:50

elchinito hat geschrieben:
26. Januar 2018, 16:51
  • Zylinderblock austauschen gegen einen revidierten Zylinder
  • passender Kolben mit höherer Verdichtung. Kolbenmaß soll wieder auf das kleinste zurückgehen
Ich würde unter einem revidierten Zylinder einen ausgeschliffenen verstehen, damit würde das Kolbenmaß aber nicht wieder auf das kleinste zurückgehen... Dafür würdest Du einen neuen Zylinder brauchen, oder einen in dem eine Laufbuchse eingezogen wurde. Und warum willst Du überhaupt das kleinste Kolbenmaß haben? Andere gehen extra auf das größte Schleifmaß, um ein paar Kubikzentimeter mehr zu haben... (bei 2mm größerem Kolbendurchmesser hat die EMW immerhin 20cm³ mehr, wenn ich richtig gerechnet habe.).

Grüße
Tosch
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Re: Restauration EMW R35-3

Beitrag von elchinito » 3. Februar 2018, 12:51

Hallo Schwarzarbeiter und Tosch,

Danke euch für die Rückmeldungen. Die Hüllrohre, die ich bekommen habe erfordern also die radikalte Methode des Aus-und Einbaus. Habe es zuerst mit einem Gleithammer versucht, indem ich Querlöcher in die verrosteten Hüllrohre gebohrt habe damit der Gleithammer eine Auflagefläche hat, aber es hat nicht funktioniert. Den Kopf zu erhitzen traute ich mich nicht, aber da es im Forum einen Thread gibt, welcher eben das Erhitzen das Kopfes vorschlägt, werde ich es versuchen.

viewtopic.php?f=29&t=7903&p=65779&hilit ... hre#p65779

Eines der ersten Sachen, die beim Lesen über die EMW R35 hängenblieben, war der Schwachpunkt Steuerkette mit der sehr kurzen Lebenszeit. Von einer anderen/neueren Steuerkette erhoffe mir einen längeren Service Interval, allerdings glaube ich mitlerweile, dass es nicht die Herstellung oder Material der Steuerkette, sondern die Konstruktion des Motors dafür verantwortlich ist.

Höhere Verdichtung bedeutet einen besseren Wirkungsgrad- so zumindest habe ich es gelernt und gelesen. Ich hatte Bedenken, dass die KW-Lager das nicht mitmachen könnte, deshalb telefonierte ich mit dem Händler und er hatte diesbezüglich keine Bedenken.

Viele Grüße
El

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