Ventile

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Stefan1957
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Re: Ventile

Beitrag von Stefan1957 » 27. Januar 2018, 09:07

Wenn das Ventil geschlossen ist wird es im Ventilsitz eindeutig zentriert. Der Kipphebel erzeugt an der gefressenen Stelle einen Seitendruck. In Verbindung mit zu großem Spiel und der Axialbewegung des Ventils und altem Öl mit vielen Schwebstoffen arbeitet sich der Schaft langsam drehend ein. Zu weiches Bronze begünstigt der Verschleiß. Messing müsste auch Fressen, da keine Nochmiereigenschaften. Meine Ventile hatten nur leichte Fresser jedoch 0,07 mm Kippspiel. Durchmesser brauchte ich da nicht mehr messen.
Steck mal ein neues Ventil einmal von oben und von unten rein und wackel dran. Oben wird eindeutig größer sein.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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pflotter
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Re: Ventile

Beitrag von pflotter » 27. Januar 2018, 09:07

Schwarzarbeiter hat geschrieben:
26. Januar 2018, 23:58
Hallo Pflotter,
ich hab mal beim Stöbern im Forum dies hier gefunden. Da sind mal Bilder eines krummen Auslassventils nach dem Aufsetzen dabei ...

viewtopic.php?f=19&t=4910

Gruß Schwarzarbeiter
O.K. wenn man die Marken auf dem Kolben sieht dann versteht man die Krümmung vom Ventil! :shock:

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pflotter
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Re: Ventile

Beitrag von pflotter » 27. Januar 2018, 09:20

Stefan1957 hat geschrieben:
27. Januar 2018, 09:07
Wenn das Ventil geschlossen ist wird es im Ventilsitz eindeutig zentriert. Der Kipphebel erzeugt an der gefressenen Stelle einen Seitendruck. In Verbindung mit zu großem Spiel und der Axialbewegung des Ventils und altem Öl mit vielen Schwebstoffen arbeitet sich der Schaft langsam drehend ein. Zu weiches Bronze begünstigt der Verschleiß. Messing müsste auch Fressen, da keine Nochmiereigenschaften. Meine Ventile hatten nur leichte Fresser jedoch 0,07 mm Kippspiel. Durchmesser brauchte ich da nicht mehr messen.
Steck mal ein neues Ventil einmal von oben und von unten rein und wackel dran. Oben wird eindeutig größer sein.
Kann ich momentan leider nicht testen wei ich den Kopf meinem Händler zurückgeschickt habe da ich an dem Kopf noch eine andere Baustelle sehe bei der ich mich nicht rantraue ohne den Kopf vielleicht zu verderben. Ich denke aber das du da richtig liegst.Wackeln in den Führungen und Seitendruck durch die Kipphebel (ob die Führungen aus minderem Material waren kann ich nicht beurteilen) Ich denke wenn die Führungen und neue Ventile drin sind und die Sitze nachgefräst wurden ist wieder gut.( Kipphebellei muß auch neu gelagert und geschliffen werden :( )

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Re: Ventile

Beitrag von Schwarzarbeiter » 27. Januar 2018, 17:25

Hallo Pflotter,
es gibt auch minimale Berührungen, die fast keine Spuren auf dem Kolben hinterlassen und trotzdem zu krummen Ventilschäften führen. Hier auch noch ein paar interessante technische Informationen zu Ventilführungen, die ich im Netz gefunden habe:

http://www.pierburg-service.de/ximages/ ... de_web.PDF

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Ventile

Beitrag von schraubkruemmer » 28. Januar 2018, 11:01

Die Seite ist interessant - Danke.

Grüße Tobias
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Re: Ventile

Beitrag von trybear » 30. Januar 2018, 08:51

Moin,

welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Ventilen vom MMM gemacht? Ich benötige nämlich auch welche.... :roll:

https://www.motorradmeistermilz.de/Einl ... 35-EMW-R35

Gibts Alternativen?

Danke für Infos + Gruß
nüchtern betrachtet war besoffen besser..... ;-)

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Re: Ventile

Beitrag von Schwarzarbeiter » 30. Januar 2018, 09:21

Moin,
die sehen auf den ersten Blick und auch preislich so aus wie die, welche Mike Jokisch auch angeboten hatte. Die von Mike habe ich eingebaut und laufen. Bis jetzt liegen bei mir nur 650 Kilometer Erfahrung vor. Jedes neue Ventil scheint mir besser zu sein als die alten Dinger. Die verlieren nämlich gerne mal den Ventilteller und dann klappert es gewaltig.

Gruss Schwarzarbeiter
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Re: Ventile

Beitrag von pflotter » 31. Januar 2018, 08:33

Hallo,
ist das eine gängige Methode den Ventilsitz kehlig zu schleifen?
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Re: Ventile

Beitrag von Schwarzarbeiter » 31. Januar 2018, 09:10

Eher nicht. Die sehen nach einer gewissen Laufleistung da so eingelaufen aus, wenn ewig nix dran gemacht wurde ...

Gruss Schwarzarbeiter
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Re: Ventile

Beitrag von Zylinder » 31. Januar 2018, 20:01

Motorinstandsetzer haben Teilelisten/Bücher mit Maßen. Schaftdurchmesser& Teller sollten passen, Länge kann man kürzen. Ventile sind nicht teuer. außerdem kann man auch im Landmaschinen Bereich fragen, für alte Traktoren gibt es viele Ersatzteile.
MfG

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Re: Ventile

Beitrag von nafets » 31. Januar 2018, 21:30

Hallo zusammen,

wenn es neue Ventile und Führungen sein sollen, dann würd ich gleich was modernes von einem Motoreninstandsetzer suchen lassen. Schlankerer Schaft, leichterer Teller. Sicher haltbarer. Wegen geringerem Gewicht dann weniger Belastung von Kipphebel, Stössel und Nockenwelle. Und wenn neue Federn, dann wegen leichteren Ventilen auch weichere Federn. Und nebenbei weniger Strömungswiderstand, bessere Füllung und (nicht spürbar) mehr Leistung.
Gruß
Stefan

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Re: Ventile

Beitrag von trybear » 1. Februar 2018, 17:04

Schlankerer Schaft, leichterer Teller. Und wenn neue Federn, dann wegen leichteren Ventilen auch weichere Federn.
dann gibts aber keine Führungen und Federn "von der Stange", das muss dann speziell angefertigt werden.

Wird nur teuer und tut auch glaube ich nicht Not.

Ich möchte fahrbereit machen und Spaß haben , keine Rennmaschine draus machen ;-)

Gruß
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Re: Ventile

Beitrag von Schwarzarbeiter » 1. Februar 2018, 17:33

Finde ich auch, dass das nicht nötig ist. Aus dem alten Ackergaul wird man (und sollte man) keine Rennmaschine machen. Die aktuell angebotenen Ventile (bei den einschlägigen Fachhändlern) scheinen aus neuzeitlicher Fertigung (und möglicherweise aus einer Quelle) zu stammen und machten auf mich einen guten Eindruck. Den uralten Dingern traue ich einfach nicht mehr über den Weg, weil man nie weiß, was denen im Laufe des Lebens schon mal angetan wurde. Wenn es dann nämlich im Zylinder ordentlich klappert, weil sich ein Ventilteller selbständig gemacht hat, ist der resultierende Schaden enorm. Ich habe zu meiner ständigen Mahnung und Abschreckung Schaft und Ventilteller eines solchen Vorkommnisses permanent in meinem Blickfeld am Schreibtisch platziert ...

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Re: Ventile

Beitrag von papi01 » 1. Februar 2018, 18:01

Hier die künslerischen Spuren eines wild gewordenen Ventiltellers:
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Gruß vom Hans

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Re: Ventile

Beitrag von Schwarzarbeiter » 1. Februar 2018, 18:58

Hans,
mit Loch im Kolben ist es ja eine Notreparatur noch schwieriger! Davon blieb ich seinerzeit verschont. Ich hatte bei meinem Vorkommnis auf dem Berliner Ring, Höhe Königswusterhausen, im Beiwagen noch allerhand Ersatzteilgeraffel, da ich die Maschine gerade in Dresden gekauft hatte und sie auf eigener Achse überführte. Mit dem "russischen Bordwerkzeug" und dem Mut des Verzweifelten habe ich auf einem Autobahnparkplatz den Zylinderkopf entfernt, die aufgepilzte Ventilführung von den in den Auspuffkanal ragenden Fragmenten befreit, ein anderes Auslaßventil eingebaut und alles wieder mit gebrauchter Kopfdichtung etc. zusammengeschraubt. Sie sprang anschließend an und hat mich noch die restlichen 130 Kilometer bis nach Hause gebracht. Der ADAC und Mobiltelefone waren damals noch nicht erfunden, ich aber gerade Armist auf verlängertem Kurzurlaub und ergo etwas unter Zeitdruck. So geschehen im Oktober 1985 auf der A10 ...

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