Beilackieren ohne Übergang.

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Nobbes
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Beilackieren ohne Übergang.

Beitrag von Nobbes » 16. August 2018, 13:41

Hallo Freunde des Eintopfes,

wer kennt nicht das Problem von Lackschäden, die man nicht beseitigt weil man die Linierung nicht erneuern will. Ich hake einem Autolackierer über die Schulter geschaut und habe danach meinen Rahmen partiell sehr schön auffrischen können. Wichtig ist als erstes natürlich die richtige Farbe. Ich fand heraus, daß Duplicolor Rallye - Lack in schwarz hochglänzend als Sprühdose hervorragend geeignet ist. Zur Zeit wird eine um 50% größere Dose bei OBI preiswert angeboten.
Mit diesem Lack ist es sehr schwierig einen Läufer - wir nennen das im Rheinland Rotznase- zu produzieren.
Jetzt zur Technik. Man klebt natürlich die nicht zu lackierenden Teile mit Malerband ab. Dabei ziehen die Spezialisten den der zu lackierenden Fläche zugewandten Rand des Bandes auf voller Länge hoch. Dadurch entsteht kein harter Rand den man Wegpolieren muß. Die Farbe sollte zum Band hin sanft auslaufen. Wenn man schon am nächsten Tag auch die frischlackierten Stellen mit Autopolitur behandelt, verschwindet der verräterische Neuglanz. Es entsteht der vornehme tiefgründige Oldtimerglanz den wir so lieben. Bei der Gelegenheit verschwindet der Farbnebel mit.
Probiert es aus, das Flickwerk ist nicht mehr zu sehen. Der Lack ist auch hervorragend zum Tupfen von kleinen Schäden. Man sprüht in den Dosendeckel und tupft mit einen kleinen Pinsel. Zu erwähnen ist noch die sehr schnelle Trockenzeit des Lackes. Laßt euch nicht den normalen Duplicolor - Lack andrehen der Ralllye-Lack passt genau. Aber aufpassen es gibt die gleich Dose auch in Matt. Der Unterschied steht nur klein auf dem Deckel.

Viel Erfolg

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Jockel
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Re: Beilackieren ohne Übergang.

Beitrag von Jockel » 16. August 2018, 19:28

gut beschrieben Nobbes :top:
das umgelegte Tape nennt sich bei uns "Krämpelkante"
nicht zu vergessen sollte die Vorbehandlung sein. das alles fettfrei sein soll versteht sich von selbst, die zu bearbeitenden Flächen bitte vor schleifen 2000 Pad reicht (kann auch über die zu lackierenden Flächen überschreiten .....kriegst Du wegpoliert) aufpassen beim polieren mit der Linierung die holst Du eins drei fix runter
Grüße vom Jockel
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Re: Beilackieren ohne Übergang.

Beitrag von Nobbes » 18. August 2018, 12:17

Hallo Jockel,

ja Du hastst recht, schön, daß Du meine Anleitung ergänzt hast.
Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß wenn man mit Politur behandelte Teile hat, die man nur anschleift, gut beraten ist wenn man die zu lackierenden Flächen zur Sicherheit mit Siliconentferner abwäscht. Wichtig ist auch, daß man nach dem leichten anziehen des Lacks mindestens eine 2. Lage aufsprüht. Sonst bekommt man eine sogenannte Tankstellenlackierung. Bei kleinen Kratzern möchte ich noch den Einsatz von Spritzspachtel oder Spritzfüller (Filler) empfehlen. Das ergibt nach dem Feinschliff, der hierbei keine Mühe macht, einen phantastischen Untergrund. Blanke oder rostige Flächen sprühe ich zuvor mit Zinkstaubfarbe ein. Loser Rost is vorher zu entfernen.
Falls dies schon Allgemeingut ist, schadet es sicher nicht wenn es hier steht.

Vielleicht sollte man überlegen, ob man das Forum nicht benutzen soll um gewisse handwerkliche , für unser Hobby nützliche, Fähigkeiten zu vermitteln.
Ich bin sicher, daß wir viele Spezialisten in unseren Reihen haben denen eine große Zahl absoluter Laien gegenübersteht.
Man sollte dafür eine neue Rubrik erstellen.

Gruß aus dem Rheinland

Nobbes

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