Motor läuft nicht und haut Gemisch aus´m Vergaser zurück°

Springt nicht an, geht wieder aus, stottert, ruckelt, klappert, qualmt u.ä.
Kulbi

Vergasergekotze

Beitrag von Kulbi » 12. Juni 2006, 17:13

Hallo Stefan "Herzlichen Glückwunsch"
Also bei meinem damals neue aufgebauten Motor war auch eine neue Steuerkette drin , aber auf den alten Zahnrädern. (Vergaserproblem schon vorhanden)
Kette war sehr schlaff deshalb ließ ich neue Zahnräder bei meinem Bekannten herstellen.
Dies führte aber nicht zur Lösung des Vergaserproblems :mecker:
Das deine Nockenwelle (so wie ich verstanden hatte) , mit horizontalen Bewegungungen wandert , ist doch normal, weil bei
abgenommenen Steuerkettendeckel der Führungsanschlag für horizontale Bewegungen fehlt.
:!: oder :?:

Kulbi

Vergasergekotze

Beitrag von Kulbi » 12. Juni 2006, 17:34

An EMW-Ute und alle die weiterhelfen können !
EMW- Ute hatte vorgeschlagen das Nockenwellespiel bei mir zu überprüfen. (Wurde bei mir alle neu gelagert)
Wie ist das gemeint ? Das horizontalen Spiel ?
Wieviel darf das haben , wie prüfe ich das ?
Desweiteren noch eine Fragen an EMW-Ute:
Dein Kolbenstoßpiel hatte bei dir doch mal nicht gepasst , wie hat da dein Zylinderkopf ausgesehen ? (verölt vielleicht).

Gruss Kulbi [/list]

-Stefan-
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Re: Vergasergekotze

Beitrag von -Stefan- » 14. Juni 2006, 15:46

Kulbi hat geschrieben: Das deine Nockenwelle (so wie ich verstanden hatte) , mit horizontalen Bewegungungen wandert , ist doch normal, weil bei
abgenommenen Steuerkettendeckel der Führungsanschlag für horizontale Bewegungen fehlt.
:!: oder :?:
nein so meint ich das nicht.... ;-) aber ist ja auch egal wenn deine räder und kette neu ist dann sollte es gehen.

das horizontale spiel der nockenwelle ist ja uninteressant weil die kette je leichtes spiel zuläst. ich denk mal emw-ute meint das normale lagerspiel.

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Re: Vergasergekotze

Beitrag von emw-ute » 15. Juni 2006, 06:52

Kulbi hat geschrieben:An EMW-Ute und alle die weiterhelfen können !
EMW- Ute hatte vorgeschlagen das Nockenwellespiel bei mir zu überprüfen. (Wurde bei mir alle neu gelagert)
Wie ist das gemeint ? Das horizontalen Spiel ?
Wieviel darf das haben , wie prüfe ich das ?
Desweiteren noch eine Fragen an EMW-Ute:
Dein Kolbenstoßpiel hatte bei dir doch mal nicht gepasst , wie hat da dein Zylinderkopf ausgesehen ? (verölt vielleicht).

Gruss Kulbi [/list]
Hallo Kulbi,
in der Hoffnung, Deine Fragen hilfreich beantworten zu könne, ohne von anderen gleich gescholten zu werden:
Mit Nockenwellenspiel war die Lagerung derselben in den Gleitbuchsen gemeint. Diese sind erfahrungsgemäß entweder
a) stark ausgelaufen oder
b) haben mit der Welle gefressen oder
c) können, sofern überholt, unsachgemäß überholt worden sein.
In der Literatur steht, mit Verweis auf den Militäreinsatz der R35 im 2. WK, dass das vordere Nockenwellenlager damals als Schwachpunkt identifiziert wurde. Als Laufspiel ist dort 4-6/100 mm angegeben.
Zum Messen: sicherlich schwierig mit Fühlerlehre, wegen des Kettenrads (hinten kommt man gar nicht dran), sollte vorne aber zumindest "gefühlt" werden können, mit Blick auf das recht geringe Maß, das ich oben beschrieben habe. D.h., wenn Du hier deutlich fühlbares Spiel hast (und der Blick auf die Dicke eines Fühlerlehreblattes gibt ja nun eine Vorstellung), dann stimmt was nicht.

Zum Thema Kolben: hier hatte ein neuer Kolben im geschliffenen Zylinder geklemmt (an der R 50). Damit wurden an einer Seite die Kompressionsringe und der Ölabstreifring auf einer Länge von etwa 3-4 mm in den Ringnuten eingeklemmt. In Folge war die Kerze rußig-schwarz, jedoch nicht ölnaß (der Kopf nach Abnahme ebenfalls).

Gruß
Klaus (und Ute)
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Beitrag von -Stefan- » 15. Juni 2006, 09:33

ich würd dieses problem nicht aufs nockenwellenlager beziehen.
denn selbst wenn zu wenig oder zu viel spiel ist die nockenwelle wird ja zwangläufig durch die kette von der kurbelwelle mitgezogen.

hast du manchmal eine bearbeitete nockenwelle drin ? früher gabs ja sicherlich auch schon so ne art tuning.... und wenn dann dadurch die steuerzeiten / überschneidungsbereich an der nockenwelle geändert wurden...
das ist jetzt ziemlich weit hergeholt aber möglich ist alles...

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Beitrag von Sport-Lu » 15. Juni 2006, 19:20

Hallo!

@Kulbi:Sind die Ventilsitzringe wirklich fest im Kopf.Wenn diese sich lösen und im Kopf verkanten,schliesst das jeweilige Ventil auch nicht mehr.Der Kompressionsdruck würde(in deinem Fall)durch den Einlasskanal und Vergaser das Weite suchen! :cry:
Viel Erfolg!

Gruss Jörn! :D

Kulbi

Weitere Ergebnissen zum meinen Vergaserproblem

Beitrag von Kulbi » 1. Juli 2006, 19:43

So ich hatte den Zylinderkopf nun abgenommen und mit neuen
Federn und Tellern ausgestattet.
Aber das war es leider auch nicht :mecker:
Nun sind die Federn sehr hart bzw. man kann sie eigentlich mit
den Daumen nicht mehr bewegen. :top: :top:
Die Ventile und Sitzringe wurden auch nochmal eingeschliffen
(Also nicht nur mit Ventileinschleifpaste gereinigt)
Der Verbrennungsraum war arg verrußt :mecker:
Ausslassventil war normal verrußt aber der Einlasskanal war feucht
von Benzin oder Öl :mecker:
Die Ventilsitzringe waren fest und nach entfernen vom Ruß sichtbar
auf gleicher Höhe.
So und nun der Große Schreck auf das Anraten von EMW-Ute
(Vielen Dank nochmals an UTE :top: )
hatte ich das Kolbenstoßspiel erkundet Egebniss 0,65mm :mecker: :mecker: :mecker:
Neuer Plaue Kolben und neu geschliffene Laufbuchse nach 1400 KM
Top Zustand :shock:
So und nun Kolben + Laufbuchse sind in Ordnung.
Differenz Kolben + Zylinder gemessen 0.1mm , ich denke das kann
doch wohl nicht wahr sein :twisted: :twisted:
Also dies ist schon mein zweiter neuer Kolben aber jetzt immer das
gleiche Problem (Vergasergekotze) und nach jeder Zylinderdemontage immer das gleiche Ergebniss 0,1mm Kolbenpiel.
So denke ich nun das der Zylinderschleifer um die Ecke bei mir
jedes Mal die Laufbuchsen von Anfang an viel zu groß ausgehohnt hatte.
:think: Also mein Tipp an alle wer seinen neu geschliffenen Zylinder nach einem neuen Schliff abholt sollte sich das neue Maß vorher unbedingt zeigen lasse , auch das Kolbenstosspiel !!!!
So nun ist wieder euer Kommentar / Mithilfe gefragt.
Das Kolbenspiel von 0,1mm ist das evt. die Ursache für das Vergasergekotze ???????

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Beitrag von Gobi » 2. Juli 2006, 13:14

Das Kolbenspiel von 0,1mm ist das evt. die Ursache für das Vergasergekotze ???????
glaube ich nicht, auch wenn sichs nicht gut anhört- ( wo hast Du gemessen und wie?)
Ich würde Dir raten Teile zu tauschen, also mal einen ganzen Kopf drauf, der kann ruhig schlecht sein- wenn es aber dan einen Unterschied gibt, bist Du schlauer
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

Kulbi

Vergasergekotze

Beitrag von Kulbi » 2. Juli 2006, 19:34

Bin heute ne größer Runde gefahren.
Der neu eingeschliffene Ventilsitz mit den neuen Ventilfedern
schnurrt schon besser.
Habe heute die 100km bergab erreicht. :hüpf2:
Auf der Ebene zieht sie jetzt mit 70-80 also mit den neuen
Ventilfedern viel bessere Höchstgeschwindigkeit.
Die Ventileinstellungssschrauben der Kipphebel habe ich auch schon getauscht (kippen im Gewinde) und verstellen sich gleich
wieder.
Aber trotzdem ich starte den Motor und alles ist perfekt kein Ventilgekläpper aber nach 15 Min hört man wieder Ventilgetacker :cry:
So nun zum Grundthema:
Habe heute mit meinem Stetoskop in den Zylinder geschaut uns sehe Öl auf dem Zylinder.
Wenn ich jetzt den kalten Motor starte kommt manschmal ne weiße
Rauchwolke aus dem Auspuff. (Das liegt doch an dem zu großem
Kolbenspiel von 0,1mm).
Dazu muss ich noch sagen das ich den damaligen Kolbensteg/brandring weggeputzt hatte.
Das war warscheinlich doch nicht so gut , so das der Kolben wegen dem
großen Spiel vorerst wieder richtig oben wackeln kann und zuviel
Öl in den Brennraum kommt. (=Problem immer verrußte Kerze)
Ach so Gobi du meinst also mein Zylinderkopf hat nen Schuß weg.
Wo bekomme ich nen Zylinderkopf mit den 3 Rohren einfach so her.
Aber wie immer der Vergaser spuckt und spuckt :kotz: :mecker:
Guss Kulbi

stefan

Auch ne Idee für nen Fehler

Beitrag von stefan » 25. September 2006, 14:22

ich hatte am WE auch so ein Ergebnis mit meinem Dreirad - Neuer Motor lief nur im Standgas - beim Gasgeben ging er sofort aus und hämmerte vorher noch richtig in den Luftfilter.

Die Lösung hier war die Zündspule - neue Zündspule rein und der seit dem läuft das Triebwerk wie ne eins...

Also immer mal ein Auge auf die Zündspule haben

Kulbi

Vergaser funktioniert wieder

Beitrag von Kulbi » 21. Oktober 2006, 19:41

Also mein Motor ist den Sommer über wieder nochmals
überholt worden alles nochmals neu das ganze Programm durch.
Und siehe da es kommt kein Sprit mehr rückwärts aus dem
Vergaser.
Damals hatte ich zweierlei verschieden Nockenwelle mit
verschiedenen Steuerzeiten.
Dieses mal wurde meine alte orginale verbaut , und ich denke
das war bei mir die Ursache.
Gruß an alle Leidende

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Beitrag von Gobi » 22. Oktober 2006, 22:11

Sehr gut, das hier auch mal einer die Auflösung berichtet!
Kannst Du das mit den flaschen Sterzeiten/ Nockenwellen und warscheinlich auch Nockenwellenrädern präzisieren?
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Re: Motor läuft nicht und haut Gemisch aus´m Vergaser zurück°

Beitrag von sirpeterblake » 17. April 2018, 17:57

Meine aktuelle Erfahrung zu dem in der Überschrift genannten Problem. Ich habe meine R35 jetzt zugelassen und dadurch war die erste Testfahrt offiziell möglich, vorher nur 1 mal kurz getestet. Der Motor lief im Stand recht ruhig und Gas wurde auch angenommen, bei fahren besonders bei Steigungen war keine Leistung mehr da, auch auf Ebenen Strecken gab es Zündaussetzer, drehte nicht richtig hoch und lief eher im unteren bis mittleren Drehzahlberreich. Zuhause nach 4 km Testfahrt, sah ich das aus dem Luftfilter reichlich Benzin gelaufen ist und mit Druck bis auf das hintere Schutzblech Tropfen mäßig verteilt wurde. Vergaser / Zündung / Ventilspiel alles geprüft, keine Verbesserung. Der Fehler bei mir war eine um einen Zahn, in die Motor Drehrichtung, verstellte Nockenwelle.

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