Simmerringe für Motor und Getriebe °

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bergth
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Simmerringe für Motor und Getriebe °

Beitrag von bergth » 4. Juli 2006, 11:51

Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren ob diejenigen, welche ihren motor, getriebe etc. restauriert haben die motorgehäusedurchstoßstellen der wellen etc. mit modernen simmerringen ausgestattet haben?
wenn ja, welche erfahrungen habt ihr gemacht? ist sowas empfehlenswert? habt ihr dann die orginalen abdeckbleche trotz simmerringe wieder montiert?

danke schon mal im voraus

freundliche grüße
thomas
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Beitrag von Gobi » 4. Juli 2006, 22:11

Klar, Simmerringe machen Simm, äh Sinn
Geht auch problemlos nur am Übergang zur Schwungscheibe ist es schwierig und wohl auch nicht so notwendig.
Abdeckbleche? Kann mich nur an eins am Kurbelwellenstumpf erinnern- das bleibt
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von EMW-Junkie » 4. Juli 2006, 22:27

Kann man auch auch an der Kickstarterwelle einbauen und auch für den Starrahmenkardan gibt es (zur Bremse hin) einen passenden.

Beim Starrahmenkardan gibt es das Problem daß am Kardanhals nur so eine blöde Lederdichtung ist, für deren Austausch man die Glocke herunterpressen müßte.
Ich habe einfach das letzte Lager gegen eine doppelseitig gedichtete Ausführung ausgetauscht. Das ist bei mir bisher öldicht...
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bergth
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Beitrag von bergth » 5. Juli 2006, 09:35

noch eine weitere Frage:
kann mir jemand sagen wie das getriebe gegen die kupplung und die kardanseite abgedichtet ist?
habe gestern in meinen zerlegten teilen nachgesehen, aber keine
dichtringe oder ähnliches gefunden.
vielleicht fehlten diese ganz einfach.
danke nochmals für euer engagement
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Beitrag von Paul R 35 » 5. Juli 2006, 17:19

Am Getriebe gibt es keine Simmeringe.

Wie man die Einganswelle abdichten kann siehe meinen Beitrag hier: viewtopic.php?t=894

Das gleice habe ich auch irgendwo zum Thema "Verölte Kupplung" erwähnt. Di Hauptwelle würde ich aber nicht mit einem geschlossenen Lager abdichten, sonst lauft der Tachoantrieb trocken.

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Beitrag von emw-ute » 6. Juli 2006, 20:15

Nur zur Ergänzung des bisher Gesagten:

- am 35/3-Getriebe befindet sich der einzige Simmerring am Eingang der Fußschaltwelle ins Getriebe

- die Umrüstung der KW zur Kupplung hin ist nicht zwingend erforderlich; solange der Dichtfilz nicht zerbröselt ist, dichtet es wirklich ausreichend. Will man trotzdem umrüsten, braucht man einen entsprechneden Umrüstsatz, damit die Dichtlippe des Rings auf geeignetem Untergrund läuft

- zur Schmierung des Tachoritzels (am Fußschaltgetriebe) ist auch darauf zu achten, dass die winzige Bohrung am Dichtungsflansch zum hinteren Deckel auch in der Papierdichtung ist, d.h. die Bohrung geht durch ein Loch in der Papierdichtung weiter. Beachtet man dies nicht, legt man ebenfalls das Tachoritzel trocken.

- ein besondere Abdichtung des Getriebes zur Kardanseite hin ist m.E. nicht erforderlich, jedenfalls ölt es an meiner emw dort kein bißchen

- der vorhandene Simmerring am 35/3-Motor an der KW vorne kann durch einen heute handelsüblichen Simmerring und etwas Dichtmasse zw. Außengehäuse Simmerring und originalem Deckel ersetzt werden. Der Simmerring an der Nockenwelle zum Zündgehäuse hin ist ohnehin ein Standardteil.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Beitrag von EMW-Junkie » 6. Juli 2006, 20:25

emw-ute hat geschrieben: - der vorhandene Simmerring am 35/3-Motor an der KW vorne kann durch einen heute handelsüblichen Simmerring und etwas Dichtmasse zw. Außengehäuse Simmerring und originalem Deckel ersetzt werden. Der Simmerring an der Nockenwelle zum Zündgehäuse hin ist ohnehin ein Standardteil.
Man bekommt bei den Versendern einen, der direkt das passende Maß hat.

Allerdings haben weder ich noch mein Normteilehändler den in ihrem Rechner gefunden. Die hier handelsüblichen sind 1 oder 2mm zu dick. Wenn man die im Blechgehäuse nimmt, gehen die genauso!
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Beitrag von emw-ute » 6. Juli 2006, 20:40

Stimmt. Die Dicke ist dort aber weniger das Problem, da der Ring durch den 4-Loch-Schraubdeckel in sein Bett im Räderkastendeckel gepresst wird. U.U. kann man zwischen 4-Loch-Deckel und Räderkastendeckel noch um die 4 Schrauben herum 4 passende Unterlegscheiben / Sprengringe legen. Hält bei uns seit rund 10000 km ohne Probleme. Der Simmerring müsste die Größe 17 x 32 x 7 haben.

k.
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Beitrag von EMW-Junkie » 6. Juli 2006, 20:44

emw-ute hat geschrieben: Der Simmerring müsste die Größe 17 x 32 x 7 haben.
Genau.

Richtig passend wäre 17 x 32 x 5.

Die baut hier aber wohl keiner :cry:
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Beitrag von bergth » 7. Juli 2006, 10:39

echt super forum
zu den gleichen erkenntnissen bin ich auch gekommen
und ihr habt sie bestätigt :king:
vielen dank
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Kulbi

Betr.Simmerringgröße (Übergang Motorkurbelwelle /Getriebe

Beitrag von Kulbi » 12. Juli 2006, 19:33

17x32x5

Heißt das wie folgt: ???
Innendurchmesser 17mm
Aussendurchmesser 32 mm
Simmerringdicke 5mm (Mit oder ohne Abdeckungsblech ??)
(Habe es noch nicht gemessen werde aber mal von diesen
Abmessungen davon ausgehen)

Also ich habe bei mir einen Spezialhersteller von Simmerringen
in vielen verschiedenen Varianten.
Z.B. mit oder ohne Staublippe
mit oder ohne Metallverstärkungsring oder so
Ich glaube die bieten auch Sonderanfertigungen an und nicht
nur die DIN Normen

Also ich frage gleich morgen mal nach.
Wenn größeres Interresse voranden wäre würde ich gleich mehrere Stück mitnehmen.
Den Herstellerkatalog der verschiedenen Varianten + DIN-Normen könnte ich bei Bedarf auch beim Forum oder Gobi
als PDF-Datei hinterlegen.
Ach ja die Bezeichnung Simmerring kommt von dem damaligen
Erfinder und dieser Speziailhersteller hat dieses Prinzip modernisiert übernommen.

Gruß Kulbi

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Simmerring

Beitrag von standgas » 12. Juli 2006, 21:52

:danke: :D
Zuletzt geändert von standgas am 8. Februar 2019, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
alles war gut

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Beitrag von bergth » 13. Juli 2006, 06:53

die einfachste lösung wird sein den 17x32x7 als normteil zu verwenden und das abdeckblech mittels unterlegscheiben auf entsprechende distanz zu halten.
Oder hat jemand ne bessere und wirtschaftlichere lösung?
was kostet den die größe 17x32x5 mm.
die DIN größe 17x32x7 liegt bei etwa 4,00 EUR endverbraucherpreis.
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Torben
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Beitrag von Torben » 25. Juni 2008, 14:23

Ich hab noch eine Frage zur Dichtung der Nockenwelle: Kann mir bitte jemand sagen, wie ich die aus dem Deckel bekomme? Brauch ich da spezielles Werkzeug?

Torben
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Beitrag von Torben » 25. Juni 2008, 16:06

Na in dem Deckel, wo sich dahinter die Kette befindet, ist doch zum einen ein Dichtring für die Kurbelwelle und zum anderen ist die Nockenwelle abgedichtet. Und diese Dichtung will ich wechseln, komm aber an das Ding nicht ran.

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