Kupplung trennt nicht richtig°

_________________________
Kulbi

Kupplung trennt nicht richtig°

Beitrag von Kulbi » 21. Oktober 2006, 12:00

Hatte gestern meinen neu überholten Motor
probegefahren aber zu meiner Überraschung musste ich feststellen
das da was mit meiner Handschaltung nicht mehr stimmte.
Die Gänge gingen bei laufendem Motor schlecht oder nur mit geratter rein , bei Motorstilllstand ohne große Probleme.
Also Motor wieder mit allen Gänge durchgeschaltet und kam zur
Feststellung das die Kupplug nicht richtig 100% trennt , bzw.
des gleiche beim Fahren , Gänge gehen schlecht rein weil die
Kupplung nicht ganz voll trennt.
Also was könnte das sein , das Kupplungsseil hatte ich schon überprüft bzw. verschiedene Spannungen von ganz locker bis fester ausprobiert.
Als ich das Getriebe montierte kippte ich zur Montage den gesamten Motor nach vorn , also Motor auf Ölwanne aufgesetzt
und Getriebe angehoben.
Als ich am nächsten Tag den Motor einbauen wollte stelle ich fest
das durch die nach vor gekippte Motorlagerung Getriebeöl
warscheinlich durch das vordere Getriebekugellager durchlief.
Also da kam bei horizontaler Lage des Motors an der Unterseite zwischen Motor und Geriebe Getriebeöl herraus.
Ist da warscheinlich die Kupplung mit Getriebeöl verölt , aber dann
würde die doch permanent rutschen.
Ach ja als ich das Getriebe wieder aufflanschte war die ursprüngliche Kupplungsseillänge kürzer wie zuvor ,also der Kupplungshebel am Getriebe hatte eine veränderte Hebelarm-
position.
Ist die Kupplung irgendwie nicht richtig eingebaut worden.
Oder soll ich einfach noch etwas fahren und die Kupplung trennt
evt. wieder richtig.
Also ich freue mich auf eure Kommmentare

Benutzeravatar
Paul R 35
Verdienter Aktivist des Forums
Verdienter Aktivist des Forums
Beiträge: 1981
Registriert: 3. März 2003, 22:43
Wohnort: Hausach/Schwarzwald
Kontaktdaten:

Beitrag von Paul R 35 » 21. Oktober 2006, 13:39

Was wurde am Motor gemacht? Neue, oder überholte Kurbelwelle samt Gleitlager? Das könte schon mal eine Ursache sein. Wegen der neuen Kurbelwelle (Überdrehter, oder neuer Kurbelwellenstumpf, anderes Gleitlager) kann dfas Schwungrad etwas anders, als vorher platziert sein. In dem Fall müsste man entweder am Ausrücklager mit Scheiben, oder an den Lagerböcken des Kupplunghebels mit Unterlagen etwas nachstellen.

Getriebeöl auf den Reibungsflächen der Kupplng rutsch nicht unbedingt, es klebt auch! Allerdings trennt da die Kupplung am Anfang nach einer Standzeit von paar Tagen nicht. Sie lässt sich aber mit gezogenem Hebel, mit dem Kickstarter trennen. Je weiter, desto kürzer werden die Pausen in denen die Kupplung klebt. Bei mir hatte sie letztendlich schon geklebt, als der Moror nach einer kurzen Pause noch warm war.

Bei dem Einbau von neuen Belägen habe ich auch gleich ein einseitig gekapseltes Kugelager (ich hatte ein vollgekapseltes, habe aber auf einer Seite die Gummischeibe rausgerissen und sie nach innen montiert) vorne im Getriebe ingebaut, seit dem ist Ruhe.

Kulbi

Beitrag von Kulbi » 21. Oktober 2006, 18:57

Hallo Paul R35
Besten Dank für deine zielgerechete Mithilfe :top: :top:
Also wie schon von dir vermutet , ist in meinem Motor mal wieder
eine neue Kurbelwelle inklusive Gleitlager verbaut worden.
Das mit dem gezogenen Kupplungshebel und Kickstarter ist getrennt trifft auch zu.
Das mit der Unterlagsscheibe habe ich heute auch im Forum gelesen , aber wo soll die hinkommen ???
Unter das Ausrücklager oder vor der Getriebemontage darauf ??
Gehört diese Distanzscheibe zur Kupplung oder zum Getriebe?
Die den Motor für mich überholt hatten , hätten die mir diese Distanzscheibe mitliefern müssen ?? bzw. zur Getriebemontage
vorher darauf hinweisen müssen ?
Gruss Kulbi

Benutzeravatar
lappiator
Rapunzel
Rapunzel
Beiträge: 920
Registriert: 20. Januar 2003, 21:30
Wohnort: Berlin-Lichtenberg
Kontaktdaten:

Beitrag von lappiator » 21. Oktober 2006, 21:01

wer hat denn überholt?

Kulbi

Beitrag von Kulbi » 22. Oktober 2006, 09:09

@LAPPIATOR
B&G hatten den Motor überholt.
Hatte gestern nochmals 30 Km probefahrt gemacht und das
Motorle macht bis auf die Kupplung einen sehr guten Eindruck.
Ach ja ich hatte denen den gesamten Motor mit Kupplung und Ausrücklager , aber ohne Getriebe zur Überholung gegeben.

Was wird es jetzt wohl sein die fehlende Unterlagsscheibe oder
Öl auf der Kupplung oder beides ???

Wenn nur die Ausgleichsscheibe fehlen würde , wäre das dann
der Fehler von B&G ??? (Garantiefall)
Deshalb müsste ich wissen wo die Scheibe hin muss , bzw wo
die mit dazugehört unter oder auf das Ausrücklager oder gehört
zur Kupplung oder zum Getriebe
Gruss Kulbi

Benutzeravatar
Paul R 35
Verdienter Aktivist des Forums
Verdienter Aktivist des Forums
Beiträge: 1981
Registriert: 3. März 2003, 22:43
Wohnort: Hausach/Schwarzwald
Kontaktdaten:

Beitrag von Paul R 35 » 22. Oktober 2006, 10:48

Kulbi hat geschrieben:Was wird es jetzt wohl sein die fehlende Unterlagsscheibe oder
Öl auf der Kupplung oder beides ???
Eine Ferndiagnose ist wie immer nicht einfach. Versuch mal nach einer längeren Standzeit (z.B. über Nacht), bei gezogenem Kupplungshebel den Kickstarter durchterten. Wenn die Kupplung nach dem ersten oder zweiten Tritt sich löst und der Kickstarter sich danach leer durchteten lässt, ist es das "Kleben" wegen Öl.

Kulbi hat geschrieben:Wenn nur die Ausgleichsscheibe fehlen würde , wäre das dann
der Fehler von B&G ??? (Garantiefall)
Warscheinlich nicht, weil wie stark die Scheibe sein muss, stellt sich erst bei der Montage des Getriebes raus. In Deinem Fall ist sie warscheinlich sogar zu stark. Es können auch mehrere dünne Scheiben sein.

Die Scheibe (oder Scheiben) 8 muss zwischen der Distanzbuchse 7 und dem Kupplungsring 9 sitzen. Je düner die Scheibe, desto weiter nach forne wandert der Kupplungsring und erhöht damit den Weg der Druckplatte beim Auskuppeln. Allerdings hängt das ganze noch von der Stärke der Dichtung unter dem vorderen Getriebedekel (Antriebswelle) ab. Je stärker diese Dichtung (damit wird das Spiel zwischen der Antriebs- und Hauptwelle eingestellt), desto weiter nach vorne wandern die Lagerböke des Kupplungshebels 5, das bewirkt wieder einen kürzeren Weg der Druckplatte!

Bild

Die Beschreibung der Kupplung in der Online- Version der
Bedienungs- & Instandsetzungsanleitung: http://www.emw-r35.de/anl/kupplung.html

Benutzeravatar
Killerniete
Co- Admin
Co- Admin
Beiträge: 970
Registriert: 28. Juli 2005, 15:57
Wohnort: Weißwasser

Beitrag von Killerniete » 23. Oktober 2006, 12:50

Das Problem kann auch durch unterschiedlich starke Federn verursacht sein. Wenn die alten Federn verwendung fanden eher nicht.
Ist der Belag erneuert worden ??? Das würde die veränderte Lage des Bowdenzuges erklären.
Eine zugegeben etwas brutale Möglichkeit der Anpassung und um Öl aus der Kupplung zu treiben ist bei eingelegtem 3ten Gang so lange schleifen lassen bis der Motor abstirbt und es etwas nach Kupplung riecht.
Danach sollte die Kupplung eigentlich planparallel sein und ordentlich funktionieren.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

Kulbi

Kupplung spinnt noch mehr

Beitrag von Kulbi » 23. Oktober 2006, 19:11

@Killerniete
Also die derzeitige verbaute Kupplung hat ca.erst 5000 Km drauf
und bisher immer einwandfrei funktioniert.
Die Kupplungsfedern sind auch noch die orginalen.
Soweit ich bisher das Getriebe montierte oder demontierte
ist mir so etwas wie mit einer Differzscheibe beim Ausrücklager
noch nie aufgefalllen oder berücksichtigt worden.
Seit der Motorüberholung bin ich ca 100 Km gefahren und seit den
letzten 5 km trennt die Kupplung überhaupt nicht mehr.
Ich dachte erst das kam von dem warm gefahrenen Motor.
Deinen Vorschlag mit dem mehrmaligen Anwurfhebeltest und gezogener Kupplung ergab nicht das von dir vermutete Ergebniss.
So wie das jetzt aussieht trennt die Kupplung eigentlich gar nicht
mehr.
Könnte er sein das der Kupplungsbelag nach den 1oo gefahrenen KM verrutscht ist , und es doch nur die Differenzscheibe ist.
Ach ja das mit dem Kupplung schleifen lassen hat das jemand schon erfolgreich in der Praxis ausprobiert ?
Gruss Kulbi und bis jetzt besten Dank an alle Mithelfenden

Benutzeravatar
EMW-Junkie
Aktivist
Aktivist
Beiträge: 2175
Registriert: 26. Mai 2003, 20:16
Wohnort: Landkreis LDS

Beitrag von EMW-Junkie » 23. Oktober 2006, 19:52

Hast Du schon mal den Schaulochdeckel aufgemacht und gekuckt,
ob die Druckplatte überhaupt bei gezogener Kupplung bewegt wird???

Vielleicht ist ja einfach nur was locker... :mrgreen:
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

Benutzeravatar
Andrebiker
Dr. mot.
Dr. mot.
Beiträge: 1066
Registriert: 23. April 2003, 11:53
Wohnort: Kgr. Sachsen

Beitrag von Andrebiker » 24. Oktober 2006, 06:13

Ich habe vor einiger Zeit von einen Fall gehört, wo ein R35-Fahrer sein Motorrad von einem in der Szene ziemlich bekannten Profi :mrgreen: hat restaurieren lassen.
Immer nach kurzer Fahrzeit trennte die Kupplung nicht mehr oder rutschte durch, das weiß ich nicht mehr so genau ;-) , und auch beim zweimaligen Zerlegen der Kupplung fand Profi nix :roll: .
Ein anderer Profi (Wahnsinn, wie viele es davon gibt :rollo: ) kam dann zu mir und guckte sich mal genau eine Kupplung an, da er bisher nur mit Boxern zu tun hatte.
Und er hat auch gefunden, daß einfach die Schwungscheibe vom Profi 1 nicht ordentlich festgeschraubt war :!:
Wenn Deine Kupplung nach so kurzer Laufzeit gar nicht mehr trennt, würde ich das unbedingt mal kontrollieren :!: ! Vielleicht nimmt nur noch die Scheibenfeder mit! Eventuell kannst Du ein Wackeln der Schwungscheibe merken, wenn Du mit dem Finger in die Bohrung zum Ausbauen der Kupplungsfedern langst und dann die Kupplung ziehst.

Benutzeravatar
Killerniete
Co- Admin
Co- Admin
Beiträge: 970
Registriert: 28. Juli 2005, 15:57
Wohnort: Weißwasser

Beitrag von Killerniete » 24. Oktober 2006, 11:25

Hallo
Diese "Profis" sollten mal öffentlich bekannt gemacht werden.(Nur für Mitglieder)
Gerad Neueinsteiger in Sachen EMW fallen immer wieder auf diese Leute rein, sicher jeder hat schon Lehrgeld bezahlt aber diesen Pfuschern gehört das Handwerk gelegt.
:nein:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

Kulbi

Hier die Lösungsantwort

Beitrag von Kulbi » 6. November 2006, 21:42

Keiner von euch lag mit seinen Vermutungungen richtig.
Es war leider noch viel schlimmer.
Wie schon erwähnt wurde eine Überholte Austauschkurbelwelle
verbaut die mit einer neuen Öllosbuchse bestückt wurde.
Warum und wieso ich schweige.
Also die Getriebewelle Durchmesser 12mm wird beim Gertiebeaufflanschen hier hineingeführt und dreht sich frei während
dem fahren und beim auskuppeln.
Bei mir hatte sich aber ein Getriebeachsfresser in dieser Buchse
ergeben. (Neue Öllosbuchse war zu klein)
Also alles wieder abgebaut sogar das Gertiebe ging fast gar nicht
mehr vom Motor ab.
Wer das technisch sehen will siehe Kupplung Bild 27 (12)
-Antriebswelle läuft im hinteren Kurbelwellenzapfen (Bild 27 (12) )
in eine Sintereisenbuchse. die mit Öl getränkt ist.
Ihre poröses Gefüge lässt die Aufnahme geringer Ölmengen zu,
die bei Erwärmung wieder abgegeben werden und somit eine Not-
schmierung ermöglichen usw.
Na ja bei mir hat es nicht mal mit der Notschmierung gereicht

Benutzeravatar
Paul R 35
Verdienter Aktivist des Forums
Verdienter Aktivist des Forums
Beiträge: 1981
Registriert: 3. März 2003, 22:43
Wohnort: Hausach/Schwarzwald
Kontaktdaten:

Beitrag von Paul R 35 » 7. November 2006, 21:24

Damit wäre aber Deine Frage, ob es in Garantiefall ist, geklärt :!:

Kulbi

Beitrag von Kulbi » 8. November 2006, 20:16

@Paul R35
Nein die gewissen Profis meinten ich hätte das in Verbindung mit der Montage meines Getriebes selber vorher prüfen müssen, bzw. beim Probelauf mit ihrem Getriebe hätte denen ihres gepasst.
Na ja der Monteur hatte sich bei mir entschuldigt , das sei bei ihm so noch nie passiert , aber als ich später nach der mit ihm abgestimmten Nacharbeit über meinen entstandenen Arbeitsaufwand mit ihm sprach und ich eine Rechnungminderung
wünschte dann war dieser Buchsenklemmer nicht durch seine Schuld verursacht worden.
Darauf hin wurde ich zur weiteren Klärung gleich mit der Chefetage verbunden und als das Thema Rechnungsminderung zum Thema wurde sollte das erst mit Chefetage und Mechaniker besprochen werden .
Auf den vereinbarten Rückruf warte ich heute noch.
Ich könnte noch mehr zur meiner Motorüberholung schreiben aber ich möchte das vermeiden , da ich vorerst noch positiver Meinung bin das ich mich mit den Profis in beider Interessen einigen werde

Benutzeravatar
Gobi
Administrator
Administrator
Beiträge: 4003
Registriert: 5. Dezember 2002, 01:06
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von Gobi » 9. November 2006, 09:09

Man muss vielleicht wirklich dazu sagen, das der Fall aussergewöhnlich selten ist oder? Also ich habs noch nie gehört und hätte auch nicht drann gedacht........
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast