öl kommt nicht bis zum kopf

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Killerniete
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Beitrag von Killerniete » 11. Januar 2007, 17:50

Das mit den Quitschgeräuschen klingt logisch beim Messing drehen ist´s auch so, würd´s aber nicht soweit kommen lassen da dann die Kipphebel auch schrottig sind.
Wie Gobi schon schreibt schräubchen raus und durchblasen, am besten mit Bremsenreiniger einweichen- im Wechsel einsprühen.
Wenn dann noch nix durchkommt müssen die Büchsen raus da die an den Büchsen langführenden Ölkanäle zugesetzt und/oder verkokt sind.
Diesen harten Ölschlamm/krusten kommt man mit ausblasen nicht bei. :( :(
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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cs_joker7
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Beitrag von cs_joker7 » 11. Januar 2007, 18:03

Also- ich muß erst mal ganz offen und ehrlich zugeben, daß ich keinerlei Peilung habe, von welcher Madenschraube hier die Rede ist. Wo sitzt die denn nun genau?
Als ich vorhin noch mal in der Werkstatt und an der Maschine auf Madenschrauben- Suche war, fiel mir allerdings noch was ganz anderes auf: die 2 Alu-Dichtringe unten an der Ölsteigleitung/ Schraube sind gerissen! Das bissel Öl dort unten habe ich zwar bisher immer registriert, aber (noch) nicht so ernst genommen.
Am Wochenende wechsle ich jetzt erst mal die Dichtungen und dann lasse ich mich überraschen, was ölmäßig oben ankommt...

Gruß Joker
Zuletzt geändert von cs_joker7 am 11. Januar 2007, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Gobi
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Beitrag von Gobi » 11. Januar 2007, 18:09

Wenn Du von der Stößelrohrseite kuckst, ist die Madenschraube rechts unterhalb des Kipphebellagers, wenn ich mich recht erinnere
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

hans_stramm
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Beitrag von hans_stramm » 11. Januar 2007, 21:19

@cs_joker7
ich bau die Maschine aus Einzelteilen zusammen und bin noch nie
R35 gefahren. :cry:
Bin aber kurz davor den Motor so einzubauen, die Kipphebelwellen
werden ja offensichtlich gut geölt (öl kommt durch die 4 Löcher in
der Kipphelwellenbuchse bei ausgebauter Kipphebelwelle) :evil:


@Killerniete

welche "an den Büchsen langführenden Ölkanäle" ??? Ich kann da
keine entdecken. Auch an den Nachbaubüchsen aus dem
Erzgebirge nicht. Haste Bilder???

mit strammen Gruß
Hans

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standgas
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Beitrag von standgas » 11. Januar 2007, 22:30

Hallo,
ich kann Killer nur Recht geben. Gerade in Bereich der Lagerbuchsen ist oft eng und zu mit Ablagerungen und Abrieb.
Funktion
Das Öl gelangt über „riesige“ Kanäle bis an den mittleren Bereich der Kipphebelbuchse. Dort ist außen herum eine Nut (nicht längs), so werden die 4 Löcher versorgt. Doch jetzt wird’s eng. Das Öl sickert zwischen Kipphebelbuchse (innen) und Kipphebelwelle nach außen in beide Richtungen. Je besser die Passung (kein Spiel) um so weniger Schlamm und Abrieb passt da durch und setzt sich in der Nut fest. Auf der einen Seite sollte der Schwinghebel (Teil 32) etwas abdichten auf der anderen Seite die Anlaufscheibe (Teil 34). Der Federring (Teil 33, eine Feder) setzt den Zusammenbau etwas unter Druck bringt’s in Position. Läuft da schon zuviel Öl weg, hat’s das Röhrchen schwer. Andererseits darf es dort auch nicht ganz dicht sein. Wenn also die beidseitige Abdichtung an der Buchse funktioniert, sammelt sich in der umlaufenden Nut im inneren der Kipphebelbuchse im Bereich des Röhrchens das Öl mit gewisser Menge und Druck. Dann führt der Weg nach oben, ab durchs Röhrchen. Voraussetzung ist es, dass das Loch in der Buchse unter dem Röhrchengewinde sitzt, sonst läuft nichts.
Ich hatte schon verdrehte eingebaute Buchsen.
Übrigens unser so allseits geliebtes 20W50 tut sich im kalten Zustand „oben“ oft schwer.
Wichtig ist auch das nicht nur Öl oben ankommt (Steigleitung), sonder auch Menge und Druck. Ölpumpe und Lagerspiel an Kurbel- und Nockenwelle spielen eine wesentliche Rolle.
Gruß standgas
alles war gut

Erwin
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Beitrag von Erwin » 13. Januar 2007, 09:07

Ich wäre sehr sehr vorsichtig bei dem Quietschthema! Zumindest muss unbedingt sicher gestellt sein, dass die Ventilschäfte ab und zu mal einen Tropfen Öl sehen. (So ein abgerissenes Ventil hinterlässt sehr unschöne Spuren.......) Hatte ich auch schon zwei Mal, allerdings aus anderen Gründen.

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Beitrag von cs_joker7 » 13. Januar 2007, 22:41

So, das Problem ist bei mir beseitigt!
Nachdem ich ja heute beizeiten wieder von der Augustusburg zurück war, habe ich noch mal die geplante Öl- Aktion gestartet. Die Madenschraube habe ich gefunden und alles mit abgeschraubten Röhrchen durchgeblasen; danach habe ich noch die gerissenen Dichtungen der Ölsteigleitung ersetzt, zum Schluß dann noch mal das Motoröl (aber ohne Filter :mrgreen: ) komplett gewechselt. Als feierlichen Höhepunkt danach den Motor ohne Ventildeckel gezündet und.......perfekt- das öl läuft aus beiden Röhrchen! Im Standgas etwas stoßweise und bei Halbgas dann kontinuierlich.
Also steht morgen einer gepflegten Überland- Ausfahrt in die sächsische Schweiz nichts im Wege- das Wetter soll ja passen und ich muß das rote Kennzeichen eh erst am Montag abend an meinen Kumpel zurück geben...
:banane: :banane: :banane:
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Beitrag von emw-ute » 13. Januar 2007, 23:20

Na also. Das Thema Ölschlamm darf man bei den Böcken nicht unterschätzen, vor allem im Hinblick auf die "Qualitäten" :mrgreen: des alten DDR- (und nicht nur DDR-)Schmierstoffs. Wer einmal einen wirklich total verschlammten R35-Motor zerlegt hat, kann sich vorstellen, was in den Kanälen sitzen kann.

In meinem Fall war der Motor so verschlammt, dass die ausgebaute Ölpumpe sich nur mit größter Kraftanstrengung von Hand drehen ließ und selbst ein längeres Bad in Benzin nur mäßig Abhilfe schaffte. Nur stetiges Drehen im Benzin brachte nach ewiger Zeit Besserung, und irgendwann flutschte die Pumpe wieder spielfrei und ohne Hakeln.

Moderne Öle (insbesondere synthetische Öle) lösen übrigens mit der Zeit den Schmodder, was aber im ungünstigsten Fall auch zum Bumerang werden kann.

k.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Beitrag von cs_joker7 » 13. Januar 2007, 23:25

Au weia- na dann hoffe ich mal, daß dieser Effekt bei mir ausbleibt.
Den Motor hatte ich ja noch nicht komplett auseinander- als ich jedoch dem Ölwannen- Deckel eine neue Dichtung spendiert hatte, war dieser noch ziemlich "sauber" und es gab kaum Ablagerungen.
Außerdem habe ich mir vorgenommen, in relativ kurzen Abständen noch mindestens 2x das komplette Motoröl zu wechseln.

Gruß Joker
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Beitrag von rostlaube » 14. Januar 2007, 00:13

Du nimmst doch nicht etwa legiertes Öl????
Habe mir von Klaus 0W40 besorgen lassen. Alles andere ist Mord, weil es wegen seiner Additive den Schlamm von xxxJahren löst und immer schön im Kreis durch den Motor wirbelt. Positiver Nebeneffekt könnte sein, dass verschlossene Kanäle freigelöst werden. Früher gab es mal Spülöl. Wenn Du das mit legiertem machen willst, musst Du aber mehmals wechseln und danach, wenn Du ohne Filter fahren willst, wieder unlegiertes nehmen. So sieht es zumindest die Theorie.
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Beitrag von cs_joker7 » 14. Januar 2007, 07:59

Nein- ich nehme ganz normales 15W40.
Statt Spülöl kann man auch Diesel nehmen, aber ich glaube nicht, daß das bei mir notwendig ist. So wie es aussieht waren der/ die vorigen Besitzer mit dem Ölwechsel immer pünktlich hinterher.

Gruß Joker
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hans
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Beitrag von hans » 14. Januar 2007, 16:50

:D Hallo
seit 1,5 Jahren konnte ich meine EMW nicht fahren...... :? Motorschaden.......Pleullager gefressen....fest :evil: .....nix mehr.....alles Bombenfest.
Die Kurbelwelle wurde überholt und gestern und heute der Motor eingebaut ...ach ja...deshalb schreib ich`s ja 5W40 hab ich reingemacht, dann heute mittag 50 km gefahren....trotz des dünnen Öl`s nix aber auch garnix rausgekommen. Früher kam so nach dem Abstellen ca. 1-2 Std später vorne bei der Riemenscheibe (Fahrtrichtung rechts) mal gerne so 1-2 Tropfen runtergelaufen....aber heute nix :D .
Laufen tut`se auch wieder schön ruhig ,hat Kraft springt gut an und im Leerlauf :P :P :P wutt..wutt..wutt... :D
ach ja, ich hab se wieder...... :mrgreen:
viele Grüße
Hans
viele Grüße aus dem Vogelsberg
sendet
Hans Ludwig Schäfer

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Beitrag von cs_joker7 » 14. Januar 2007, 17:03

Hallo Hans (im Glück? :mrgreen: ) und meinen Glückwunsch- hoffentlich hast Du jetzt erst mal keine Probleme mehr. Wie konnte es denn zu diesem kapitalen Schaden kommen- lag es etwa an der regenerierten Kubelwelle?
Vorn an der Riemenscheibe kam bei mir ab und zu auch mal ein bißchen Öl runter gelaufen- hab dann die Fuge an dem Deckel mit etwas "Dirko" bestrichen und seitdem ist da Ruhe.

Gruß Joker
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Beitrag von hans » 14. Januar 2007, 17:30

Hallo Joker
Die EMW kaufte ich bei e-bay....der Verkäufer hatte sie selber erst gekauft.....wegen der Anschaffung einer Indian wollte er alles verkaufen....ja, da waren schon schöne Dinger dabei BMW 35 ,DKW 125......und die EMW.
In der Zustandsbeschreibung stand recht wenig......also rief ich den Vorbesitzeran........was, der hat die wieder Verkauft...warum denn das ?? Der sagte mir dann der Motor sei überholt und und und.....das ist jetzt ein Motor für die Ewigkeit (alles neu).....ah dachte ich, is ja Super......so wars ja auch einige Tausen Km doch dann......na ja das Pleullager auf der Kurbelwelle war nicht gehärtet :evil: .......und so war der schöne neue Motor fest :twisted:
Ich hab dann wieder alles neu machen lassen ...aber mit bester Lagerbronze oder wie es heist :? der Motor war innen blitzsauber :? ja man hat gesehen daß alles neu gemacht wurde ...nur ein Teil war halt nicht gehärtet.
Ich wünsche Dir auch eine gute Fahrt
Hans
viele Grüße aus dem Vogelsberg
sendet
Hans Ludwig Schäfer

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Beitrag von cs_joker7 » 14. Januar 2007, 17:53

Na Hilfe- das ist ja eine üble Story...
Hoffentlich hat da die Garantie gegriffen?

Ich hoffe nur, daß ich von so was auch weiterhin verschont bleibe- abgesehen von ein paar Kolbenfressern bei den AWO's hatte ich da eigentlich bisher immer großes Glück.

Auch Dir eine gute Saison 2007!

Joker
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