Der Kolben und sein Gewicht? °

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Schneider
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Praktische Gewichtszahlen- Plaue siegt !

Beitrag von Schneider » 17. Januar 2004, 09:16

Ich habe einen wenig gelaufenen Originalkolben 73,47mm gewogen: 338g . Auf der Suche nach Nachbaukolben kommt der von PLAUE am nächsten: 371g . Alle Gewichte mit Kolbenringen und Kolbenbolzen.
Obwohl auf den ersten Blick nicht ersichtlich , ist dieser Kolben auch ausreichend oval gedreht. Diese Durchmesserreduzierung bei den Kolbenbolzenaugen ist bei Luftgekühlten Motoren wichtig, da sich das dicke Fleisch um die Kolbenbolzenaugen mehr ausdehnt.

Der Originalkolben ist partiel um die Kolbenbolzenaugen um 0,5mm im Durchmesser abgedreht. Der Plaue- Kolben ist im ganzen ohne Übergang um 0,4mm oval gedreht. Das kommt den Erfordernissen eines lutgekühlten sehr gut nach.

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Außermittiger Kolbenbolzen

Beitrag von Schneider » 17. Januar 2004, 09:32

Ach so, Thema außermittiger Kolbenbolzen:

ein außermittiger Kolbenbolzen soll Kolbenklappern insbesondere nach Abnutzung verhindern oder reduzieren. Nämlich dadurch, daß der Kolben immer etwas schief gedrückt wird und sich so über Ober- und Unterkante an die Zylinderbohrung anlegt, ohne zu klappern.
Beim Originalkolben habe ich 1,8mm Mittenversatz gemessen, beim Plaue- Kolben 1,9mm. Auch hier entspricht der Plaue- Kolben unseren Erfordernissen.

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Wichtig ! Kolben immer komplett wiegen !

Beitrag von Schneider » 17. Januar 2004, 09:40

Leute,
Beim Gewichtsvergleich Kolben immer mit Kolbenbolzen und Kolbenringen wiegen, da durch unterschiedliche Ringhöhe und unterschiedliche Innenbohrungsdurchmesser des Kolbenbolzens
bei Nachfertigungen erhebliche Differenzen entstehen können !

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Beitrag von lorchen » 13. Juli 2004, 17:56

Auf der Fahrt nach Wilschütz sind bei mir sämtliche Motorverschraubungen lose geworden. Das gab mir zu denken. Und hier ein Bild zum Vergleich "Original" und "Nachbau":

Bild

http://www.pixum.de/members/lorchen/?ac ... d3e959c00d

Der Nachbau wiegt gut 50g mehr. Der neue Kolbenbolzen hat einen Innendurchmesser von 12mm statt 13. So eine Sauerei. :mecker: Der Nachbaukolben hat innen mehr Material als der originale. Hat jemand Erfahrung, wo man wieviel wegnehmen kann?
Zuletzt geändert von lorchen am 4. August 2004, 17:53, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitrag von Gobi » 13. Juli 2004, 19:06

Ja, ich- ich habe mich allerdings erstmal nur getraut 20g wegzunehmen. Dazu brauchs Du eine sehr schnell laufende Handfräse mit entsprechendem Kopf- Bohrmaschine ist warsch. nicht so der Hit. Mein Kolben sah sehr ähnlich aus- man muß ein bisschen überlegen, was weg kann, ohne statische Schwächung
Der obere Ring z.B. gut gemeint, kann aber dünner werden, dann das viele Material um den Kolbenbolzen, ganz unten war bei mir auch noch ein Verdickung, wurde reduziert und überhaupt die ganzen Gussfehler - kann alles weg- bis Du 20g weg hast dauerts aber trotzdem eine Weile.... ist ja nur Alu.
Einiges kann man auch am Bolzen reduzieren, in dem man ihn innen konisch ausdreht- ist aber meistens total hart.

Die große Frage ist doch, warum die einen sowas verkaufen :mecker: (bzw. warum man sich sowas andrehen lässt "Wir hatten da noch nieeeee Reklamationen")
Letzte Notlösung wäre noch Kurbelwelle raus und neu auswuchten mit Blei.... da habe ich aber im Moment absolut keinen Bock drauf...
Falls Du gerade allse auseinander hast- ich habe mir ja mal ein Auswucht- Gerät gebastelt....... & eine Handfräse könnte ich zur Not auch von meiem Meister leihen.
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Beitrag von Andrebiker » 13. Juli 2004, 21:30

Und unten innen im Kolbenhemd würde ich eine 45°-Fase herstellen, bringt zwar icht unbedingt DIE Gewichtsreduzierung, hilft aber, den Ölverbrauch zu senken - hm, naja, vielleicht auch nur, wenn man dran glaubt :roll: ...
Zum Auswuchten mit Schwermetall: Das hilft sicher gegen die Vibrationen, aber dann muß das bei jedem Wechsel von Kolben oder Welle neu gemacht werden, und es gelangen verschiedenst schwere Wellen in Umlauf, da sieht dann keiner mehr durch :nein:
Und durch den schwereren Kolben gibt´s in den Totpunkten auch höhere Trägheitskräfte beim Umlenken - garantiert Gift für´s Pleuellager.
Also doch bitte nur den Kolben erleichtern!!!

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Beitrag von lorchen » 14. Juli 2004, 06:03

Der Originalkolben ist 72mm, der Nachbau 73,5mm. Jetzt werde ich noch die Dicke vom Kolbenhemd nachmessen. Ich will mal unterstellen, daß das Materialgefüge heute mindestens genauso haltbar ist wie damals. Also müßte ich den neuen Kolben innen dem alten möglichst anpassen.
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Beitrag von Schneider » 14. Juli 2004, 06:50

Ich habe den Kolbenbolzen innen im Durchmesser größer geschliffen mit einem Zylindrischen Schleifkörper.

Innen im Kolben habe ich alles überflüssige Material abgetragen, teils ausgedreht, am Kolbenboden mit kleinem Fräser.

Außen habe ich wie beim Originalkolben außermittig im Bereich der Bolzenaugen oval abgedreht.

So bin ich auf das Originalgewicht von 338g inklusive Ringe und Kolbenbolzen gekommen.

Läuft prima, geht 100 und vibriert wenig. Bisher ca. 3T km gefahren.

Siehe
viewtopic.php?t=262&postdays=0&postorder=asc&start=15

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Beitrag von Gobi » 14. Juli 2004, 12:49

Wie hast Du denn den Kolben gespannt auf der Drehbank- da hätte ich ein bisschen Schiß!
Wo soll der Link uns hinführen?
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Beitrag von Schneider » 14. Juli 2004, 16:24

Hallo, ich habe ihn außermittig unter beilage eines dünnen Stückes Pertinax am Kolbenboden in das Futter gespannt. Dabei habe ich ihn zur Sicherheit mit einem Mitlaufenden Dorn von innen auf den Kolbenboden auf Anschlag an das Futter gepreßt.
Das Ausrichten ist ein wenig Fummelei, aber es geht.
Ein 4- Backenfutter wäre optimal, ich habe es aber im 3- Backenfutter hingekriegt.
Eine Meßuhr ist sehr hilfreich und auch erforderlich.
Das für`s außen außermittig abdrehen.
Aber nur einen hauch, um die fleischigen Kolbenbolzenaugen, nicht so doll wie beim Original denn mein Kolben (Plaue ) war schon in sich oval ohne Drehansatz.

Für innen grob ausdrehen braucht man nicht so genau arbeiten, wenn er 1/10 mm schlägt, macht daß nix.

Der link sollte einige Beiträge höher springen, wo ich mich schon mal darüber ausgelassen habe. Aber das klappt nicht, er hat keinen Marker in sich.

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Beitrag von lorchen » 15. Juli 2004, 21:09

Das Kolbenhemd ist bei meinem 73,5mm Nachbaukolben etwa 0,75mm dicker als beim 72mm Original. Der Nachbau stammt also eindeutig aus einer nicht mitwachsenden Form. Ich muß also innen etwas abdrehen und dann noch das viele Fleisch um die Augen entfernen. Und dann schaun mer mal.
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Beitrag von lorchen » 4. August 2004, 17:56

Heute ist bei mir ein Kolben von Jokisch eingetroffen. Er sieht innen dem Original sehr ähnlich. Nicht so massives Material wie Fischer. Er wiegt 276g mit Ringen, Fischer 325g und die Originalkolben streuen bei mir von 261g bis 288g. Alles klar?
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Beitrag von OPR-Bulette » 4. August 2004, 18:26

woher bekommt man denn die hier erwähnten plaue-kolben bzw. den leichteren jokisch kolben ???

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Beitrag von lorchen » 5. August 2004, 06:30

Die Jokisch-Kolben gibt's bei Jokisch. :idea:
Ich habe jetzt den Katalog nicht zur Hand. Sieh mal unter

www.oldi-tuning.de
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Beitrag von OPR-Bulette » 5. August 2004, 07:38

mal zum schwingungsthema:

welches maß haltet ihr für normal.

wenn ich ne stunde stramm umherfahre hab ich erst mal 5 min taube hände - schwingschleifereffekt. :wirr:
Schrauben haben sich auf 500 km bisher aber noch nicht gelöst.

Gibt es forumsmaschinen die das so nicht tun, mal abgesehen von der Schneider-Turbine ??
Hat schon jemand Blei unter die Lenkergriffe gepackt ?? :mrgreen:

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