Der Kolben und sein Gewicht? °

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Beitrag von EMW-Junkie » 11. Mai 2009, 16:42

Gedacht natürlich schon, aber was werden die Kosten???
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Beitrag von onkel » 11. Mai 2009, 20:01

So hier mal ein paar meiner gewogenen Kolben :

JFA D71,97mm , 309,60 gramm
Megu D73,96mm , 349,96 gramm !!!
HSM ( neuer Nachbaukolben ) D 72,75mm , 322,70 gramm
HSM ( neuer Nachbaukolben ) D71,97mm , 307,1 gramm

Alle Kolbengewichte komplett mit Ringen,Bolzen und Clips.
Auch die Nachbaukolbenbolzen sind innen konisch ausgedreht

Gruss Onkel

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Beitrag von Stefan1957 » 11. Mai 2009, 21:22

Hallo,
Gobi hat 2003 die gleiche Geschichte mit Kolbengewichte und Auswuchten als Thema eröffnet.
viewtopic.php?t=216&postdays=0&postorder=asc&start=0


Ich hab damals eine Tabellenkalkulation gemacht, mit der jeder durch Einsetzen des Kolbengewichts und dem oberen Pleuelgewicht mit Bolzen und Sicherungsringe den Kurbelwellenwuchtfaktor errechnen kann.

viewtopic.php?t=216&postdays=0&postorde ... n&start=16

Anschließend setzt das neue Kolbengewicht ein und schaut was raus kommt. Mehr wie 5% Unterschied zum Orischinal wird kritisch, d.h. Vibrationen werden stärker. Und das geht auf die Lebensdauer der Kurbelwellenlagerung und der Fahrerkondition an der Lenkstange bzw. am A..
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Beitrag von onkel » 11. Mai 2009, 21:41

Stefan :
Erklär das mal ein bisschen für die die in Physik öfter mal krank waren in der Schule !! :cool:
Gruss Onkel

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Beitrag von Stefan1957 » 12. Mai 2009, 19:59

[quote] die Beschreibung von Gobi zu dem Link

Hier noch einige Erläuterungen zum obigen Foto:
Die Kurbelwelle wird auf dem Gestell leicht drehbar gelagert.
Zuerst ermittelt man den Pleuelanteil P, dazu wird einfach das Pleul auf eine Briefwage aufgelegt und man sieht mit wieviel Gramm es drückt, in meinem Fall waren es 140g.
Dann das zum Ausgleichen nötige Gewicht G, hierbei hängt man soviele Gewicht ans Pleulauge, bis sich die Kurbelwelle in jeder Lage "schwerelos" verhält, also sich nicht in irgenteine Position zurückdreht, bei mir ca. 25g.
Fehlt noch das Kolbengewicht K, Resultate siehe oben.
So erhält man das Auswuchtverhältnis A :

(G + P) geteilt durch (K + P) mal 100 (in Prozent) [/quote]

1. Gewicht "P" Leg das obere Pleuelauge auf eine Waage. Kurbelwelle so ausrichten, dass Pleuel waagrecht liegt.
2. Gewicht "G" Gewichte ins Pleuelauge hängen bis die Kurbelwelle in jeder Stellung stehen bleibt. Dazu geht eine Aufnahme zum Reifen statisch auswuchten.
3. Kolbengewicht mit Ringe, Kolbenbolzen und Sprengringe "K"

Beispiel Gobi:
(125gr + 25gr) : (370gr + 25 gr) x 100 = 40% viel zu schwer!!

(125gr + 25gr) : (300gr + 25 gr) x 100 = 46%

(125gr + 25gr) : (270gr + 25 gr) x 100 = 50% müßte passen!

PS. Ich hab im Physikunterricht immer die Seite mit dem Motor gelesen und dann die Schule wegen guten Leistungen verlassen.
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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von EMW-Junkie » 21. Mai 2009, 19:33

Hier wäre das Update :arrow:

Bild

Wobei der Jokischkolben keine Markierung der Einbaulage hat :nono: für mich sah es auch so aus, als ob er weniger stark deachsiert wäre, die Bohrungen, die unter dem Ölabstreifer liegen, waren nicht entgratet. Da sind dann schon ein paar Späne abgefallen.
Laufen tut er allerdings gut, ich konnte aber noch nicht weit fahren, vielleicht am WE oder zu Pfingsten :banane:
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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Paul R 35 » 12. Januar 2010, 20:06

Etwas still hier geworden :?: :)

Etwas neues zu diesem Thema gibt es aus Sankt Petersburg.

Der neu angefertigte Kolben für einen auf 73 mm ausgedrehten Zylinder einer Awtowelo BMW R-35.
Samt Bolzen, Sicherungsringen und Kolbenringen wiegt er 311 g:

Bild

Bild
Wie er sich dann im Betrieb zeigen wird, werde ich im Frühjahr berichten.

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Gobi » 12. Januar 2010, 20:37

Wie ist der eigentlich hergestellt? sieht fast so aus, als wär er aus dem Vollen gedreht/ gefräst?
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Paul R 35 » 12. Januar 2010, 20:52

Gobi hat geschrieben:Wie ist der eigentlich hergestellt? sieht fast so aus, als wär er aus dem Vollen gedreht/ gefräst?
Da muss ich genauer nachfragen.

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von onkel » 12. Januar 2010, 21:46

Hallo Paul ,
Wenn Du beim Nachfragen bist :
Ist der Kolben unrund ?
Desachsiert ?
Das Kolbenhemd sieht sehr stark aus, wie dick ist da die Wandung ?

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Paul R 35 » 12. Januar 2010, 21:54

onkel hat geschrieben:Hallo Paul ,
Wenn Du beim Nachfragen bist :
Ist der Kolben...
Desachsiert ?
Das kann ich jetzt schon mit "Ja" beantworten.

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Tabun » 13. Januar 2010, 07:30

Moin moin Paul,

hey, der Kolben macht keinen schlechten Eindruck, gefällt mir richtig gut,

wenn er auch noch richtig geht (soll heißen dass die Jungs da drüben auch das richtige Material zum Einsatz gebracht haben, Materialausdehnung usw....)

Ich glaub - es sieht janz stark nach ner Alternative aus.....haben sie dir nur den einen zum Test zukommem lassen oder hast du noch mehrere zu liegen.....ich würde bestimmt auch mal einen zu Testzwecken verbauen.....

Grüße

Jens

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von Schmoll-Troll » 13. Januar 2010, 08:04

Sieht schnieke aus! Wenn er genausogut geht... :-)
Das Kolbenhemd sieht im oberen Bild tatsächlich recht dickwandig aus.
Paul - ich bin schon gespannt auf erste Testergebnisse :-)

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von lappiator » 13. Januar 2010, 11:30

Schmoll-Troll hat geschrieben: Das Kolbenhemd sieht im oberen Bild tatsächlich recht dickwandig aus.
das dürften ja auch noch die rohlinge sein!

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Re: Der Kolben und sein Gewicht? °

Beitrag von onkel » 13. Januar 2010, 11:42

lappiator hat geschrieben:
Schmoll-Troll hat geschrieben: Das Kolbenhemd sieht im oberen Bild tatsächlich recht dickwandig aus.
das dürften ja auch noch die rohlinge sein!
Aber gedreht ist er doch schon.
Nur die Kolbenringeinstiche fehlen noch, was eigentlich unlogisch ist, denn die werden normalerweise in einer Aufspannung mitgedreht

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