Kupplung rutscht --

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Kupplung rutscht --

Beitrag von Ost-Moto » 3. Juni 2007, 20:48

Hallo Eintopf-Fans,
Meine Kupplung rutscht seit urplötzlich ab 60km/h. Verschleißerscheinung? So deutlich? Was macht eine verschlissene Kupplung eigentlich. Meine kommt auch auf den letzten Drücker...
Danke

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Beitrag von Gobi » 3. Juni 2007, 21:12

Das kann wirklich gefährich werden, wenn auf die Kupplung keine Verlass mehr ist. Ich hab auf die Tour mal einen Mercedes geschrottet- andere Geschichte....

Es gibt mehrere Möglichkeiten: Kupplungsbelag verölt, verglast, abgenutzt usw. ... blöde Frage: hat sich die Stellschraube des Kupplungszuges verstellt, bzw. hast du noch einige Milimeter Leergang am Kupplungsgriff?
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Beitrag von Ost-Moto » 3. Juni 2007, 21:19

Ja ein-zwei milis sind noch spiel, würd sagen optimal eingestellt. Aber kommt den die Kupplung immer so auf den Letzten Drücker...?

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Beitrag von Gobi » 3. Juni 2007, 21:22

Nein- ich hab oben noch was ganz wichtiges vergessen: wenn sich die Nieten gelockert haben, kann sich das auch so anfühlen, das war bei mir damals der Fall, allerdings schon beim Anfahren spürbar. Das Du es erst ab 60kmh spüren willst, finde ich seltsam.

Mal sehen, was die Anderen sagen.......
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Beitrag von EMW-Junkie » 3. Juni 2007, 21:51

Wenn die Einstellung OK ist, dann bleibt nichts weiter übrig als Auseinanderbauen und nachsehen.

Das eine verschlissene (oder verölte) Kupplung immer zuerst im höchsten Gang rutscht ist normal, da sie dort das höchste Drehmoment übertragen muß,- jedenfalls bei uns im Flachland...
BildOldis fahren und daran schrauben macht süchtig!Bild

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Beitrag von emw-ute » 4. Juni 2007, 07:32

Ost-Moto hat geschrieben:Ja ein-zwei milis sind noch spiel, würd sagen optimal eingestellt. Aber kommt den die Kupplung immer so auf den Letzten Drücker...?
Wenn das Spiel knapp eingestellt ist, kommt auch eine gesunde Kupplung spät. Frage wäre, wo Du die 1-2 mm gemessen hast: am Handhebel oder unten am Getriebe?
Letztlich ist weniger das Spiel am Handhebel entscheidend, sondern das was davon noch unten ankommt. Diesbezüglich haben wir bei unserer DKW mal negative Erfahrungen gemacht, als die Maschine bei zügigem Durchfahren von Bodenwellen immer auf "schleifende Kupplung" ging, obwohl auch bei dieser Maschine der Zug nicht entlang einfedernder Baugruppen verlegt ist. Vergrößerung des Spiels schaffte damals Abhilfe.

Bevor man alles auseinanderbaut, würde ich mir letzte Klarheit verschaffen und folgendes probieren:
Das Spiel am Handhebel vergrößern auf 4-5 mm. Dann Probefahrt und dabei auch in niedrigen Gängen ruckartig beschleunigen.

Wenn's dann rutscht, ist die Kupplung ausbauwürdig.

k.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Falls verölt.....

Beitrag von Erwin » 4. Juni 2007, 20:49

Wenn sie verölt sein sollte (beim Ausrücklagerschmieren übertrieben oder Undichtigkeit an KW?) würde ich mal einen ganz banalen Trick probieren: Gummistopfen aus dem Motorgehäuse ziehen, eine Wanne unter Motor/Getriebe stellen, und die alte Dame im Stand langsam tuckern lassen. Dann großzügig bei gleichzeitig gezogener Kupplung Bremsenreiniger durch die Öffnung im Gehäuse sprühen. Damit sollten etwaige Ölrückstände soweit reduziert werden, dass die Kupplung vorerst wieder einwandfrei zupackt. Anschließend nicht vergessen, dass Ausrücklager wieder sparsam zu fetten.

Viel Erfolg!
Erwin

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Beitrag von Ost-Moto » 4. Juni 2007, 21:09

Also das spiel war am Getriebe gemeint, danke. Den Trick mit dem reinigen per Schauloch bzw. Fettloch habe ich schon einmal gemacht, da ich (!) kurz vor der Feststellung des Rutschens (etwa 200km später) die Kupplung ab-gefettet hatte! Nun war sie so rein, daß sie beim ziehen im Stillstand schon "knurrte" und rutschte trotzdem :( . Mal sehen wenn das Wetter und DIE ZEIT am Wochenende passt werd ich die Sau nochmal im Bremsenreiniger ertrinken und zwei-drei Züge Fett geben. Schöne Woche noch!!! :prost:

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Beitrag von Killerniete » 4. Juni 2007, 23:08

2 bis 3 Hübe mit der Fettpresse ist recht viel da du ja erst kürzlich gefettet hast.
Mit dem Reinsprühen erreichst du auch nur eine Seite der Scheibe.
Denk eher das die Scheibe am Ende ist (Verschleißteil) oder total verölt durch´s Getriebe.
Möglich sind auch schlaffe Federn oder sich lösende Federstifte -
mal über Montageloch kontrollieren - nur rechtsrum versuchen nachzuziehen. :? :? :?
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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