Kurbelwelle zerlegen

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Kurbelwelle zerlegen

Beitrag von Gobi » 1. April 2009, 07:59

gibts da irgend was zu beachten? Geht der Pleullagerzapfen nur in eine Richtung raus oder so?
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Beitrag von SLAGDER » 2. April 2009, 08:13

Was hast du vor? Willst du die KW selbst instand setzen?

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Beitrag von Gobi » 2. April 2009, 08:19

nein, eine neue bauen! Ist was für die fernere Zunkunft...... :cool:
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Beitrag von rostlaube » 3. April 2009, 09:58

Hallo Gobi, was hast Du vor? Ich will ja immernoch den Hubzapfen von einer XT 600 KW in die EMW-KW einbauen. Dazu muss der XT-Hubzapfen nur gering abgedreht werden. Wenn man die dünneren Distanzscheiben von der XT nimmt, gleicht man damit sogar die größere Breite des XT-Pleuels aus. Die Hybrid-KW ist dann nur 2mm breiter, als EMW, was sicher nicht so schwer an anderen Stellen auszugleichen ist.
EMW-KW hat einen abgesetzten Hubzapfen. Keine Ahnung wie der ohne Spezialunterbau rausgehen soll.
dranbleiben

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Beitrag von SLAGDER » 3. April 2009, 11:36

Nur eine Idee :mrgreen: Spann die KW in die Drehbank, aber Vorsicht :!: :!: :!: das Pleuel :!: :!: :!: Dann drehst du die Kurbelwangen einfach runter :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Du wolltest doch den Hubzapfen? Vielleicht konnte ich dir damit helfen :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


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Beitrag von Gobi » 3. April 2009, 19:44

Das Ding soll schon heile bleiben - der Hubzapfen ist abgesetzt? Also lässt er sich nicht rausdrücken?

Wir spielen gerade rum einen Motor mit mehr Hub zu bauen , aus diversen Gründen...... bevor ihr jetzt wieder schreit, daß das nicht geht - es geht eine Menge, ist nur sau aufwendig :roll:
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KW auseinander

Beitrag von willi425S » 3. April 2009, 19:51

Bild :?:
Wenn ich das Bild sehe, geht es nicht mit drücken, eher die Wangen abziehen...
Grüße aus Sachsen Torsten.
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Erwin
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Abziehen!

Beitrag von Erwin » 3. April 2009, 20:59

Hatte auch auf den 1. April getippt, deshalb die späte Antwort: Abziehen ist absolut korrekt. Dazu brauchst Du einen wirklich stabilen, großen Abzieher. Mit Baumarktzeugs wird das nix!
Ein Schenkel wird direkt neben dem Hubzapfen platziert, der andere gegenüber, also deutlich weiter vom Hubzapfen entfernt. Das Ganze unter deutlich Spannung geben, und dann die abzuziehende Hubscheibe schnell und reichlich rund um den Hubzapfen erwärmen. Abzieher weiter anziehen.
Die KW sollte vorher natürlich vorsichtig in den Schraubstock gespannt werden.
Achtung: Hubscheibe sichern, da sie sich ruckweise löst, ansonsten könnte sie unkontrolliert durch die Werkstatt fliegen! Wenn die so eingebrachte Kraft nicht ausreichen sollte, kann der Abzieher noch vorsichtig mit einem großen (z. B. 5 kg) Hammer unterstützt werden. (Auf die Abzieherachse tickern)
Klingt brutal, geht aber mit dem richtigen Fingerspitzengefühl.

Habe ich schon ein paar Mal so gemacht.

Zum Zusammensetzen wirst Du allerdings voaussichtlich an einer Presse nicht vorbei kommen.


Viel Erfolg!
Erwin

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Beitrag von Gobi » 4. April 2009, 13:23

:oops: :oops: :oops: :oops: :oops:
Peinlich, peinlich- ab und zu sollte man schon mal in die Ersatzteiliste gucken :oops: :oops: :oops: :oops: :oops:


Danke, die Tips sind aber sehr hilfreich!
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Beitrag von standgas » 4. April 2009, 22:12

Hallo Erwin,
das hört sich sehr interessant an.
Kannst Du bitte mal ein Bild von dem Abzieher einstellen.
Gruß
Standgas
alles war gut

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Beitrag von Paul R 35 » 5. April 2009, 12:25

standgas hat geschrieben:Hallo Erwin,
das hört sich sehr interessant an.
Kannst Du bitte mal ein Bild von dem Abzieher einstellen.
Gruß
Standgas
Hätte ich doch meinen damals mitgenommen... :bang:

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Beitrag von Gobi » 5. April 2009, 18:17

mach doch bitte mal eine kleine Skizze - so richtig vorstellen kann ich mir den nicht
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
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Beitrag von Paul R 35 » 5. April 2009, 20:47

Gobi hat geschrieben:mach doch bitte mal eine kleine Skizze - so richtig vorstellen kann ich mir den nicht
Mit einer Skizze wird des schwierig, live könnte ich es an einer KW erklären.
Das war ein massives, aus einem Stück Stahl gefrästes Teil mit einer Feingewindeschraube, die fast so dick war wie der Hubzapfen. Die Kurbelwelle wurde in die ausgefräste Mulde, die die Form der Kurbelwellenbacke hatte eingelegt. De Abzieher griff in den Spalt zwischen dem unteren Pleuelauge und der Backe. Viel Fläche ist da nicht, aber die Wand war so stark wie es der Spalt zulässt, und die Mulde reichte von der Tiefe bis an das Gegengewicht der Backe. Ich selbst habe es nie benutzt, aber mein Vater hatte damit ein paar Kurbelwellen auseinandergebaut. Zusammengebaut wurden sie dann im Betrieb mit einer Presse.

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Bild vom Abzieher

Beitrag von Erwin » 5. April 2009, 21:57

Ich stelle in den nächsten Tagen mal ein Bild ein.

Gruß
Erwin

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Beitrag von icwiener » 6. April 2009, 12:38

wenn du ne presse mit mind. 20t zur verfügung hast wirds üblicherweise mit einem gefrästen block gemacht:
Bild

da wird die kurbelwelle reingelegt und der hubzapfen rausgepresst:

Bild

also wird zwangsweise über den pleuelfuss gepresst, der sich dabei gut verbiegen kann. wärme nützt wenig, weil beides stahl und gut verbunden, wird also gleichmäßig warm. beim zusamenpressen kann hirschtalg als schmiermittel genommen werden. eine testwelle kam bei mir aber erst bei knapp 40t, also die presse sollte schon etwas kräftig sein. dass ein abzieher sowas kann kann ich kaum glauben. die prozedur ist übrigens auch im apfelbeck beschrieben...

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