Oberflächen an der EMW °

Lack, Embleme, Chrom, Aluteile usw.
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21Peter

Oberflächen an der EMW °

Beitrag von 21Peter » 8. Dezember 2002, 13:06

Hallo,
ich habe wieder einmal einige Fragen.
Ich möchte jetzt meine EMW Restaurieren und habe natürlich keine Ahnung.
Deshalb folgende Fragen.
Was war eigentlich wirklich an der EMW Verchromt ( was genau vom Kardan...etc.)
Wie sah genau die Linierung aus ( breite etc. ) gibt es da ein Muster oder eine Schablone ? Wie sah der Motorblock aus, - Matt oder wie ich sehr oft sehe Poliert bis zum letzten...?! Was muß ich mir beim Motor und Getriebe genauer Ansehen ? Fragen über Fragen... dank für jeden Hinweiß
Eurer 21Peter

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Gobi
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Beitrag von Gobi » 8. Dezember 2002, 13:07

Also verchromt war der Kardan Komplett, das Lenkerrohr, der Ring an der Lampe, z.T der Rückstraler(? da kann ich irren) , der Kickstarter, noch was vergessen? Der Mittelteil der Lichtmaschine ist eigentlich nicht verchromt gewesen, sondern nur Poliert (? verzinkt?)
Linierung ist Handarbeit von Spezialisten, da muss man schon ein Ruhiges Händchen haben und ´ne Weile üben denke ich mal.
Wer´s wirklich genau wissen will, ich habe einen Schönen Artikel zu dem Thema.
Mit dem Motorblock bin ich auch extrem unschlüssig, ich habe geandstrahlt und poliert, scheint mir nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss.
Den Sand zu entfernen ist nachher nicht so einfach, er steckt überall drin, obwohl ich versucht habe alles abzudichten, und die Gusshaut ist auf alle Fälle hin, das heisst, die Oberfläche ist mikroskopisch angeraut und oxidiert dann auch wieder schneller.
Zu Motor und Getriebe könnte ich vorerst nur Allgemeines sagen....
Kauf Dir schon mal "Besser machen" das Geld ist gut angelegt.

Fidel

Beitrag von Fidel » 8. Dezember 2002, 13:08

Moin !
Meines Wissens nach, war der Rückstrahler (kein AWO-Licht sondern ein kleines rotes Lichtchen, wie bei alten BMW) schwarz lackiert.
Wichtiger Hinweis ! Wenn der Motor-Getriebe-Block sand- oder glasperlbestrahlt wird, um diese Teile optisch "schön" hinzubekommen, ist dies eigentlich eine fataler Fehler, da eine glatte Oberfläche einen schnellen Wärmeaustausch verhindert und die Maschine heiß läuft (geht gefährlich schnell bei EMW, vorallem im stop-and-go). Mein Block ist "oginol". Da würde zur guten Abhilfe der ebay-Kauf einer größeren Ölwanne (+300ml für 45,- € aufwärts) sich positiv auswirken (hab ich gekauft).

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Gobi
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Beitrag von Gobi » 8. Dezember 2002, 13:10

Das mit dem Wäreaustausch scheint mir dann doch etwas gewagt, das kann doch nicht an der Oberflächenbeschaffenheit scheitern.
Gut, ich kann es aber nicht beurteilen, noch ist meine Kiste nicht gelaufen, aber ich behaupte doch mal, die Ursachen sind woanders zu suchen.
Trotzdehm würde ich nicht mehr strahlen, aber was ist die Alternative?

Kai

Beitrag von Kai » 8. Dezember 2002, 13:13

Hallo,
nun gebe ich auch noch meinen Senf dazu, Wärmeaustausch hin und her, eigentlich sollte der Austausch ja bei einer aufgerauhten Fläche besser funktionieren, da sich aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit die Abstrahlfläche vergrößert, was sich jedoch bestimmt nur unwesentlich bemerkbar macht. Wichtiger finde ich schon den Tipp mit der größeren Ölwanne.
Weiterhin und das ist eher das Kritische, birgt Sandstrahlen des Motors immer die Gefahr, daß sich Strahlgut im Motor verirrt und später tolle Schäden hervorruft. Ist gerade einem "EMW-Fahrer" passiert, ihm ist das untere Pleuel der Kurbelwelle fesrgelaufen, nach vorhergehender Restauration und "Sandstrahlen" .

Gruß Kai

21Peter

Beitrag von 21Peter » 8. Dezember 2002, 13:14

Hallo,
ich habe mich nach langen Überlegen dazu entschlossen den Motorblock etc. nicht zu Strahlen, egal mit was. Das negative Beispiel von Kai hat mich entgültig Überzeugt ! Alles restaurieren und dann so`n Mist...
Ich habe versuchsweise das Polieren mit Drahtbürstenaufsätze für die Bormaschine an einem RT 125 / 3 Motor getestet ( der war Schrott ) und habe damit ein sehr gutes Ergebnis erziehlen können. Zumal es von diesen Aufsätzen verschiedene Größen gibt um auch an die kleinste Stelle zu kommen. Mal sehen wie es bei der EMW geht... ?! Ich denke auch das die EMW nicht mit glänzenden Motorblock aus dem Werk gerollt ist...
Gruß 21Peter

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Strahlen oder nicht Strahlen...

Beitrag von Gobi » 8. Dezember 2002, 13:15

Eine weise Entscheidung wie mir scheint, ich würde es heute genauso machen, bzw. habe es nach dem Strahlen so gemacht, um die Oberfläche etwas glatter zu bekommen.
Die Frage ist nur kommst Du überall ran? Das ist ja nun der Vorteil des Strahlens.
Übrigens theoretisch müsste es auch chemisch gehen und zwar mit Natronlauge, hat da jemand Erfahrungen gesammelt?

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Beitrag von Hortkind » 29. Dezember 2002, 01:16

Bürstenaufsetze nur messing borsten sonst mit stahl borsten zerkratzt die oberfläche aber auch muttis topfreiniger ausn schlecker (die kleinen drahtwollekugeln :idea: ) bringt mit etwas handbetrieb schöne `natürliche´ :wink: ergebnisse.

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Beitrag von Thurisaz » 16. März 2003, 00:14

Ich habe die Oberflächen von Motor und Getriebe mit (zugegeben ziemlich grobem) Korund gestrahlt (auf Alu kann man damit ziemlich drauf rumhuren,ein härteres Material kann es einem aber schnell übel nehmen;einen Krümmer habe ich damit schon durchgeschossen)),da man mit mechanischen Werkzeugen nicht überall hinkommt und die ganze Oberfläche mit einer dicken Dreck- und Oxydschicht bedeckt war.
Hinterher eine kleine Pinselförmige Messingbürste auf die Bohrmaschine und vorsichtig drübergehen- das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Wichtig: Alle Dichtflächen vorher mit Strahlfolie (von Tesa,gibts auf Rollen ab Klopapier-Größe beim Glaser oder beim Steinmetzen) sorgfältig abkleben!
Zusätzlich habe ich die Gehäuse vor dem Strahlen mit feuchten Lappen ausgestopft und hinterher gründlich heiß ausgekärchert,nun dürfte eigentlich nix mehr passieren.....

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Beitrag von Daniel Dorn » 16. März 2003, 23:19

Hab ich auch gemacht, dann 10 min gefahren und erster Ölwechsel dieser Bewies sich als sehr wichtig. Denn da kann doch noch ganz schön was raus.

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Beitrag von Gobi » 16. März 2003, 23:50

Ich kann auch nur warnen, ich habe auch gekärchert und finde immer noch Sand!!!!! Deshalb sage ich heute Sandstrahlen (Glasperlen, Nußschalen und weis der Geier was... ) ist Kacke :nono:
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Daniel Dorn » 17. März 2003, 08:47

JA, das stimmt schon aber so nach dem dritten Ölwechsel und 150 km mehr findest du nichts mehr.

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Beitrag von lorchen » 17. März 2003, 20:50

Aber was der Sand auf den 150km schon im Verborgenen angerichtet haben kann (Lebensdauerverkürzung)!
Ich sag's nochmal: Motor mit der Polierwatte Nevr Dull abreiben und fertig. Das reicht mir. Die Maschine ist 49 Jahre alt!!!

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Beitrag von Thurisaz » 17. März 2003, 21:26

Naja,wer ne zentimeterdicke Keim- und Oxydkruste mag.....
Und mit Polierwatte auf rauher Oberfläche,das ist doch wie der Kampf von Don Kojote gegen die Windmühlen :nono:
Nicht kleckern,sondern klotzen,sag ich mir da,ich bin kein Freund langwieriger Unternehmungen.
Nur durch Strahlen kriegst du alle Oxydnester weg,die sich oft tief ins Material gefressen haben,vor Allem im Batteriefach! Und die du sonst mit Drahtbürsten nur ins Material einmassierst!
Noch schlimmer isses bei Stahl,mit Drahtbürsten und Schleifpapier und son Zeug kriegst du das niemals vollständig sauber und verbleibende Eisensulfatnester sind immer neue Rostherde!
Ich schwöre solange auf Sandstrahlen,bis mir das Gegenteil bewiesen ist!

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Beitrag von Daniel Dorn » 17. März 2003, 22:21

Ich schließe mich da an. Außerdem kommt dadurch die schöne helle Oberfläche vom gießen wieder.

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