Entrosten !!!

Lack, Embleme, Chrom, Aluteile usw.
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onkel
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Entrosten !!!

Beitrag von onkel » 26. Februar 2007, 21:58

Da mein Tipp zum Entchromen Euch recht gut gefallen hat,
kommt hier der Teil 2 :
ROST !!!, der schlimmste Feind , den es nach der Bundesregierung gibt.
Aber es gibt Abhilfe :
Man nehme ein 12 Volt Ladegerät mit Ampereanzeige.
In einen Kunstoffbehälter ( aus PE-HD , kleine Teile z.B. Tupper !!! , grosse Teile z.B. Baukübel ) giesst man Wasser ein, bis das zu entrostende Teil stark bedeckt ist.
Nun schließt man an den Minuspol das Bauteil an, und an den Pluspol ein EDELSTAHL-Blech.
Die Teile dürfen sich nicht berühren !!!
Dann gießt man ganz langsam techn. Natronlauge ein, bis der Ampermeter 5-6 Ampere anzeigt.
Falls zuviel eingegossen wurde, mit Wasser wieder verdünnen.
Die Natronlauge stellt man am Billigsten aus Natriumhydroxid, bzw. Ätznatron selbst her.
50 g. Natriumhydroxid auf 0,5 Liter Wasser. Achtung, die Mischung wird warm !!!
Nach einigen Stunden, bis max 2 Tagen ist das Bauteil komplett entrostet, ab und zu wenden.
Darauf achten, dass die Amperzahl nicht über 10 Ampere hinausgeht.
Falls ja, wieder Wasser auffüllen.
danach, alles gut Wässern ( bedenkenlos über Kanalisation ) und mit WD40 oÄ einsprühen.
Die Bauteile sind hellbraun bis dunkelbraun gefärbt, und sehr resistent gegen weiterrosten.
Viel Glück, und Vorsicht beim Umgang mit der Lauge.

Gruss Onkel.

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Beitrag von Gobi » 28. Februar 2007, 14:31

Interessant! Hast Du eine Ahnung wie das funktioniert? Bzw. wo hast Du das her?
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Stefan1957 » 28. Februar 2007, 21:40

Wie dürfen solche rostigen Teile aussehen? Richtige Narben oder nur Oberflächenrost bzw. Flugrost?
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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onkel
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Beitrag von onkel » 28. Februar 2007, 22:07

Hallo,
Einfach probieren.
Damit kann man natürlich kein Material wieder auftragen.
Wo Löcher sind, bleiben Löcher !!!
Die Methode ist eigentlich schon sehr alt, und findet in der Industrie Anwendung.
Denkt aber dran, es ist eine Lauge !!!
Chemisch erklären kann ich das ganze nicht wirklich gut, aber es funktioniert.
Es eignet sich sehr gut für Teile, die nicht mechanisch bearbeitet werden können, oder sollen.
Ich habe u.A. Getrieberäder, Federn, Nockenwellen vernarbte !! Unterbrecherkontaktgehäusedeckel ( geiles Wort ) schon entrostet, und bin absolut zufrieden.
Ein Vorteil ist für mich auch, dass mein Ladegerät für mich arbeitet, während ich hier jetzt schreibe....... :D
Gruss Onkel

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Re: Entrosten !!!

Beitrag von Speedy24 » 27. Oktober 2014, 21:35

*ausgrab*

wie schauts bei dieser Prozedur mit dem Chrom aus?
Ich habe einen alten, total angerosteten kompletten Auspuff aufgetrieben - passend zu meiner Patina-Maschine. Den "braunen" Oberflächenrost hab ich mit 320er Schlafpapier und Schleif-Fließ runter, geblieben ist nun ca 60% Chrom, 30% dunkelgraues (angerostetes) und 10% blankes Blech. Diesen Rest würd ich gern nach dieser Methode chemisch entrosten, v.a. auch wegen des Inneren, an den man ja nicht rankommt - den Chrom will ich aber unbedingt behalten. Geht das überhaupt?
Das blanke Blech würde ich im nachhinein noch mir Phosphorsäure behandeln damits nicht weiterrostet


Grüße und Danke!
Alex
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