Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

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Beitrag von bergth » 30. Januar 2008, 09:31

Gobi hat geschrieben:Hm, ich hab das letztes Jahr mal probiert und war nicht unbedingt überzeugt- bei mir wurde alles ganz dunkel!

kommt nur auf die nachbehandlung drauf an

Auf keinen Fall sollte man das Alu zu lange darin liegen lassen- es wird regelrecht angegriffen!
stimmt absolut
ich hab das zeug auch draufgepinselt und nicht darin eingelegt
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Beitrag von derMatze » 30. Januar 2008, 12:05

Werden die Dichtungen angegriffen?
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Beitrag von bergth » 30. Januar 2008, 12:07

derMatze hat geschrieben:Werden die Dichtungen angegriffen?
gegenfrage:
warum, zerlegst du den motor dabei nicht?
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Beitrag von derMatze » 30. Januar 2008, 12:27

bergth hat geschrieben:...gegenfrage:
warum, zerlegst du den motor dabei nicht?
Es gibt Sachen die überlasse ich Profis und meine Emma soll in den nächsten 1-2 Jahran fertig werden.
Zuletzt geändert von derMatze am 30. Januar 2008, 12:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von bergth » 30. Januar 2008, 12:31

falls der motor zusammengeschraubt bleibt, rate ich dir von meiner methode ab.
wenn das in fugen läuft, die du nicht 100% auswaschen kannst, frisst es dir das ganze aluminium auf dauer zusammen.

aber einen kompletten motor glasstrahlen?
hat das schon jemand gemacht?
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Beitrag von Benzinkuh » 30. Januar 2008, 14:08

Hallo
Der Motorenzerleger meines Vertrauens hatte einige Motoren (Perlgestrahlt) daliegen, rät allerdings jedem davon ab. Habe mir das Ganze dann mal genauer angeschaut. Dünne Wandungen (Schraubenlöcher am Rand die nach oben hin spitz zulaufen) werden sehr stark reduziert. Sieht nicht ganz Gut aus! Zylinder und große Teile dagegen SUPER.
Gruß
Michael

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Beitrag von Jan » 31. Januar 2008, 23:04

Außer demZylinder würde ich vom Motor nichts strahlen! Alu bekommt durchs Strahlen eine leicht raue Oberfläche, die später nur schlecht zu reinigen ist. Es gibt aber ein Strahlverfahren, bei dem Stahlkugeln auf das Werkstück geschossen werden. Bei diesen Verfahren bekommt man eine leicht verfestigte Oberfläche anstatt Abtrag. die Oberfläche ist dann etwas dunkler, aber hat eine gleichmäßige Struktur.

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Beitrag von Benzinkuh » 1. Februar 2008, 17:07

Hallo
Aus allen Antworten könnte man als Fazit schließen, daß eine Vorbehandlung mit Natronlauge (nur in zerlegtem Zustand) sowie ein anschließendes Bürsten mit Edelstahl- bzw Messingbürste das beste wäre?????
Gruß
Michael

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Beitrag von Jan » 1. Februar 2008, 20:26

Um eine Zerlegung wirst du auf keinen Fall herumkommen, es sei denn du willst in Kauf nehmen, dass dir der Motor gleich verreckt. Laugen, Säuren und dergleichen haben ja die Aufgabe zu zerfressen, und das tun sie auch. Aberwarum wollt ihr unbedingt mit scharfen Sachen vorarbeiten? Ihr habt schon eine Vernarbung des Aluminiuns Altersbedingt. Warum also noch weitere, ev. tiefere Lunken schaffen. Das Ziel ist doch diese Vernarbung zu entfernen, oder? Also mein Tipp: Motor zerlegen, mit Benzin richtig säubern und dann mit feinem Schmirgel den Block polieren, bis alle Lunken entfernt sind. Hab ich schon gemacht, mit eindeutigem Ergebnis. Allerdings ist das richtige Knochenarbeit, und die Sache ist nicht in 1-2 Stunden erledigt.

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Beitrag von Benzinkuh » 5. Februar 2008, 23:03

Als Ergänzung zu diesem Thema hier noch ein interesanter Beitrag aus dem Forum!

viewtopic.php?t=124

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Beitrag von Benzinkuh » 7. März 2008, 15:11

Hallo
Kann die Methode von Berght nur weiter empfehlen! :top:
Die Sandgusstruktur kommt sehr schön zur Geltung, :hüpf:

Hier noch drei Filmchen für die EMW Fahrer die es nicht mehr erwarten können zu fahren. (Ton anmachen nicht vergessen.

http://www.youtube.com/watch?v=_GzXSFG4yak

http://www.youtube.com/watch?v=P7r6lKkfFcQ

http://www.youtube.com/watch?v=2Fk3u2uZ ... re=related

http://www.youtube.com/watch?v=D7Gnmpgc ... re=related

Gruß
Michael

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Re: Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

Beitrag von BeNZin68 » 20. Oktober 2010, 20:02

Ich arbeite selbst beruflich mit verschiedenen Strahlverfahren. Strahlen mit Korunt, Sand oder ähnlichem geht für Aluminium gar nicht. Es wird dann zwar sauber aber auch sehr rau. Diese Verfahren sind nur etwas um alte Lacke zu entfernen oder gegebenenfalls dann noch einmal ein Finisch mit Glasperlen zu strahlen. Die Oberflächenstruktur wird beim strahlen mit Sand oder Korunt zerstört. Mit Glasperlen bleibt die Struktur erhalten, Die Glasperlen liegen im 0,03mm Bereich und reinigen so jede Oberfläche. Da wird dann auch kein Material abgetragen, es sei denn man hält die Strahlpistole Minutenlang auf die selbe Stelle oder die Oberfläche ist an sich schon so stark korrodiert, das das Material sich schon durch diese Korrosion zersetzt hat. Die Optik ist Silber, leichter Glanzeffekt. Die Methode mit Stahlkugeln, welche weiter Oben beschrieben ist, nennt sich Hochglanzverdichten und wird z.B. bei Alu-Felgen für Auto´s angewendet. ist aber für den Motor nicht zu gebrauchen, da dann die Oberfläche super glänzend wird. Eine Alternative zum Glasperlstrahlen ist eine einfache Reinigung mit Motorreiniger oder Bremsenreiniger (bekommt man in jedem Zubehörladen). Davon werden die Oberflächen einfach nur sauber und behalten Ihren originalen Charme. Von Drahtbürsten rate ich auf jeden Fall ab - das geht gar nicht - habe schon genug vermurkste Flächen gesehen.
Wer Interesse hat - ich strahle auch für andere.

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Re: Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

Beitrag von Thurisaz » 27. September 2016, 15:39

Also... ich hatte bei mir das ganze damals einfach mit Korund gestrahlt... das sieht natürlich erstmal ganz schön kacke aus, aaaaber....danach nimmste einfach ne Bohrmaschine und machst eine pinselförmige Messingbürste drauf und gehst über die Teile... sah anschliessend aus wie frisch aus der Gussform :top:
Meine Erfahrung ist, wenn man vorher nicht strahlt, massiert man den ganzen Blumenkohl so richtig schon schwarz- schmierig ins material beim Bürsten....
Es ist der Tag nicht mehr fern, ab dem ihr mich anbeten werdet und "Heiland" oder auch "McGyver´s Lehrmeister" nennen dürft....*grins*

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Re: Motor Sandstrahlen oder Bürsten?°

Beitrag von nobse64 » 10. Januar 2017, 10:22

Noch einmal zum Thema " Reinigen mit Natriumhydroxid" !
Ich bin gerade am Aufbau eines Scheunenfundes. Daher meine Erfahrung bzw. Empfehlung.
Natriumhydroxid ist meines erachtens nichts weiter wie Farbabbeizer. Ich habe die total verdreckten Teile wie Kardan Getriebe samt Motorblock gekärchert, was nicht wirklich geholfen hat. Auch der Geheimtipp "Leunamot" sowie Anwendungen vom Motoren bis zum Kaltreiniger (vom Baumarkt bis zum empfolenen Industriebedarf), mit und ohne Einweichen über Stunden, haben nicht wirklich etwas gebracht.
Ich hab die zerlegten, Metallteile entfettet, mit Abbeizer aus dem Baumarkt eingepinselt und anschließend mit einem Pinsel gut einmasiert (damit kommt man in jede Ecke). Anschließend im oder mit Wasser das ganze sauber gepinselt. Zwischendurch für die ganz hardnäckigen Ablagerungen mit Drahtbürste und Schraubenzieher nachgeholfen. Das ganze wiederholt und nach dem Trocknen das ganze, grob mit der Handbürste überflogen. Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. 98% der Teile hab ich es sauber bekommen und für einen Patinarestauration völlig ausreichend. Der einzige Nachteil ist jedoch, es stinkt ungemein und es sollte nicht in einem bewohnten Haushalt (Keller oder ahnliches) angewendet werden.
mfg. Nobse :prost:

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