Hydronalium

Werkstoffkunde + Löten, Schweissen usw
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emw-ute
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Hydronalium

Beitrag von emw-ute » 24. Juli 2008, 14:10

Habe ich in einem anderen Forum gefunden, und wollte es der werten Leserschaft nicht vorenthalten.
Zur Verdeutlichung: laut Werkstatthandbuch der EMW besteht deren Zylinderkopf aus "Hydronalium".
Da hier im Forum immer mal wieder die Frage des Materials bzw. der Schweiß-/ Lötbarkeit z.B. bei abgebrochenen Rippen am Zylinderkopf auftauchte, nachfolgendes "Fundstück":

Hydronalium ist eine Firmenbezeichnung der Vereinigten Aluminium-Werke Lautawerk (heute Bitterfeld) für eine Aluminium-Magnesium-Mangan Legierung. Registriert etwa gleichzeitig wie das "Elektron" ca. 1910
Grundlage für die Legierung war die Möglichkeit, grosse Mengen Ätznatron und Chlor herzustellen, die für die Reduktion des Aluminiums und Magnesiums nötig sind.

Durchgesetzt haben sich Hydronalium HY51 und HY511 mit ca. 4,5 - 5,5% Mg, ca. 1,0% Si und 0,5% Mn. Dieser Typ gilt als seewasserbeständig, schweissbar und warmbeständig bis ca. 250 - 300°C. Durch den hohen Magnesiumanteil ist sie auch leichter als Reinalu.

Diese Legierung gibt es heute noch im Portfolio vieler Giessereien und zwar unter den Namen Peraluman, Honalium oder Hüttal. Die korrekte Bezeichnung nach DIN EN 1706 ist EN AC-51400 bzw. EN AC-AlMg5(Si)

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k.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Andrebiker
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Beitrag von Andrebiker » 29. Juli 2008, 06:28

Super, Klaus :top:
Unsere Motorräder laufen nun schon 60 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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