Tachoelektrifizierung

Spiegel, Bowdenzüge
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Stefan1957
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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Stefan1957 » 2. September 2012, 07:42

Kerzenstecker Unterschied zu nicht entstört, steht ja auf den Blechkappe drauf.
Aber wie erkennt man eine entstörte Zündkerze?
Sind NGK generell entstört? :frank:
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Danny
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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Danny » 2. September 2012, 07:47

Erkennst du doch an der Bezeichnung,google einfach mal da findest du die Angaben zur Bezeichnung der Kerze.
Eine BMW kann nicht einzylindrig genug sein

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von nafets » 9. September 2012, 17:44

Hallo Stefan1957,

NGK Zündkerzen (und auch die der anderen Hersteller) sind nicht generell entstört.
Die passenden NGKs sind B6HS bzw. entstört BR6HS

Gruß
Stefan

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von zerdepperer » 27. September 2012, 16:30

Das selbe problem hab ich auch!
Der Tacho nimmt sich beim fahren einfach ne neue Nullstellung bei der momentanen Geschwindigkeit!
Die Sache mit dem Elko hab ich auch schon probiert hat aber nix gebracht!
Gut dann werd ich mal nach der Kerze und dem Steker sehen!
MfG Matthias

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von nafets » 30. September 2012, 20:29

Hallo Matthias,

ne weitere Ursache kann möglicherweise auch noch sein, daß die Versorgungsspannung einfach zu niedrig wird. So vonwegen viel Leerlauf, Licht an und eine schlappe Batterie, welche die Spannung nicht mehr halten kann, wenn von der Lima grad nicht genügend kommt.
:!: :!: :!: Achtung: Ist nur so eine Theorie, hab es nie probiert, möglicherweise käme dann aber auch kein Zündfunke mehr.

Gruß
Stefan

mein Tosch Tacho funktioniert prima :pat: , zeigt nur zu wenig Spitzengeschwindigkeit an, aber das liegt nicht am Tacho :rollo:

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von zerdepperer » 1. Oktober 2012, 20:11

Nee fahre meist ohne Licht! Und passiert auch wenn ich 70 fahre und dann nimmt er die 70 als neue Nullstellung!
Ich werde einfach in nächster Zeit mal nach der Kerze und dem Stecker sehen, denn der Stecker ist noch ein alter aus der DDR ohne Metallisolierung.
MfG Matthias

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Gobi » 10. April 2013, 20:58

So, ich hab jetzt auch mal endlich meinen Kerzenstecker getauscht, der tatsache ohne Widerstand war und siehe da, es scheint zu gehen! :roll:
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Killerniete » 6. April 2015, 16:37

Hallo
Kann ich nun auch bestätigen die Zündanlage muß entstört sein ,hatte auch Probleme mit dem Tacho dann erst mal alte DDR Kerzenstecker drann und schon geht der Tacho prima werd aber noch mal mit entstörten Kerzen probieren -zwecks der Optik.
Nur der Lernmodus da komm ich nicht rein :was?: :was?:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Kombi90 » 1. November 2017, 11:47

Juhu, ich bin nicht der einzige Irre in diesem Universum! :hüpf: :prost2:
ich bin fast vom Stuhl gefallen als ich diesen Thread fand.

-Ich möchte ausgiebig betonen, ich möchte Tosch KEINE Konkurrenz machen, und werde hier mein System auch NICHT anbieten. Dieser Post dient allein zu dem Zweck "Guck mal, ich hab auch was gebaut" und der Ideenfindung. Als der Threadsteller das System entwickelte war ich 14 und froh wenn meine LED Leuchtet wenn ich sie denn mal richtig herum einbaute. Und ich finde er hat einen Super Job gemacht!

Moin! Sorry schon mal dafür das ich als ersten Post diese "Leiche" ausgrabe... Hätte ich den vorher im Internet gefunden hätte ich mir viel Arbeit ersparen können.

Ich habe da etwas sehr ähnliches gebaut, allerdings zunächst für meine KS 600.. nachdem ich zum 2. mal in der 30er Zone mit 42 km/h gelasert wurde, reichte es mir und ich habe mir überlegt wie man den Tacho genauer bekommt, die einzige Logische Schlussfolgerung war den Wirbelstrom Mist raus zuwerfen und durch moderne Elektronik zu ersetzen :banane:

Meine Elektronik funktioniert recht ähnlich wie die von Tosch, bis auf einen anderen uC und beschränkt auf die reine Tachofunktion am Geschalteten Plus sowie Fest im Flasch gespeicherte Parameter ohne Lernfunktion. Er Nullt beim Einschalten in dem die Nadel wie bei den Drehzahlmessern von Modernen Motorrädern einmal auf Anschlag und wieder zurück fährt, was Spielerei ist, aber ungemein Lustig. Den Stepper lass ich dabei in die Endlagen Fahren, was dank H-Bridge unproblematisch ist.

Interessanter weise bin ich, als ich jenes nun in meine R35 einbauen wollte, auf die gleichen Probleme gestoßen wie viele hier, bei mir ist der Tacho nicht nur ausgestiegen, sonder hat auch gleich den Controller zerschossen.. :banane: Messungen mit dem Oszi ergeben eine wenige Nanosekunden Spitzenpotential von 163V, die meinen kleinen ATMega das Leben kostete. Dieses Phänomen hatte ich an der Zündapp nie. Weshalb ich in diesem Forum nach den Eigenschaften der R35 Zündspule suchte. Ich denke, kann es jedoch nicht beweisen, das dieses Problem mit der Bauform der Zündspule Zusammenhängt, ein ende der Sekundärwicklung ist bei der R35 auf Masse gelegt, was ein wahnsinniges Potential in das Elektrosystem reinfeuern kann, bzw. eine Art Kickback bei der Zündung hervorruft. Die Zündapp hat eine Doppelspule nach dem "Lost Spark" Harley Prinzip.(Eine Kerze Zündet auf UT in einem leeren Zylinder).

Bild
Nicht Wundern, auf der Rückseite der Platine ist noch mehr Hühnerfutter. Hab da aber gerade ein Foto zur Hand.

Bild


Für die Lösung musste ich allerdings auch erst meinen E-Technik Professor befragen. Da das nun nicht ganz alltäglich ist.

In der Automobilindustrie werden Schaltkreise nach der Norm ISO 7637 und DIN 40839 Getestet. (Das sind mehrere definierte Testimpulse wer Lust hat kann sich das ja anschauen)
In der Regel benötigen träge Verbraucher wie Glühbirnen ect. keine Schutzbeschaltung und halten das ohne Probleme aus. Bei Steuergeräten, wie auch unserem Tacho, sieht das schon anders aus.

in einem Auto sowie der R35 treten Transiente auf, schuld daran sind die Bösen Bösen Spulen :snif: ..... Zündspule, Anlasser, Lichtmaschine, Glühbirnen ect.. (Gibts übrigens auch im Hausnetz mit ähnlichem, jedoch weniger gravierenden Effekt). Das will ich hier näher nicht erklären, da haben andere schon ganze Arbeiten drüber verfasst.

Aber wie's immer ist gibt es auch für dieses Problem ein fertiges Bauteil um dem entgegen zu wirken.. die Transient Voltage Suppressor Diode, Kurz TVS Diode (P6KEXX) zusammen mit einer Induktivität sowie einem Elko und die Sache ist geritzt. :laola: Die Diode ist so zu dimensionieren, dass die Maximale Inputspannung des Linaereglers nicht Überschritten werden kann.

Bild

Die Neuen Platinen mit Schutzschaltung sollten nächste Woche fertig sein, die werden dann Blau und etwas Dünner und enthalten weitere Verbesserungen im Layout. Die Grünen Platinen zeigen den Tacho (Nachbau Veigel) der Zündapp und die erste Ausführung ohne Schutzschaltung. Erfolgreich getestet habe ich das bereits auf einer Lochraster Karte diese habe ich vor die Alte Platine gehängt.

PS: Ich finde die Zähler Funktion für Rallys Genial wie Böse, denkbar wäre auch, dass der Tacho nicht die Tatsächliche, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit wieder gibt. In Ibbenbüren zum Beispiel wäre der Pokal damit sicher... aber das Raubt dem ganzen auch irgendwie den Reiz :roll:

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Tosch » 1. November 2017, 14:11

Hallo,

ah, sehr schön, Du bist ja fast auf exakt die gleiche Lösung gekommen wie ich... :cool:

2 Sachen fallen mir auf:
1) Du hast den Motor auf der Platine montiert, das kommt von der Höhe her nicht hin, oder? Bzw. das bedeutet, daß im Tachogehäuse die Auflageflächen abgefräst werden müssen um die PLatine tieferzulegen. Meine Konstuktion mit der zweiten abgesetzten Platine ist aufwendiger, dafür passt alles ohne Änderungen ins Gehäuse (ich fand das eh faszinierend, daß die Leute in den 50-gern schon so weitblickend waren und Auflageflächen für eine Platine in die Gehäusegussform einkonstruiert haben :lol: - die gelb markierten Nasen haben genau die gleiche Höhe wie der Dom mit den beiden Schraubenlöchern, so daß die PLatine hier gut aufliegen kann)
Bild


2) in Deiner Schaltung ist eine normale Diode zum Verpolschutz drin und ein Standard-7805? Ich hatte hier Bedenken wegen 6V und hab eine Schottky-Diode mit besonders kleiner Flussspannung und einen Low-Drop-Regler verbaut.

Deine Entstörmaßnahmen sind ok, hab ich auch schon so oder so ähnlich für hartnäckige Fälle verbaut. Besonders wenn eine Vape-Lima ins Spiel kommt ist das zwingend nötig...
EMW R35/3 Bj.52 --- AWO T Bj.56 --- ETZ 251 Bj.89

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Kombi90 » 1. November 2017, 14:47

ja, das fand ich auch Faszinierend.

Ja, Genau... ich hab ne Fräse und einfach die Nasen und Dom tiefer Gefräst, war für mich Einfacher als die Platine aufwändig zu Konstruieren. Und da die ja nur für mich geplant ist... :) Würde ich das zurück bauen wollen nehm ich längere Schrauben und Distanzhülsen... aber wer will das jetzt schon noch :roll:

Ich seh auch gerade die Nachbautachos haben ne andere Aufnahme, und jeweils ne Schraube Links und Rechts...

Ahm, ja. der 7805 ist jetzt eigentlich ein 3,3V Regler aber das gleiche Package da ist die Diode dann ehr Hilfreich für den Linear Regler. Das habe ich in der Dokumentation noch nicht geändert bzw ehrlich gesagt vergessen. Aber der Low-Drop Regler ist da sicherlich die Elegantere Variante :top: Für 3,3V muss man natürlich einen langsameren Prozessortakt in kauf nehmen aber 16Mhz braucht man nun wirklich nicht dafür. Zumindest nicht wenn das Programm entsprechend schlank ist.

In den alten versionen habe ich jedoch den 7805 erfolgreich verbaut. Zwar ohne Verpolschutz aber in der KS600 ist ne NiCd drin, das läuft seit 1200km ohne Probleme....
der wird jetzt aber auch getauscht gegen Version 2. Meine Alte Version lief an der R35 aber , bis auf die Geschichte mit dem Zerschossenem Controller, selbst bei Experimenten mit Dioden und sogar einem Brückengleichrichter Stabil. Solange man den Motor aus lässt.

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Tabun » 1. November 2017, 20:47

:king: :laola: :king:
Respekt Respekt meine Herren....jetzt haben wir schon gleich zwei solche „Elektronische Heinis“ hier im Forum :prost2: Hut ab.....absolut super zu lesen was man doch so alles bewerkstelligen kann mit bissl denken und probieren!!!!
Dann mal immer weiter so....man wird gespannt sein....auf zukünftiges :top:
Bei solch einem Fachpersonal....gib’s ja vielleicht durchaus neue Pläne????
Wer immer nur das tut, was er schon immer getan hat, bekommt auch nur das, was er schon immer bekommen hat....

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von onkel » 1. November 2017, 20:53

wenn ihr so weitermacht, gibts bald die erste Elektro R35 :was?:
Gruss Onkel,
aus dem wilden, sonnigen Süden

http://www.bmw-r35.de

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Speedy24 » 1. November 2017, 23:05

Sehr geil, danke dass du hier von deinem Tacho berichtest! :danke:
Meine '49 SAG BMW R35 - Suche: Auspuff Schwalbenschwanz BMW, gute Nockenwelle, Lenker mit allen Armaturen, Lampe mit Zünschloss und und und..

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Re: Tachoelektrifizierung

Beitrag von Kombi90 » 2. November 2017, 16:14

:danke:

Für alle die‘s Interessiert...
Habs Grade nochmal getestet.. die Oben von mir gezeichnete Spannungsversorgung mit 7805 und Atmega328p @ 16Mhz(Arduino Konfig) arbeitet bis bis auf eine Bordnetzspannung runter bis 4,5V unter Laborbedingung. Am VCC pin liegen dann 3,6V an, was 0,9V weniger ist als das Datenblatt des Atmega vorgibt für die Taktrate 0-20Mhz. Könnte eine Lineare abhängigkeit sein.

Im Fahrzeug mit Verseuchter Spannung müsst ichs Testen.
Die Mühe Mach ich mir aber nicht, weil ich ja eh auf 3,3V @ 10 Mhz.

It‘s no Bug it‘s a Feature... wenn der Tacho Spinnt ist die Batterie leer :banane:

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