Verzinken von Rädern

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Verzinken von Rädern

Beitrag von Gobi » 16. Juli 2004, 21:05

ich zitiere hier einfach mal:
http://bmw-r12.tripod.com hat geschrieben:Verzinken

Da Räder leicht anstoßen, auch seitlich an Bordsteinkanten, und im Winter meist in sandigem Salzwasser laufen, muß der Rostschutz dick und stabil sein. Eine galvanische Beschichtung scheidet deshalb ebenso wie Lackierung aus. Bleibt die Verzinkung entweder durch Spritzen oder Tauchbad. Aus nachfolgend einsichtigen Gründen kommt hier nur Tauchbad infrage. Vor dem Verzinken muß der "Gesang" als Symptom an der Ursache bekämpft werden. Dazu erhält jeder der zwei Wulste pro Felge mindestens drei Bohrlöcher von ca. 7 mm. Aus ihnen kann der Gesangstoff herausgeschüttelt werden. Je nach Menge ist das eine mühsame Prozedur. Vor dem Verzinken werden die Metallteile obligatorisch in ein Säurebad gelegt, um die Oberfläche vorzubereiten. Durch die Löcher kann die Säure gut eindringen und schnell wieder ablaufen, ohne langfristig schädliche Reste zu hinterlassen. Was noch an Schmutz im Wulst geblieben sein sollte, wird durch das Säurebad aufgelöst. Von gleicher Nützlichkeit sind die Löcher für das Zinkbad. Der flüssige Zink kann bei entsprechender Größe durch die Löcher in den Wulstraum fließen und ihn ebenfalls und zwar endgültig vor Rost schützen. Zusätzlich wird auf diese Weise die Stabilität der Felgen erhöht, selbst und vor allem, wenn sie durch Verrosten Material verloren haben sollten. Auch aus diesem Grund kommt nur ein Zinkbad infrage und kein Zinkspritzen. Letzters könnte den Wulstraum nicht erreichen. Nach dem Zinkbad müssen die Felgen geglättet werden. Wichtig ist, daß an den Auflageflächen der Reifen keine Gußtropfen stehen, ebenfalls nicht in den Löchern für die Speichen. Andere Unebenheiten außen sind nur Optik, innen sind sie egal. Schließlich können die Felgen lackiert oder pulverbeschichtet werden.
Sicher sind bei einer R12 die Probleme schon extremer- langfristig kann man den Tip aber im Hinterkopf behalten
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Beitrag von EMW-Junkie » 17. Juli 2004, 18:40

Es gibt ganz sicher EMW-Felgen noch für die nächsten 200 Jahre! :banane: :banane:

Was soll das also :?: :?: :?: :nein:
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Beitrag von Gobi » 17. Juli 2004, 21:08

Sach ich ja, für die EMW ist es vielleicht etwas übertrieben- 200 Jahre scheint mir aber auch ein bisschen hoch gegriffen....
Und feuerverzinken geht nach Gewicht- kann also nicht die Welt kosten....
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Beitrag von mopped.sven » 1. August 2005, 11:03

Habe jetzt drei Felgen für die EMW strahlen und spritzverzinken lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Kosten beliefen sich auf 15 Euro / Stk. :D , kann man also durchaus investieren. Habe die Teile nach dem Schleifen jetzt zum Pulverbeschichten gegeben und warte gespannt das Ergebnis ab. Das soll nochmal knapp 10 Euro / Stk. kosten.

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Verzinken + Beschichten

Beitrag von micteu » 2. August 2005, 09:27

Hallo,

genau das Thema hatten wir im DR600 Forum. Der spritzverzinkte Rahmen gaste aus und die Kunststoffbeschichtung wurde beschädigt.

Zitat:" Hab den Rahmen ja zum Verzinken gegeben und danach zum Beschichten gebracht. Bei der Pulverbeschichtung hat sich dann herausgestellt dass der Betrieb gepfuscht hat und Zinkspray verwendet hat das saumäßig ausgasst. Dadurch hat sich die Beschichtung vom Rahmen abgehoben und konnte mit dem bloßen Daumen abgenommen werden. Mein Fachmann vom Pulverbeschichten sagt das sei so selten das hat er in den letzten 20 Jahren keine 5 mal gesehen. Der Verzinker hat sich dann rausgeredet das sei nur für Nasslackieren geeignet das Verzinkungsverfahren (galvanisch) usw. ... hinter ist man halt immer schlauer. Mein Fachman hält das für eine billige Ausrede und unzureichende Aufklärung, denn das hörte er zum ersten mal."


Zur Info. Ich hoffe, dir passiert das nicht.

Gruß

Michael

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Beitrag von mopped.sven » 2. August 2005, 19:00

Hallo Michael,

unter Spritzverzinken ist grundlegend zu verstehen, dass flüssiger Zink (durch Wärme erzeugt, nicht durch Lösungsmittel... ) auf das metallisch reine Grundmetall aufgebracht wird. Dein Verzinker hat da scheinbar ein Verständnisproblem mit der Technik. Habe da jetzt schon einige Teile machen lassen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Die Muster haben sich weder mechanisch noch chemisch ohne weiteres beschädigen lassen.

Gruß Sven

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Spritzverzinken

Beitrag von micteu » 2. August 2005, 20:33

Hallo Sven,

ich möchte dir auf keinen Fall deine Pläne madig machen. Ich hatte bisher unter Spritzverzinken das Aufbringen einer zinkhaltigen Schutzschicht per Sprühdose oder Spritzpistole verstanden. Und bei diesem Kollegen mit dem DR600 Rahmen ist es wohl auch so geschehen, was das Ausgasen erklärt. Wenn es bei dir ohne Probleme funktioniert, umso besser :) .

Gruß

Michael

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Beitrag von EMW-Junkie » 2. August 2005, 21:58

mopped.sven hat geschrieben:Hallo Michael,

unter Spritzverzinken ist grundlegend zu verstehen, dass flüssiger Zink (durch Wärme erzeugt, nicht durch Lösungsmittel... ) auf das metallisch reine Grundmetall aufgebracht wird.
Gruß Sven
Nur so, ist das wirklich Spritzverzinken. :top: Das kann man dann natürlich auch gut pulvern lassen.

Wenn der Pulverbeschichter seinen Mist wirklich auf (Zink)-Lackfarbe gepustet haben sollte, gehört er eigentlich erschossen :bang:
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Beitrag von Gobi » 3. August 2005, 16:45

Bei der Gelegenheit mal ein paar kritische Gedanken zum Thema Sandstahlen und Verzinken:

Man sollte sich nichts vormachen und ich habe es bei Junkies Ramen wieder gesehen: sowohl Sandstrahlen als auch verzinken kommt längst nicht überall ran. D.h. z.B. alles was abgedeckt ist, wird auch nicht entrostet/geschützt.
Das macht den Aufwand für mich inzwischen fraglich, bei den Felgen zB. heißt das doch , daß es in den Hohlrämen lustig weiter rostet, wenn man nichts dagegen unternimmt- es bringt warscheinlich mehr dort in die vorhandenen (!) kleinen Löcher Hohlraumwachs o.ä. einzuspritzen.

Ich setze zur Zeit eher auf chemische Lösungen- sprich Fertan
Ob es klappt wird man sehen......

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Beitrag von mopped.sven » 3. August 2005, 18:50

Hohlräume usw. sollten aus meiner Erfahrung auf jeden Fall wie von Dir beschrieben versiegelt werden. Am besten mit einer wachsartigen Hohlraumversiegelung. Vorher wird man auch um den Rostumwandler nicht drum herum kommen.

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