Gleitlager der Hinterradfederung °

Achsfaust
tilo

Beitrag von tilo » 15. April 2003, 21:25

Als ich meine EMW gemacht habe (so vor 10 Jahren) gab es noch viel DDR-Material. Da wurden die Buchsen aus Geweberohr gemacht. Von einem alten, erfahrenen Mann. Ob es sowas heute noch gibt weiss ich nicht.

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Daniel Dorn
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Beitrag von Daniel Dorn » 16. April 2003, 07:41

Gruß Tilo
Das wird wohl Pertinax gewessen sein! SO, ich aber meinen Drehermeister gesagt, der diese anfertigen soll, das er zur Not auch anderes Material nehmen kann. Darauf er " Bronze lässt sich dünnwandig schlecht bearbeiten (Gruß an Gobi), bei Pertinax kann es Passieren das du die Fasern schneidest beim drehen, dann geht die Hülse auch sovor kapput. Des Rätsels Lösung ist "PTFE", ein Plast aus heutiger Produktion und der leicht zubearbeiten ist. Dazu eine eigend schmierende Wirkung hat und ist sogar Säure beständig. Ich hab es dann meinen Meister überlassen welches Material er verbaut.

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Beitrag von Gobi » 19. April 2003, 12:40

Ganz vergessen.......
ich habe versucht die Schutzrohre untereinander mit aufgeklebten Lederstreifen gegen Staub abzudichten.

Daswar gut gemeint, sie haben aber kein bisschen (mit Patex) gehalten...... die Idee finde ich grundsätzlich trotzdem gut :think:

Wolfram
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Hinterradfederung

Beitrag von Wolfram » 17. Oktober 2003, 20:14

Wer hat Hinweise wie ich die alten Buchsen raus und die Neuen
rein bekomme? Die Ersatzteile von DON sind meiner Meinung nach viel zu klein. Das Innnenmaß ist 33,9 mm , das Rohr was darin gleiten soll, messe ich ohne das es glattgeschmirgelt ist 33,2 mm.
Zieht sich die Buchse soweit zusammen beim Einbau?
Fahre R 35-3 Schraube am 340-2

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Beitrag von Gobi » 17. Oktober 2003, 21:48

Zu den Ersatzteilen von Don kann ich nichts sagen, die Teile sind nur eingepresst. Raus bekommst Du sie indem Du sie ein bisschen einsägst, dann zerbrechen sie sehr einfach.
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Hortkind » 17. Oktober 2003, 21:52

Hallo Wolfram

1. Ja die Buchse zieht sich so weit zusammen!
2. Mit ein Sägeblatt bekommst Du die Buchse rausgetrennt (Einseitig aufsägen und raus damit)!
3. Mit einer 12er Gewindestange und 2 dicke Scheiben von der Baustelle (hab dank lieber Zimmermann :twisted: ) cirka 6cm Außendurchmesser und knapp ein halben centi dick und dazu 2 Muttern (12er ne) das war daß rein pressen!!

mfg Hortkind

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Fertigmaß-Pertinaxbuchsen reiben

Beitrag von Steffen » 9. November 2003, 11:22

also erstmal das Pertinax (oder nach TGL "Hartgewebe" ) ist mit Phenolharz getränktes Gewebe. Hat die tolle Eigenschaft in Öl/fett zu quellen, weshalb die Buchsen theoretisch ewig halten (Verschleiß wird einfach durch quellen ausgeglichen). Voraussetzung: immer schön fetten und kein Rost an den Gleitrohren.

Ersatzbuchsen aus Hartgewebe habe ich bei Fa. Dietel in Schleiz bekommen, in mittlerer Qualität: 1 von 4 Buchsen ist zu schief gebohrt, alle ware 2mm zu lang.

Jetzt meine Frage:
Wieviel Spiel muss ich reiben?
sind die 33.8mm Rohrdurchmesser Zufall, oder soll ich tatsächlich auf 34.0, also 0.2 Spiel reiben :?: :?: :?:
Der Kardan auf meiner Werkbank hat ewig gelegen und die Buchsen waren so zugequollen, dass ich das drinsteckende Gleitrohr nur durch zersägen und an den Schlitzen zusammenbiegen rausgebracht habe!

Das Quellen ist also vermutlich ernst zu nehmen, vor allem für den, der wenig fährt :!: :!: :!:

(Teflon oder POM oder PET wären wohl doch besser gewesen...)

Danke schon mal
Steffen

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Beitrag von Daniel Dorn » 9. November 2003, 20:08

Ich denke mal das man die Plaste beim Zusammenbauen wieder herraus drückt. Da die nicht Haften werden am Gehäuse. Ich kenne die Spielchen schon mit PTFE. Habe mich dann doch wieder für Pertinax entschieden. Das Zeug hat 50 Jahre überlebt, also wird es das auch wieder tun. Hoffe ich................
Das Spiel sollte demnach aber ziemlich klein gehalten werde. Nur so das es zum Ein,- und Ausbau reicht. Ein erhöhtes Spiel an der Hirafe ist beim Fahren in Kurven deutlich zu merken.

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Beitrag von lappiator » 15. Dezember 2003, 22:49

bei meinen seitenwagen kardan habe ich folgendes phänomen: pertinax muss sich vor jahren in seine bestandteile aufgelöst haben. besitzer dürfte so mehrere jahre weitergefahren sein, denn die dünnwandige buchse ist jetzt so ungleichmässig abgenutzt, das es wohl kaum möglich sein wird, eine passgenaue pertinax oder so einzubauen. auf einer seite ist die buchse so dünn, das bei evtl. einpress-versuchen, die sache zu schaden kommen wird. sollte ich einklebversuche starten oder wech damit.

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Beitrag von Wolfram » 6. Februar 2004, 21:56

Hallo Ihr,
habe eure Tipps angewand.
Raus ging prima, rein ging prima,
Ergebnis ist mangelhaft.
Es geht wirklich nur mit angefertigten Buchsen.
Fahre R 35-3 Schraube am 340-2

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