SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 2. Februar 2019, 23:01

Ich meine mich zu erinnern, dass ich dort etwa 4/100 mm Übermaß beim Aufpressen verwendet habe.
Hallo Schwarzarbeiter.
Wie haben Sie den Mitnehmer auf die welle installiert? Temperatur? Aufpressen?
Gruß ViaLactea.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 3. Februar 2019, 12:39

Hallo ViaLactea,
wir haben immer nur kalt aufgepresst, aber vorher eine minimale Fase an der Kardanwelle hergestellt und dann noch die beiden zukünftigen Kontaktflächen entfettet.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 11. Februar 2019, 13:29

Hallo.
Danke, Schwarzarbeiter.

Ich habe neue Fragen.

Ich habe Nockenwellenbuchse von Mike Jokisch. Bronze ist sehr langlebig. Sehr sorgfältig gemacht (siehe Foto). Die Buchse ist aber genau 15 mm breit.
Die alte Buchse hat eine Breite von 15,7 mm (sie ragte fast 2 mm aus dem Kurbelgehäuse heraus).
Als Option erwäge ich, eine Unterlegscheibe (ca. 0,8 mm dick) zwischen Kurbelgehäuse und Buchse zu installieren.
Was soll die richtige Breite einer Nockenwellenbuchse sein?

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Gruß ViaLactea.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 12. Februar 2019, 17:56

Hallo ViaLactea,
ich habe in meiner letzten R35 auch das Nockenwellenlager von Mike Jokisch verwendet. Ich habe damals allerdings nicht die Breite gemessen. Für mich war in allererster Linie entscheidend, dass das Nockenwellenlager aus dem Gehäuse hervorsteht. Ich habe jetzt auch einmal 5 alte Nockenwellenlager gemessen: die waren angefangen von 15,0 mm über 15,2 mm bis zu 15,7 mm breit.

Bild

Zwischen diesem Überstand des Nockenwellenlagers aus dem Motorengehäuse und dem Gleitlager im Steuerkettengehäusedeckel hat das große Kettenrad zusammen mit der Nockenwelle eine minimale axiale Bewegungsmöglichkeit von etwa 0,40 mm.

Bild

Ob Du bei Deinem Motor das Nockenwellenlager in der Breite von 15,7 mm mit dem daraus resultierenden größeren Überstand tatsächlich brauchst, hängt auch von der finalen Einbausituation ab, wenn die Kurbelwelle eingebaut ist und auch das kleine Kettenrad mit dem Linksgewindezapfen montiert wurde. Die Kettenräder für die Steuerkette müssen dann nämlich (halbwegs) fluchten.

Vielleicht kannst Du die finale Einbausituation mit Deiner Kurbelwelle und dem kleinen Kettenrad unter Berücksichigung des notwendigen Spiels von etwa 0,50 mm an dieser Stelle zum vorderen Kurbelwellenlager

Bild

einmal simulieren und das ermittelte Maß mit der Einpresstiefe Deines Nockenwellenlagers von 15,0 mm Breite und der zum Einsatz kommenden Nockenwelle vergleichen. Das sollte Dir einen Anhaltspunkt geben, ob Du überhaupt ein breiteres Nockenwellenlager benötigst.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 12. Februar 2019, 19:05

Vielen Dank, Schwarzarbeiter.
Ich verstehe die Wichtigkeit dieser Momente:
1) dass sich die Zahnräder in derselben Ebene befinden sollten;
2), so dass die Möglichkeit einer axialen Bewegung der Nockenwelle um 0,40 mm bestand.

Ich bin besorgt Getriebeölpumpe (ordnungsgemäße Funktion). Siehe Fotos meiner alten Nockenwelle:
BildBild
Gruß Leonid.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 16. Februar 2019, 11:49

Hallo Leonid,
In Anbetracht der Bedeutung eines ordnungsgemäßen Antriebs der Ölpumpe und des mit dem Einbau der Nockenwelle verbundenem Aufwandes würde ich jetzt nur eine komplett einwandfreie Nockenwelle einbauen. Die Teile sind noch in ausreichender Anzahl als Gebrauchtteile verfügbar und alternativ auch komplett regeneriert (z.B. bei Mike Jokisch) erhältlich. Komplett regeneriert ist dabei auch die beste Option, da Gebrauchtteile im Regelfall oft auch Pitting an den Nocken und/oder riefige Laufflächen am vorderen Nockenwellenlager aufweisen.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 17. Februar 2019, 00:15

Hallo, Schwarzarbeiter.
Ich habe bereits gesagt, dass ich eine neue Nockenwelle einsetzen werde.

Das Spiel für die Zahnräder des Ölpumpenantriebs ist wichtiger (Die Breite der Buchse beeinflusst das Zahnradspiel).
Bei Kettenrädern ist ein höherer Fehler zulässig.
Gruß Leonid.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 18. Februar 2019, 21:36

Hallo Leonid,
dass Du in jedem Fall eine neue Nockenwelle einbauen wolltest, war mir nicht mehr präsent. Aber das hattest Du tatsächlich schon mal im Dezember 2018 geschrieben. Insofern kannst Du meinen jetzigen Hinweis einfach als eine Bestätigung Deiner Herangehensweise sehen. Du gehst da planvoll und umsichtig heran. Da wird bestimmt ein zuverlässiger Motor herauskommen.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 19. Februar 2019, 00:26

Hallo.Danke.
Welchen Durchmesser sollte das Loch in der Nockenwellennabe haben?

Nockenwellenbuchse von Mike Jokisch (3.2 mm):
BildBild

Passt nicht zusammen:
BildBild

Ich möchte den Durchmesser auf 4-4,2 mm vergrößern (und zur Seite verschieben).

Gruß Leonid.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Andre » 19. Februar 2019, 02:31

Richtig im Block eingepasst werden die Löcher übereinander stehen und somit besteht keine Notwendigkeit die Bohrungen zu vergrößern. Im Zustand wie auf dem Bild würde die Buchse auch am Steuerrad schleifen.
Nicht alles, was geschrieben steht, ist wahr und nicht alles was wahr ist steht geschrieben.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 19. Februar 2019, 16:05

Hallo Leonid,
warum die Löcher hier nicht akkurat übereinander passen, kann ich jetzt auch nicht sagen. Möglicherweise sind sie zu klein. Auf jeden Fall hatten aber alle Nockenwellenlager, die ich nachgemessen habe, Bohrungen im Bereich von 3,80 - 4,00 mm. Größer als 4,00 mm würde ich auch nicht gehen. Dabei auch noch die Bohrung leicht zu versetzen, so wie Du es machen willst, wäre vielleicht nicht notwendig, aber es beruhigt das technische Empfinden. Wichtig ist, dass Du jeweils überhaupt eine mindestens partielle Überschneidung der vorhandenen Öffnungen zur Ölversorgung realisierst. Es gibt drei Öffnungen auf der Gleitfläche der Nockenwelle. Zwei dieser Öffnungen resultieren aus einer simplen Durchgangsbohrung und stellen die umfassende Ölversorgung des vorderen Nockenwellenlagers sicher. Die einzelne Bohrung dagegen ist für die Ölversorgung des Ölpumpenantriebs (Ölaustritt im Schneckentrieb der Nockenwelle) sowie für das hintere Nockenwellenlager zuständig.

Wenn Du also so verfährst wie Du es vorgeschlagen hast (allerdings vielleicht die Bohrung dabei nicht größer als 3,80 - 4,00 mm zu machen), und am Ende auch unter Berücksichtigung der axialen Beweglichkeit der Nockenwelle von etwa 0,40 mm immer mindestens eine partielle Überschneidung der vorhandenen Öffnungen zur Ölweiterleitung realisiert wird, ist die Ölversorgung in diesem Bereich gesichert.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 24. Februar 2019, 16:56

Hallo. Danke an alle.
warum die Löcher hier nicht akkurat übereinander passen, kann ich jetzt auch nicht sagen. Möglicherweise sind sie zu klein.
Die Buchse sollte etwas breiter sein + das Loch in der Buchse sollte größer sein
Zwei dieser Öffnungen resultieren aus einer simplen Durchgangsbohrung und stellen die umfassende Ölversorgung des vorderen Nockenwellenlagers sicher. Die einzelne Bohrung dagegen ist für die Ölversorgung des Ölpumpenantriebs (Ölaustritt im Schneckentrieb der Nockenwelle) sowie für das hintere Nockenwellenlager zuständig.
Ja.
Im neuen Nockenwelle beträgt der Durchmesser aller Löcher 3,1 mm. In den alten 3,1 und 2 mm.
BildBild
Auf jeden Fall hatten aber alle Nockenwellenlager, die ich nachgemessen habe, Bohrungen im Bereich von 3,80 - 4,00 mm.
Vielen Dank. Ich werde 4 mm machen.

Ich habe die Größe der Teile gemessen. Siehe das Foto:
BildBild

BildBild

BildBild

BildBild

BildBild

Um die Öffnungen der Buchse mit Löchern in der Kurbelgehäuse perfekt anzupassen, sollte die Hülse eine Breite von 16 mm und einen Lochdurchmesser von 4 mm haben.

FAZIT:
Option 1. Ich erwäge die Möglichkeit, eine Unterlegscheibe (Dicke 0,75 mm) zwischen Kurbelgehäuse und Buchse anzubringen. Plus das Loch in der Buchse auf 4 mm zu vergrößern (und auf 0,25 mm zu verschieben).
Option 2. Ich erwäge die Möglichkeit, eine Unterlegscheibe (0,5 mm dick) zwischen Kurbelgehäuse und Buchse anzubringen. Plus der Bohrung in der Buchse auf 4 mm (ohne Versatz).


Gruß Leonid.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 2. März 2019, 17:51

Hallo Leonid,
Du hast die Maße sehr akkurat ermittelt. Ich würde von Deinen vorgeschlagenen Möglichkeiten die nachfolgende wählen, auch wenn sie etwas aufwändiger ist:

Option 1. Ich erwäge die Möglichkeit, eine Unterlegscheibe (Dicke 0,75 mm) zwischen Kurbelgehäuse und Buchse anzubringen. Plus das Loch in der Buchse auf 4 mm zu vergrößern (und auf 0,25 mm zu verschieben).

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 2. März 2019, 22:24

Hallo.
Schwarzarbeiter hat geschrieben:
2. März 2019, 17:51
Ich würde von Deinen vorgeschlagenen Möglichkeiten die nachfolgende wählen, auch wenn sie etwas aufwändiger ist:
Option 1.
Danke Schwarzarbeiter.
Ich habe bereits eine Scheibe in der Dicke von 0,75 mm hergestellt:
BildBild

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 2. März 2019, 22:27

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Buchse zu installieren.
Option 1:
BildBild

Option 2:
BildBild

Schwarzarbeiter, wählst du die erste Option?
Gruß Leonid.

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