SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

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Fido52
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Fido52 » 9. August 2018, 07:17

Den Unterbrecher von Beru fahre ich auch. Läuft gut und einfache Sache beim Einbau. :banane: :wirr:

Der Kondensator gefällt mir ja super. Gut isoliert und sauber anzuschließen. Wo hast Du den her? :danke:
Frohen Mutes an die Schrauben, denn am Ende läuft sie doch! :danke: :banane: :pat:

:laola:

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Paul R 35
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Paul R 35 » 9. August 2018, 07:32

Speedy24 hat geschrieben:
9. August 2018, 06:09
Welche Teilenummer hat der Unterbrecher von Beru?

Viele Grüße!
Alex
Tipp mal bei eBay "unterbrecher lada beru" ein, da kommen die sackweise :D
Es gibt nur den einen Unterbrechaertyp für Lada, weil ab Modell 2108 bereits eine elektronische Zündalage verbaut wurde. Deshalb habe ich zu Leonids Tipp auch die Modellreihe 2101 -2107 hinzugefügt, der Niva 2121 hatte auch noch den gleichen Unterbrecher.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 9. August 2018, 08:24

Speedy24 hat geschrieben:
9. August 2018, 06:09
Welche Teilenummer hat der Unterbrecher von Beru?
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Viele Grüße,
ViaLactea.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 9. August 2018, 08:31

Fido52 hat geschrieben:
9. August 2018, 07:17
Der Kondensator gefällt mir ja super. Gut isoliert und sauber anzuschließen. Wo hast Du den her?
BildBild

BildBild

Elprom Elhovo (Bulgarien).

Viele Grüße,
Vialactea

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 14. August 2018, 21:54

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 8. September 2018, 22:31

Motor und Getriebe: Ergänzung Gesamtübersicht, Fehleranalyse und Behebung derselben innerhalb der ersten 1.500 km Laufleistung

Ich wollte nochmal kurz über den aktuellen Stand des Projekts nach 1.500 km Laufleistung berichten. Weltbewegendes ist in der Zwischenzeit nicht passiert. Die R35 läuft wie eine Nähmaschine und ich bin fast jeden Tag mit ihr unterwegs. Motorlauf, Getriebe, Schaltung, Telegabel und Vorderradbremse - alles bestens und das Fahren ist Entspannung pur. Allerdings hatte die BMW vor einigen Tagen begonnen, nach dem Abstellen das Bein zu heben und ein Tröpfchen Öl unter dem Motor zu verlieren … Das geht ja gar nicht, da bisher der Stellplatz stets akkurat trocken war und dies auch so bleiben sollte. Meine Suche ergab eine minimale Leckage an der unteren Trennfuge Motorengehäuse/Steuerkettendeckel.

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Das Nachziehen der 8 Schrauben brachte keine Besserung. Also musste der Deckel für eine Neuabdichtung runter und dies war eine gute Gelegenheit, auch den Steuerkettenspanner mal nach dieser Laufleistung in Augenschein zu nehmen.

Bei der Abnahme des Steuerkettendeckels saß der Kettenspanner genau an seinem vorgesehenen Platz. An ihm war kein Verschleiß zu sehen und im Gehäuse war kein Abrieb irgendwelcher Art zu finden.

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Die Ölleckage war auf die Papiergehäusedichtung aus einem gekauften Dichtungssatz zurückzuführen. Das wahrscheinlich ungeeignete Dichtungsmaterial ließ nach 10 Monaten im eingebauten Zustand trotz einwandfreier Dichtflächen und Planlage minimal Motoröl durch. Um mir hier zukünftigen Kummer zu ersparen kam nur eine selbst geschnittene Dichtung aus Karton (270 g/m2) in Betracht. Dichtungen selber zu schneiden mache ich schon seit knapp 40 Jahren und habe damit bisher auch alles dicht bekommen.

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Nachdem alle Dichtflächen entfettet waren, kam zusätzlich Loctite 518 Flächendichtung zum Einsatz und der Kettenspanner wurde an seinen finalen Platz gelegt.

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Die Nockenwelle und der Linksgewindezapfen wurden leicht mit Motoröl benetzt, um die Simmerringe im Steuerkettendeckel bei der Montage nicht zu beschädigen. Dann wurde alles wieder montiert.
Die Gehäuseschrauben wurden etwas eingeschraubt und dann ebenfalls etwas Loctite 518 unter die Schraubenköpfe gegeben, um auch hier an dieser Stelle einen eventuellen Ölaustritt wirksam zu verhindern.

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Nach der Montage von Riemenscheibe, LiMa und elektronischer Zündung sah es dann so aus:

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Nun stand auch einer Probefahrt nichts mehr im Wege. Deren Ergebnis überzeugte:

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(Noch) alles trocken!


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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von pflotter » 9. September 2018, 13:34

Genial wie immer! :D Ist das eine spezielle Pappe oder einfach eine ganz normale?

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 9. September 2018, 21:24

Hallo pflotter,
ich benutze dazu heute Fotokarton oder Bastelkarton um 270 g/m2, welcher dann eine Dicke um 0,40 mm hat. Den gibt es in farbigen Sets A4 bei Tchibo, Aldi, etc. oder in größeren Bögen im Bürobedarf. In den meisten Fällen kommen die hier erhältlichen bunten Kartone aus einer Fabrik in Thüringen. Dieser Karton ist schon entsprechend gut geleimt, also quasi wasserabweisend ausgerüstet und verarbeitet sich einwandfrei. Zu Ostzeiten habe ich die Schnellhefter zu solchen Dichtungen verarbeitet …

Für die BK habe ich mal aus einer Werkstattauflösung einen Satz Musterschablonen aus Messingblech erworben. Die sind mittlerweile kulturhistorisch wertvoll und damit macht das Dichtungschnitzen so richtig Spaß, weil man ganz akkurat anzeichnen kann ...

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von RobertD » 10. September 2018, 04:47

Was ist das eigentlich für eine Dichtung an der Ölwanne? Schaut nicht wie die übliche Korkdichtung aus.
Gruß Robert

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 10. September 2018, 06:27

Hallo Robert,
Als Ölwannendichtung versuche ich in erster Linie jede Art von Kork zu vermeiden. Irgendwann fangen die meiner Erfahrung nach immer damit an, Öl zu schwitzen. Darum kam hier ein vollsynthetisches Material zum Einsatz. Diese Dichtung war ebenfalls mal in einem gekauften Dichtungssatz enthalten und sie war hier die positive Überraschung schlechthin: passgenau, einwandfreies Material und absolut dicht bis zum heutigen Tag. Allerdings war kein Name auf dem Material aufgedruckt, so dass ich damit nichts weiterhelfen kann.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von RobertD » 10. September 2018, 09:28

Vielleicht reicht es ja zu erwähnen, woher du den Dichtungssatz hattest.

An der weißen habe ich die Aluwanne mit Dichtmasse versehen. Würde ich sonst an der schwarzen auch wieder machen.
Gruß Robert

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 10. September 2018, 14:28

Hallo Robert,
ich habe noch Reste von zwei Verpackungen gefunden: einmal von Oldtimer-Don und einmal von MMM. Ich würde bei der besagten Dichtung eher zu Oldtimer-Don plädieren, weil der gesamte Dichtungssatz nach meiner Erinnerung qualitativ hochwertiger war.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von RobertD » 10. September 2018, 17:17

Werde ich im Hinterkopf behalten mit Oldtimer-Don. Den Herren habe ich neulich auf der OMMMA getroffen in Magdeburg, sitzen tut er auch nicht all zu weit weg, da kann man so hin fahren.

Nur die Kolben, die da gelegen haben, machten jetzt keinen übermäßig guten Eindruck. Bei dem Kolben, den ich in der Hand hatte, waren am Kolben auf der Kolbenbodenseite Klemmspuren von den Backen der Drehbank zu sehen. Wenn man Kolben schon ausdreht/überdreht/was auch immer, dann kann man dafür ruhig mal weiche Backen auf Maß ausdrehen und somit Klemmspuren vermeiden. Ich als Dreher habe da wohl aber auch nochmal andere Ansprüche :roll:
Gruß Robert

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 13. September 2018, 20:45

onkel hat geschrieben:
7. Juni 2018, 05:08
Wieviel Spiel hat der kalte Motor ??
Hallo Uwe,
Gestern habe ich die Gelegenheit zum Nachmessen genutzt, weil ich die Korkdichtung der Zylinderkopfhaube wegen Ölschwitzerei gegen eine aus Gummikork (auch nicht meiner erste Wahl, aber besser als Kork pur) getauscht habe. Mittlerweile haben die neuen Stößelstangen und die neuen Einstellschrauben etwa 400 km auf der Uhr und sich wahrscheinlich final gesetzt. Das mit der Fühllehre direkt am Ventilschaft gemessene Spiel betrug jetzt beim Auslass 0,15 mm, beim Einlass 0,20 mm. Ich habe beide anschließend auf 0,10 mm nachgestellt. Die Stößelstangen ließen sich anschließend noch drehen.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von vicente » 7. Oktober 2018, 16:18

Guten Abend,

nun muss ich fragen, bevor ich was versaue. Ich habe nen Motor einer Awtowelo auf dem Tisch. Nr. 218xxx. Nun will ich die Steuerkette und Kettenräder ausbauen. Sollte kein großer Akt sein. Ist es aber.

1. Problem Endlossteuerkette
Alle Anleitungen sprechen von Kettenschlössern. Bei mir gibt es keins. Wie bekomme ich die Kette ohne Zerstörung ab?

2. Kleines Kettenrad
Ich habe mir die Explosionszeichnungen und alles verfügbare an Bildern und Topics angesehen. Bei meinem Motor müsste der Anbau zur KW per Linksgewinde realisiert sein? Ich bekomme es aber nicht lose und will nicht zu brachial sein. Habe für die Mutter extra nen 24er besorgt. Aber langsam bekommt die Mutter ründliche Ecken. Nun zweifle ich langsam am Linksgewinde. Wie bekommt ihr das ab? Wo haltet ihr gegen? Linksgewinde?

Für Hilfe wäre ich dankbar

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