SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

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ViaLactea
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 15. Oktober 2018, 20:07

Paul R 35 hat geschrieben:
13. Oktober 2018, 18:30
Ich weiß nicht. Wenn ich mich richtig erinnere gab es drei Farben, aber die Bedeutung kenne ich nicht mehr.
Wenn du Ketten mit allen drei Farben hast, versuche einfach welche passt.
Ich habe nur eine Kette (weiß).

Im Internet sah ich immer noch die rote Kette:
BildBild

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Stefan1957
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Stefan1957 » 16. Oktober 2018, 11:38

Mess mal den Rollendurchmesser einer roten, weißen und gelaufenen Kette. Ich glaube das waren Toleranzeinengungen. Gabs auch bei Victoria Bergmeister und Zündapp KS.
Nimm lieber eine neue aus dem Automobilbau mit der größten Zugfestigkeit und keine Maschinenbauausführung.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 25. Oktober 2018, 20:42

Stefan1957 hat geschrieben:
16. Oktober 2018, 11:38
Mess mal den Rollendurchmesser einer roten, weißen und gelaufenen Kette. Ich glaube das waren Toleranzeinengungen. Gabs auch bei Victoria Bergmeister und Zündapp KS.
Nimm lieber eine neue aus dem Automobilbau mit der größten Zugfestigkeit und keine Maschinenbauausführung.
Danke für die Information.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 25. Oktober 2018, 20:46

Ich habe vor, einen solchen Schlüssel zu machen:
BildBild

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Paul R 35
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Paul R 35 » 26. Oktober 2018, 11:05

Stefan1957 hat geschrieben:
16. Oktober 2018, 11:38
Mess mal den Rollendurchmesser einer roten, weißen und gelaufenen Kette.
das Problem ist, dass ViaLactea nur eine kette mit weißer Markierung hat, das Bild der Kette mit roter Markierung stammt aus dem Internet Steht ja in seinem Beitrag).

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papi01
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von papi01 » 26. Oktober 2018, 16:58

ViaLactea hat geschrieben:
25. Oktober 2018, 20:46
Ich habe vor, einen solchen Schlüssel zu machen:
Hallo ViaLactea. Schön daß Du Dir Werkzeuge selbst anfertigen willst. Aber was willst Du denn dann mit diesem Schlüssel machen?
Gruß vom Hans

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von RobertD » 26. Oktober 2018, 17:22

Ich tippe auf einen Gegenhalter zum Anziehen/Lösen des Kurbelwellenzapfens und der Mutter der Riemenscheibe oder der Mutter des Mitnehmers.

Mehr würde ich darin jetzt nicht sehen. :was?:
Gruß Robert

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 26. Oktober 2018, 23:57

Hallo.
Zum Anziehen/Lösen "Rundmutter (Nutmutter) M14 x 1,5"
Gruß.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 5. November 2018, 01:14

Rundmutter (Nutmutter) M14 x 1,5
Bild

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von ViaLactea » 5. November 2018, 01:17

"EMW R 35 Steuerkette, Markierung Grün ( unterschiedlich Gelängt je nach Farbmarkierung Rot, Blau, Weiß ). ORIGINAL Ersatzteil, minimale Lagerspuren."
BildBild
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https://www.ebay.de/itm/EMW-R-35-Steuer ... SwVZ5bzGAt

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vicente
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von vicente » 15. November 2018, 17:51

RobertD hat geschrieben:
7. Oktober 2018, 18:01
Habe bei meinem Block auch gekämpft...Habe es mit einem 2. Schlüssel als Verlängerung hinbekommen und die Kurbelwelle blockiert, in dem ich eine Verlängerung der Ratsche durch das Bolzenauge vom Pleul steckte.

Die Kette wirst du nur runter bekommen, wenn du Nockenwelle und kleines Steuerrad gleichzeitig ziehst.

Und ja, Linksgewinde. Wenn man den Zapfen nicht richtig anzieht, dann löst man ihn wieder beim Festschrauben der Riemenscheibe.
Ich habe den Zapfen bis heute nicht runter. Ich zögere bei Gewaltanwendung, weil ich echt unsicher mit der Richtung bin. Also Links- oder Rechtsgewinde?

Meine Motornummer ist 218xxx und das ist in der Teileliste von Stemler genau der unklare Kreis zwischen R35/2 und /3 bei dem Zapfen. Kann ich das nicht irgendwie mit Sicherheit ermitteln?

Also mein Gedanke: Wenn ich das Ding beim Festziehen der Riemenscheibe sonst wieder löse, wäre es dann nicht logisch, dass ich das Gewinde des Zapfens am Gewinde für die Mutter der Riemenscheibe ablesen kann? Also: Riemenscheibe Rechtsgewinde, dann Zapfen Linksgewinde.

Wäre eine schöne Möglichkeit. Nur kann man das nur beantworten, wenn man beide Versionen mal "auf dem Tisch" hatte.

Ich zerhaue mir doch sonst alles :-(

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 15. November 2018, 18:34

Hallo vicente,
wenn du dich hier ein wenig einliest, insbesondere die Hinweise vom Onkel prüfst, sollte es ohne Bruch gelingen:

viewtopic.php?f=29&t=8312&p=70329#p70329

Gruß Schwarzarbeiter
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vicente
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von vicente » 15. November 2018, 18:46

Hallo Schwarzarbeiter.

Danke für die schnelle Antwort! :danke:

Ich kopiere mir das hier mal für meine Zweitmotor rein. Da werde ich dieses Topic dann wieder studieren:

---->

"Vorkrieg und frühe Nachkriegskurbelwellen haben Rechtsgewinde. Die abgebildete Riemenscheibenwelle hat Rechtsgewinde und wird mittels einer Madenschraube am Kurbelwellenkettenrad gesichert.
wie immer eine Konstruktion aus R4 Zeiten, diese hatte auch eine Scheibenfeder ( Keil ) und die Riemenscheibe eine Nut. Beides wurde dann im laufe der Produktion weil es unnötig war weggelassen. zur Montage / Demontage der Welle benötigt man einen Sonderschlüssel , viele nehmen /nahmen hier einen Durchschlag ...

Mit dem Wegfall der Stirnverzahnung und Konstruktionsänderung änderte man das Gewinde in der Kurbelwelle auf Linksgewinde.
Die Riemenscheibenwelle wurde auch geändert, diese Welle kann man mit einer Nuss oder einem Rohrsteckschlüssel montieren/ demontieren .

Auch die Gewindesteigung der Riemenscheibenwellen vorne an der Keilriemenscheibe hat sich geändert, frühe haben M12x1,25, späte M12x1,5"

<----

Wenn es so ist, dass mit Wegfeil von Keil und Madenschraube das Gewinde geändert wurde, dann ist das ja ein sicheres Indiz und ich kann mit gutem Gewissen noch etwas "gröber" werden.

Ich traue mich noch mal ran ...

Danke!!

Edit:

Ich melde Vollzug! :laola:
Mit Handschlagschrauber und langer / tiefer Nuss hat es nun doch noch funktioniert. Aber die "Mutter" hat ganz schön gelitten. Werde ich wohl einen neuen Zapfen einbauen müssen.

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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 15. November 2018, 21:01

Hallo vicente,
Linksgewindezapfen gibt es glücklicherweise im Nachbau in vernünftiger Qualität. Oftmals hat die "Mutter" durch den Einsatz unpassender Werkzeuge im Laufe der Zeit eh' gelitten und auch die Dichtfläche für die Ledermanschette/den Simmerring ist oftmals eingelaufen. Insofern ist der Austausch eine sinnvolle Investition.
Schön, dass du mit den Hinweisen doch noch alles demontieren konntest. Weiterhin gutes Gelingen.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: SAG BMW R35 - Restaurierung im Originalkleid

Beitrag von Schwarzarbeiter » 24. November 2018, 19:31

Motor und Getriebe: Ergänzung Gesamtübersicht, Fehleranalyse und Behebung derselben innerhalb der ersten 1.900 km Laufleistung

Ich wollte nochmal kurz über den aktuellen Stand des Projekts nach 1.900 km Laufleistung berichten. Weltbewegendes ist in der Zwischenzeit immer noch nicht passiert. Die R35 läuft wie eine Nähmaschine und ich bin so oft es geht mit ihr unterwegs. Motorlauf, Getriebe, Schaltung, Telegabel und Vorderradbremse - alles bestens und das Fahren ist Entspannung pur. Allerdings hatte die BMW vor einigen Tagen wieder begonnen, Öl aus der Gummikorkdichtung an der Zylinderkopfhaube zu schwitzen. In Neuruppin hatte ich mir in weiser Voraussicht bei Mike Jokisch seine Version dieser Dichtung als auch gleich die kleinere für die Revisionsöffnung geholt. Das bei ihm zum Einsatz kommende Dichtungsmaterial sieht auch korkähnlich aus, wird aber wohl im Gasbereich verwendet. Damit sollte es absolut diffusionsdicht sein und das nervige Problem endlich lösen. Da dies nun der dritte Versuch von mir an dieser Stelle ist, stehen auch hier die Vorzeichen für einen Erfolg günstig. Die Passform der Dichtungen ist gut und das Material macht einen sehr stabilen Eindruck. Nach der Montage und ersten Probefahrten ist bis jetzt immer noch alles dicht.

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In einer weiteren Nacht- und Nebelaktion habe ich noch die Untersetzung im Hinterradantrieb von 8/45 auf die von Uwe Riedinger (onkel) angebotene 10% längere Untersetzung umgebaut. Die Teile lagen schon eine Weile rum und warteten auf den Einbau. Ich werde dazu in Kürze einiges schreiben. Vorab aber schon mal soviel: ich bin echt begeistert von dem völlig neuen Fahrgefühl und ärgere mich ein wenig, dass ich das nicht schon viel früher so umgebaut habe.

Gruß Schwarzarbeiter
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