Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

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Andre
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 1. Juli 2019, 00:35

Hallo,

nach langer Zeit will ich auch mal wieder etwas schreiben. Die letzten Monate waren etwas turbulent, anfang des Jahres fiel nach 6 gemeinsamen Jahren die entschiedung zu heiraten und so kam es dann mitte Mai zum Ja Wort. Nebenher helfe ich meinem Vater beim renovieren seiner Wohnung und die renovierung von meiner zukünftigen Maisonette Wohnung hat auch begonnen. Im April fiel auch der Entschluss endlich im Keller Ordnung zu schaffen und eine Werkstatt einzurichten sodass dort gescheit geschraubt werden kann. Das hätte schon viel viel früher passieren sollen allerdings habe ich vor dem Projekt EMW nie wirklich eine Werkstatt gebraucht da hat meist die Werkzeugkiste gereicht.

Es ist toll wenn man genug Kapital hat und das Geld auf eine Sache konzentriert aber bis zur Hochzeit war es ein reines jonglieren mit den Scheinen.

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Werkstatt:

Viel zu spät ist mir klar geworden das man für so ein Projekt eine vernünftige Werkstatt braucht. Ich hätte mich schon viel früher darum kümmern müssen. Leider war das nicht alles mein Zeug so konnte ich nicht einfach wegschmeißen was ich wollte. Ich habe mir dann so geholfen, dass ich im Baumarkt Kisten gekauft habe und die Schränke usw. leer gemacht habe. Nebenan ist noch ein Raum mit ca. 15m² dort wurde dann erstmal alles eingeräumt mein Vater hat dann wenn er Zeit hatte aussortiert. Den Boden habe ich mit Betonfarbe gestrichen den Hängeschrank und die Werkzeughalterung angebracht. Eigentlich wollte ich eine Werkbank kaufen aber die sind ja auch nicht gerade günstig. Letztes Jahr hatte ich den Unterschrank(original AWE Handarbeit) von der Arbeit mitgenommen kostenpunkt 0€ ich hätte damals alle 3 nehmen sollen. :(

Die 2 Stützen lagen auch im Schrott das war mal ein Träger von einem Schwerlast Regal. Auf länge geschnitten 2 Stahl Stücke dazu etwas Blaues Licht und Rote Farbe fertig.

Die Holzplatte hat 65€ gekostet und bevor das erste Öl die Oberfläche versaut habe ich eine Schutzfolie für 35€ bestellt.

Die Türen müssen noch lackiert werden damit es stimmig aussieht und eine weitere Holzplatte ist geplant sodass die Werkbank am Ende ein L ergibt. Ich hoffe das bald wieder etwas im Schrott liegt für weitere Stützen.

Bisher bin ich zufrieden mit dem Ergebnis aber leider ist da noch ein Punkt offen... eine Werkstatt ohne Werkzeug ist keine Werkstatt.

Vorher:
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Nachher:
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Motor:

Der Motor ist mittlerweile fertig der Probelauf steht noch aus, leider hatte sich das ganze doch länger hingezogen.

Mein besonderer Dank gilt hier Bert der tolle Arbeit geleistet hat und Geduldt mit mir hatte. Ich fahre immer gerne vorbei und bisher bin ich immer mit mehr Wissen wieder gefahren. :danke:

Rahmen:

Auf dem Bild von der Werkstatt sieht man das der Rahmen gestrahlt ist und ich habe gestern alte Schweissperlen entfernt und auch ein wenig entgratet.
Der Rahmen ist zum Glück nicht gerissen lediglich die Hupenhalterung muss geschweisst werden. Ein wenig werde ich spachteln und schleifen dann wird lackiert und im August hoffentlich liniert.

Kardan:

Nachdem ich für die Hochzeit einiges gespart hatte und nach den Flitterwochen noch Geld übrig war habe ich zugeschlagen und einen Kardan gekauft. Erfreulicherweise ist das Gehäuse nicht gerissen, allerdings sind 4 Zähne vom Tellerrad beschädigt...* ist nicht schön aber so noch fahrbar. Der Kardan ist mittlerweile zerlegt und gereinigt das Gehäuse gestrahlt Lager und Dichtringe ersetzt jetzt muss ich noch das Tragbild prüfen. Dafür hab ich einen 3000er Edding gekauft wie es in einigen Kardan Themen stand.

*eigentlich hatte ich beim aufschrauben auch nichts anderes erwartet

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Von den Motoren, die ich im Dez. gekauft habe sind noch einige Teile übrig viel konnte ich verkaufen. Die Kosten sind schon wieder drin, für meinen Motor wurden Stößelstangen Steuerräder und Zylinderkopf verwendet.

Seit Dezember hab ich immer mal wieder Teile ergattern können, dass letzte waren glaube ich originale Lenkerhalter und Armaturen.

Was fehlt jetzt eigentlich noch an Teilen?

Sattel
Funktionierende Lima
Achsfaust komplett
Reifen und Speichen
Zündverstellhebel
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 11. Juli 2019, 20:50

Montag habe ich den Motor abgeholt er wird dann bald im Rahmen hängen.

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Eine etwas älteres Projekt ist ein verschlissenes Teil vom Kardan und zwar der Tellerradträger.

Vorher:

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Rohteil:

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Aktueller Stand:
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Es kommt noch ein Ring aussen herum und ein anderes Lager Innendurchmesser ist dann 55 statt 50 + anderer Wedi.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 21. Juli 2019, 19:32

Mittlerweile ist das Getriebe zu 80% fertig lediglich der Fuss + Kupplungshebel muss noch verzinkt werden und der Kickerhebel verchromt. Dazu brauche ich noch eine Buchse für den Wedi im Kickstarterdeckel.
Buchsen auf der Hauptwelle und die in der Eingangswelle sind neu. Die Buchsen der Nebenwelle waren kaum abgenutzt und mit der neuen Welle perfekt.

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Auf dem Bild sieht man noch einige Teile Freitag war noch ein Gehäuse gekommen.
Ich habe so viele Teile das ich noch ein weiteres Getriebe aufbauen werde.

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Werkstatt:

Die 2te Arbeitsplatte ist angebracht und auch wieder mit einem Schutz versehen. Das aussortieren läuft auch noch wenn Vaddern Zeit hat.

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Nebenan wo bis vor kurzem noch der Rahmen stand habe ich alles leer geräumt und angefangen den Boden zu streichen heute war der erste Anstrich. Als nächstes werden dann noch 2 Regale aufgebaut und dann ist Projekt Werkstatt langsam abgeschlossen.

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Werkzeug habe ich etwas Zeug bestellt z.b Austreiber, Sprengringezangen es fehlt natürlich noch einiges das merkt man dann wenn man etwas brauch...

Vor etwas längerer Zeit hatte ich einen defekten Kompressor ersteigert für 40€ ich hatte ihn dann ausprobiert und dabei war er ziemlich laut. Beim zerlegen kam dann ein kapitaler Lagerschaden zum Vorschein. Insgesamt habe ich 30€ investiert:
2 Lager
1 Wedi
1 Liter Öl
A4 Blatt Dichtungspapier
Flüssig Dichtung

Der Motor hat 3kw und der Kompressor liefert 420 Liter pro Minute.

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 18. März 2020, 23:27

So langsam könnte ich mal wieder etwas schreiben...
Letztes Jahr im September/Oktober hatte ich den Rahmen zum lackieren gebracht. Es könnte etwas dauern aber bis Ende des Jahres wird der Rahmen fertig wurde mir gesagt. Mitte Januar war der Rahmen immer noch nicht fertig und ich habe ihn dann abgeholt. Zum Glück wie sich dann zeigte... Schwarzarbeiter hat mir Kontaktdaten zu kommen lassen und anfang Februar war der Rahmen wieder unterwegs und dieses mal in Rekordzeit fertig.
:hüpf:

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Top Lackierung und Linierung ein Traum besser kann man das nicht machen.

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So sah es Ende 2019 in der Werkstatt aus, einiges ist an Werkzeug hinzugekommen. Für die Renovierung hatte ich günstig defekte Bosch Blau Werkzeuge erstanden. Diese konnte ich günstig reparieren und seitdem wurden sie schon oft benutzt.

z.b diese Stichsäge

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Das Drehbänkchen hat mir schon einige male geholfen wenn es allerdings 100% genau werden soll dann gebe ich es lieber in Erfahrene Hände ab. Ich hab noch nicht mit einer Messuhr nachgeschaut aber der Genauigkeit traue ich nicht so recht. Das soll sich aber in Zukunft etwas ändern da ich einige Änderungen vornehmen möchte. Ich hätte gerne in etwas größeres investiert allerdings bekomm ich einfach keine große Maschine in den Keller. Werkzeuge hatte ich mir aus China bestellt dazu Hartmetall Wendeplatten das läuft sehr gut beim gelegentlichen Einsatz.

Aktuelle Baustelle ist die Telegabel die alten Rohre sind bereits abgedreht das war für die kleine kein Problem. Durchlass der Spindel sind nur 12mm also etwas zu klein für die 28mm Rohre. Ich habe dann einfach das alte Rohr abgesägt und konnte es dann so spannen. Neue Rohre sind in Arbeit das Material habe ich schon da.

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Im Juli/August wird das Projekt 2 Jahre alt und ich plane bis Ende des Jahres fertig zu werden leider haben andere Sachen vorang. So geht es Schritt für Schritt weiter vieles hätte schon früher fertig sein können aber so ist das eben manchmal.

Das nächste Update kommt wenn der Rahmen etwas an Gewicht zugelegt hat bis dahin bleibt er im zukünftigen Wohnzimmer stehen.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Stefan1957 » 19. März 2020, 14:58

Hi Andre, kannst Du mir von den Rahmenenden der Hinterradfederung die Länge messen und von beiden Federungen mit allen Hülsen? Ich habe hier eine Differenz von 5-9mm, wenn verbaut.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 19. März 2020, 15:17

Ist auf beiden Seiten identisch.

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Kardan und Achsfaust habe ich noch nicht wieder.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Marcel91 » 22. März 2020, 07:58

Hallo und ein späteres herzlich Willkommen. Komme auch aus Thüringen und habe 3 Jahre in Eisenach gearbeitet. Habe dieses Jahr eine awtowelo BMW R-35 gekauft die ich auch über längere Zei jetzt fit machen will. Viel erfolg bei allen Bastellein. :top:

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Stefan1957 » 23. März 2020, 12:33

Andre hat geschrieben:
19. März 2020, 15:17
Ist auf beiden Seiten identisch.

Kardan und Achsfaust habe ich noch nicht wieder.
Danke fürs Nachmessen. Das deckt sich mit meinem Maß 280mm.
Hat sonst noch jemand ein komplettes linkes Federungspaket zum Gegenmessen daliegen?
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 25. August 2020, 23:18

Einige Wissen es bereits ich habe mein R35 Projekt verkauft und mir stattdessen eine R12 gekauft. Als letztes habe ich noch die Gabel Rohre fertig gemacht, die Hülse ist mittlerweile wieder angeschweisst und zentriert.


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Ich hatte viel Zeit und Geld in das Projekt gesteckt und rückblickend betrachtet wäre es besser gewesen eine vollständige Maschine zu kaufen und diese auf zuarbeiten. Jetzt ist es wie es ist und jemand anderes macht die Maschine als Vater Sohn Projekt fertig. Durch das Projekt habe ich viel gelernt und tolle Leute kennengelernt die mir geholfen haben und denen ich auch auf die ein oder andere Art helfen konnte. Dafür bin ich sehr dankbar

Weiterhin werde ich die einen oder anderen R35 Teile aufarbeiten.



Hier einige Bilder zur R12 das Motorrad ist mittlerweile zerlegt zur Überholung von Kardan Getriebe Motor und Gabel.

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dateien hochladen schnell

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Nockenwelle und Stößel sind ein Traum


Geholt habe ich die Maschine mitte Juli und bis heute ist schon einiges passiert. Aktuell warte ich auf die nächste Ersatzteilbestellung. Insgesamt betrachtet waren die Teile in einem guten Zustand kleinere Sachen mussten geschweisst werden. Plan ist das bis Ende September der Motor läuft. Kupplung ist zum bekleben und ich warte noch auf die Lagerhalter der Kurbelwelle. Der Zündmagnet hat einen ordentlichen Funken also Lager auf die KW gucken das alles passt Motor zusammen stecken und einmal Ventile neu einschleifen. Die Zylinder sind frisch geschliffen da hatte schon mal jemand was gemacht die Kolben sind auch Top. Ich habe lediglich die Ringe entfernt und den Ringspalt im Zylinder geprüft die Werte lagen genau in der Mitte der Toleranz.

Eine Überraschung gab es auch, unter dem Schwarz tauchte der original Lack auf.

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Ich habe dann vorsichtig an verschiedenen Stellen geschaut ob unter dem Schwarz Grau ist am Lenkkopf tauchte auf einmal Gelb auf und es stellte sich heraus das es sich um das Divisionsabzeichen handelt.
Farbe Panzergrau passend zum BJ Anfang 1940

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Der aktuelle Stand ist das die Maschine zur 5. Panzerdivision gehört hat und in Frankreich eingesetzt war wo der Vorbesitzer sie auch gekauft hatte. Man könnte im Militärarchiv in Freiburg schauen an welche Einheit bzw. Ort das Heereszeugamt München die Maschine ausgeliefert hat. Das schaffe ich dieses Jahr sicher nicht mehr aber da werde ich aufjedenfall weiter forschen.
An der Beiwagenaufnahme ist der Rahmen geschweisst und es liegt nahe das diese Beschädigung während des Krieges passiert ist und die Maschine dann ausgeschlachtet wurde.

Nachdem Krieg wurde die Maschine mit verschiedensten Teilen wieder zusammengesteckt. Der Motor gehört nicht zur Maschine dieser ist von 1941. Am Getriebe waren Lackspuren von der WH Einheitsfarbe ab 43 der Koti hat unter dem Schwarz auch die Einheitsfarbe. Die untere Gabelbrücke hat die Farbe vom National Sozialistischen Kraftfahrerkorps die obere wieder Einheitsfarbe... Ob die Maschine jemals nach dem Krieg gelaufen ist vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls hat da jemand gute Brocken zusammengesteckt und nicht den letzten Schrott. Den original Lack werde ich erhalten und derzeit bin ich auf der Suche nach Olack Teilen wobei dies eine langwierige Angelegenheit wird. 3 Teile habe ich schon bekommen und eine Hupe habe ich in Aussicht. Die Teile mit Einheitsfarbe gebe ich weiter da hat sich ein Top Kontakt ergeben der ein Olack Einheitsfarben Projekt hat. Bei den anderen Teilen muss der Lack angeglichen werden bis sich OlackTeile finden... das hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt bis das Grau zum Vorschein kam.

Am Wochenende wird der Rahmen versiegelt dann stelle ich nochmal ein Bild ein.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von oldiMike » 26. August 2020, 06:07

Schönes Projekt. Bitte weiter machen, und schön viel Bilder
Motorräder werden"Angetreten"und nicht gedrückt!

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 1. September 2020, 23:34

Die schlechte Nachricht gleich vorne weg... der Rahmen muss am Steuerkopf geschweisst werden. Ich werde das die nächsten Tage vorbereiten und dann wird das ordentlich gemacht.

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Nach ca. 5 Klopapierrollen 3,5 Litern Verdünnung und 20 Stunden wenn es reicht war es heute soweit. Der Rahmen ist sauber und eingeölt ich bin gespannt wie es aussieht wenn das öl eingezogen ist und der Rahmen nicht mehr so glänzt.

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Zubeginn hatte ich schon ein wenig Angst etwas falsch zu machen und den Lack zu ruinieren. Gerade weil ich 0 Erfahrung habe was solchen Lack angeht. Der schwarze Lack ging allerdings 1a mit Nitro Verdünnung aus dem Obi ab. Der Olack hat sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der 3l Kanister hat etwas um die 18€ gekostet. An Pflege Produkten habe ich Tapir Lackshampoo und Lacköl verwendet.

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Der Vergaser ist so gut wie fertig vielen Dank an Robert der ihn ausgedreht hat dazu gab es auch einen passenden Schieber. Der alte Schwimmer rasselt leicht allerdings ist ein neuer aus Messing gerade nicht lieferbar. Das wird wohl erst in 2 Wochen etwas.

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Die Ansaugbrücke ist eigentlich auch fertig ich will sie allerdings innen noch etwas schleifen da der Guss ziemlich rau ist.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von madfrog » 2. September 2020, 00:02

Mhm!
Warum willst du da rumschleifen ?
Fährt die Karre zu schnell ?
Gruß Alf

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von Andre » 2. September 2020, 08:18

Wenn die Brücke von Innen etwas glatter ist gibt es weniger Verwirbelungen. Wie gesagt der Guss ist ziemlich rau innen. Der Weg zum Zylinder ist durch die Ansaugbrücke schon etwas weit. Auslass und Einlass werde ich auch etwas bearbeiten da sind jeweils eine scharfe Kante im Weg die da nicht sein muss.
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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von RobertD » 2. September 2020, 10:12

Der Ansaugkrümmer braucht eine gewisse Rauheit, damit das Benzin mit der Luft gut durchwirbelt wird. Zudem würde bei geringeren Temperaturen das Benzin an der glatten Rohrwand kondensieren und die Maschine schlecht bis gar nicht anspringen. Darum glättet oder poliert man bei Vergasermotoren die Einlasskanäle bzw den Saugkrümmer in der Regel nicht.

Die Übergänge zu glätten macht mehr Sinn und bringt auch mehr. Alles andere wäre kontraproduktiv und vergebene Mühe. :nono:

Ich selbst habe an meinen Maschinen auch nur die Auslassseite bearbeitet und den konischen Isolierflansch verbaut, da der Auslass vom BVF Vergaser bekannter maßen 2mm kleiner als der Einlasskanal am Kopf ist und die Kante dort einen "luftleeren Raum" erzeugt. Die Solomaschine läuft bei mir nach den Einstellfahrten nun mit einer 75er Übergangsdüse. Die Volllastdüse muss ich auch noch vergrößern, da ich etwas Leistung oben rum am Berg vermisse. In der Ebene schafft sie allerdings ihre 96km/h an guten Tagen. Mit der Transistorzündung kann man auch etwas magerer fahren, ohne dass die Zündung mal Aussetzer hat. :frank:
Gruß Robert

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Re: Eine EMW R35 findet den Weg nach Hause

Beitrag von willi425S » 2. September 2020, 13:41

Wie die Kollegen geschrieben haben, der Aufwand lohnt nicht wirklich.
Die unheimlich PS bekommst du nur mit 2 Vergasern hin, immerhin dann stolze 20.
Wobei du das schon merkst, das da 2 Vergaser arbeiten.

Übrigens schau erst mal ob der Rahmen "ordentlich" gerade ist, stimmen die Fluchten mit dem Kardan / Motor wirklich richtig. Sind die richtigen Klötzchen für den Motor dabei.
Der Rahmenbruch ist "fast normal".
schau mal hier:
https://www.wehrmachtsgespann.de/BMW-Rund/0-Frames.htm
Ich liebe meine Frau.

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