Vergaserüberholung

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WernerT
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von WernerT » 7. April 2021, 10:46

Hallo,

Ich habe auch noch ein Vergaser wo so eine Art blechschieber hat der ist extrem leicht. Leider fehlt mir dort die passende Schwimmerkammer
und die Schraube für Luftregulirung. Daher noch nie getestet.


LG

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trota
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 7. April 2021, 16:35

Hallo zusammen,

ich habe aufmerksam die Möglichkeiten gelesen den Vergaser einzustellen, auch das mit der Luftschraube, die den Strömungskanal verengt für das Standgas.
Vor vielen Jahren haben ich den Vergaser im CAD "Inventor" gezeichnet, danke an dieser Stelle an allen die mir den Hinweis darauf gegeben haben.
Viele Möglichkeiten gibt es ja nicht das Gemisch zu beeinflussen, Schwimmer und Düsengröße. Wie sich der Schwimmer durch die Erschütterungen bei der Fahrt verhält ist unklar, dies kann ich nur an dem Wert der Lambdasonde sehen. Den Vergaser den ich gerade in Verwendung habe, wurde ein neuer Schieber eingepasst, aber mit zu viel Spiel. Aus diesem Grund muss ich das Schiebergehäuse mit einem Wolhaupter ausspinndeln. Dazu habe ich mir heute eine Aufnahme gemacht. Peak, Tefflon und andre Kunststoffe und auch normales Alu komme ich ohne Probleme ran, nur für mich erscheint Dural AW 2024 der richtige Werkstoff zu sein, den bekommt man aber sehr schlecht. Wenn man den Schieber noch Harteloxieren lässt wäre das bestimmt ein guten Verschleißschutz.
Konnte jemand schon damit Erfahrungen machen?

Der SUM-Vergaser dient nur als Anschauung, der wird nicht ausgespinndelt.

Grüße Karsten
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 7. April 2021, 16:40

WernerT hat geschrieben:
7. April 2021, 10:46
Hallo,

Ich habe auch noch ein Vergaser wo so eine Art blechschieber hat der ist extrem leicht. Leider fehlt mir dort die passende Schwimmerkammer
und die Schraube für Luftregulirung. Daher noch nie getestet.


LG
Hallo Werner,
ist nicht die Schwimmerkammer von dem China-Vergaser eine Alternative?
Ist aus Alu und entspricht dem SUM-Vergaser.
Grüße Karsten

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 7. April 2021, 18:01

trota hat geschrieben:
7. April 2021, 16:35
Den Vergaser den ich gerade in Verwendung habe, wurde ein neuer Schieber eingepasst, aber mit zu viel Spiel. Aus diesem Grund muss ich das Schiebergehäuse mit einem Wolhaupter ausspinndeln. Dazu habe ich mir heute eine Aufnahme gemacht. Peak, Tefflon und andre Kunststoffe und auch normales Alu komme ich ohne Probleme ran, nur für mich erscheint Dural AW 2024 der richtige Werkstoff zu sein, den bekommt man aber sehr schlecht. Wenn man den Schieber noch Harteloxieren lässt wäre das bestimmt ein guten Verschleißschutz.
Konnte jemand schon damit Erfahrungen machen?

Der SUM-Vergaser dient nur als Anschauung, der wird nicht ausgespinndelt.

Grüße Karsten
Wenn du zu viel Spiel hast, dann mach doch einfach nur den Schieber größer und spar das ausspindeln. Und denke dran, den Vergaser musst du noch in 2 Achsen ausrichten durch Verdrehen und unterlegen am Flansch. So, wie es jetzt ist, hast du nicht sehr viel Spielraum zum Verdrehen.

Mit Schiebern aus Kunststoff würde ich irgendwie nicht warm werden. Ich weiß, es gibt Leute, die damit problemlos fahren und mit dem richtigen Material wird es gehen... Ich habe nur mal beim Bearbeiten von Kunststoff (POM) die Erfahrung gemacht, dass meine Passung von 2/100el Toleranz nach der Pause auf einmal über 1/10el größer war. Grund hier für... Die Teile standen auf der Werkbank und in der halben Stunde ist die Sonne so weit gewandert, dass die durch die Fenster auf die Teile schien und das ganze dann durch das bisschen Wärme gewachsen ist.

Generell würde ich sagen, dass der Schieber ruhig aus einem weicheren Material sein kann und dass das Gewicht auf den Motorlauf keinen Einfluss hat. Ist der Schieber weicher lebt der Kanal länger, weil diesen kann man nicht beliebig oft erweitern...Darum würde ich auch vom Eloxieren abraten.

Ich habe mal ein Bild von meinem "Bohrwerk" angehängt. In die Spindel der Drehmaschine passt dank Kegelaufnahme ein Bohrkopf rein. Für den Bettschlitten habe ich eine Vorrichtung, womit ich den Höhenversatz zur Drehmitte in einem gewissen Bereich ausgleichen kann und das ganze ist Drehbar auf dem Planschlitten. So muss ich nur noch unter den Flansch unterlegen, wenn die Bohrung nicht parallel zum Bett liegt. Durch den Umbau auf CNC Steuerung bin ich im Vorschub auch Unabhängig.
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Gruß Robert

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 7. April 2021, 19:36

Hallo Robert,

Dankeschön für das Bild, aber wenn ich den Schlitten umbaue von der Drehmaschine bekomme ich bestimmt Ärger von meinen Kollegen.
Ich werde das ganze auf einer manuellen Fräse machen und mir einen Spion drehen mit dem ich die grobe Ausrichtung des Schiebergehäuses machen werde.
Zur Not muss ich mit Haßbergband arbeiten, ich denke das Ausrichten wird am längsten dauern.
Der Ansaugstutzen und der Flansch sind doch auf einer Linie, oder?
Hier könnte ich doch die Ansaugseite in der Drehbank spannen und den verzogenen Ansaugstutzen Plandrehen, oder?

Grüße Karsten

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 7. April 2021, 20:24

Der Vorteil, wenn man einen eigenen kleinen Maschinenpark hat. Da hat dann keiner zu meckern. :mrgreen:
Plandrehen kann man das auf jeden Fall. Mit meiner kleinen Drehmaschine mache ich das wegen dem 80mm Futter ungern, aber es geht. Ich hab da eine Vorrichtung für die Fräse gemacht, ähnlich deiner Platte, wo ich über die Gewinde vom Schieberdeckel spanne. Ich bilde mir ein, dass dann Flansch und Kanal wenigstens in einer Ebene halbwegs winklig sind und man sich das Unterfüttern beim Spindeln ersparen kann. Die Ausrichterei dauert wenigstens genau so lange, wie das ausspindeln selbst.. :wirr:
Gruß Robert

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 10. April 2021, 12:54

Hallo Robert,

es hat geklappt im Durchmesser bin ich ca. 0,4mm größer geworden.
Ich habe nur soviel rausgenommen, bis die Fläche sauber war.
Vorher habe ich den Flansch auf der Drehmaschine geplant.
Ich musst auch nichts unterlegen am Flansch, dass heißt die Richtungen sind alle parallel zu einander, saubere Verarbeitung ist natürlich Grundvoraussetzung.
Nächste Woche mache ich eine neuen Schieber aus Alu, ich kann mich mit Kunstoff auch nicht anfreunden.

Grüße Karsten
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 10. April 2021, 18:16

Der Aufwand lohnt sich halt auch in Form von ruhigem Leerlauf und nicht klemmendem Schieber. Bin auch eine halbe Ewigkeit mit Klemmgas gefahren bis ich dann die Drehmaschine gekauft habe. :wirr:
Gruß Robert

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