Vergaserüberholung

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oldiMike
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Vergaserüberholung

Beitrag von oldiMike » 26. Oktober 2014, 11:04

Hallo,Wie spindelt oder reibt man Vergaser größer um einen Übermaßschieber einzubauen?Ich kann mir fast nicht Vorstellen das dazu jedes mal der Vergaser exakt auf der Drehbank ausgerichtet werden muss.Das geht doch sicher auch einfacher?
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Bastelfreund » 26. Oktober 2014, 16:18

Hallo oldi Mike, 797 Beiträge, Aktivist in diesem Forum, bestimmt jede Menge Schraubererfahrung und dann so eine Frage.
Aber eine Antwort kann ich auch geben, mit Reibahlen brauchst Du nicht anfangen. Beste Grüße und noch einen schönen Sonntag wünscht Thomas.

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duesenberg
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von duesenberg » 26. Oktober 2014, 16:25

Könntest Du es mir erklären? Habe deutlich weniger Beiträge und daher vielleicht einen Bonus?
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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oldiMike
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von oldiMike » 26. Oktober 2014, 17:04

Wat isn nu los?
Nur weil ich überall meinen senf dazu gebe, heißt das nicht das ich da auch ahnung habe. :D
Nee mal im ernst, ich habe Beiträge gesehen, da wurde der Vergaser aufwendig in die Drehmaschine gespannt.
Das muss einfacher gehen, Dieter Heyne, wer ihn nicht kennt, eine Koryphäe auf diesem Gebiet, verlangt gerade mal 20 Euro fürs überholen des Schiebers, mit Material.

Wieso keine Reibahle?
Verstellbar geht nicht, das ist klar.
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Bastelfreund » 26. Oktober 2014, 17:26

Da musst Du schon Herrn Heyne fragen, aber der Preis war doch ein bisschen höher wie Du jetzt sagst. Ich selber habe auch viel Lehrgeld bezahlt, bis ich den richtigen Dreh raushatte. Eins ist klar, ich gebe gerne Erfahrungen weiter, aber auch der Schwammesucher gibt Seine besten Fundstellen ungern preis. Fachmann ist und bleibt Dieter Heyne, preislich bin ich sowieso keine Konkurenz für Ihn, es ist mein Hobby und bleibt es auch. Achso, bei meinen Vergasern wird das Gehäuse ausgedreht. Gruß Thomas

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von oldiMike » 26. Oktober 2014, 17:54

Dieter gibt leider nix preis.
Verständlich, ist sein Geld.
Aber hier im Forum, so sehe ich das, macht es Sinn Erfahrungen auszutauschen.
Hast du bilder von der Befestigung?
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Bastelfreund » 26. Oktober 2014, 18:25

Nix für Ungut mike, bei jeden anderen Thema helfe ich gerne insofern ich das überhaupt kann, aber wie gesagt, es hat eine Menge Zeit und Geld gekostet um auf den Stand zu kommen wo ich jetzt bin. Mit meinen Vergasern finanziere ich mir den Aufbau von meinen Motorrädern, also auch ich möchte ein bisschen was verdienen. Deswegen bleibt alles mein geistiges Eigentum. Ich hoffe, das ich dennoch die ein oder andere Frage hier im Forum stelle darf, auch wenn ich hier nichts verate. Danke für Euer Verständniss. Gruß Thomas

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Mitch53 » 26. Oktober 2014, 19:07

könnt mir Vorstellen auf ner Fräse müsstest den Vergaser auch erst ausrichten aber sicher einfacher wie mit der Drehbank zu machen
mfg Rico

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von papi01 » 26. Oktober 2014, 20:01

????

Gleitlager
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Gleitlager » 30. Oktober 2014, 13:09

Hallo Oldimike,

ich hatte meinen BVF-Vergaser auf der Drehbank ausgedreht, mit einer Vorrichtung die im Grunde aus drei Hauptbauteilen besteht.
Zwei große Stahlscheiben ca. 150mm Durchmesser und ein Rohr mit der gleichen Größe.

Ersten Deckel auf der Drehbank mit einer Einspannung drehen:
1. den Außendurchmesser drehen, der später zum Einspannen der Vorrichtung in das Dreibackenfutter genutzt wird,
2. kleinen Bund mit dem Innendurchmesser vom Rohr andrehen,
3. ein Sackloch drehen, ca. 5mm tief mit dem Durchmesser vom Vergaser was dem Außens. vom Guss auf der Seite der Einstellschraube für Standgas entspricht, damit zentriert sich der Vergaser schonmal auf der ersten Seite.

Rohr in die Drehbank einspannen:
1. erste Seite planen,
2. umspannen zweite Seite planen, dabei sollte die Gesamtlänge vom Rohr die ca. Außenlänge der Schieberführung haben,
3. von dieser Seite jetzt ca. 10mm tief das Rohr innen ausdrehen so das die Innenfläche keine Rundlauffehler mehr hat.

Zweiten Deckel wieder mit nur einer Einspannung auf der Drehbank drehen,
1. Außendurchmesser drehen, dient nachher zum Ausrichten,
2. Bund andrehen ca. 10mm tief mit dem Innend. vom Rohr der erst gedreht worden ist,
3. Loch bohren auf den Durchmesser vom Schieber + 1mm
4. Bund ca. 5mm tief andrehen, mit dem Außend. vom Schiebergehäuse auf der Deckelseite,
5. da das Schiebergehäuse aber wegen den Befestigungsösen nicht eingesteckt werden kann, sind diese aber aus dem zweiten Deckel noch auszuarbeiten.

Jetzt kann die Vorrichtung mit dem Ersten Deckel im Dreibackenfutter eingespannt werden, danach wird der Vergaser mit der Standgeseinstellschraubenseite vom Schiebergehäuse eingesteckt werden (richtet sich jetzt selber aus), zweiten Deckel aufstecken dabei zentriert sich das Vergasergehäuse zum zweiten Deckel aus, nun muss das alles mit zwei Schrauben oder einer Gewindestangen zusammengeschraubt werden und als aller letztes wird nun alles am Außens. vom zweiten Deckel auf guten Rundlauf ausgerichtet.

Jetzt kann ausgedreht werden.

Sieht zwar unübersichtlich aus ist aber eigentlich einfach, wenn man die Möglichkeiten hat.
Was weiterhin noch zusagen ist, das Material vom Vergaser lässt sich sehr gut bearbeiten, bei mir war alles mit ca. 0.3mm Übermaß wieder rund.
Da ich schon mehrere Vergaser ausgedreht habe, kann ich sagen das die Zeit zum ausrichten mit dieser Vorrichtung nur wenige Minuten gedauert hat und der Rundlauf nach dem Antasten mit dem Drehstahl außer in der Verschleißzone auch < 0,2mm war.

Für die Mitglieder die in meiner Nähe wohnen (Randberliner), würde ich die Vorrichtung (die aus Schrottteilen besteht) ausleihen, aber abdrehen für andere mache erstmal ich nicht.

MfG Olaf

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von papi01 » 30. Oktober 2014, 18:36

Prima, Olaf. Das macht Sinn! :king:

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Gobi » 30. Oktober 2014, 21:42

:top: Sehr gut! Bild/ Zeichnung wäre noch fein!
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von oldiMike » 23. November 2014, 08:09

Ja, wenn du mal dazu kommst. Ein paar bilder ist immer klasse.
Aber schon mal vielen dank.
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Bert » 24. November 2014, 11:39

Also so was wie Bastelfreund habe ich auch noch nicht im Forum erlebt da brauchst du dich nicht wundern wenn keine Fragen von dir beantwortet werden.

:nein:
Mit EMW R35+Stoye 1953, BMW R35 1937, Rt 125 1962, AWO Sport 1961, S51 1988

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Bastelfreund » 24. November 2014, 20:06

Berti , Berti, hör auf, Olaf/Gleitlager hats doch beschrieben wies geht und somit ist das Thema abgehakt. Es gibt Sachen die behält mann eben für sich, der Dieter Heine erzählt doch auch nichts. Und auserdem helfe ich trotzdem wenn ich kann, erst gestern habe ich Dreitakter einen Hinweis gegeben. Wen ich deswegen hier keine Antworten mehr auf meine Fragen bekomme, kann ichs auch nicht mehr ändern. Gruß Thomas. :nono:

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