Vergaserüberholung

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von R35Fan » 15. Februar 2021, 11:55

Hi Tonaco
Glückwunsch. Du hast da eine genial einfache Methode zum Ausdrehen. Hatte eine andere Lösung vom Forum gewählt und damit meinen besten Vergaser versaut.
Wie hast du da Teil zentrisch bekommen (unterlegen am Flansch)? Oder hast du so exakt geschweißt dass es passt?
Geht net gibt`s net (isch badisch)

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nafets
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von nafets » 15. Februar 2021, 12:48

Hat sicher ein wenig gedauert, bis der Vergaser sauber ausgerichtet ist, aber die Lösung gefällt mir, schön einfach zum Nachbauen, wenn es mal nötig ist.

Gruß
Stefan
Zuletzt geändert von nafets am 15. Februar 2021, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von tonaco » 15. Februar 2021, 14:01

Das ausrichten ging relativ schnell.
Ich habe noch 2 Papierdichtungen untergelegt,danach den Kegeldorn in das Gehäuse gefahren.
Jetzt die 2 Schrauben am Flansch anziehen, fertig.
Gruss tonaco

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RobertD
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 15. Februar 2021, 16:37

R35Fan hat geschrieben:
15. Februar 2021, 11:55
Hatte eine andere Lösung vom Forum gewählt und damit meinen besten Vergaser versaut.
In wie weit versaut? Schlecht ausgerichtet oder einfach nur zu groß geworden?

Hatte am Anfang auch eine Vorrichtung, die auf der Spindelnase angeschraubt wird, bin aber inzwischen dazu übergegangen einen Ausdrehkopf in die Kegelaufnahme der Spindel zu stecken und den Vergaser auf den Planschlitten zu Schrauben. Die Drehmaschine also zum Bohrwerk umfunktioniert. Mit kleiner Vorrichtung, um in der Höhe ausgleichen zu können. Jeder Vergaser ist anders im Maß von Flansch zur Schiebermitte. Mal mehr, mal weniger. Je nach dem, wie oft der schon Plangefeilt oder wie in der Fabrik übergefräst wurde.

Manchmal sind die Gehäuse aber auch so ausgeklappert, dass man ausrichten kann wie man will, aber das ganze trotzdem nicht sauber wird. Dann wird eben saubergebohrt und ein Schieber angefertigt. Ist bei den Dingern ja nicht so schwer. :prost:
Gruß Robert

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von R35Fan » 15. Februar 2021, 16:52

Beim Ausrichten habe ich die Stellschrauben das Schiebergehäuse zerstört (wäre wohl wg. der Zinkpest früher oder später auch passiert). Hatte glücklicherweise noch einen halbweg anständigen Vergaser den ich dann aufgearbeitet habe.
Ich mach mal ein paar Bilder davon und stell sie dann rein
lg
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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 5. April 2021, 15:26

Hallo zusammen,
ich habe hier mal das Thema verfolgt und möchte mich auch mal an die Schieber-Überholung am BVF-Vegaser ran machen.
Zeichnung und einen Schieber hatte ich schon angefertigt aber ich möchte nochmals einen Versuch mit Dural-Alu (AW 2124) machen.
Ich habe einen SUM-Vergaser der noch nie an einem Motorrad montiert wurde, hier ist der Schieber aus einem Blechbiegeteil, vermutlich eine Alulegierung, man hat auch den Eindruck das er eloxiert ist da er eine andere Farbe besitz. Das Einbauspiel habe ich mal mit gemessen liegt bei 3/100. Habt ihr schon Erfahrungen machen können zwecks dem Einbauspiel?
Beim BVF-Vegaser sind es ja fast 0,15mm, oder liege ich da falsch?
Bei dem Vergaser den ich gerade fahre (Probebetrieb mit einer Lambdasonde) habe ich den Schieber aus mit 0,15mm eingepasst, aber das Gehäuse vom BVF-Vergaser ist konisch und beim hohnen habe ich die Kontur nicht begradigen können. Hier wird ein neuer Versuch mit einer Aufnahme und einem Wohlhaupter auf der Fräsmaschine gestartet (noch in der Vorbereitung).
Ich habe bisher noch nicht die optimale Einstellung der Bedüsung gefunden, aber gestern hatte ich gute Werte (immer noch zu fett) mit der Bedüsung 35, 65, 60.
Neue Düsen sind bestellt, im Standgas ist das Gemisch noch zu fett hier werde ich auf eine 30 Düse gehen. Eine Möglichkeit ist es noch den Schwimmer tiefer zu hängen, aber dadurch wird der Sprit in den Düsen noch weiter unterhalb der Düsenkannte stehen, ein Versuch ist es wert.
Grüße Karsten

Hier ein paar Bilder.
https://u.pcloud.link/publink/show?code ... 6dAbfY15yV

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Stefan1957 » 5. April 2021, 15:58

Hast Du den Schieber mal gewogen?
Sieht auf dem Bild nach Bronze/Rotguss aus. Die Zink Schieber sind auch relativ schwer im Vergleich zu Aluminium.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 5. April 2021, 16:38

Nein habe ich nicht, ist aber ein Fliegengewicht gegenüber dem BVF.
Rotguss ist es nicht, es ist ein Leichtmetall.
Aus Rotguss RG7 habe ich das Nockenwellenlager gemacht wobei ich er zu CuSn8 beim nächsten mal tendiere.

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 5. April 2021, 16:47

Der originale SUM-Schieber bringt ganze 8 Gramm auf die Waage.

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 5. April 2021, 20:21

Ich spindel die Schieberkanäle fein aus und peile ein Einbauspiel von 2-3/100el an. Wird rund und funktioniert prima. Richtig gespindelt klemmt auch im eingebauten Zustand nichts. Habe in die Richtung zumindest keine Beschwerden erhalten und meine Vergaser klemmen auch nicht.

Einen Blechschieber habe ich bisher einmal an einem SUM gesehen und der war aus Alublech. Ansonsten habe ich nur Schieber aus Alu- und Zink-Guss in den Händen gehabt. Einen Schieber fertige ich auch nur an, wenn der Kanal so ausgeschlagen ist, dass ein herkömmlicher Übermaßschieber nicht reicht. Die sind 5/10el größer als original und das reicht meistens auch.
Gruß Robert

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von trota » 5. April 2021, 20:44

Hallo Robert,

Dankeschön für Deine Ausführliche Vorgehensweise.
Momentan habe ich einen Klotz (Aufnahme) fräsen und schleifen lassen von unserem Lehrling.
Ich stelle mir vor das ich den Vergaser am Flansch (Zylinderkopfseite) aufnehmen werde, vorher werde ich die Planfläche abziehen.
Für die grobe Ausrichtung werde ich mir ein passendes rundes Stück drehen und in den Werkzeugkopf der Fräsmaschine zur Peilung spannen.
Hier möchte ich den Versatz von oben nach unten überprüfen, danach wird alles mit der Uhr eingemessen.
Danach werde ich mir einen neuen Schieber passend fertigen, ich denke je leichter desto besser, oder?

VG Karsten

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von nafets » 5. April 2021, 22:10

trota hat geschrieben:
5. April 2021, 15:26
..., im Standgas ist das Gemisch noch zu fett hier werde ich auf eine 30 Düse gehen...
Hallo Thorsten,
das Gemisch für den Leerlauf müßte sich doch mit der (senkrecht stehenden) Stellschraube einstellen lassen? Weiter raus gibt mehr Luft.
Gruß
Stefan

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von RobertD » 6. April 2021, 06:58

Ob das Gewicht vom Schieber jetzt eine große Rolle spielt weiß ich nicht. Leicht schadet nicht, aber beim Blechschieber war ich etwas skeptisch, weil ich auch nicht wusste ob original oder sonst wie gezaubert. :was?:

Ein leichter Schieber hat auf jeden Fall weniger Gewalt auf den Kanal beim Geschüttel im Fahrbetrieb. Am Ende ist der Schieber ja nur so geformt worden, dass die Feder und der Gaszugnippel Platz hat und man es mit dem Gießverfahren einfach herstellen konnte. Ich bin ja auch ein Freund von einer Verdrehsicherung, dass der Schieber immer die gleiche Position hat. Das beugt dem Klemmen auch vor. Wollen aber die wenigsten an ihrem originalen Vergaser haben.
Gruß Robert

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von madfrog » 7. April 2021, 00:59

Mhm .
Wir haben Schieber aus PEEK gefertigt .
Gibts manchmal billige Reste in der Bucht .
Gruß Alf

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Re: Vergaserüberholung

Beitrag von Paul R 35 » 7. April 2021, 07:51

nafets hat geschrieben:
5. April 2021, 22:10
Hallo Thorsten,
das Gemisch für den Leerlauf müßte sich doch mit der (senkrecht stehenden) Stellschraube einstellen lassen? Weiter raus gibt mehr Luft.
Genau, beim R-35 Vergaser wird mit dieser Stellschraube die Luftmenge, nicht die Kraftstoffmenge reguliert, deshalb magert das Gemisch beim Herausdrehen ab und beim Hineindrehen wird es fetter.

Hier ein paar Tipps zur Leerlaufeinstellung: https://emw-r35.de/board/viewtopic.php? ... =15#p74347

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