Ventil

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WernerT
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Ventil

Beitrag von WernerT » 6. Mai 2018, 18:50

Hallo an alle,

Folgendes Problem meine BMW Springt teilweise nicht an.
In der Regel springt sie wenn sie kalt ist auf den ersten trit an. Vergaser wird mit dem Tupfer geflutet einmal ohne Zündung Kickstarter dann mit Zündung und sie läuft zu 95%.
Ausmachen danach in kürzerer Zeit anmachen geht in der Regel auch mit einem kik.
Steht sie aber etwas länger 2 bis 4 Stunden bekomme ich sie so gut wie nicht an 20 mal kicken und sie kommt immernoch nicht.

Heute hab ich durch Zufall ein EMW Fahrer getroffen und er erklärte mir das er die Ventiele immer so einstellt wenn beide geschlossen sind.

Ich habe bei allen meinen bisherigen Fahrzeuge wo die ventile so eingestellt da ich immer den tiefsten Punkt am Kipphebel gesucht habe und dann das Spiel eingestellt habe also unabhängig wie das andere Ventile stand.

Was ist jetzt bei der EMW/BMW richtig ?

Warum startet meine BMW nicht immer könnte das eventuell an der Einstellung der Ventile sein?. Vergaser Zündung sind in Ordnung

Gruß

Werner

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RobertD
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Re: Ventil

Beitrag von RobertD » 6. Mai 2018, 19:07

An sich ist es egal, ob nun beide Ventile geschlossen sind oder du gegenüber vom Nocken das Spiel einstellst, solange der Stößel nicht im an- oder ablaufenden Nocken ist. Habe heute gerade selbst mein Ventilspiel kontrolliert. 4. Gang rein und dann an dem Gummimitnehmer vom Kardan gedreht, bis die Ventile beide geschlossen sind. Zündkerze raus drehen macht das Durchdrehen vom Motor leichter und man hört, wenn der Kolben im OT ist.

Ob nun aber das Ventilspiel mit dem schlechten Startverhalten zu tun hat sei mal dahin gestellt. Wenn die Steuerzeiten durch falsches Spiel nicht stimmen würden, dann würde sie gar nicht laufen. Eher mal durch den Vergaser oder in den Auspuff schießen. Selbst damals erlebt, als ich den von einer "Fachwerkstatt" überholten und nachlässig montierten Motor das erste mal starten wollte. :frank:
Gruß Robert

WernerT
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Re: Ventil

Beitrag von WernerT » 6. Mai 2018, 20:41

Hallo,

Ja genau wie du sagst ist es mir auch klar und eben normal.
Sie läuft eben wenn sie läuft echt schön und ohne Probleme. Nur startet sie eben dann nicht immer nach einer gewissen Zeit.
Sonst eben mit einem Kick darum denke ich auch nicht an Ventile.
Vergaser ist aber auch ok (ist ein Izzy Vergaser Das habe ich rausgefunden) Zündung ist eben auch ok, Zündspule neu Unterbrecher Kondensator neu. Kabel erneuert Zündschloss neu verkabelt.

Ist schon etwas seltsam.

Gruß

Werner

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Re: Ventil

Beitrag von Schwarzarbeiter » 6. Mai 2018, 22:15

Hallo Werner,
hast du das wärmeisolierende Zwischenstück zwischen Vergaser und Ansaugflansch des Zylinderkopfes montiert?

Gruß Schwarzarbeiter
aktuell in Erholungsurlaub von diesem Eierlikör-Forum ...

WernerT
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Re: Ventil

Beitrag von WernerT » 6. Mai 2018, 23:27

Hallo Schwarzarbeiter,

Ja das Zwischenstück ist montiert denke hat so 8 bis 10mm muss morgen mal abmessen.

LG

Werner

Saxoni
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Re: Ventil

Beitrag von Saxoni » 11. Juni 2018, 16:14

Hallo..... das mit der Startschwierigkeit kann auch mit dem Stromkreis der Batteriezündung zusammenhängen. Von der Batterie bis zum Zündschloss können an den Kontakten einige Übergangswiederstände auftreten, die die 6 Volt mal ganz schnell auf niedrige Werte von nur 4 Volt und weniger absinken lassen können. Das hat zur Folge das der Zündfunke mit der niedrigen Spannung eben selbst sehr gering bis garnicht mehr vorhanden ist. Ein deutliches Indiz dafür ist auch, wenn man das Licht nach erfolgten Start zuschaltet, das die Maschine wieder ausgeht oder dazu neigt. Dann sinkt die Klemmenspannung durch den erhöhten Strombedarf, und die Batteriezündung hat zuwenig Spannung. Keimige oxydierte Batterieanschlüsse , auch der Masseanschluss am Getriebe sind die oft unerkannten Übeltäter. Dort kann es schon riesig helfen die Bleiösenklemmen des Akkus mal ordentlich blank zu machen. Der Bleiakku hat bei 6 Volt drei Zellen, bei mir war eine Zelle durch Zellenschluss tot also hatte ich noch 4 Volt. Das geht auch noch ist aber eben so schwierig wie bei Dir hier beschrieben. Nach einsetzen eines neuen Akkus säubern der Kontakte und Klemmen und sicherheitshalbe einfetten der Polklemmen war alles wieder palletti. Ich bin Industrieelektroniker, und kenne daher das oft vergessene und vernachlässigte Problem der Übergangswiederstände an der Elektrik. Ich habe eine gute schnell startbereite Maschine durch einen neuen Akku und durch gründliches reinigen der Kontakte erhalten. Vor allem der Grünspan und die anderen Oxyde müssen gut entfernt werden.....das ist schon die halbe Miete dabei. Den Akku aber nicht so einfach ersetzen....erst mal die Klemmenspannung messen. die 6 Volt sollten noch anstehen wenn bei abgestellten Motor aber eingeschaltetem Standlicht mit einem Multimeter an den Klemmen gemessen wird. Dabei sollte der Akku vorher geladen sein. Mit zunehmenden Alter des Akkus, erhöht sich dessen Innenwiderstand der Zellen, was auch den Spannungsabfall zusätzlich erklärt.
Ich hoffe das das alles jetzt auch noch verstanden ist.....viel Glück....es wird aber helfen. Saxoni Bert Scharnhorst

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nafets
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Re: Ventil

Beitrag von nafets » 11. Juni 2018, 20:22

Hallo Werner,
wenn Sie kalt startet und warm ebenfalls, aber bei 2 - 4 Stunden abgekühlt nicht will, dann würd ich meinen, daß Elektrik und Ventileinstellung schon passen.
Da würd ich dann eher auf nicht passendes Gemisch tippen.

Versuch doch beim nächsten mal mit der 2-4 Stunden abgekühlten Maschine erst mal ganz ohne tupfen zu starten.
Wenn sie nach ein paar tritten nicht läuft, dann erst mal nur ein wenig nach links kippen, damit etwas Benzin aus den Düsen überlaufen kann, gar nicht tupfen und ein paar mal versuchen anzutreten. Wenn kein Erfolg dann nur für etwa 1/2 Sekunde tupfen und wieder ein paar mal versuchen anzutreten.
Dann etwa 1 Sekunde tupfen wieder versuchen usw bis maximal 3 Sekunden.
Wenn Sie mit der Methode zum laufen kommt, dann hast Du zumindest einen Anhalt wie lange Du tupfen solltest, also erst mal sparsam beginnen, weil wenn schon mal alles mit Benzin überflutet ist, dann kannst Du oft wirklich lange Luft durch den Motor pumpen, bis wieder zündfähiges Gemisch vorliegt.

Hab die Erfahrung gemacht, daß ich bei noch lauwarmem Motor oft unnötig und zu lange getupft hatte. Und dann hat meist nur noch längeres Anschieben (zu zweit) geholfen.

viel Glück
Stefan

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Re: Ventil

Beitrag von WernerT » 11. Juni 2018, 22:21

Hallo Stefan,

Guter tip

Nur kippen kann ich sie nicht da ein Seitenwagen verbaut ist.

Könnte aber sein das ich zu lange den Tupfer gedrückt habe.

Werde es Mahl versuchen wenn ich eine Zünddose habe.


LG

Werner

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Re: Ventil

Beitrag von Bilgenkrebs » 30. Juli 2018, 09:53

Hallo Werner,

und hat es mit dem letzten Tip von Stefan funktioniert? Erfolgsmeldung würde vielleicht das Forum interessieren.
Gruss Bernd

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Re: Ventil

Beitrag von WernerT » 30. Juli 2018, 19:35

Hallo,

Also mit weniger Sprit läuft sie viel besser an.
Ich tupfe nun 2x und Versuch zu starten wenn sie nicht anspringt tupe ich ein 3x zu 90% springt sie dann an.
Wenn sie warm ist tupe ich nur 1 bis 2x.

Also der tip war Gold wert

LG

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Paul R 35
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Re: Ventil

Beitrag von Paul R 35 » 30. Juli 2018, 19:44

WernerT hat geschrieben:
30. Juli 2018, 19:35
Hallo,

Also mit weniger Sprit läuft sie viel besser an.
Ich tupfe nun 2x und Versuch zu starten wenn sie nicht anspringt tupe ich ein 3x zu 90% springt sie dann an.
Wenn sie warm ist tupe ich nur 1 bis 2x.

Also der tip war Gold wert

LG
Probier mal ganz ohne tupfen, ich tupfe eigentlich nie. Da ich eine Solo Maschine habe neige ich sie beim Kaltstart (Beim Kaltstart ist auch wirklich kühles Wetter gemeint) einfach nach links. Und beim warmen Motor braucht man Tupfer grundsätzlich nicht. Bei normalem Sommerwetter geht bei mir der Kaltstart folgendermaßen: Garage auf, als erstes den Benzinhahn auf, dann die Maschine aus der Garage rollen, die Garage schließen, den Helm aufsetzen und dann starten (ohne tupfen). Höchstens nach dem zweiten Tritt läuft sie.

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