Lampentopf und mech. Schalter

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Boerdman
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Boerdman » 2. Oktober 2020, 18:42

Ok, danke für die Infos Leute.

@ nafets

Bild

Dieser Schaltplan schaltet ja die Hupe so, wie du sagtest.
Weißt du, warum die Hupe am Dauerplus hängt und erst mit der "Nulleitung" geschaltet wird?
Ist es nicht sinnvoller, den Schalter vor die Hupe zu klemmen und diese von der "Dauerphase" zu entlasten? Dann von der Hupe direkt zur Masse des Rahmens zu gehen? Dann könnte man sich auch
die (hoffentlich) Masse über den Lenker sparen.

Oder übersehe ich da was und es wäre alles zu einfach?

Schönes WE an Euch

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willi425S
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von willi425S » 2. Oktober 2020, 19:21

:was?: :was?: :was?: :was?: Warum soll das anders gemacht werden, als die 80 Jahre zuvor. :nein:
Der Lenker hat doch Masse über die Lager von der Lenkung? Warum anders? Also kann man doch die Masse des Schalters über die Hupe(mit +) an den Lenker bringen und die Hupe tut was Sie soll. :pat:
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Paul R 35
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Paul R 35 » 2. Oktober 2020, 19:22

Boerdman hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 18:42
Weißt du, warum die Hupe am Dauerplus hängt und erst mit der "Nulleitung" geschaltet wird?
Ist es nicht sinnvoller, den Schalter vor die Hupe zu klemmen und diese von der "Dauerphase" zu entlasten? Dann von der Hupe direkt zur Masse des Rahmens zu gehen? Dann könnte man sich auch
die (hoffentlich) Masse über den Lenker sparen.

Oder übersehe ich da was und es wäre alles zu einfach?
Die Hupen werden eigentlich alle so geschaltet, auch bei den Autos. Entlasten braucht man den "Dauerplus" dabei nicht, solange der Knopf nicht gedrückt wird fließt ja auch kein Strom.
Der Grund für diese Anschlussart war wahrscheinlich der Hupknopf in der Mitte des Lenkrades bei den Autos. Bei der Schaltung des Knopfes auf Masse braucht man nur eine Leitung durch die hohle Lenkwelle verlegen, oder man braucht nur einen Schleifkontakt, wenn die Leitung nicht durch die Lenkwelle geht.

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nafets
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von nafets » 3. Oktober 2020, 00:13

Das ist bei Fahrzeugen häufig so, daß der Verbraucher an + hängt und wenn er aktiviert werden soll, dann wird er über einen Kontakt oder Schalter mit Masse verbunden. Kofferraumbeleuchtung, die meisten Warnlampen wie Öldruckschalter, Handbremswarnung oder Innenlicht über Türkontakt. Und am bekanntesten der Unterbrecher, da hängt die Zündspule auch dauernd an + und der Unterbrecher stellt den Stromfluß zu Masse her, um Energie in Form eines Magnetfeldes in die Spule zu laden.
Spart Kabelbaum.

Gruß
Stefan

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Andrebiker » 3. Oktober 2020, 08:43

willi425S hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 19:21
:was?: :was?: :was?: :was?: Warum soll das anders gemacht werden, als die 80 Jahre zuvor. :nein:
Der Lenker hat doch Masse über die Lager von der Lenkung? Warum anders? Also kann man doch die Masse des Schalters über die Hupe(mit +) an den Lenker bringen und die Hupe tut was Sie soll. :pat:
Mal ganz allgemein und unabhängig von der Hupe:
Die Masse zu Lenker und Lampe sollte niemals über die Lager, sondern über ein separates Massekabel erfolgen. Ansonsten erfolgen an den Wälzkörpern im Lager Minilichtbogen, die das Lager zerstören.
VG André
Unsere Motorräder laufen nun schon 65 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von RobertD » 3. Oktober 2020, 09:05

Andrebiker hat geschrieben:
3. Oktober 2020, 08:43
willi425S hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 19:21
:was?: :was?: :was?: :was?: Warum soll das anders gemacht werden, als die 80 Jahre zuvor. :nein:
Der Lenker hat doch Masse über die Lager von der Lenkung? Warum anders? Also kann man doch die Masse des Schalters über die Hupe(mit +) an den Lenker bringen und die Hupe tut was Sie soll. :pat:
Mal ganz allgemein und unabhängig von der Hupe:
Die Masse zu Lenker und Lampe sollte niemals über die Lager, sondern über ein separates Massekabel erfolgen. Ansonsten erfolgen an den Wälzkörpern im Lager Minilichtbogen, die das Lager zerstören.
VG André
Aber nicht bei 6V :roll:

Und die Lenkermasse ist wie oben erwähnt ebenso über die Bowdenzüge sichergestellt. Fallen da auch die Lagerbuchs und Bremsnocke auseinandender? Oder die Lager vom Ausrückhebel im Getriebe? Oder gar der Stirndeckel, auf dem die Unterbrecherdose sitzt? Dann müssten alle aufpassen, die keine Masseleitung im Rücklicht haben, dass irgendwann das Scharnier vom Kotflügel abreißt...
Da ist der Verschleiß durch Reibung höher, als durch galvanische Vorgänge.

Mein Rahmen hat gar keine extra Masseleitung. Der Akku geht mit Minus an das Getriebe und die Masseleitung vom Zündschloss geht oben an den Ventildeckel. Das Rücklicht hat eine eigene Masseleitung im Kabelbaum... Masse am Rahmen ist also nicht zwangsläufig nötig.
Gruß Robert

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willi425S
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von willi425S » 3. Oktober 2020, 17:38

Mal ganz allgemein und unabhängig von der Hupe:
Die Masse zu Lenker und Lampe sollte niemals über die Lager, sondern über ein separates Massekabel erfolgen. Ansonsten erfolgen an den Wälzkörpern im Lager Minilichtbogen, die das Lager zerstören.
VG André


Deswegen ist es nachts bei mir so Hell am Lenker.
Besonders wenn man um die Kurve fährt und dann hupt. Andre :nono: nicht wirklich. Wie lange hupt man.... :prost2:
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von nafets » 3. Oktober 2020, 17:47

Hoffentlich verschweißt dann das Lager nicht während dem Hupen :frank:
und danach gehts nur noch geradeaus :mecker:

Da hilft möglicherweise nur leitfähiges Lagerfett mit hohem Graphitanteil :king:

...und bevor das Thema nicht wissenschaftlich gelöst ist :think: auf keinen Fall hupen :Daniel Dorn:

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Boerdman » 3. Oktober 2020, 18:02

Moin Moin,
willi425S hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 19:21
:was?: :was?: :was?: :was?: Warum soll das anders gemacht werden, als die 80 Jahre zuvor. :nein:
Der Lenker hat doch Masse über die Lager von der Lenkung? Warum anders? Also kann man doch die Masse des Schalters über die Hupe(mit +) an den Lenker bringen und die Hupe tut was Sie soll. :pat:
Aus der Wechselstromtechnik kenne ich das nur so, daß man vor dem Verbraucher schaltet. Das sorgt für Spannungsfreiheit des Verbrauchers während der Nichtnutzung. Außerdem flippt die Hupe, im Fall eines Gehäuseschlusses nicht aus und gibt Dauerfeuer.
Aber ich will hier auch nicht das Rad, die Schnapspraline oder gar den Nudelsalat neu erfinden. In der Gleichstromtechnik läufts wohl konträr.
Mal davon abgesehen nutze ich die Hupe eh nicht. Die Tüte regelt das.

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Schwarzarbeiter » 4. Oktober 2020, 10:52

nafets hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 15:24
Hallo Christian,
ist richtig Klemme 51 ist der Ausgang vom Gleichrichter der Lichtmaschine und ist verbunden mit dem Batteriepluspol = Klemme 30.
...

Gruß
Stefan
Moin,
Wir sprechen hier aber immer noch vom originalen Generator der R35, oder? Da gibt es keinen Gleichrichter ...

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Paul R 35 » 4. Oktober 2020, 11:06

nafets hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 15:24
...ist richtig Klemme 51 ist der Ausgang vom Gleichrichter der Lichtmaschine...
Gleichrichter? :shock: Bei einer Gleichstromlichtmaschine? :shock:

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von nafets » 4. Oktober 2020, 13:09

Richtig, die Lichtmaschine liefert schon einen Gleichstrom.
Die Spule, die sich im Magnetfeld dreht würd erst mal Wechselspannung erzeugen, das Gleichrichten übernimmt der Kollektor. Deshalb wird dieser auch als Kommutator oder Umschalter bezeichnet, der beim Wechsel die Enden der Spule bezogen auf die Kohlen des Stromabnehmer umpolt. Im Stromkreis fließt der Strom dann immer in die gleiche Richtung und der Generator erzeugt eine pulsierende Gleichspannung. Ohne zusätzlichen Gleichrichter.

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von Paul R 35 » 4. Oktober 2020, 13:58

Das stimmt, aber im Gegensatz zu den Wechselstromlichtmaschinen, haben die Gleichstromlichtmascinen keinen extra Gleichrichter aus Dioden.

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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von oldiMike » 6. Oktober 2020, 11:52

Schwarzarbeiter hat geschrieben:
4. Oktober 2020, 10:52
nafets hat geschrieben:
2. Oktober 2020, 15:24
Hallo Christian,
ist richtig Klemme 51 ist der Ausgang vom Gleichrichter der Lichtmaschine und ist verbunden mit dem Batteriepluspol = Klemme 30.
...

Gruß
Stefan
Moin,
Wir sprechen hier aber immer noch vom originalen Generator der R35, oder? Da gibt es keinen Gleichrichter ...

Gruß Schwarzarbeiter

Ich glaube mit dem Generator kann man die Hupe nicht betreiben, die Zieht schon Strom. Die Hupe wird Ohne die Batterie nicht richtig funktionieren. Und die Lima macht dann die Batterie, oder den Akku (wurde vor langer Zeit hier mal Belehrt, das im KFZ ein Akku verbaut ist) wieder voll.

Aber, auch wenn der Strom sich über Bowdenzüge und Lager vielleicht verteilt, Ich ziehe Dort schon immer ein Extra Kabel an den Lenker.
Das darf aber gern jeder machen wie er will :prost: . Das nächste Lenkkopflager soll doch bitte mein Schrauberlehrling tauschen.
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Re: Lampentopf und mech. Schalter

Beitrag von willi425S » 6. Oktober 2020, 14:39

Wie du schreibst das muss jeder für sich entscheiden, aber warum haben das die alten Herren nicht damals schon vorgesehen :roll: ? Weil es unnötig ist :!:
Die Hupe ist der einzige elektrische Verbraucher der über den Lenker mit Masse versorgt wird (schönes Wortspiel). :pat:
Außerdem hängt dann zusätzlich ein langes Kabel an dem Rahmen rum :nein:
Am Lampentopf gehört Masse hin -Ok- aber durch die Gummis an den Holmen ist der ja fast Isoliert, außer wenn man mech. Abblendschalter hat.
Aber :prost: muss jeder für sich entscheiden.
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