Kupplungsausrückhebel

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Nobbes
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Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 18. Juli 2020, 14:41

Hallo,

hat jemand eine Ahnung wie groß das Llängsspiel der Kupplung-Auszugswelle sein darf oder muß? Ich habe Angst, daß die Feder mir die Welle zu weit in Richtung Kupplung drückt, weshalb der Ausrückhebel mit den der Kupplung zugewandten Schenkeln auf den Nocken aufsitzt und die Kupplung nicht bewegt wird.

Ich bedanke mich im voraus mit besten Grüßen vom Niederrhein.

Nobbes

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Schwarzarbeiter » 18. Juli 2020, 18:20

Moin,
Mache mal bitte eine Skizze oder ein Foto bezüglich Deiner Frage. So erschließt sich mir das befürchtete Problem leider nicht ...

Gruß Schwarzarbeiter
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RobertD
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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von RobertD » 19. Juli 2020, 09:14

Ich glaube es geht darum, dass das Ausrücklager aus den Klauen vom Ausrückhebel rutschen könnte und man dann nicht mehr die Kupplung ausrücken kann, weil die klauen nicht ziehen, sondern nur von oben auf die Mitnehmer vom Ausrücklager drücken.

So weit kann der Hebel, rein von der Konstruktion her, nicht nach hinten geneigt werden im eingebauten Zustand. Und das Ausrücklager kann eigentlich auch nicht nach vorn aus der Druckplatte fallen, dass es aus den Klauen rutscht. Es sei denn die Fettkapsel fehlt und die Lagerkonstruktion hängt lose in der Druckplatte.

Wenn die Kupplung sich nicht bewegt wurde entweder das Getriebe falsch aufgesetzt und die Klauen sitzen nicht auf dem Mitnehmer oder die Einstellung der Scheiben am Drucklager stimmt nicht.
Gruß Robert

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 19. Juli 2020, 11:19

Hallo Schwarzarbeiter, hallo Robert,

ich danke Euch für die schnelle Reaktion-

Ich habe das Motorrad in fahrbereiten Zustand erhalten. Ich habe einige Touren damit gemacht es lief immer sehr gut. Dann wurde das Getriebe undicht ich habe alles repariert und dabei auch was an der gesamten Optik gemacht. Jetzt wollte ich das Getriebe wieder anflanschen. Der Ausrückhebel, der die beiden Nocken umfassen soll setzt aber mit den der Kupplung zugewandten Schenkeln oben auf den Nocken auf. Er greift also zu kurz. das bedeutet für mich das die Ausrückwelle zu weit nach vorn geschoben wird. Es sind nach wie vor 3 Distanzscheiben eingebaut. Ich werde heute mal den Weg messen den die Welle sich vor und zurück schieben lässt. Ich denke das früher ein Spezialist die Maschine zusammengebaut hat, der es geschafft hat die Auszugwelle während des Anflanschen des Getriebes in der hinteren Position zu halten. Dann würde der Kupplungshebel die Welle in Position halten.
Ich habe vor dem Einbau der Auszugwelle diese so kräftig wie möglich zusammengeschraubt und auch die Madenschraube angezogen. Ich werde gleich einmal messen und neu berichten. Das Spiel beträgt einige Millimeter ich weiß nicht was dort fehlen soll Ich habe da nichts zerlegt.

Beste Grüße vom Niederrhein

Nobbes

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Schwarzarbeiter » 19. Juli 2020, 11:41

Moin,
So ganz erschließt sich mir Dein Problem noch immer nicht. Eigentlich kann man an der Stelle gar nichts falsch machen. Vielleicht hift Dir das hier weiter:

viewtopic.php?f=19&t=5381&start=120#p68805

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 19. Juli 2020, 14:42

Danke Schwarzarbeiter,

ja ich habe das alles schon studiert. Das ist übrigens wesentlich besser als die offizielle Reparaturanleitung. Ich kann aber jetzt nachdem ich gemessen habe alles besser erklären. Meine Kupplungswelle mit dem schwimmenden Lager kann ich, trotz der 3 Distanzscheiben, um 10 mm rein und raus schieben. Frag mich nicht was mit dem Lagerdeckel ist. Im Bereich des Längssspiels ausgezogenen Zustand ist die Aussenkante der beiden Mitnehmer 12 mm gemessen von der Gehäusenahtstelle zum Getriebe, versetzt. Die hinteren Innenseiten der Aufnahmegabeln des Kupplungshebels auf der Getriebeseite, liegen 13 mm hinter der Nahtstelle zurück. Diese Situation sollte ideal für das Anflanschen des Getriebes sein. Wenn die Feder auf der Getriebewelle jedoch die Ausrückwelle um 10mm in Richtung Kupplung schiebt geht nichts mehr. Die Gabeln des Kupplungshebels setzen oben auf den beiden Mitnehmern auf. Ich muß also das Längsspiel der Kupplungswelle deutlich reduzieren. Nur was fehlt? Ich kann doch nicht 8 mm Distanzscheiben einbauen um 2 mm Spiel zu bekommen.

mfG

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Stefan1957 » 19. Juli 2020, 14:53

Du kommst nicht um eine Skizze oder Fotos rum.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von RobertD » 19. Juli 2020, 15:02

Hilft wohl nur mal Druckplatte abbauen und Bilder machen. Ich würde vermuten die Fettkapsel fehlt auf der Innenseite...
Gruß Robert

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 19. Juli 2020, 16:32

Hallo Robert,

Du könntest Recht haben. Ich habe nirgendwo so etwas wie eine Fettkapsel gesehen. Das Teil mit den beiden Mitnehmern ist allerdings glockenförmig ausgebildet. Auch in keinem Katalog finde ich so etwas. Bist Du sicher, das die R35-3 eine Fettkapsel hat die zwischen Lager und Druckplatte sitzt?
Die ganzen Fragen nach Fotos verstehe ich nicht. Da ist nichts was man fotografiren kann.

Beste Grüße aus den sonnigen Rheinland

Nobbes

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Schwarzarbeiter » 19. Juli 2020, 17:21

Moin,
Beschreibungen und Maßanfaben von Dir sind das Eine, Bilder sagen aber viel mehr über die Einbausituation und die verbauten Teile. Was ist denn so schwer daran, davon 2-3 Bilder zu machen und die hier z.B. mit www.picr.de zu posten?

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von RobertD » 19. Juli 2020, 17:44

Nobbes hat geschrieben:
19. Juli 2020, 16:32
Hallo Robert,

Du könntest Recht haben. Ich habe nirgendwo so etwas wie eine Fettkapsel gesehen. Das Teil mit den beiden Mitnehmern ist allerdings glockenförmig ausgebildet. Auch in keinem Katalog finde ich so etwas. Bist Du sicher, das die R35-3 eine Fettkapsel hat die zwischen Lager und Druckplatte sitzt?
Die ganzen Fragen nach Fotos verstehe ich nicht. Da ist nichts was man fotografiren kann.

Beste Grüße aus den sonnigen Rheinland

Nobbes
Die Fettkapsel sitzt auch in der Druckplatte und soll das reingepumpte Fett vom Kupplungslager dort halten, damit es nicht an die Reibflächen kommt. Das ist letztendlich ein Blechdeckel, der auch das Lager axial ein wenig sichert. Darum musst du einfach mal die Druckplatte von der Kupplung abbauen und nachsehen. Von außen kann man die nicht sehen.
Gruß Robert

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 20. Juli 2020, 19:00

Hallo ihr hilfreichen Geister,

ich glaube, ich habe es gelöst. Ich habe die Druckplatte ausgebaut und festgestellt, daß das Längsspiel der Ausrückwelle sich über das Andrehen des Ringes mit den Mitnehmern nicht einstellen läßt. Klar ein schwimmendes Lager. Das Spiel läßt sich über das Eindrücken des Lagerdeckels einstellen. Der Deckel sitzt auch wirklich relativ fest. Ich habe sicherheitshalber noch eine Runde Schraubensicherungslack rundum in die Nahtstelle geträufelt. Sieht sehr gut aus. Ausserdem ist mir aufgefallen, daß die Mitnehmer nicht mittig auf dem Ring sitzen sondern in Längsrichtung verschoben sind. Man kann also wenn man den Ring andersherum aufschraubt ein paar Millimeter gewinnen oder zurücknehmen.
Zu den Forderungen nach Bildern. Was hätte ich denn fotografieren sollen mein Problem lag zu jeder Zeit unsichtbar an der Anflanschstelle des Getriebes. Ich war froh, daß ich mit einem Finger die Position der Gabel auf dem Mitnehmer fühlen konnte.
Morgen besorge ich neue Muttern für die Befestigung der Druckplatte und ein Gewindeschneidwerkzeug für die Bolzen und dann wird zusammengebaut.
Nach einigen Jahren möchte ich in diesem Sommer wieder EMW fahren.

Ich bedanke mich bei allen die für mich mitgedacht haben.
Mit freundlichen Grüßen aus dem nun wieder sonnigen Rheinland
Nobbes

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Stefan1957 » 20. Juli 2020, 20:20

Hi Nobbes,
wenn der Mitnehmer falsch rum montiert war, streift der Schmiernippel der der Kupplungsdruckplatte. Wenn er nicht montiert ist hätte das durch ein Foto an der Blechöffnung rechts in Fahrtrichtung erkannt werden können.
Bilder sagen manchmal mehr als Worte. Ich hab mich auch hier schon schwierig ausgedrückt, aber das nimmt hier im Forum niemand krumm, sofern die Sprache anständig bleibt.
Viel Spass beim komplettieren.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Schwarzarbeiter » 20. Juli 2020, 22:31

Nobbes hat geschrieben:
20. Juli 2020, 19:00
... Ausserdem ist mir aufgefallen, daß die Mitnehmer nicht mittig auf dem Ring sitzen sondern in Längsrichtung verschoben sind. Man kann also wenn man den Ring andersherum aufschraubt ein paar Millimeter gewinnen oder zurücknehmen.
Zu den Forderungen nach Bildern. Was hätte ich denn fotografieren sollen mein Problem lag zu jeder Zeit unsichtbar an der Anflanschstelle des Getriebes. Ich war froh, daß ich mit einem Finger die Position der Gabel auf dem Mitnehmer fühlen konnte.
Moin,
War das hier das "Problem"?

... Beim Aufschrauben des Rings mit den Zapfen sollte man beachten dass dieser nicht symetrisch ist ...

Bild

Bild

Die Seite, auf der die Zapfen fast auf einer Ebene mit der Stirnfläche des Rings liegen (in den beiden vorherigen Bildern die Unterseite), muss zur Kupplung zeigen!
Beachtet man das nicht und muss vielleicht beim Probieren mangels Spannhülse jeweils über den Umweg "Abbbau der kompletten Kupplungsdruckplatte" gehen, wird man von dieser Verwechslung begeistert sein. Dieser Versatz wirkt sich dann nämlich wie zusätzliche 2,00 mm an untergelegten Distanzscheiben, zusätzlich zu den selbst platzierten, aus. Dann baut man bestimmt alles erneut auseinander ...

Das ist Dir doch schon als Hinweis gegeben worden und hätte bei einem entsprechenden Bild von Deiner Kupplung zu Nachfragen geführt. Ich verstehe nicht, warum Du trotzdem beharrlich meinst, Bilder wären entbehrlich. Auf diese Art beschäftigst Du die Leute unnötigerweise.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Kupplungsausrückhebel

Beitrag von Nobbes » 21. Juli 2020, 08:58

Hallo Schwarzarbeiter,

danke für Deine eindrucksvollen Bilder, Ich verstehe jetzt wie wertvoll Bilder sein können. Ich muß heute Abend kontrollieren ob ich den Ring richtig eingesetzt habe, Ich fürchte beinahe nicht. Danke für den wertvollen Hinweis. Ich sende Dir vor dem Einbau der Druckplatte dann ein Bild.
Ich werde dann auch ein Bild von den Kupplungsbolzen senden. Hier verwundert mich das die Bolzen am Mittelstück Texturen um die Durchmesser haben,
Ist das Verschleiß oder schlampige Fertigung. Mit der Feder kann das Mittelstück eigentlich nicht in Berührung kommen.

Gruß Hobbes

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