Undichter Tankdeckel °

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Paul R 35
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Beitrag von Paul R 35 » 2. November 2003, 20:23

Ich habe ein Sieb drinn, es hilft auch nicht viel. Diesen Sommer habe ich meine alte Dichtung mit einer neuen von MAN ersetzt, sie hat noch schlechter gehalten als die alte :cry: . Ich habe unter die neue Gummidichting (2,5 mm) eine Papierdichtung (0,5 mm) druntergelegt, half noch nicht. Bei der zweiten Papierdichtung war Ruhe :) . Danach habe ich extra immer randvoll getankt, ich brauche ja keine Angst wegen dem Lack haben :mrgreen: , seit August ist es trocken, auch wenn die Maschine beim warmen Wetter in der Garage steht oder ich untrewegs bin. Abgestorben ist sie unterwegs auch noch nicht, also kommt auch genug Luft in den Tank rein. Und raus muß die Luft ja auch, z.B. wenn die Maschine im Sommer in der prallen Sonne steht, da heizt der Tank sich ja gut auf.

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Beitrag von Daniel Dorn » 2. November 2003, 21:19

Kann mich da nur anschliessen. Ich habe von Anfang an das orginale Sieb drin. Habe noch dazu eine neue Korkdichtung für den Deckel verbaut. Tja, und von Anfang an ist der Scheiß Deckel undicht! Der Nachteil von dem Sieb möchte ich hier auch mal erwähnen. Man sieht nicht beim Tanken wann der Tank voll ist.

Beim Kauf vom meinem Moped waren da sogar zwei Siebe drin!!!!!

WARUM?????

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Beitrag von lappiator » 2. November 2003, 22:01

sieb raus beim tanken und fingerchen wieder schön sauber machen,daniel :lol: aber hier mal meine unprofessionelle variante. ich habe mir einfach aus einen schwarzen stofftuch einen schmalen streifen abgerissen und um den tankstutzen gebunden, saugt jetzt alles auf was evtl. austritt und fällt garnicht auf. wenn versüfft dann halt nen neuen und fertig.

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Paul R 35
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Beitrag von Paul R 35 » 2. November 2003, 22:18

Der Trick mit dem Stofftuch erinnert mich an den gleichen Trick von meinem Vater, er hat oben ein Stück von einem Strumpf abgeschnitten und zusammengerollt.

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Beitrag von Gobi » 3. November 2003, 16:51

So, lasst uns da mal ein bisschen analytischer rangehen, wir wollen doch vermeiden, daß da überhaupt Benzin rauskommt....
Eigendlich ist er innendrin' geradezu rührend gemacht, das Benzin muß wirklich durch einige Etappen und zu kleinsten Löchern (rote Pfeile) raus:

Bild

Die Frage ist warum funktioniert es nicht- ist doch eigentlich ganz hübsch ausgedacht- man beachte die Spirale!!!!!! :)

Ich glaube fast es haut nicht hin, weil die Scheiben untereinander nicht (mehr?) gedichtet sind, ich vermute mal, das der Sprit schon nach der ersten gezackten Scheibe rausläuft......

Und nochwas - der Tankdeckel liegt ja garnicht waagrecht- das verschlechtert das Ganze natürlcih noch.
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Beitrag von Tabun » 3. November 2003, 20:10

Gobi.....
bei meinem Tankdeckelinnenleben sind auch noch ein paar Pappdichtungen dazwischen.

Habe meine Tankdeckel auch zum Verchromen demontiert. Dann wieder zusammen den ganzen Plunder - und .........es funktioniert :lol: wie neu halt.

Evtl. stimmt ja die Reihenfolge der Blechscheiben nicht :?: :?: :?: :nono: :mrgreen:

Am besten noch mal ´nen alten Deckel öffnen und kontrollieren!

Es muß einfach funktionieren - es ging doch 50 Jahre lang :!: :!: :!: :mrgreen: :top:

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Beitrag von Gobi » 3. November 2003, 23:42

Du siehst ja, bei wievielen es nicht funktioniert.....
ich habe die Teile genau in der Reihenfolge herausgeholt, wie sie fotografiert sind, scheint mir auch Sinn zu machen.
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Schick!!!

Beitrag von Andrebiker » 4. November 2003, 07:16

Da soll mal einer sagen, er lernt nichts dazu :lol: ...
Die Innereien des Tankdeckels habe ich noch nie gesehen; wir hatten uns nie getraut, ihn auseinander zu nehmen. War immer sooooo fest eingepreßt :? .
Feine Sache :pat: .

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Beitrag von Gobi » 4. November 2003, 10:57

Ich konnte sie nach ein bisschen hin und her relativ leicht heraushebeln, mein Tankdeckel hat allerdings diverse der bekannten Sprünge am Rand und ich frage mich gerade ob es da einen Zusammenhang gibt, denn entscheidend für die Dichtigkeit könnte auch sein , wie fest die Lagen aufeinander gepresst sind.
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Beitrag von Andrebiker » 4. November 2003, 12:12

Ah, ja, die Risse am Rand... Stimmt. Die Deckel mit den Rissen waren immer undichter als die, die noch in Ordnung waren.

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Beitrag von René » 4. November 2003, 19:05

:D ich hab mehrere deckel zu liegen, ob mit risse oder nicht oder aus alu (den mit emblem , reisst wohl nicht so schnell), bei allen habe ich die sauerei. neue dichtungen haben auch nichts gebracht, egal ob aus kork oder gummi. wie sieht es denn mit den nachbauten aus???

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Beitrag von Gobi » 14. November 2003, 13:50

Tja, ich habe die Scheiben untereinander gedichtet, als Tanksieb habe ich ein Teesieb aus Plaste von Wenco (gibts z.B. bei Kaisers 0.99€), aber wenn ich leidlich vollgetakt habe und ordentlich heize- trotzdem nicht dicht :cry: .
Ich habe dann wieder meine Gaze Streifen in die Schlitze gesteckt, das schien zu helfen, aber allzulange bin ich dan nicht mehr gefahren- mir war so kalt......... :roll:
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Beitrag von Gobi » 18. Februar 2004, 17:28

So, jetzt habe ich unterwegs meinen Tankdeckel beinah verlohren.
Also habe ich versucht ihn zu löten:
Schlauchschelle rum (ohne Innenleben) mit Glimmer als Zwischenlage und die Risse mit Silber hartgelötet- schien zu funktionieren- aber als ich die Schelle abmachte, waren lauter neue Risse da!!!!! Die scheinen ja ein echtes Tiefziehproblem gehabt zu haben..... :shock: Der Chrom wurde davon auch nicht hübscher!
Die Papplagen habe ich übrigens mitlerweile mit Silikon zusammengeklebt.

Wie sind denn die Nachfertigungen so? Soweit ich weiß gibt's welche ohne Innenteil- das könnte man ja dann wieder einsetzen.....
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Beitrag von Andrebiker » 19. Februar 2004, 07:20

Die Papplagen fallen Dir wieder auseinander. Silikon verträgt sich nicht mit Benzin; vor allem der bleifreie löst es auf. Versuch lieber, sie mit einem benzinverträglichen Leim zu kleben, vielleicht UHU-plus oder UHU repair all oder so was. Der ist auch elastisch und soll beständig sein. Ich habe mich wegen eines Risses im Tank mal mit UHU in Verbindung gesetzt; ich schick Dir das Datenblatt mal rum.

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So funktioniert die Tankdeckelentlüftung ohne Sudeln

Beitrag von Schneider » 20. Februar 2004, 10:44

Das hat aklles mit dem Entlyftungslabyrinth im Innern des Deckels zu tun. Das mus vollständig und in Ordnung sein. Es besteht inder Reihenfolge von oben nach unten aus:

-Tankdeckel
-Layyrinthanschlagblech
-Pappdeckel mit eingeprägter Labyrinthschnecke
-Weiterer Pappdeckel mit gezahntem Umfang und Löchlein
-Klemmbrücke
-Feder
-Innendeckel mit Ausbrüchen für die Klemmbrücke

Die Pappen müssen in Ordnung sein, ich habe meine in Paraffin gekocht. Dann muß der Innendeckel so fest im Tankdeckel eingepreßt sein. daß er die Pappen ordentlich auf das Labyrinthanschlagblech preßt.

So ist der Deckel dicht. Der Deckel sudelt nicht über die Korkdichtung sondern über das unvollständige oder fehlerhafte Labyrinthsystem, welches die Entlüftung von innen (durch die 2 Klemmbrückenöffnungen) nach außen (über die Sicken am Rande des Innendeckels) regelt. Ist der Tankdeckel gerissen, werden die Pappen nicht genug zusammengepreßt und der Sprit findet seinen Weg über die Klemmbrückenausschnitte sofort durch die Sicken des Innenbleches nach Außen. Es ist wichtig, daß der untere Innendeckel mit der Dichtfläche die untere Pappe voll abdichtet, damit der Sprit nicht sofort nach außen in die Sicken gelangen kann.
Er darf den Weg nur über das Löchlein in der unteren Pappe zwischen die zwei Pappdeckel und dann über das Labyrinth zum Pappaußenrand und von dort über die Sicken im Innendeckel nach außen finden.

U. Schneider

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