Hahn- Küken undicht °

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Hahn- Küken undicht °

Beitrag von Killerniete » 5. Januar 2007, 14:24

Den Ärger mit den Benzinhähnen kennt wohl jeder,- eingelaufenes Küken und in Folge dann gefluteter Motor und stinkende Werkstatt.
Nun zur Lösungfragestellung : reicht´s das Küken auf ner Glasplatte abzuziehen (mit Schleifpaste) oder sollte selbiges überdreht werden und poliert.
Da nicht jeder ne Drehma hat ist ersteres sicher praktischer aber auch funktional. :?: :?: :?:
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Beitrag von krs » 5. Januar 2007, 16:12

Das mit der Glasplatte verstehe ich nicht? Wie zieht man denn einen Kegelstumpf auf einer Fläche ab?
Ich habe letztes Jahr meinen NSU-Benzinhahn aus Messing versucht einzuschleifen. Hatte nur Ärger mit dem Ding und Ersatz war nicht zu bekommen. Immer stank die ganze Garage. Ein Typ auf nem Oldiemarkt hat mir vom einschleifen abgeraten, weil es eh nichts bringt...
Also trotzdem versucht, da es schlimmer nicht werden konnte. Als erstes vom Küken den Anschlag entfernt, das das Küken sich komplett um 360° drehen läßt. Dann auf der Kükenrückseite die Bohrung für die Druckschraube tiefer gebohrt, das Gewinde tiefer reingeschnitten und ne kurze Gewindstange reingedreht. Dadurch konnte ich das Küken in einem Akku-Schrauber einspannen und im Sitz drehen lassen. Und dann mit Schleifpaste versucht. War aber Schei..., weil die Schleifpaste Riefen in das weiche Messing gedrückt hat. 2. Versuch: 600er Schleifpapier genommen, einmal um das Kücken gewickelt und damit beide Seiten mit der Hand eingeschliffen. Das ging dann...Zum Schluß dann mit Zahnpasta und dem Akkuschrauber feingeschliffen. Ergebnis: Hahn ist jetzt dicht.
Wahrscheinlich hatte ich durch die Akkuschrauber-Schleifpastenaktion eventuelle Winkelabweichungen zwischen Küken und Hahn egalisiert und mußte mit dem Schleifpapier nur noch die Oberfläche glätten, wer weiß. Aber: Die Aktion hatte relativ schnell ne ganze Menge Material von der Oberfläche runtergeholt, so das das Küken am Ende tiefer im Sitz saß. Mit dem Effekt, das die Durchgangsbohrung nicht mehr passte. Also nachgebohrt. Dabei einen Grat um die Bohrung fabriziert, welcher wieder vorsichtig weggeschliffen werden mußte, d.h. wieder Schleifpapier + Zahnpasta... Letzter Punkt ist, das der Anschlag nicht mehr einzubauen war. Aber egal...
Habe dann die Gewindestange gleich für ne größere Druckfeder für das Küken benutzt und kann über die Mutter und die Feder den Hahn gut einstellen.
Gruß KRS

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Beitrag von Gobi » 5. Januar 2007, 16:15

Ich habe einiges von dem oben beschriebenen durch und noch einiges mehr..... langfristig war mein Hahn nie dicht, irgendwann habe ich entnervt aufgegeben.... :(
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Beitrag von Killerniete » 5. Januar 2007, 17:57

Mm eh ich meinte den "normalen " Benzinhahn mit 4-loch Dichtung , bei diesem ist das Küken- ich hoffe das heißt da auch so plan.
Den Konus- Benzinhahn hab ich beim Steppke mal versucht abzudichten - auch mit Akkuschrauber.
Das sollte man nicht machen genau wie nicht bei den Ventilen, wurde ich hinterher belehrt.
Durch das durchgehende Drehen bilden sich ringförmige Riefen und es dichtet nicht :!: :!:
Immer mit der Hand oder spezielle Ventileinschleifmaschine, max 3/4 umdrehung dann absetzen- wie in der BA beschrieben.
Solch Ventileinschleifmaschine ist recht simpel, sieht aus wie ne mechanische Handbohrmaschine und dreht vorn nur hin und her. :shock: :shock:
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Beitrag von Paul R 35 » 5. Januar 2007, 18:45

Killerniete hat geschrieben:Mm eh ich meinte den "normalen " Benzinhahn mit 4-loch Dichtung , bei diesem ist das Küken- ich hoffe das heißt da auch so plan.
Der hier?

Bild

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Beitrag von Gobi » 5. Januar 2007, 20:56

Ach sooooo, das sollte einfach sein, würde ich auch nur abschleifen, und evtl. Dichtungspappe oder so hinter den Gummi zum ausgleichen (falls nötig)
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Beitrag von emw-ute » 6. Januar 2007, 11:19

Ich hantiere nun schon seit 17 Jahren mit Benzinhähnen verschiedener Typen, die alle nach dem Muster 4-Loch-Dichtung gebaut sind, wie auf dem Foto gezeigt.

1.
Frage: was ist das "Küken"? Habe den Begriff noch nie gehört.

2.
Abziehen musste ich noch nie, immer war die Kork- oder Gummidichtung abgeschliffen (zu dünn geworden), so dass es dann suppte, und zwar mitunter bereits deutlich sichtbar direkt aus dem Hahn. Zudem sind manche nachgefertigten Dichtungen von besch.... Qualität. Neue, gute und vor allem dickere Dichtung schaffte noch immer Abhilfe.

3.
Stichwort "Gefluteter Motor": dieser kann doch nur geflutet sein, wenn neben dem nicht dichtenden Benzinhahn auch der Schwimmer nicht dichtet.

k.
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Beitrag von Daniel Dorn » 6. Januar 2007, 11:45

Und neue Vierloch-Dichtungen z.B. MZ-Benzinhahn passen wohl nicht????

Die Kosten immerhin 70 Cent!

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Beitrag von Killerniete » 6. Januar 2007, 17:23

Küken wird das Teil genannt wo man rumtüdelt, würd der olle Röhrricht sagen. Also der Hebel mit den zwei Löchern.
Motor geflutet ist bei der Emw kaum möglich da der Ansaug gerad ist, hatte das mal bei der Sport-Awo.
Dort ist der Ansaug schräg, das Schwimmernadelventil hatte es auch schon hinter sich und über die Zeit ist der Sprit durch den Vergaser in den Zylinder an den Kolbenringen vorbei ins Motoröl.
Dachte ich hab ne Ölquelle erschlossen, aber die Brühe hätte schnell den Motor ruinieren können. :( :(
MZ-Dichtung passt glaub nicht da die Oldipäpste die für die Alten immer extra anbieten, die Korkdinger sind auch nicht die Wucht.
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Beitrag von emw-ute » 6. Januar 2007, 18:19

Das mit dem "gefluteten Motor" hatte ich nur aufgegriffen, weil Du's oben in Deiner Anfangsmail erwähnt hattest, völlig typunabhängig.

Aber es stimmt, gute Korkdichtungen sind heute schwer zu bekommen, ich habe mir manchmal mit Sektkorken geholfen :prost2: .
Gummi halte ich für besser. Es gibt doch garantiert heute im Oldtimerzubehör auch benzinresistente Gummiware, zum Selberschnippeln(?).
Eingelaufenes "Küken" habe ich, wie gesagt, noch nie gesehen, auch bei meinen gammeligsten Hähnen nicht. Wenn Abziehen von der Materialdicke her noch möglich ist, sicher eine Möglichkeit.
Würde bei Everbest-Hähnen (ich weiß: nicht Originooool-EMW) dann allerdings erfordern, dass eine etwas dickere Dichtung verwendet wird, da sonst die Spannung nicht mehr stimmt (oder Hinterfüttern, wie von Gobi vorgeschlagen).

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Beitrag von Paul R 35 » 7. Januar 2007, 16:48

emw-ute hat geschrieben:Gummi halte ich für besser. Es gibt doch garantiert heute im Oldtimerzubehör auch benzinresistente Gummiware, zum Selberschnippeln(?).k.
Jawohl, benzinfestes Gummi gibt es, und so eine Vierlochdichtung (obwohl man nur drei Löcher braucht :roll: ) selber zu schnipsel ist doch kein Hexenwerk. Auf dem Foto ist eine ziemmlich mitttgenommene selbstgeschnipselte Dichtung zu sehen, die ca 10 Jhre treu ihren Dienst verrichtet hat. Zur Zeit habe ich wieder eine selbstgeschnipselte (Bei der die Löcher bisschen besser aussehen :mrgreen: ) drin.

Ich habe eigentlich an der ganzen Maschine, ausser den Simmerringen und der Kopfdichtung, nur selstgemachte Dichtungen drin.

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Beitrag von Killerniete » 8. Januar 2007, 17:51

Hab auch überwiegend selbstgeschnittene Dichtungen drinn, allerdings ist Dichtungspapier auch nicht umsonst, unterm Strich sind Dichtungssätze nicht teurer.
Zum Benzinhahn zurück, in die Drehbank einspannen ging nicht - Futter zu kurz. Also abgezogen und Haarlineal drübergehalten.
Trotz grösster Vorsicht ist die Fläche jetzt leicht ballig.
Mal sehen ob´s trotzdem abdichtet. :mecker: :mecker:
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