Ladecharakteristik von elektronischen Reglern °

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emw-ute
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Ladecharakteristik von elektronischen Reglern °

Beitrag von emw-ute » 21. August 2008, 13:17

Den folgenden Beitrag hatte ich in einem BMW-Forum geschrieben, jedoch nur sparsame sachdienliche Hinweise erhalten. Daher hier nochmal, obgleich es diesmal nicht unsere EMW betrifft. Bitte den Beitrag sorgfältig lesen, da im anderen Forum Fragen beantwortet wurden, die nicht gestellt waren, bzw. Mutmaßungen getroffen wurden, die durch meinen Text bereits widerlegt waren:

"Ich weiß, dass das Thema eines elektronischen Reglers hier bereits durch ungezählte Beiträge geistert.
Dennoch möchte ich eine ganz spezielle Frage an die Elektronikprofis hier im Forum richten:

Ist es möglich, dass gewisse elektronische Regler eine Batterie erst dann zu laden vermögen, wenn die Spannung dieser Batterie noch nicht zu sehr in den Keller gesunken ist, also die Batterie nach langer Standzeit nicht völlig leer ist?

Hintergrund:
Meine 55er R50 hat noch die kleine 6 Volt-Lima mit 8Ah-Batterie. Vor einigen Wochen hatte sich nun eine alte Bleisäurebatterie verabschiedet, d.h. völlig leer, kein Lämpchen glimmte auch nur (beim späteren Zerlegen zeigte sich auch, dass das Teil innerlich völlig zersetzt war). Da ich keine Ersatzbatterie zur Hand hatte bzw. erst hätte ausbauen müssen, aber alles zur Ausfahrt bereit stand, hoffte ich auf die Ladewirkung bei Fahrt und startete zur Ausfahrt. Geht bei einer R50 wg. der Magnetzündung ja prima, d.h. Motor läuft.
Allerdings blieb die Batterie tot, d.h. keinerlei auch nur geringfügiges Aufladen. Wieder zu Hause dann eine andere, gebrauchte Bleisäurebatterie aus der DKW ausgebaut und siehe, alles funktionierte vorschriftsmäßig, d.h. alle Leuchten brannten und unmittelbar nach dem Antreten ging die Ladeleuchte aus.

So weit, so gut. Einige Wochen nicht gefahren, da beruflich zu viel um die Ohren, gestern abend Ausfahrt mit Axel geplant. Wieder das gleiche Spiel . Da ich zwischenzeitlich auch einen Bleigelakku beschafft, aber noch nicht geladen hatte, dachte ich mir: nimmst halt den mal >>> gleiches Spiel : Maschine springt auf den 1. Tritt an, kein Lämpchen brennt. Na ja, dachte ich, die Bleisäurebatterie hat in der DKW auch einige Jahre gedient und hält die Spannung nicht mehr so toll; wird sich ja dann bei Fahrt aufladen. Trotz fast 50 km Ausfahrt: keinerlei Aufladen .

Das ist natürlich insofern absoluter Essig, als man dann keine Chance hat, das Licht einzuschalten, was bei zunehmender Dunkelheit ja hilfreich sein kann.

Fehlersuche:
Kabel überprüft: kein Fehler gefunden.
Heute also beide Batterien geladen, die alte Bleisäurebatterie eingebaut, alles paletti, Lampen brennen und direkt nach dem Antreten erlischt die Ladeleuchte.
Nun aber gemessen:
- keinerlei Entladestrom ("Kriechstrom") bei ausgeschalteter Maschine
- Batteriespannung unbelastet 6,5 V
- Batteriespannung bei laufendem Motor: ca.7,25 - 7,4 V.
- Ladestrommessung spricht auch insoweit schön an, als er bei eingeschaltetem Hochwattverbraucher (Scheinwerfer) und geringer Drehzahl in den Negativbereich abfällt, bei steigender Drehzahl dann wieder ansteigt. Ladestrom im vernünftigen Bereich (zw. ca. 0,3 und 0,8 Ampere).

Daraus schließe ich, dass Regler und Lima vernünftig arbeiten.

Jetzt habe ich lange ausgeholt und stelle erneut die Eingangsfrage:

Warum also ließ sich die (entladene) Batterie durch Fahrt (ohne eingeschaltete Verbraucher) nicht laden, am Ladegerät aber problemlos??? Kann es sein, dass der Regler eine "Schutzschaltung" hat, bzw. sein Ansprechverhalten so ausgelegt ist, dass er eine Batterie, deren Eigenspannung einen gewissen Wert unterschritten hat, nicht mehr lädt??

Welcher Elektroprofi weiß Rat?"


Wohlgemerkt: es geht um das Ladeverhalten eines bestimmten elektronischen Reglers, nicht um eine Verallgemeinerung bezüglich aller elektronischen Regler.

k.
2 Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir allerdings noch nicht sicher (Einstein).

Es gruessen emw-ute & klaus & die 55er emw.

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Beitrag von EMW-Junkie » 21. August 2008, 13:35

Nach Auskunft des Chefs von MZ-B benötigen alle elekronischen Regler, die er vertreibt unbedingt eine Batterie mit einer gewissen Restspannung zur Funktion. Ich würde mutmaßen, das 3V reichen müßten, das bedeutet eine Zelle darf kaputtsein,- bei noch weniger Spannung wird es eng... :oops:
Die brauchen übrigens auch eine (ohmsche) Mindestlast. Nur mit Batterie und Zündung wird die Ladespannung praktisch nicht geregelt!
Das wird wohl so für die meisten Regler gelten... :frank:
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Beitrag von emw-ute » 22. August 2008, 07:49

EMW-Junkie hat geschrieben:Nach Auskunft des Chefs von MZ-B benötigen alle elekronischen Regler, die er vertreibt unbedingt eine Batterie mit einer gewissen Restspannung zur Funktion. ...
Das wird wohl so für die meisten Regler gelten... :frank:
Klingt für mich absolut nachvollziehbar, denn den von mir beschriebenen Effekt habe ich nur beim in der BMW R50 verbauten Regler so erlebt.

Unsere 3 Motorräder haben identische 6V 8Ah-Batterien, jedoch elektronische Regler verschiedener Händler.
Es kommt öfter mal vor, dass eine davon sich völlig entladen hat, wenn schon älter und lange gestanden. Und zwar so entladen, dass auch die Ladekontrollleuchte mit ihren 2 Watt noch nicht einmal mehr glimmt.

Ich habe mir nun bereits seit einiger Zeit ein einfaches Überbrückungskabel gebaut, womit ich dann immer so vorgegangen bin:
Batterie EMW leer>>>Überbrückungskabel von Batterie R50 parallel zur Batterie EMW. Zündung R50 aus, Zündung EMW ein und antreten. Sobald die EMW lief, sofort Überbrückungskabel abgeklemmt:
und siehe, die EMW lief weiter und der dort verbaute Regler lud in Folge auch fröhlich die tiefentladene Batterie.

Das brachte mich erst auf den Gedanken, dass es elektronische Regler mit verschiedenem Ansprechverhalten geben könnte.

k.
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Beitrag von Killerniete » 22. August 2008, 12:52

Das Problem haben alle elektronischen Regler, der eine braucht etwas höhere der andere etwas niedere Startspannung.
Denk mal unter 3V geht bei keinem was.
Das Problem ist sicher die Rückstromdiode die in allen elektr. Reglern drinn ist. Dadurch kann die Regelspannung (durch die Eigenerregung) nicht hochfahren da sie quasi durch die leere und dadurch sehr niederohmige Batterie kurzgeschlossen wird. Beim mechanischen Regler wird erst bei Erreichen der Einschaltspannung die Batterie über den Rückstromschalter zugeschalten.
Evtl. funktioniert´s mit abgeklemmter Batt. natürlich nur mit Magneten.
Durch die Spannungsspitzen kanns dann allerdings den Regler grillen.
Auch Murks.
Also dann doch Überspielkabel um den Regler aus dem Schlaf zu rütteln.
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Beitrag von Danny » 19. Februar 2009, 16:18

Ich weiß nicht ob das Thema noch aktuell ist?Ich denke mal es liegt daran das eine leere Batterie zum laden einen höheren Strom aufnimmt(das ist ja erwiesen)und der Elektronische Regler denkt da einen kurzschluß oder Überlastung und schaltet nicht zu ?
Eine BMW kann nicht einzylindrig genug sein

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